ARD / Morgenmagazin: Markencheck

Das ARD Morgenmagazin hat sich ja diesmal wieder eine selten dämliche Reihe ausgedacht: Den Markencheck.

Jeden Morgen wird eine Marke nähe beleuchtet. Das ganze ist dann ein sehr kurzer Bericht mit belangloser pseudo Kritik oder nur Belanglosem. Demnach verkauft IKEA Möbel mit Preisen der Qualität angemessen und Ferrero verkauft doch tatsächlich Süßigkeiten mit einer größeren Menge Zucker und Fett… wer hätte das gedacht.

Über die Unternehmen selbst erfahrt man dagegen nur sehr wenig bis gar nichts. Man könnte wahrscheinlich im Bericht die Marke mit einer anderen Marke der selben Branche austauschen und keiner würde es merken.

Solche dummen Test-Berichte kennt man doch eigentlich nur von den Privaten, nur dass bei denen wahrscheinlich mehr Information zu finden ist.

Hm, also so wie du das schilderst, hat man den Eindruck, dass es sich bei diesem “Markencheck” weniger um einen “Check”, sondern eher um versteckte Werbung handelt - versteckte Werbung, die möglicherweise sogar von den einzelnen Firmen selbst “bestellt” wird… wer weiß…
Muss ich mir mal in echt ansehen. Mal sehen, wie das ganze dann auf mich wirkt.

Den Bericht über IKEA war schon sehr Pro-EKEA, den über Ferrero war aber alles andere als Werbung. Hier wurde die übliche Pseudo-Kritik verwendet, die man bei den ÖR immer über solche Firmen sieht.

Das war wohl nur ein Teaser für die Sendung die jetzt jeden Montag kommt (kennt man so auch von den Privaten).

Und ich frag mich was das soll. Es ist doch sehr einseitig nur eine Marke nieder zu machen, oder auch zu loben. Die einen werden ungerecht nieder gemacht, für andere ist es Werbung zur besten Sendezeit.

Sowas in der Art, und auch aufwändig recherchiert gab es auch vor einiger Zeit beim WDR Markt-Magazin als “Markencheck”, waren glaube ich ALDI, Ferrero, Netto, Aral, und Tschibo.

Manches war natürlich auch schmeichelhaft, aber es wurde auch einiges kritisch hinterfragt. Ich fand es informativ.

Einfach gesagt würde es mich nichte wundern wenn im Morgenmagazin da jetzt auf vorhandenes Material zurückgegriffen wird, gekürzt versteht sich. Zweimal Ferrero klingt da schon auf Anhieb verdächtig.

Also wenn die damit keine Werbung machen wollen, dann weiß ich auch nicht … hier ein Screenshot der ARD-Startseite um 12 Uhr mittags am 17.01.2012:

[attachment=0]ARD-Website-Werbung.png[/attachment]

Und was ist daran jetzt die große Werbung Magogan?
Sollten sie das Logo etwa verpixeln, und im Text dann trotzdem McDonalds schreiben? Oder zeigt man gleich gar nichts mehr und spricht nur noch von einer “FastFood-Kette”.

Ich nehme an das Vorschaubild des Beitrags nimmt immer so viel Platz auf der Startseite in Anspruch. Wenn es nun eben um McDonalds geht, dann kann man da ruhig auch das Logo+Produkt zeigen. Mit dem Text darunter wird doch jedem klar, dass es hier um einen Beitrag und nicht um Werbung geht. Wer das nicht versteht soll nochmal zurück in den Kindergarten.

(Mich nervt das nämlich bei manchen Sendern immer wenn ein verpixeltes Logo gezeigt wird und gleichzeitig nur von der Firma mit Bezeichnung der Branche gesprochen wird. Trotzdem kann sich jeder aus dem Zusammenhang dann erschließen um was es geht. Also nennt das Kind doch gleich beim Namen und unterlasst diese Pseudozensur.)

Kann jetzt auch nicht erkennen, was daran Werbung für McDo sein soll. In der Sendung geht es nun mal um McDonalds.
Ich habe die Sendung übrigens gesehen und fand sie recht gut, auch wenn nicht mehr getan wurde, als Erwartungen bestätigt.

Die Sendung war doch albern. Wieder mal so eine pseudo-intellektuelle Kritik der ÖR.
In dem Bericht mussten zum Beispiel Tester eine Woche lang das selbe essen um nachzuweisen, dass McDonald unbekömmlich sei… komischer Weise haben andere Imbiss Restaurants auch nicht recht viel besser oder gar schlechter abgeschnitten. Wie konnte das nur so kommen? :roll:
Genau so lächerlich war die Kritik, wie mit den Tieren umgegangen wird. Ob das Bio-Huhn aus dem Supermarkt ein besseres Leben hatte? Eher nicht. Das ist nun mal Massenproduktion und keiner ist bereit 20-30 Euro für ein Huhn auszugeben. Man kann jetzt die Massenhaltung ablehnen oder tolerieren, den Schwarzen Peter aber McDonald in die Schuhe zu schieben ist wohl fehl am Platz.

