Nein, am Anfang waren das Sachen, die sogar früher rausgekommen waren, die ersten Videos mit Vanilla Ice und London Beat waren aus dem Jahr 1990, die Hintergrundvideos liefen, glaube ich, ziemlich chronologisch durch die 90er.
Sorry, unklar ausgedrückt. Ich meinte speziell die Sachen, die ich damals gehört hab.
Den Namen Gotthard habe ich schon lange nicht mehr gehört, obwohl die Band nach wie vor aktiv ist, wie ich gerade sehe. Ich hatte die damals auch verfolgt bis zum seichten 99er Album Open. Da war ich raus. Aber die ersten drei Alben waren schöne (wenn auch nicht besonders originelle) Hardrock-Platten mit einem erstklassigen Sänger. Gotthard fand ich zu der Zeit auch deutlich besser als die mainstreamigen Bon Jovi, die 1992 mit Keep the Faith übrigens auch ein extrem erfolgreiches Album rausbrachten. “Bed of Roses” könnte ja vielleicht sogar Volker gefallen.
Lese es dir nochmal durch, ich schätze Volker auch sehr.
Habe immer geschrieben, dass ich auch abgedrehte Folgen live Kommentiere.
Geschmäcker sind halt verschieden, als dann Grunge kam war ich wieder versöhnt mit Volker.
Fand aber Eurodance und den Rest als Dreck.
Und wenn er sich nicht bitten lässt, warum macht er die Plattenküche nicht weiter.
Egal ob Volker Fan oder nicht, fast Unisono wird er hier gelobt.
Ja, diese seichte Zeit führte letztendlich zum Bruch mit dem Produzenten, weil vor allem Leadgitarrist Leo Leoni keinen Bock auf die Kommerzschiene hatte und wieder die etwas härtere Rockschiene fahren wollte. Zumindest in der Schweiz hat das nichts daran geändert, dass jedes Album auf Platz 1 in den Charts landet.
In erster Linie ist Gotthard aber vor allem immer noch eine sensationell gute Liveband. Zuzugucken, wie sie auf die Bühne kommen und den Saal innerhalb weniger Sekunden sowas von im Griff haben, ist jedes Mal ein Traum. Dieses Jahr war ich auf ihrem Konzert im Circus Krone und hatte die Ehre, vorher dem Soundcheck und einem Meet & Greet beiwohnen zu dürfen (wurde über den Fanclub verlost), und es war eine total schöne Erfahrung mit einer wahnsinnig sympathischen Band. Deswegen bin ich auch sehr dankbar, dass sie sich nach dem tragischen Tod von Steve Lee und einer einjährigen Pause dazu entschieden haben, weiterzumachen.
Sorry, ich hör jetzt auf. ![]()
Mich wundert immer wieder diese Ignoranz, Intoleranz und Respektlosigkeit von Rockfans gegenüber anderen Musikrichtungen. Das fing schon Ende der 70er Jahre mit dieser unsäglichen Verbrennung von Disco-Platten in den USA an und zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch die Musikgeschichte. Ich habe im Gegensatz dazu noch keinen Liebhaber von Dance- oder elektronischer Musik erlebt, der öffentlich derartige Kraft- oder Hassausdrücke gegenüber Rock- oder Punkmusik vom Stapel lässt.
Man könnte jetzt küchenpsychologisch rückfolgern, dass es unter Rockfans eben mehr geistige Amöben gibt, die schon vom Wesen her stockkonservativ, verbohrt und intolerant sind, aber das wäre mir zu einfach und zu pauschal! ![]()
Eurodance habe ich in den 90ern gern gehört und habe auch heute noch einige alte Bravo Hits von damals
. Der etwas abschätzige Begriff ‘Kirmestechno’ hat damals wie heute die Runde gemacht, zumindest bei denen, die damit nicht viel anfangen konnten. Mit 11 Jahren habe ich erstmals Snap! gehört, mit 13-16 dann quasi alles, was auf den Bravo Hits und der Maxi Dance Sensation so drauf war, und selbst heute höre ich zB. Twenty 4 Seven, Captain Hollywood, 2 Unlimited oder Dr. Alban noch ganz gerne. Und das sage ich als (Hard)Rock-Hörer
.
„Maxi Dance Sensation“ …You made my day!!!
Komm mal runter von deinem Aggro Trip.
