V wie Vendetta - unterbewertet?

Ach je was für ein provokanter Titel :lol:

Was ist eure Meinung zu der lang ersehnten Kritik mit der Holger monatelang gestalkt wurde?

Ich bin der selben Meinung wie Holger und Mario. Es ist ein guter Film, aber keiner der jetzt ein must-see ist.
Darüber hinaus finde ich die Legitimation von V für seine Gewalt nicht ausreichend, bloß weil es ein tolaritäres System ist, darf man morden? Das halte ich für idealistisch.

Im Original kommt der Film besser rüber, vor allem V erscheint mir dort viel glaubwürdiger, ich finde es beachtlich wie er ohne jegliche Mimik (er trägt ja eine Maske) so lebendig erscheint.

Natalie Portman hat mir dagegen nicht gefallen, sie ging mir auf den Sack und hat in die Geschichte nicht hineingepasst, es hatte bei mir den Eindruck auf Teufel komm raus einen weiblichen Charakter im Film zu platzieren.

Die Action-Szenen sind dagegen sehr gut, einfach sehr gut gemacht, da merkt man auch ein bisschen den Matrixeinfluss :wink: Im großen und ganzen bin ich der Meinung das man aus der Thematik mehr machen hätte können.

Ich weiß aber nicht wie die Comicvorlage ist und welche Unterschiede es zwischen beide gibt.

Ich würde sogar auf 5 von 10 Punkten gehen bei dem Film. Mir hat der garnicht gefallen. Die Actionszenen waren zwar unterhaltsam, aber alles drum herum hat mich genervt oder gelangweilt. V kann nur zwei Sachen machen: Metzeln und Labern. Und bei Gott, labert er viel. Dabei lässt er keinen Pseudophilosophischen Dreck aus. Und Natalie Portman wird eigentlich nur durch den Film hindurchgequält, sogar von V. Warum? Damit sie dadurch stärker wird oder irgendwie so war das. HÄ? Hab das nicht verstanden, will es nicht verstehen, ich fand den Film doof.

Es ist nur ein Film. Und Geschmack ist nicht verhandelbar.

Wenn Mario und Holger diesen Film nicht mögen, dann ist das vollkommen in Ordnung.

Darüber hinaus finde ich die Legitimation von V für seine Gewalt nicht ausreichend, bloß weil es ein tolaritäres System ist, darf man morden? Das halte ich für idealistisch.

Dann findest du das Stauffenberg Attentat auch idealistisch. V hat ja auch nichts anderes gemacht als die Köpfe des Systems zu töten.
Ansonsten finde ich den Film sehr schön inszeniert. Ist zwar nicht der beste Film den ich bisher gesehen habe, aber acht Punkte würde ich schon vergeben :slight_smile:

Naja, Leute scheinen ihn ja ansich so genervt zu haben, da wundert es mich nicht, dass der Film sone schlechte Bewertung bekommen hat.

Im Endeffekt spielt das auch keine Rolle. Geschmäcker sind unterschiedlich. Holger und Mario stehen zB auf alte James Bond Filme. Ich bin halt mit Filmen wie V wie Vendetta groß geworden und andere mit alten James Bond Filmen. So isses halt und es spielt auch keine Rolle. Es wird nie jeder Film jedem Menschen gefallen.

Diskussion unnötig.

Also ich fand es irgendwo schon amüsant, wie der Film in Livetalks teilweise dargestellt wurde, als wäre es einer der besten 5 Filme aller Zeiten… Ich fand den Film damals im Kino ok. Ich bin nicht eingeschlafen, aber ich habe auch nicht permanent “WOW” gedacht. 5/10 vielleicht 6/10 aber sonst? Ich habe den Film auch in meiner DVD-Sammlung, seit 2-3 Jahren OVP - irgendwie hat es da nie einen Reiz gegeben, den Film nochmal anzuschauen

Naja, wer denn Comic kennt verabscheut den Film…

naja ich kenne denn Comic :wink:

Mich wundert das ja jetzt, dass hier keiner der Meinung ist, der Film sei unterbewertet, obwohl die Proseite Holger die ganze Zeit gestochert hat.

