Warum Fernsehkritik?

Hallo Fernsehkritik-Fans, hallo Fernsehkritiker

habe nach langer Pause mal wieder durch Fernsehkritik gezapped und mich gefragt, für wen denn Fernsehkritik eigentlich gemacht wird. Für mich gibt es da nur eine Antwort: Für Leute, die den ganzen Mist gucken und sich dann eine Meinung darüber bilden wollen. Der Rest tut sich schon lange kein Fernsehen mehr an und ist auch nicht interessiert an einer Kritik über den Zirkus. Denn was ich glücklicherweise nicht gesehen habe, will ich auch bei Fernsehkritik nicht doch noch sehen - versteht sich oder?

Ich will hier keineswegs die viele Arbeit klein machen, denn das respektiere ich sehr. Und gerade weil es Potential hat, setze ich mich damit auseinander. Sich jedoch auf alles zu stürzen, was mal nicht geklappt hat oder nicht rechtens ist macht in meinen Augen vor allem eines: Besonders aufmerksam auf den Kritiker selbst.

Viel interessanter wäre für mich ein Format, welches das Fernsehen nicht nur kritisiert, sondern eine sympathische Alternative bietet. Ich würde behaupten, dass das der wichtigere Schritt ist.

Kritik an der Kritik, immer eine spannende Sache. Erzählt mir, was IHR sehen wollt.

:smt006

Denn was ich glücklicherweise nicht gesehen habe, will ich auch bei Fernsehkritik nicht doch noch sehen - versteht sich oder?

Deine Theorie ist ja schön und gut, aber die Fakten sprechen gegen dich. Es gibt hier im Forum etliche Leute die ihren Fernseher schon lange verbannt haben und auch genügend Leute die sich solche Sendungen nicht ansehen (zu denen zähle ich mich).

Sich jedoch auf alles zu stürzen, was mal nicht geklappt hat oder nicht rechtens ist macht in meinen Augen vor allem eines: Besonders aufmerksam auf den Kritiker selbst.

:smt017

Viel interessanter wäre für mich ein Format, welches das Fernsehen nicht nur kritisiert, sondern eine sympathische Alternative bietet. Ich würde behaupten, dass das der wichtigere Schritt ist.

Na… dann fang mal an eine solche zu produzieren. :smt023

Sich jedoch auf alles zu stürzen, was mal nicht geklappt hat oder nicht rechtens ist macht in meinen Augen vor allem eines: Besonders aufmerksam auf den Kritiker selbst.

Ich denke nicht, dass der Fernsehkritiker nur auf sich aufmerksam machen will mit seiner Sendung :smt006

Viel interessanter wäre für mich ein Format, welches das Fernsehen nicht nur kritisiert, sondern eine sympathische Alternative bietet. Ich würde behaupten, dass das der wichtigere Schritt ist.

Für mich ist FKTV eine sympathische Alternative. Es ist informativ, kritisch und es unterhält mich immer sehr gut. Zudem macht Holger nebenbei auch noch die Postecke, Pantoffelkino-TV und Schlechte-Filme TV. Auch alles sehr unterhaltsam und infomativ. Was will man mehr? :smt021

QFT

Selbiges gilt fuer mich.

@Was will man mehr:

Also eigentlich nur eins: Das im dazugehörigen Forum weniger Smileys gebraucht werden …

Weil, die nerven irgendwie, diese animierten, meist zappeligen Dinger.

Wenns wenigstens nur einfache Zeichen wären wie sowas (o.ô)

Aber die bunten Dinger zappeln immer so.

OK Sorry, ich hab heute meinen boshaften was Off-Toppic-Schreib-Tag.

Wenn man den Fernseher öftermal auslässt bzw. nur selten einschaltet (br-quer, zdf-heute show, ndr-extra3 :wink: ), muss man sich ja auch irgendwie auf den Laufenden halten. Es könnte ja immerhin mal passieren, dass wir plötzlich eine Niveauexplosion erleben und dann würde ich wieder einschalten.

