Youtube & Twitch Folge 75. Hier kann darüber diskutiert werden!
Endlich wieder Betreutes Gucken! Und bei Holger auf der Liste hat sich einiges angesammelt. Geguckt wird letztlich ein Rededuell zwischen dem streitbaren Publizisten Harald Martenstein und der Journalistin Melanie Amann, eine Geschichte der 007-Games, ein Rückblick auf Absurditäten rund um Timmy, ein Kommentar des linken YouTubers Marcant zu einem schwulen AfD-Fan sowie eine Doku über bemerkenswerte Menschen in österreichischen Hotels. Und dann wird noch ein bisschen „007 First Light“ gezockt.
Den Amann/Martenstein-Talk fand ich banal und langweilig. Martenstein sagte bereits relativ früh, dass sich das Gespräch im Kreis dreht. Nach einer Stunde ging es dann plötzlich wieder um das AfD-Verbot und Martenstein erzählte zum dritten Mal, dass die anderen Parteien bessere Politik machen müssen.
In Sachen Gesprächsführung sollte sich Amann:mal was von Lanz abgucken, bei dem sie ja häufig in der Sendung ist. Diese Aneinanderreihung von Vorwürfen, und meistens waren es Vorwürfe, auf die der Gast gar nicht antworten kann, bringen rein gar nichts.
Ich möchte mal ein dickes Lob für Holger aussprechen: Über 11 Std. Stream! Den Mix aus BG & BZ fand ich sehr gut - so war für jeden was dabei.
Bzgl. „Martenstein“ muss ich sagen, dass ich den Talk im Gegensatz zu @teeosoph überhaupt nicht langweilig fand. Frau Amann war Herrn Martenstein in jeglicher Hinsicht absolut unterlegen… sowohl intellektuell, rhetorisch als auch faktenmäßig.
Er war - im Gegensatz zu Frau Amann - auf das Gespräch einfach top vorbereitet… Herr Martenstein ist für mich ein Vorreiter für den Erhalt bzw. Wiederherstellung der Demokratie.
Forderung der Abschaffung der Ehe für Alle. 2018 wurde ein solcher Antrag ua. vom Abgeordneten Stephan Brandtner eingereicht. Auch 2025 hat dieser noch gesagt, dass die Ehe für Alle gegen das Grundgesetz verstoße.
Die Abgeordnete Christina Baum wollte CSDs verbieten (2021), Berliner AfD-Politiker Julian Adrat wollte Transgenderismus ausrotten (2023), wurde deshalb wegen Volksverhetzung verurteilt, und spricht von „Scham muss die Seite wechseln, das muss aufhören“ wenn er Pride-Flaggen an Wohngebäuden sieht, Vanessa Behrendt von der AfD Niedersachsen bezeichnet die Pride-Flagge als „Symbol pädophiler Lobbygruppen“ und wird dafür derzeit angeklagt, der damalige Landesvorsitzende der AfD RLP Uwe Junge bezeichnete bei der letzten WM Manuel Neuers Regenbogenbinde als „Schwuchtelbinde“.
2023 hat die AfD Bayern ein KI-manipuliertes Bild von Kay Ray auf Plakate gegen Dragqueen-Lesestunden gedruckt und ihn mit Kinderschändung in Verbindung gebracht.
Das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt propagiert ein traditionelles Familienbild aus Mann, Frau und Kindern, dieses soll auch in Schulen so gelehrt und vermittelt werden, vielfältige und alternative Familenmodelle aus dem Unterricht verschwinden. Auch der ÖRR sollte, sofern er nicht eh abgeschafft wird, gezwungen werden dieses Familienbild zu propagieren - Eingriff in die Pressefreiheit.
Förderung für queere Projekte soll eingestellt werden. Kommunale Institutionen sollen nur dann Fördermittel erhalten, wenn sie nicht der „perversen Regenbogenagenda“ dienen. Das steht wirklich so im AfD-LSA-Regierungsprogramm.
Vielleicht ist es so besser nachvollziehbar, warum man es abwegig finden könnte, als Schwuler die AfD zu wählen.
Weil kein Schwuler nur schwul ist - sondern ggf auch Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Autofahrer, Familienvater, Student, Rentner, Häuslebauer, Bürger, Zugreisender, Arbeitsloser, Opfer von Gewalt, weiß, schwarz, frustriert, patriotisch - usw usf…
Damit will ich nicht sagen, dass die AfD deren Interessen vertritt (oft sogar im Gegenteil), sondern dass es aus meiner Sicht ziemlich einfältig ist, eine Partei nur darauf abzuklopfen, wie sie zu meiner (privaten) sexuellen Orientierung steht.
Die Beispiele sind alle ekelhaft - weswegen ICH ja u.a. auch die AfD nicht wählen würde.
All die anderen Sachen, die du nennst, sind aber freie Lebensentscheidungen (Hausbauer, Arbeitnehmer etc.) - schwul wird man ja nicht aus einer Entscheidung heraus. Man ist es halt. Und da gibt es eben bestimmte rote Linien, die eine Partei dann für den jeweiligen Menschen unwählbar machen. Wäre ich schwul, würde ich keine Partei wählen, die meinen Lebensentwurf ablehnt und mir weniger Rechte einräumt, als meinem heterosexuellen Nachbarn (Eheschließung) - zumal das ja auch an die Geldbörse geht, wenn mir die entsprechende Steuerklasse entgeht.
Ich selber bin körperlich behindert. Ich würde also keine Partei wählen, die mich ablehnt und zum Beispiel die Gleichstellungsgesetze abschaffen wollte (zum Glück gibt es mWn keine solche Partei). Da könnten die mir noch so viele Vorteile beim Hausbau oder Heizen oder sonst was versprechen - wer mich, so wie ich bin, ablehnt, bekommt meine Stimme nicht.
Ich fand die Amann/Martenstein-Diskussion eigentlich sehr spannend, aber Martenstein fand ich teilwesie unangenehm. Ich kann es nicht so genau benennen, aber er schindet ganz schön Zeit mit seinem „Belegen Sie mir das alles“. Also nicht, dass man Aussagen nicht auch belegen sollte, aber das klang sehr danach, dass er nicht wahr haben will, was die AfD teilweise so fordert. Das sagt Amann ja auch später.
Amann: Sie zweifelt nur Wickerts „Beweise“ an, nicht die Kriminalität (womit sie aber die Kriminalität auch nicht anerkennt).
Wal: Der Corona Vergleich ist unangebracht. Die Corona Maßnahmen waren eine staatliche Aktion. Beim Walhype war der Staat eher untergeordnet. Die „Schwurbler“ waren eine Gegenaktion, beim Wal nicht.
Marcant: Die Chinesen sind ganz gut in Umerziehung. In Demokratien sind diese Methoden eher schwierig.
Gregor Gysi war bei der SED in der DDR schon dabei. Widerstandskämpfer war er nicht.
Internationale Solidarität muss international bleiben. Wenn alle nach Deutschland kommen erreicht man das nicht.
Es ist jetzt natürlich nicht bekannt, wie alt die Dame im Clip mit Scholz war, aber es ist vom Gesetzgeber tatsächlich vorgesehen, dass bei Personen ab 65 oder ab 60 bei mindestens 12 Jahren Aufenthalt in Deutschland bei der Einbürgerung auf einen Sprachnachweis verzichtet werden kann.
Bei Personen, die über die Abstammung von einem früheren Auswanderer oder von Personen, die im Dritten Reich die Staatsbürgerschaft verloren haben, ein Anrecht auf Einbürgerung haben, wird generell kein Sprachnachweis gefordert.