Am Ende kam dann der übliche Nachweis, dass McDonald ein schlechter Arbeitgeber sei.
Bei so einem großen Unternehmen ist es doch gar nicht zu vermeiden, dass irgendwo jemand nicht glücklich ist. Allerdings werden die allermeisten Restaurant gar nicht von McDonald geführt. Dementsprechend haben sie auch wenig Einfluss, bzw. können das schlecht kontrollieren. Dennoch denke ich, dass das Arbeitsverhältnis bei McDonald im Vergleich gut ist. Denn die Gastronomie ist ein hartes Geschäft und ob in dem Punkt die zahlreichen Fernsehköche (die zudem noch diesen Punkt selber in der Hand haben) besser abschneiden? Wohl kaum.

Ob das Bio-Huhn aus dem Supermarkt ein besseres Leben hatte? Eher nicht.

Bio und Bio sind unterschiedliche Sachen.

keiner ist bereit 20-30 Euro für ein Huhn auszugeben.

Das würde ich so nicht behaupten. Ich kenne zumindest einige die für Bio schon mal tiefer in die Tasche greifen.

Allerdings werden die allermeisten Restaurant gar nicht von McDonald geführt.

Das Franchise-System ist Dir schon ein Begriff, oder?

Man muss Hurz auf jeden Fall in dem Punkt zustimmen, dass die Gastronomie ein extrem hartes Gewerbe ist. Dass es für viele zu hart ist merken sie auch erst nach einiger Zeit, und schimpfen dann natürlich auf den Arbeitgeber.

Ich glaube auch nicht, dass es in anderen Gastronomiebetrieben viel anders ist. Gerade in den Küchen von Spitzenköchen muss es teilweiße die Hölle sein, wenn man nicht wirklich in diesen Beruf absolut verliebt ist. Deswegen sollte man zumindest bei diesem Punkt nicht nur mit McDonalds hart ins Gericht gehen.

[quote]Allerdings werden die allermeisten Restaurant gar nicht von McDonald geführt.

Das Franchise-System ist Dir schon ein Begriff, oder?[/quote]

Das sagt er doch damit? Im Beitrag wurde gesagt das nur 250 der 1300irgendwas Filialen Company Filialen sind und direkt von McDonals geführt werden. und es wurde auch gesagt das solche Beschwerden über Arbeitsbedingungen vorallem von den Franchise Filialen kommen.

Witzige Diskussion mal wieder. Mit dem gleichen Argument wischt KiK die Beschwerden über seine Zulieferer aus Indien beiseite, und Hermes hat auch überhaupt nichts mit den Hermes-Subunternehmern zu tun. :smt017

Für all das, das den Namen McDonalds trägt, muss sich McDonalds auch verantworten. :smt018

Für all das, das den Namen McDonalds trägt, muss sich McDonalds auch verantworten.

Dem ist nichts hinzu zu fügen. Egal wie der interne Be- / Vertrieb aufgebaut ist. Alles andere ist Augenwischerei.

Markencheck: “ARD”

  1. Preis/Leistungs-Verhältnis
    Gegen eine winzige monatliche Verwaltungsgebühr von nur 17 Euro Fünfundneunzich erhält man gratis einen Haufen bunter Fernsehprogramme und lauter Radiosender. Die kann man nutzen oder nicht. Ganz egal. Man bekommt sie lebenslang für fast umsonst.
    Gesamtnote: Eins mit Sternchen

  2. Vielfalt
    Die unterschiedlichen ARD-Produkte zeichnen sich durch Facettenreichtum und Vielschichtigkeit aus. Während die Unique Selling Points des Ersten Programms Volksmusiksendungen (“Das Furzfest der Pupsmusik”) und Degetodragees mit Christine Neubauer (Zuckeralarm! Diabetiker halten bitte Insulin griffbereit) sind, sendet der MDR vorzugsweise volkstümlichen Schlager und Degetodramen mit Anja Kling.

Ein völlig anderes Bild hingegen beim NDR, wo traditionelles Liedgut (“Lieder so doof wie der Norden”) und Degetoquatsch mit Jan Fedder das Bild bestimmen. Der BR überzeugt mit Seppelsmucke und Degetoschmarrn mit Otti Fischer.
Gesamtnote: Arschgeil!