Glaub mir mein Musik-Geschmack ist breiter aufgestellt als du Meinst.
Nur weil ich eine Musikrichtung kritisiere macht es mich nicht zu einer Amöbe.
Ich glaube die Intoleranz liegt eher auf deiner Seite, ich habe ca. 600 CDs zu hause.
Da findet sich von Nick Drake, Humble Pie, alles bis zu Manuel Göttsching.
Soundgarden war halt meine Verliebt sein Phase, Körbe bekommen, Soundgarden hat geholfen.
So Peace Brother, ich mag Volker (übrigens muss man nicht einer Meinung sein, um einen Menschen zu schätzen).
Menschen als Amöben zu bezeichnen, na ja.
So peace brother und ‘nuff said.
Über den prozentualen Anteil von Amöben unter Rock- bzw. Pop-Fans ist mir nichts bekannt ![]()
Aber da es hier um eine von mir selbst konzipierte Sendung geht und es doch wieder recht viel Feedback gibt meld ich mich dann auch nochmal im Forum an. Frohes neues Jahr, sozusagen ![]()
Was mir eigentlich am Besten an den Reaktionen gefällt, ist das sich jeder was Eigenes zum Kommentieren rauspickt. Entweder Grunge oder Eurodance, die Band Electronic oder die Werbespots, Das war beim letzten Mal (1971) sogar noch ein wenig mehr der Fall soweit ich mich erinnere. Da kam wirklich zu fast allen Clips was und das zeigt ja, dass letztlich für jeden was dabei ist, wenn auch halt für jeden was Anderes.
Und damit zur Dance- gegen Rockmusik - Diskussion:
Selbst wenn ich das genauso sehen würde, hätte ich diese Sachen aber trotzdem in die Sendung nehmen müssen. Denn es ist ja deren Konzept die bedeutenden bzw. populären musikalischen Einflüsse eines Jahres vorzustellen. Ich lasse natürlich darin auch immer wieder meine persönlichen Vorlieben spüren, aber es kommt eben nicht nur das rein was ich selbst gut finde (sonst wäre z.B. Whitney Houston nicht dabei gewesen).
Stichwort “I will always love you”:
Beides natürlich korrekt. Bei Springsteen war ich mir schon im Moment als ich das sagte unsicher und dachte kurz nach ob das zweite Album wirklich so hieß. Immerhin stammte der genannte Song vom passenden Album. Dass der Parton-Song sogar schon 1974 entstand war mir aber tatsächlich nicht bewusst.
Deshalb hab ich hier ja auch nur ein paar Sekunden davon gezeigt. Die vollständige 2 Stunden-Version meines Paris-Videos von 1992 wird gerade für die Schatzkammer aufbereitet. ![]()
Ah, auch das wird beachtet
Aber richtig! Was da im Hintergrund lief war die DVD “MTV - 20 Years of Pop” und zwar der zweite Teil mit Hits von 1990 bis 2000. Das fand ich halt ganz passend.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, es war mir ein Vergnügen!
Bitte als Betreutes Gucken mit Holger ![]()
Als Grunge Fan antworte ich. I will always love you Volker.
Und was hat Chris Cornell gesagt in dem Song “Outshined” .
Every Word I said is what I mean. So bleed your heart out. There’s no more rides for free.
Ups, das war Slaves and Bulldozers. Meine absolute Lieblingsband. Chris möge mir das verzeihen.
Bevor der Thread geschlossen wird, Lieber Volker. Die besten Songs von Soundgarden im Schnelldurchlauf.
Seine Depression war absehbar, sleep tight Chris.
Gehört natürlich auch dazu.
Dann sag doch lieber sowas wie „Mit Genre XY kann ich nichts anfangen“.
Begriffe wie „Dreck“ kommen da nicht nur unnötig überheblich und provokant rüber, sondern tragen auch nicht gerade dazu bei, die massive gesellschaftliche Spaltung, die wir eh schon haben, mal etwas abzubauen.
Grosser Respekt mal wieder an @eldorado ! 1992 war ich 10 Jahre alt und so um die Zeit hab ich auch verstärkt eigene Musik zu entdecken, wie zB das gezeigte Genesis. Vieles hier gezeigte kannte ich auch dadurch, war sehr schön uns liebevoll präsentiert. 2002 wäre für mich noch reizvoller, sie Zeit nach den 2000-ern ist für mich das prägendste und ich finde so um 2000-2005 war in sehr vielen Musikrichtungen die geilste Zeit überhaupt. Auch generell in der Popkultur. Aber da war Volker schon 35, da experimentiert man nicht mehr so gerne, kann ich verstehen, dass er hier Schluss macht
Ich fand das Ganze sehr kurzweilig und professionell dargeboten. Schade, daß es nicht mehr davon gibt!