Vielleicht war der Pantoffelkino-TV-Beitrag so hieb und stichfest, dass selbst Verehrer des Filmes sich denken, irgendwo hat er Recht.

Für mich gibt es tonnenweise Schrottfilme, ganz wenige Meisterwerke und ein paar Gute/Erträgliche.
V wie Vendetta gehört zur dritten Gruppe, was ja nicht schlecht ist :slight_smile:

Naja, Leute scheinen ihn ja ansich so genervt zu haben, da wundert es mich nicht, dass der Film sone schlechte Bewertung bekommen hat.

:smt005

Warum ist denn 7/10 eine schlechte Bewertung bitte…? Die signaliert doch nichts weiter, als dass der Film deutlich überdurchschnittlich ist.

Nach dem Trailer zu urteilen, ist der Film nichts für mich.

Wenn man bedenkt wie viele Leute die Zeit, in der sie sich darüber aufregen dass der Streifen “nur” 7 Punkte bekommen hat, dafür nutzen könnten, einfach den Comic zu lesen…

Allein dass bei vielen Leuten die “guten Actionsequenzen” als einziges über diesen Film im Kopf hängen geblieben ist, sagt schon sehr viel über dessen Qualität aus.

@Karottenkopf
Nicht unbedingt. Ich fand den Film zumindest “in Ordnung”. Darüber, dass der ganze Streifen unglaublich an der Message des Comics vorbei geschrammt ist, brauchen wir gar nicht diskutieren. Aber selbst ohne den Background dass es eine Literaturverfilmung ist wäre er letzten Endes nicht viel mehr als ein unheimlich prätentiöser Politthriller, der zwar gut aussieht, aber davon abgesehen nicht viel mehr zu bieten hat.

Die Verfilmungen von “From Hell” und “League of Extra-ordinary Gentlemen” (ebenfalls Alan Moore Kreationen) haben dagegen ‘wirklich’ weh getan.

Der Film ist OK
Aber mehr auch nicht, find nix besonderes daran.
Würd auch 6-7/10 Punkten geben

Also, ich mag V wie Vendetta sehr gerne. Mir gefällt die Rolle, die V verkörpert äußerst gut. Ich kann mich damit gut identifizieren, kann aber auch Leute verstehen, die den Film gar nicht leiden konnten; bzw. keinen Zugang dazu finden konnten.

Ich würde dem FIlm auf jeden FAll 8/10 Punkten geben, wenn ich bei Pantoffelkino.tv mitmachen würde :slight_smile:

ich glaube, entweder man mag diesen Film oder man mag ihn eben nicht :wink:

Da sich ja hier wer über zu wenig Verteidung beschwert hat…

Naja, wer denn Comic kennt verabscheut den Film…

Ich kenne die Graphic Novel auch und liebe den Film!
Das liegt zum einen daran, das ich mit Moore’s Anarchie-Gedanken nix anfagen kann. Zum anderen liegt das an Moore’s Hang zum Kitsch (man erinnere sich nur an die Liebeszene zwischen Nite Owl&Silk Spectre in “Watchmen”).

Bei V gibt es eine Szene die ich hier gerne heranziehe, die zumindest mir gut zeigt, wo der FIlm sogar besser ist als die GNovel! Es handelt sich dabei um die Szene in der V Dr. Surrdige vergiftet und ihr offenbahrt das sie gleich sterben wird. Im Buch fragt sie nun, ob sie sein Gesicht nochmal sehen darf und nachdem er ihr sein verbranntes Gesicht zeigt bemerkt sie, wie schön er doch ist.
Im Film fragt sie übrigens an dieser Stelle ob es zu spät ist, sich zu entschuldigen. Wer hier noch die Buch-Version vorne sieht, mit dem gibts wohl nichts mehr zu besprechen…

Ps. Allein die Alliterative Vorstellung V ist besser als 90% des Mistes, der wöchentlich in die Kinos strömt. nuff said
[video]http://www.youtube.com/watch?v=c6Q0dfrbr10[/video]

Naja, wer denn Comic kennt verabscheut den Film…

naja ich kenne denn Comic :wink:

I beg to differ. Ich kenne den Comic auch und fand sowohl ihn und den Film toll. Der Comic ist zwar besser, aber ich mag den Film tatsächlich lieber, auch wenn man dabei berücksichtigen muss dass beide komplett verschieden sind.