Bis dahin lass ich mich zweimal im Monat daran erinnern, wieso ich die Kiste öfter mal auslasse :smiley:

Es gibt tausende schlechte Witze über Apple und Mac, deren Beschränkungen und deren Preisgestaltung, nun überleg mal wer da am meisten drüber lacht.
Diejenigen, die eh nichts damit zu tun haben wollen.
Fktv wird hauptsächlich von eben den Leuten geguckt, die eh schon wenig vom Fernsehen halten, einerseits wegen Schadenfreude über diejenigen, die Fernsehen gucken und andererseits um Argumente zu haben um Freunde, die viel Fernsehen gucken davon zu überzeugen, dass der TV scheiße ist.
Just my 2 Cents.

Wenn es nach dem TE ging, bräuchten wir dann überhaupt keine Kritik mehr - ausser vielleicht als Grundlage, um sich “eine Meinung zu bilden” - nachdem man “den Mist” schon gesehen hat, wohlgemerkt.
Das ist imo aber nur ein Aspekt von vielen, und für mich z.B. irrelevant.
Natürlich bringt der FK hier erst mal seine subjektive Meinung zum Ausdruck, wie jeder Kritiker. Aber es gibt ja eben auch dieses Forum, wo darüber diskutiert werden kann - da prallen dann schon mal (ich würde sagen: meistens) kontroverse Meinungen aufeinander, damit potenzieren sich die Möglichkeiten.
Dann zu der Nachträglichkeit:
interessant ist für mich, dass es sich ja oft um gesellschaftlich relevante Themen handelt, die in Serienform abgehandelt werden (z.B. “Tatort Internet”), und die ich z.B. sonst vermutlich erst mal übersehen hätte oder erst viel später wahrgenommen hätte - das habe ich mir dann tatsächlich aufrgund FKTV selbst mal angeschaut.
Eine kritische Haltung und Beleuchtung der Sache ist da schon hilfreich, und regt zum Nachdenken an. Durch das Forum bekommt man oft (abgesehen von Meinungen) Hintergrundinformationen, die man sich sonst selbst erarbeiten müsste, z.B. links zu anderen Webseiten oder Videos.
Last but not least sehe ich mir das meiste selbst eben NICHT an, sondern halte mich auf dem Laufenden (genau wie viele andere hier, wie man sieht). Ich sehe mir z.B. nicht mehr DSDS oder ähnliches an, aber dennoch interessiert mich die Entwicklung solcher Formate, die immerhin als äusserst erfolgreich gelten. Aus ähnlichen Gründen lese ich “Bildblog”. Man kann natürlich auch den Kopf in den Sand stecken (oder wie Lothar Matthäus den Sand in den Kopf), aber mich interessiert schon was passiert, bei den ÖR habe ich ja sogar die Sendungen mit bezahlt.

(@Relda: Ich kann dich irgendwie verstehen. Aber Vorsicht: Auch beim Gebrauch von Textsmilies wird man schnell als „Kiddie“ abgestempelt, da sie weder subjektiv-intellektuelle Fremdwörter enthalten, noch Teil der korrekten deutschen Rechtschreibung sind :-o :wink: )

Back to topic:

Wenn ich das richtig verstanden habe, geht der TE davon aus das es entweder Menschen gibt die sich eine kritische Meinung bilden oder solche, die ihren TV schon lange abgeschafft haben.
In welcher glückseligen Parallelwelt lebst du :wink:

Ich zähle mich auch zu denjenigen, ihren Fernsehr lange abgeschafft, bzw sich erst gar keinen eigenen angeschafft haben. UND FKTV ist für mich eine Alternative mit informativen und unterhaltsamen Inhalten.

Last but not least sehe ich mir das meiste selbst eben NICHT an, sondern halte mich auf dem Laufenden (genau wie viele andere hier, wie man sieht).

:smt023

@ TE

Wo ist das Problem? Der Fernsehkritiker hat sich entschlossen, seine Kritik durch dieses Format umzusetzen, jeder kann - wenn er denn mag - seine Kritik an den Medien anders umsetzen.

Allerdings ist der Weg, den Du beschreibst - also quasi ein entsprechendes Parallelprogramm “auszustrahlen” - von finanziellem Aufwand geprägt, den Du als Einzelner nicht stemmen kannst.

Das bedeutet, Du musst Werbeeinnahmen erzielen, die sich wiederum an der Zuschauerzahl messen … was bedeutet, das Du nicht frei in Deinem “Sendewillen” bist.