  1. Qualität
    Bei einer spontanen Straßenumfrage vor dem Lidl-Markt in Hoyerswerda fanden 72 Prozent der Befragten das ARD-Programm “Super”, 13 Prozent antworteten mit “Besser geht’s nicht!” und 31 Prozent waren "Höchst zufrieden."
    Und wenn Sie sich jetzt fragen, warum das addiert mehr als 100 Prozent ergeben, dann halten Sie besser die Klappe oder wir schicken Ihnen ein paar freundliche Inkassomitarbeiter der GEZ nach Hause, verdammter Klugscheißer!
    Gesamtnote: Sechs Bälle!

  2. Personal
    Die ARD rekrutiert ihre Mitarbeiter von den besten Ausbildungsstätten Europas für Entertainment (Pausenhof der Monika-Piel-Realschule in Köln-Weidenpesch) und Journalismus (Kleinanzeigenteil der Happy Weekend). Und das merkt man dem Programm auch uneingeschränkt an.
    Gesamtnote: Voll befriedigend

Fazit: Die ARD setzt weltweit Maßstäbe für das Medium Fernsehen. Mehr noch, ohne ARD macht das Leben keinen Spaß.

Witzige Diskussion mal wieder. Mit dem gleichen Argument wischt KiK die Beschwerden über seine Zulieferer aus Indien beiseite, und Hermes hat auch überhaupt nichts mit den Hermes-Subunternehmern zu tun. :smt017

Für all das, das den Namen McDonalds trägt, muss sich McDonalds auch verantworten. :smt018

Wenn Du jetzt noch erklären kannst, in wie weit McDonald mit KiK oder Hermes vergleichbar wäre?
Bei Hermes bauen ja auch nicht die Subunternehmer Mist, Hermes beschäftigt Subunternehmer (wobei Subunternehmer schon fast übertrieben klingt) um Kosten und Abgaben zu sparen und um Pflichten aus dem Weg zu gehen.
KiK hat auch nur ein Produktionsstätte, die sie überwachen müssten. Die Zustände haben in der Fabrik haben sie aber offensichtlich hin genommen.

Also geht McDonald auch mit System vor um die Mitarbeiter schlecht zu behandeln?
Jede Filiale ist eigenständig. Jeder Inhaber dieser ist alleine über seine Mitarbeiter verantwortlich.

Nichtsdestotrotz prangt außen an der Filiale der große gelbe Doppelbogen.
Dem Kunden ist es völlig egal, ob das Restaurant jetzt 100% McDoof oder ein Franchise-Schuppen ist.
Und wenn ich als Unternehmen mitbekommen, dass ein Franchise-Nehmer seine Angestellten wie Sklaven behandelt, dann kann ich durchaus hingehen und ihm sagen “Wenn das nicht besser wird, war’s das mit dem Vertrag”.

Als Unternehmen von Weltruf würde ich meinen Franchise-Nehmern jährliche unangekündigte Betriebsprüfungen (und damit verbundene Mitarbeitergespräche) in den Vertrag schreiben. Baut der Franchise-Nehmer nämlich Mist, fällt das auf das Gesamtunternehmen zurück (wie man auch in diesem Thread sehr schön sehen kann).

Ja dem Kunden wird es wirklich egal sein, genau so wie vieles andere was in dem Bericht vor kam.

Aber wie schon oben geschrieben ist es McDonald in Anbetracht der zahlreichen Restaurants wohl unmöglich solche Fälle zu vermeiden. Ein findige Reporter wird immer einen Mitarbeiter finden, der mit seinem Arbeitgeber nicht zufrieden ist.

Das Ganze klingt für jetzt schon wie eine dieser hohlen Dokus auf Assi TV RTL !! (bin beim rum zappen drauf gestoßen)

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ … Id=9302472

Was haltet ihr davon ?

Doch ist es tatsächlich die Kleidung selbst, die so ‚trendy‘ ist - oder versteht es das Label einfach, sich geschickt zu inszenieren?

naja, wie will man soetwas messen? Ich kanns mir vorstellen:
Irgendein Saftsackmodeheini sagt: „Das ist ja gar nicht in“ und hat das Expertenurteil, das man braucht und dann schaut man in die H&M-Bilanz und sieht, dass die Marketingkosten ungleich 0 sind

=> man folgert: H&M ist Verarsche :lol:

Die Ausgangsfrage ist schon unsinnig, weil man gar nicht sagen kann, inwieweit die Kleidung trendy ist und was vom Erfolg das Marketing ist. Und erfolgreiches Marketing gehört nun mal immer dazu. Und selbst wenn die Kleidung nicht trendy sein sollte, dann setzt sie ja - wenn sich die Kleidung gut verkauft - Trends und kopiert sie nicht. Also so oder so… bin da schon sehr skeptisch… kann aber auch anders kommen und der Text war nur unglücklich formuliert.