Ganz tolle Sendung. Hab viele Erinnerungen an die Zeit und nun auch ein paar Künstler und Lieder durch die Sendung neu entdeckt. Schade, dass Du nicht mehr Teil des MG-Programm sein möchtest, @eldorado. Aber niemals geht man so ganz. Ich werde Dich vermissen und warte auf Dein Comeback.
Alle Gute für Dich,
Jetzt bin ich endlich auch dazu gekommen, das Türchen nachzuholen. Danke lieber @eldorado für die schöne Musikauswahl. Fun Fact zum Song Instant Karma! ist, dass Stephen King sein Buch The Shining wegen einer Zeile aus dem Song so genannt hat.
Meine Lieblingssong aus dem Jahr 1992 ist folgender:
1992 war das Jahr, in dem sich meine musikalische Welt nachhaltig verändert hat. Ich war 15 Jahre alt und hatte mich zu diesem Zeitpunkt schon durch einige Phasen gehört… von Tears for Fears über Bon Jovi und Helloween bis hin zum Thrash Metal. Dann lief eines Abends bei MTVs Headbangers Ball zufällig ein Video von Dream Theater. Und plötzlich war alles anders.
Das war meine erste Begegnung mit meiner späteren Lieblingsband und mit Prog Metal in seiner ganzen Konsequenz. Klar, das Genre gab es schon, allerdings eher im Nischenbereich. Bands wie Fates Warning oder Queensrÿche, die sogar große Erfolge feierten, aber zu diesem Zeitpunkt schon weniger komplex unterwegs waren. Dream Theater traf mich dagegen direkt und ungefiltert. Das war technisch, emotional und kompromisslos zugleich.
Ich habe sofort mein Keyboard rausgekramt und mich in Images & Words von DT vergraben, habe analysiert, nachgespielt, verstanden…oder es zumindest versucht. In den folgenden Jahren spielte ich in mehreren Prog-Metal-Bands, veröffentlichte CDs und lebte genau diese Musik.
Es war eine großartige Zeit. Intensiv, fordernd, voller Ideen. Eine Phase, die mich musikalisch geprägt hat – und die bis heute nachhallt.
Schöne Geschichte. Mir ging es tatsächlich ähnlich. Ich hatte zwar schon seit etwa 1990 Rock-Musik und sporadisch auch Härteres gehört, aber 1992 fand für mich die eigentliche Metal-Erweckung statt. Es war weniger ein spezielles Genre als vielmehr die Musik als solche. Fünf Alben von 1992 würde ich im Speziellen nennen:
Candlemass - Chapter VI
Dream Theater - Images and Words
Iron Maiden - Fear of the Dark
Manowar - Thriumph of Steel
Megadeth - Countdown to Extinction
Allerdings hatte ich leider nie die Muse - und wahrscheinlich auch nicht das Talent - mich vom passiven Hörer zum aktiven Musiker zu wandeln.
Wenn ich heute eine Top 100 meiner Lieblings-Metal-Songs erstellen müsste, würde auf jeden Fall auch ein Dream-Theater-Song von Images and Words dabei sein. Natürlich der, auf den sich alle einigen können: Pull me under! Für Dream Theater ist das ja eher fast schon ein geradliniger Banger. Aber was für einer. Alleine das Intro enthält mehr Kreativität als ganze Songs von anderen Bands. Interessanterweise kannte ich auch zuerst nur das Musikvideo, das nach fünf Minuten frecherweise ausblendet. Die 3 Minuten längere Album-Version zu hören, war dann noch mal eine schöne Überraschung.
Mein Verhältnis zu DT war aber insgesamt von Aufs und Abs geprägt. Bis zum Album Six Degrees of Inner Turbulence, also 10 Jahre ungefähr, habe ich die recht intensiv gehört, es war aber nie meine Lieblingsband. Ich hatte immer ein Problem mit James LaBrie. In manchen Momenten wurde und wird sein Gesang für mich einfach unerträglich. ![]()