Aber nur zu … mach so ein Format … wir werden gerne warten.

Und was hat diese Smilie-Diskussion mit dem Thema zu tun?

Back2Topic please.

Es fehlt noch die Gruppe an FKTV-Zuschauern, die sich dieses schlechte Fernsehen bewusst anschaut, um dann bewusst hier oder woanders mit dem Finger auf die Inhalte zu deuten und zu sagen “Sind die doof” oder “Ist das schlecht”. Der psychologische Effekt ist ja, dass man sich deshalb besser fühlt als die “doofen” Typen im Fernsehen. Und das ist bei diesen Billig/Fake/Sensations-Formaten von vorne herein mit einkalkuliert. Meiner Meinung nach ist diese Zuschauergruppe nicht besser als die Leute, die das für bare Münze nehmen, was da gesendet wird, weil beide Gruppen auf die intendierte Wirkung hereinfallen. FKTV animiert manche Leute sogar durch eine gesteigerte Neugier, sich diesen Trash anzuschauen. Und wenn ich so durchs Forum lese, ist diese Gruppe leider recht hoch, wodurch FKTV in einem gewissen Ausmaß einen ziemlichen Querschläger schießt.

Und damit wären wir bei “… des Pudels Kern”:

Fernsehkritik ist immer Kritik an den Zuschauern. Gäbe es die Zielgruppe nicht … gäbe es die Sendung nicht …

Das - liebe Kinder - ist das Gesetz der Quote :mrgreen:

Oder besser: Kritik an den Quotenboxbesitzern :stuck_out_tongue: weil WIR können ja nix dafür, wenn diese Sendungen eine Hohe Quote bekommen!

Oder mal im Ernst: Wenn es bessere Alternativen gäbe und man trotzdem gerade Lust auf Fernsehen hat, weil man eben ganz allein ist und unter Unterhaltungsdefizit leidet, würde man doch auch die bessere Alternative wählen.
Okay, zugegeben laufen tatsächlich oft gute Alternativen auf dritten Programmen oder 3Sat usw. aber das bekommt man oft nicht so mit. (Gestern z.B. mitten in der Nacht so um 3:00 auf NDR „Muxmäuschenstill“ entdeckt und geguckt … war dann erst um 4:30 im Bett)

Ich selber mag Fernsehen und finde, dass das ein Medium mit sehr viel Potential ist. Ich bin auch ein Medienmensch und verfolge immer, was „in der Kiste“ gerade so los ist. Wenn mir Fernsehen egal wäre, würde ich nicht Fernsehkritik schauen oder mich selber immer wieder über bestimmte Programme aufregen. Weil mir Fernsehen am Herzen liegt! Ich habe Zeiten erlebt (boah bin ich alt…), da sah das Fernsehprogramm noch ganz anders aus. Mir wird Wehmütig bei der Programmtafelmusik vom ZDF! Oder wenn ich Programmansagerinnen sehe, aus einer Zeit, in der nicht die letzte Sendesekunde mit Werbung vollgekleistert wurde und alles von irgendwem gesponstert sein musste (wie z.B. das ÖR-Wetter). Weil ich weiß, was Fernsehen eigentlich sein könnte, finde ich es richtig und wichtig, dass man es an den richtigen Stellen kritisiert mit der Hoffnung, dass sich vielleicht mal etwas ändert. So habe ich mich natürlich auch an der Spendenaktion für FKTV beteiligt :wink:

Oft ist es so, dass, wenn ein besonders schlechtes Programm läuft, ich dann trotzdem schnell wegzappe, aus Angst, irgendwie könnten die jetzt doch messen oder nachvollziehen, dass eine Person mehr (also ich) diesen Scheiß guckt.
Natürlich reiner Aberglaube…

Oft ist es so, dass, wenn ein besonders schlechtes Programm läuft, ich dann trotzdem schnell wegzappe, aus Angst, irgendwie könnten die jetzt doch messen oder nachvollziehen, dass eine Person mehr (also ich) diesen Scheiß guckt.
Natürlich reiner Aberglaube…

:smt005

Deinen Beitrag finde ich insgesamt sehr schoen. Auch wenn es mir mit dem TV selbst anders geht.
Mich wuerds nicht stoeren, wenn dieses Medium nicht erfunden worden waere.

