(zdf_neo) "Da wird mir übel - Grillen"

Zufällig gerade online erspäht: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/554e767c-005d-36a6-9be7-ceec661f1b5a/20276093
(Ab 29:00 habe ich das eben noch Live gesehen)

Wolfgang Trepper schlüpft in eine Anglerhose und lässt sie sich von Anastasia Zampounidis mit Wasser und etwas Gewürzen auffüllen. Anschließend skandieren sie wie einst Mahn-Man mit einem Megaphone vor dem Firmensitz eines Fleischherstellers. Es folgt das übliche Gespräch mit einem Mitarbeiter, dessen Gesicht unkenntlich gemacht werden musste. "Stimme: Nachgesprochen"
Erkenntnisgewinn: Tauchen sie nicht unangekündigt auf und verlassen sie das Gelände.

Weiter geht es auf der Straße vor dem Gelände. Die beiden Moderatoren, wie sie im Abspann genannt werden, greifen zum Mobiltelefon und rufen bei der Firma an. Highlight: Der Gesprächspartner ist durch ein Fenster im Hintergrund zu sehen.

Und so lustig wurde auch das Gesicht dieses Gesprächspartner unkenntlich gemacht:

Das ist so peinlich, dass man es nicht glauben kann. Man muss vor allem auch die lustigen Texte hören.
Es wirkt wie eine der üblichen und oft schon sehr schlechten “investigativen” Formate, die man auf Musiksender getrimmt hat.

Schon wieder dieser Blödsinn von wegen Gedächtnisprotokoll. Bei dem Telefongespräch zu Anfang, was ja eineutig nachgespielt war, kann das vielleicht noch sein, aber wenn man der Person ein Mikrofon hinhält, braucht man doch kein Gedächtnisprotokoll… :roll:

[QUOTE=TomK.;346718] aber wenn man der Person ein Mikrofon hinhält, braucht man doch kein Gedächtnisprotokoll [/QUOTE]

Braucht man sehr wohl. Denn es handelt sich hier ja nicht um die Original-Stimme des Befragten.

Man hat aber die Originalstimme des Befragten auf einem Speichermedium. Dementsprechend braucht man da nicht das Gedächtnis bemühen, sondern kann den Text Wort für Wort nachsprechen

Das kann durchaus rechtliche Gründe haben:

Würdest du sagen: “Stimme exakt nachgesprochen” oder sowas, dann lädst du den zitierten ja geradezu dazu ein dir ein unterschlagenes (oder hinzugefügtes) ähm, als üble Nachrede, falsches zitieren oder wasauchimmer anzukreiden und zu klagen. Da diese Leute ja nie gut wegkommen bei sowas, wäre das Risiko für eine Klage in die Richtung wohl auch relativ hoch.

[QUOTE=JVisual;346749]Das kann durchaus rechtliche Gründe haben:

Würdest du sagen: “Stimme exakt nachgesprochen” oder sowas, dann lädst du den zitierten ja geradezu dazu ein dir ein unterschlagenes (oder hinzugefügtes) ähm, als üble Nachrede, falsches zitieren oder wasauchimmer anzukreiden und zu klagen. Da diese Leute ja nie gut wegkommen bei sowas, wäre das Risiko für eine Klage in die Richtung wohl auch relativ hoch.[/QUOTE]

Dann kann man ja vor Gericht im Zweifelsfall das Original vorspielen. Muss man ja nicht löschen. “Stimme nachgespochen” ist ja auch die gängige Variante.
Wenn man unter das Bild schreibt Gedankenprotokoll, kann der Autor sich alles Mögliche ausdenken, und dann behaupten, er hätte sich falsch erinnert. Und komischerweise kommt das ja auch immer nur bei solchen künstlich aufgebauschten Sendungen vor.