Wieso darf der Fernsehkritiker Fernsehausschnitte zeigen?

Hallo!
Wieso darfst du oder dürfen Sie Ausschnitte von RTL, Pro7 und Co. zeigen, wenn auf Youtube usw. gleich alles von denen gelöscht wird wegen Urheberrechtsverletzungen?

  1. weil ich sie nicht einfach 1:1 bei YouTube reinstelle, sondern in einem satirisch-kritischen und kommentierenden Kontext zeige

  2. weil YouTube gar nicht erst prüft, ob tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, sondern bei einer Beschwerde knallhart löscht

zählt das nicht unter pressefreiheit

da gehts mehr ums Inhaltliche und weniger um Rechtefragen…

alles löschen sie aber auch nicht

zb

kennt ihr sicherlich diesen beitrag

http://www.youtube.com/watch?v=7Fblq2UJ0s4

http://www.youtube.com/watch?v=SD85DmETvYo

http://www.youtube.com/watch?v=t8wpcpZrIpM

wie gesagt: sie löschen dann, wenn irgendwer Urheberrechte geltend macht!

Und wie ist die Rechtslage bei Verwendung von solchem Sendematerial? Wann darf man ein Programm in einem selbst erstellten Film einbauen? Grundsätzlich immer oder wie ist das?
Ich hoffe ich nerv nicht… :roll:

Nein, nicht immer wie gesagt - der Kontext muss kommentierend und satirisch-kritisch sein!

Vielleicht noch eine Frage in andere Richtung. Hätten sie jemals vor sich Fernsehkritik TV urheberrechtlich schützen zu lassen

Da der Fernsehkritiker der Urheber von FernsehkrtitikTV ist, hat er das Urheberrecht - er muss es gar nicht erst „schützen lassen“, das Urheberrecht hat er ganz automatisch :slight_smile:

Ja, zumindest hier in Deutschland.
In einigen anderen Ländern gelten Werke ohne Copyrightvermerk als gemeinfrei, z.B. in den USA.
Da Fernsehkritik-TV aber für den deutschsprachigen Raum erstellt wird, ist ein solcher Vermerk überflüssig.

In den USA gibt es die "fair use doctrine"
So darf man, wenn man sich kritisch äußert oder etwas reviewed Material benutzen ohne Einwilligung der Uhrheber.
Ich denke das es hier ähnlich ist.

[…]Ich denke das es hier ähnlich ist.

Nein, leider nicht. Und auch wenn Youtube eigentlich eine amerikanische Firma ist, halten sie sich hier an deutsche Gesetze…
Die Erfahrung kann man schnell machen, wenn man z.B. über Ungereimtheiten im Bereich „Call-In-TV“ einen Clip erstellt.
Da hilft alles kritische/künstlerische/hinterfragende Beiwerk nix: Kommt die Copyright-Keule vom „Gegner“, wars das mit dem Video und man setzt seinen Youtube-Account aufs Spiel.

Das Thema befasst sich doch mit dem sagenumworbenen “Kalkofe Urteil”?
Darum gehts doch?

Also das besagte ja so sinngemäß, dass etwas vollkommen neues künstlerisches entsteht, das ohne die Verwendung von TV Material, Filmen usw. nicht möglich wäre.

Oder verwechsel ich da was?