Ich sehe auch ganz gern mal fern.
Leider demonstrieren besonders ja die ÖR, dass der Mensch selten überlegt, wie er den Anspruch des Programms erhöhen könnte. Oder die Intelligenz der Zuschauer. Oder irgendetwas, dass gemeinhin als gut empfunden wird. In voller Härte wird uns gezeigt, dass eigentlich nur wichtig ist, wie man mit dem Medium Geld machen kann. Und so nutzt nur die Werbung ansatzweise jede Möglichkeit des Fernsehens aus. Das Fernsehen bringt es selbst am besten auf den Punkt.

Es gibt zu diesem Thema mehrere Ansätze:

1. Was würde geschehen, wenn sich das Fernsehen radikal ändert?
Gehen wir mal davon aus, wir hätten “die Macht” sämtliche Sendungen aus allen Programmen zu verbannen die wir als nicht sehenswert erachten. Ein Knopfdruck und plöpp das Fernsehen wäre so, wie wir es haben wollen.

Was würde geschehen?
Alles würde vermutlich so bleiben wie es ist, es würde sich nur die Klientel verschieben: diejenigen, die bis jetzt alles konsumiert haben, würden nichts mehr finden, das für sie von Interesse wäre oder … irgendwas laufen lassen, damit die Glotze dudelt, andere hingegen würde aufschreien und Sites wie diese hier in’s Netz stellen nur wäre dann wahrscheinlich “Phoenix” das NoGo für diese Gruppe.

2. Volksbefragung zum Thema Programmgestaltung.
Alle Sender (ÖR + Private) würden sich zusammentun und eine gigantische Befragungsaktion aller Nutzer von empfangsbereiten Geräten (Daten bei der GEZ erhältlich) hinsichtlich der Programmgestaltung machen. Ich wette, der Unterhaltungssektor würde, knapp gefolgt von Sportberichten, weiter die Spitze halten,… Nachrichten und “echte” Dokumentationen kommen zum Schluss.

3. Wegfall der Quotenbox und Schaffung von birektionalem Fernsehen.
Jeder Fernseher hätte eine kleine Einrichtung, mit der das Programmverhalten an eine zentrale Stelle übermittelt wird. D.h. es könnte sofort die Quote anhand jedes einzelnen Fernsehers für das komplette Sendegebiet ermittelt werden. Das wäre dann das echte “Zuschauervotum” und sicherlich auch der erste Ansatzpunkt für Datenschützer.

Diese Ansätze (und einige weitere) sind schon mehrfach von Medienwissenschaftlern diskutiert worden … mit kaum brauchbaren Ergebnissen.

Die Kernfrage, die sich auch hier stellt ist:
“Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?”

Bedeutet im Kontext: Sehen wir, was uns angeboten wird, ist also die Gesellschaft zu bloßen Konsumenten dessen mutiert, was die Sender in die Tröge schmeissen oder … bestimmt das Sehverhalten wirklich das Angebot, also wird aufgrund der Quote im “Fremdschämsektor” immer brach nachgekübelt, weil das ja so gewünscht wird?

Und das führt uns zur eigentlichen Kernfrage:
“Warum sehen wir fern?”

Diese Frage ist das eigentliche non-plus-ultra der Diskussion. Fernsehen ist für viele - wenn nicht sogar die meisten - das Fenster in eine Welt, in der sie vom realen Leben Ablenkung finden. Und das beinhaltet nicht nur den TV-Konsum, sondern auch andere, ähnliche Tätigkeiten wie Spiele am PC, DVD-Konsum etc. Der berufstätige Mensch braucht, wenn er seinen Alltag hinter sich gebracht hat, eine Ablenkung vom Realen. Entweder ergötzt er sich nach Feierabend am Fremdschäm-Faktor der anderen, zieht sich Dokus über Dinge rein, die fern seines Einflussbereiches liegen oder konsumiert Sportberichte oder Nachrichten über Gegebenheiten, die überregional angelegt sind. Er will … “was anderes” haben.

Menschen, die in einer Familie leben, in denen Fernsehen keine Rolle spielt, weil das Tagesgeschehen so abwechslungsreich ist, das so ein Gerät entweder kaum angeschaltet wird oder nicht vorhanden ist, fallen bei solchen Umfragen nicht in’s Gewicht. Fernsehen ist ein Fenster aus einer Art “Feierabend-Isolation” das wir mit einem selbstgewählten Blickwinkel füllen können.

Wer also Fernsehkritik macht, der macht in erster Linie auch Gesellschaftskritik, denn in einer Gesellschaft, in der Menschen mehr miteinander und füreinander tun … wäre Fernsehen ungefähr so interessant wie ein Bild an einer Wand.

@Isegrimm:
Sehr schönes Schlusswort!

Hierzu wollte ich noch

Gäbe es die Zielgruppe nicht … gäbe es die Sendung nicht …

Das - liebe Kinder - ist das Gesetz der Quote :mrgreen:

ergänzen dass sogar der Fernsehkriker -ich hoffe ich habe das nicht falsch abgespeichert- mal äußerte man könne eine Masse auch an fast jeglichen geschmacklosen Brei gewöhnen, wenn man ihr diesen fast ausschließlich und immer wieder vorsetzt.

… bestimmt das Sehverhalten wirklich das Angebot, also wird aufgrund der Quote im „Fremdschämsektor“ immer brach nachgekübelt, weil das ja so gewünscht wird?

Und ja, ich denke einerseits schon dass eben menschliche „Charakterschwächen“ angesprochen (und damit in gewissen Umfang auch gefördert und gefordert!) werden, evtl. ein Wechselspiel also. (?)

Schade, denn die Menschheit hat ja ebenfalls auch so viel positives (produktives) Potential das gefödert werden könnte… Ich glaub nicht daran, das es nicht möglich wäre, das wir zwangsweise auf so einen Mist programmiert sein müssen… Der Mensch, das Anpassunstier? Ich denke neben vielen festgelegten Eigenschaften ist da dennoch noch einiges zu machen.

Um Ises Post mal zusammenzufassen:
Fernsehen ist Ablenkung vom Alltag. Nicht das Fernsehen ist mies, sondern die Menschen, die es schauen; fragte man die Menschen, was sie sehen wollen, käme ca. das raus, was wir gerade haben. Also kritisieren wir die Menschen, nicht das Fernsehen.

Was soll DAS hier dann noch? Ändern können wir dann eh nix.
Das ÖR Fernsehen zumindest hat aber einen BILDUNGSAUFTRAG. Konfrontiert man deren Angestellte damit, wird man meist nur noch ironisch belächelt; mir gings so, als ich Jan Böhmermann damit konfrontierte. Das sind nur noch Ideale, aber sie stehen im RStV! Anspruch? Schau doch Phoenix, Arte oder 3Sat! Sebst da ist nicht alles Gold. Ist mal jemand aufgefallen, wieviele Schleichwerbungs- und Finanzskandale es - gerade bei den ÖR! - in letzter Zeit gab? So etwas kann man in seichten Filmen und Serien natürlich viel besser einbauen als in anspruchsvolles Fernsehen. Auch dafür ist Fernsehkritik da, so etwas aufzudecken.

…wäre Fernsehen ungefähr so interessant wie ein Bild an einer Wand.

Dies Bild hängt schief. Ich kann mich stundenlang mit Bildern beschäftigen, neulich war ich z.B. 4 Stunden in der Alten Nationalgalerie. Es liegt also an einem selbst, wie interessant man sie findet. Oder man braucht jemand, der einem den Reiz von Bildern erläutert, so, wie wir Bildungsfernsehen brauchen. Ist durchaus möglich, dass Fernsehen nicht mehr das richtige Medium dafür ist, um Menschen zu bilden. Dann sollte man auch die Konsequenz ziehen und das ÖR abschaffen, oder zumindest zusammenkürzen. Mir ist durchaus bewusst, dass Unterhaltung auch dazugehört, aber die findet ja statt. Zwar meist extrem schlimm, vor allem für jüngere. Da überlässt man das Feld den Privaten, die damit Geld verdienen. Und solche Sachen wie „Das Quiz“ laufen möglicherweise sogar unter Information, dazu müsste ich mal recherchieren.