Liebe Foren-Leser, lieber Fernsehkritiker, liebe Community,
heute flatterte ein Brief ins Haus, von der ehemaligen GEZ, mit dem heute so schönen, schwungvollen Namen Beitragsservice. Der Brief ward gerichtet an meinen verstorbenen Opa, der seit fast 7 Jahren nicht mehr unter uns weilt. Zu seinen Lebzeiten war mein Opa Mitglied eines Brieftaubenvereins, wie es im Ruhrgebiet oftmals vorkommt bzw. vorkam. Daher ging der Brief auch speziell an den Brieftaubenverein, da es sich um einen gewerblichen bzw. freiberuflichen Bereich handeln würde und daher angemeldet werden müsse! Woher die ehemalige GEZ die Daten des Brieftaubenvereins hat, ist mir schleierhaft, es nicht noch nicht mals der vollständige Name meines Opas aufgeführt, sondern nur ein abgekürzer Vorname, der Name des Brieftaubenvereins fehlt auch, nur der Stadtteil, aus dem der Verein stammt, ist aufgeführt. Ich dachte mit der Umbenennen der GEZ zum Beitragsservice und einigen strukturellen Änderungen hätte es jetzt endlich ein Ende damit, dass Tote oder Haustiere Post (da gibt es ja die bekannten Fälle mit dem Hund!) bekämen… Leider nein. 
Soll ich als neue Anschrift der GE… ähm dem Beitragsservice die Anschrift des Friedhofs, inklusive Feld- und Grabnummer weitergeben? Muss ich kontrollieren, ob mein Opa heimlich in seiner Gruft ein Gewerbe unter dem Decknamen „Brieftaubenverein“ betreibt? Was ist, wenn er in seiner Gruft heimlich die Rundfunkmedien konsumiert?
Nundenn ist mein Opa ja nicht erst seit ein paar Wochen tot, was solch einen Fehler verzeihlich machen würde, die Bürokratie arbeitet eben langsam, aber bei 7 Jahren finde ich das schon leicht skuril.
Die Telekom rief in den 2000er Jahren übrigens auch öfters für meinen Uropa an, der damals schon seit über 20 Jahren verstorben war. Die Anrufe kamen über Jahre hinweg, obwohl ich öfters am Telefon vermittelte, dass der besagte Mann bereits tot sei.
Tinu