Hm, ich bin irgendwie dagegen, dass eine vom anderen los betrachtet zu sehen, beides gehört zusammen und eine filmische Umsetzung sollte nicht den eigentlichen Tenor der Vorlage so stark abändern, dann hätten sie was selbst erfinden können und sich nicht so halbherzig sich inspirieren lassen.

Bat-Man hält sich auch zwar nicht akkurat an die Comics, die Grundstimmung und die Art wie der Charakter wirklich denkt, ist aber sehr, sehr gut übertragen worden und auch seine Gegner entsprechen ihmen literarischen Vorbild, bei V wie Vendetta ist das echt nicht der Fall, wie ist im Original ein gutes Stück kontroverser.

Naja, die Batman-Filme basieren ja auch nicht direkt auf irgendwelchen Comics sondern auf der Mythologie drum herum. V for Vendetta ist eine direkte Umsetzung eines bestimmten Comics.

Welche Mythologie denn? Die Charaktären sind eins zu eins übernommen, auch wenn natürlich die Entstehungsgeschichte von Two-Face verändert wurde wirken keine der Charaktäre trotz einer unabhängigen Story vom Original losgelöst.

Über V brauchen wir da wohl kaum diskutieren :wink:

Es stimmt schon, dass man eine Comic-Reihe wie Batman – wo ja auch immer mal wieder eine Neuinterpretation der Charaktere stattfindet, wenn mal wieder eine neue Reihe gelauncht wird, und an der dadurch über die Jahre dutzende Autoren mitgeschrieben haben – nicht direkt mit einer Graphic Novel wie V for Vendetta vergleichen kann. Da finde ich schon auch, dass das Original in letzterem Fall mehr vorgibt.

Ich muss persönlich sagen, dass ich den Film unterhaltsam und ganz gut gemacht fand. Den Comic hab ich erst später gelesen und dann nicht so ganz verstanden, wieso Alan Moore den Film so sehr verteufelt. Wenn ich mich recht erinnere war das Regime im Buch etwas anders charakterisiert und die Sexualneurose des Kanzlers hat dem nochmal eine andere Ebene gegeben. Und ich meine gelesen zu haben, dass sich Moore vor allem daran aufgerieben hat, dass in dem Film nirgendwo von Faschismus auf der einen und Anarchie auf der anderen Seite die Rede ist. Und es stimmt schon, dass das System in dem Film sich ein wenig plump an realen und fiktiven Vorbildern bedient. Alles in Allem muss ich aber sagen, dass ich, nach dem was ich von Moores Meinung wusste, mit gröberen Unterschieden gerechnet hatte.

Aber vielleicht würde ich das auch anders sehen, wenn ich V for Vendetta so gut kennen würde wie Watchmen, bei dem mir Zack Snyders Umsetzung je öfter ich drüber nachdenke immer schaler und blutleerer vorkommt, obwohl der Film sehr nah am Comic bleibt.

Wie immer bei Vertov, in Sachen von Filmen eine sehr, sehr hochwertige Meinung :slight_smile: Das unterschreibe ich so, die Batmanfilme halten die Grundatmosphäre jetzt schon Jahrzente aufrecht, Batman muss düster sein.

Die Rollen der Regierung bei V wie Vendetta ist eigentlich viel radikaler, genauso wie die Rolle des V ganz klar eines Anarchisten entspricht, das ärgert schon wenn aus Gründen der Publikumsverträglichkeit V sympatischer dargestellt wird, denn im Comic kann man diese Situation nicht so eindeutig nach gut und böse beurteilen.

die Batmanfilme halten die Grundatmosphäre jetzt schon Jahrzente aufrecht, Batman muss düster sein.

Sag das mal Joel Schumacher :stuck_out_tongue: