Tsching-tsching-tsching... Weihnachten im TV

Vor allem in der Werbung: Es gibt da ein Instrument, so eine Tambourine, so Schellen und manchmal auch so Glockengelöt, das uns in immer mehr Werbespots erinnert: Es ist Weihnachten! Schnell noch konsumieren!

Das… geht mir … so … UNGLAUBLICH auf den KEKS… da möchte ich gerne laut schreien „JA ICH WEISS, ICH HAB VERSTANDEN, BALD IST WEIHNACHTEN und ich hab noch keine gottverdammten Geschenke“

Aber zum Glück gibt’s ja genug Vorschläge, wie z.B. so Gilette-Rasierer im Geschenkpaket (gabs zumindest letztes Jahr). Dann freut sich der Mann total drüber, denn er rasiert sich ja sooo gerne und es ist so außergewöhnlich.
Wahrscheinlich gibts dann auch Putztücher im Geschenkpaket oder die neuen Tempotaschentücher jetzt in der Weihnachtsedition.

Noch ist der Damm nicht ganz gebrochen, aber dann wird es einem wieder so dermaßen penetrant aufgedrängt… gibt’s nicht irgendwo ein atheistisches Land, in dem man einfach in Ruhe gelassen wird von sowas? Und nein, in den USA (die ja eben NICHT auf religiöser Grundlage gegründet wurden) wird man davon auch verfolgt. Antarktis vielleicht? Ein verlassenes Atoll?

Und was nervt euch immer so am „Weihnachtsfernsehen“ sonst noch so? Oder ist es anders herum, dass es Vorfreude weckt und ihr schon richtig Lust bekommt? (kann ich sogar auch gut nachvollziehen! So ist es ja nicht :wink: )

Du könntest ja nach Russland gehen, da ist Weihnachten doch im März. Da dauert es dann noch ein bisschen bis zum Konsum-Terror. Dann bleibste da nen Monat und bist Sylvester wieder zu hause.

Zum Thema: Den Konsumscheiß und die Werbung hast du ja das ganze Jahr, nur Weihnachten sind alle die sich drüber aufregen gleich Miesmacher.

Kommt drauf an, innerhalb meiner Familie und Freundeskreis finden das eigentlich alle schrecklich bis zum kotzen. Vor allem die Weihnachtsmänner, die im August schon in den Supermärkten rumstehen. Sollen die doch das ganze gottverdammte Jahr Weihnachten feiern, bis jemand auf die gloreiche Idee kommt einen neuen Feiertag zu erfinden: Nicht-Weihnachten!

na ja ich setz mich ja persönlich gerne an weihnachten mit freunden und familie irgendwo hin wo ein feuer brennt und fress unmengen kekse.
das ist eig. ganz lustig vorrausgesetzt das irgendjemand ne flasche teueren cognac o.ä. spendiert.

Hexe? Willst du mit in meinem Weihnachtssicheren Bunker?
Ich hab hier noch Platz für 2-3 Personen und genug Nahrung für 3 Monate.
Eine sehr große DVD SAmmlung mit vielen Serien und Filmklassikern ist auch vorhanden. :ugly

HA, das klingt eigentlich nach nem Plan :wink:

Aber ich bin auch dieses Jahr eine ganz tapfere Soldatin und werde mich angemessen in die Wogen des Konsumwahns schmeißen, werde lange Verhandlungen führen um an das Geheimnis der Wünsche der zu beschenkenden heranzukommen, damit am Ende niemand vor lauter Peinlichkeit die Christbaumkugeln vom Baum frisst.
Ich werde diese Stationen abarbeiten, demütig, auf atheistische Art und Weise, wo auch ich erkennen muss, dass es die harten Zeiten sind, die einen wachsen lassen, gespickt mit übertriebener Erwartungshaltung, Anspannung und aufgezwungener Besinnlichkeit, angereichert mit diesem „Kribbeln im Bauch, das man niemals vergisst, als wenn man zuviel Schokoweihnachtsmänner isst, dieses Kribbeln im Bauch, kennst du doch auch, wenn man kurz davor steht ob man Amoklaufen geht“. Aber auch das werde ich überstehen. Aber auch ich werde Beute machen. Etwas sehr brauchbares ganz bestimmt und jede Menge Plunder, für den ich in meiner Wohnung weder Platz, Verwendung, noch ästhetische Bedürfnisse habe und irgendwann beim nächsten Umzug immer und immer wieder mitgeschleppt weden und die Umzugkartons wohl nie verlassen werden.

Aber am Ende ist dann alles wieder gut. Es ist Sylvester, der gemeinsame Ehrentag von Didi Hallervorden & Harald Juhnke, aber auch Krieg. 2 Tage vorher und 2 Tage nachher. Dick vermummt, mit Ohrenstöpseln und Schutzbrille werde ich durch das unter Beschuss befindliche Barmbek kriechen, mit Mörsergranaten bewaffnet, um meine etwa 400 Meter entfernt wohnenden Freunde zur Party zu besuchen. Aber wenn ich das Überlebt habe…

…dann gibt es total süße schnuckelige Osterhäschen! :smt026 Yay! :smt026

…und direkt danach: Wieder Weihnachtsmänner :shock:

Aber zum Glück gibt’s ja genug Vorschläge, wie z.B. so Gilette-Rasierer im Geschenkpaket (gabs zumindest letztes Jahr). Dann freut sich der Mann total drüber, denn er rasiert sich ja sooo gerne und es ist so außergewöhnlich.

Der eignet sich dann besonders für Männer, die sich trocken rasieren und sich mit dem Ding nur Schnittwunden zufügen. :wink:
Ich verstehe nicht, was an so einem Klingenrasierer besser sein soll. Kein Stromverbrauch? Dafür kostet der Rasierschaum aber was. (oder braucht man den nicht unbedingt?)
Jedenfalls ist es besser, wenn man nach den Wünschen fragt oder sie gesagt bekommt.
Dieses Märchen mit den geheimen Wünschen ist nämlich absoluter Schwachsinn.
Man kann aber trotzdem Dinge verschenken, bei denen man weiß, dass sie nicht unpassend sind.
Ich habe letztes Jahr z.B. Weihnachtsdekoration verschenkt. :lol:

Vor allem die Weihnachtsmänner, die im August schon in den Supermärkten rumstehen.

Das ist mir noch nicht aufgefallen.
Ich habe die Weihnachtsabteilung erst im November entdeckt.
Trotzdem ist es natürlich schon seltsam, dass es schon vorm Karnevalsbeginn Weihnachtsmänner gibt.
Vorher sollte der Weihnachtszirkus wirklich nicht losgehen.
Was würde wohl sein, wenn man beim Karneval Schokoladenweihnachtsmänner mitbringt? :lol:

Gegenfrage:

Was hat weihnachten eigentlich mit dem “Weihnachtsmann” zu tun? Eben. Gar nichts. Diese Type ist ist Ende des 19. Jhr. aufgetaucht und galt als protestantisches Pendant zur katholischen Skt. Nikolaus - Figur. Ab 1931 hat der Coca-Cola-Konzern die Figur für seine eigenen Kampagnen genutzt … bei der symbolhaften Nutzung von Coca-Colas Wappenfarben rot und weiss kein Wunder.

Also … der dicke Mann mit dem weissen Bart und dem roten Fummel ist allgemeinhin das Symbol des konsumfreudigen Schenkens. Kein Wunder, das die prothestantische Kirche in diesem Jahr endgültig Sturm läuft gegen diesen Konsumterror. Nun gut. Also … Schenken ist gut, … good kid = Belohnung … bad kid = Rute. Das berühmte Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip der kath. Kirche … die ja eigentlich das Copyright darauf hat mit ihrem Skt. Nikolaus.

Und weil natürlich alle brav sind und … alle Geschenke verdient haben … haben alle natürlich auch schon frühzeitig daran erinnert zu werden. Vorzugsweise schon gleich nachdem der Osterhase in der Versenkung verschwunden ist. Und da sich Weihnachten ja jedes Jahr ändert, muss das umso eindringlicher erfolgen.

Ach Moment … da war doch noch was?

Stimmt … Weihnachten war doch irgendwie noch was mit Geburtstag. Feiert den eigentlich noch jemand?

Der ursprüngliche Grund dieses Festes ist schon längst in irgendeinem Keller verstaubt. Weihnachten gilt heute nur noch als pseudo-familiäres Fest, an der die Mütter die Arbeit haben, die Bälger auf die neuesten Produkte aus den “Comercials” warten, Tante Erna und Onkel Hubert notgedrungen ihre Feindschaft begraben und Geschenke schon nichts mehr mit Geschenken, sondern mit Bestechung zu tun haben. “Wenn Du nicht brav bist, kriegst Du auch nichts vom Weihnachtsmann!” Bullshit.

Ausserdem ist “Schenken” auch keine freiwillige Gabe mehr. “Schenken” hat was von einem - jedes Jahr ansteigenden - Wertesystem: wenn Oma mir letztes Jahr etwas mit dem Wert X “schenkte”, dann muss ich ihr dieses Jahr etwas höherwertiges schenken … man will sich ja nicht lumpen lassen … und natürlich ist “schenken” ja auch der Totalisator des Familiensinns: Schenkt Tante Erna dem kleinen Timo etwas, kann man mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen, das Tante Hilde dem Timo “was viel teureres schenkt” weil … Tante Hilde hat ihn ja mehr lieb, ne? Ist wie 'ne Einlaufwette beim Pferderennen … Tante Hilde siegt mit einer Länge vor Tante Erna.

Gott sei Dank ist mein Weihnachtsabend von all dem verschont …

“schalten sie mal wieder ab…”

so ohne fernseher bleibe ich weitestgehend vom weihnachtskonsumterror verschont, einzig im freundlichen supermarkt um die ecke nerven die lebkuchen-regale, die man über den ganzen laden verteilt hinpflastert. ein radio habe ich auch nicht, und so muß ich mir nichtmal “last christmas” zum drölfzigmillionsten mal anhören. und geschenke? entweder es kommt von herzen, oder es kann im supermarkt bleiben. in meinem bekanntenkreis weiß eigentlich jeder, dass ich keine “praktischen” geschenke verteilen oder erhalten will.

anscheinend sehen heutzutage immer mehr menschen den wert eines geschenkes nur noch auf den preisschildern…

Weihnachten, eine Mischung aus heidnischem und christlichem Symbolismus mutiert zu moderner, im Wandel begriffener Tradition. Innerhalb des Systems Konsumkapitalismus wird nicht nur fast jede Tradition irgendwie genutzt, es werden sogar neue geschaffen (Valentinstag). Wem soll man den Wandel dieser Tradition vorwerfen? Die Menschen, die ihren Glauben ernst nehmen und ihn ausüben, dürften Weihnachten wohl noch immer als “Warten auf´s Christkind” durchführen, zum Teil aber auch hier schon unter dem Stern des Kapitalismus. Mögliche Erklärung: Nach der entbehrungsreichen Zeit der zwei Weltkriege in Europa (in dessen zweitem Coca Cola eine Propaganda Vorlage war) kam die Aufbau- und Aufschwungphase, angeheizt durch die Alliierten. Die Vorzeigeeltern konnten es sich leisten und beschenkten zu Weihnachten ihre Kinder reichhaltig. Das schafft für die nächste Generation Kindheitserinnerungen, deren Wiederholung sich ob der warmen und schönen Gefühle eifrig anbietet und so setzt sich die Sache fort, unterstützt auch vom späteren einzigen Überlebenden der Deutschen Wende - dem Konsumkapitalismus. [Konfession, Religiösität und Glaube sind drei Paar Stiefel - im weitesten Sinne ist jede Ideologie auch ein eigenes Schuhregal]

Dieser basiert auf einem an sich unmenschlichen Mechanismus und ebensolchen Zielen. Manipulation um Profit zu steigern (um dann wiederum den Profit zu steigern). Werbung ist offen Manipulation. Dem Menschen wurde aber jahrelang das wissenschaftlich heute völlig absurde Prinzip des homo oeconomicus gepredigt, der ja schließlich Herr seiner selbst ist und wenn er aufpassen würde, solche manipulativen Elemente entlarven könne. Man führe sich vor Augen, dass es unzählige wissenschaftliche Institute gibt, an denen geforscht wird, wie man Menschen ohne eine Willensentscheidung überhaupt zu benötigen, zu einer gewünschten Handlung manipulieren kann (vielleicht erinnert sich noch jemand an die 90er, in denen in Amerika der Versuch durchgeführt wurde, mit in Filme eingeschnittenen Einzelbildern von Produkten, die Zuschauer zum anschließenden Konsum der Produkte zu bringen). Man will die möglichen Kunden nicht gewinnen, weil man sie mit Fakten davon überzeugt, man hätte das beste Produkt, sondern man zielt absichtlich auf das Unterbewusstsein, auf Bereiche des menschlichen Denkens, das vom Willen nicht oder nur begrenzt tangiert wird. Dies geschieht wirklich offen. Es kommt sogar im simpelsten Marketingprinzip AIDA vor. Attract (Aufmerksamkeit erregen), Interest (Interesse wecken), Desire! (Bedürfnis schaffen), Action (Handlung).

Heute weiß man so etwas durchaus, es ist aber ein Katz und Maus Spiel - wenn wir uns an etwas gewöhnt haben und gelernt haben, was uns manipulieren soll, fallen wir nicht mehr unbedingt darauf herein (gewisse Bevölkerungsgruppen leider langsamer als andere), vergessen aber die enorme Forschung auf diesem Gebiet und fallen blind ins nächste, noch unbekannte Loch. Man wird von allen Seiten mit solchen Bedürfnislockungen angeworfen und wird letztlich ignoranter gegenüber seiner Umwelt. Nun frage noch jemand, wieso die Zivilcourage so dürftig ist, wo man doch im Fernsehen ständig durch versteckte Kameras blicken darf und es heutigen Marketing Strategen zuzutrauen ist, auch solche Situationen für zweifelhafte PR (alle Arten sind gute Arten) zu missbrauchen. Desensibilisierung. :smt020

Schon mal aufgefallen, dass es in unseren Breiten nur zwei große Feierlichkeiten gibt, an denen das gesamte Arsenal der Zuckerbomber auf uns niederprasselt - Weihnachten und Ostern. Das hat wohl ursprünglich mit der Bedeutung beider Feste zu tun, ist aber heutzutage auch völlig ausreichend für die dahinter stehende Industrie. Sommer- wie Wintersaison werden genutzt. Im Sommer sind die Weihnachtsformen in Gebrauch, im Winter die für Ostern (manchmal nur die Verpackungsmaschinen, weil das gleiche Produkt nur in die jeweilige Saisonverpackung gesteckt wird). Abweichungen durch Tradition gibt es bei Lebkuchen und Dominosteinen, die hat sich offenbar noch niemand getraut, in Osterprodukte zu verwandeln. Ostern sind die Waffeleier vorbehalten. Wie man es dreht, es ist äußerst praktisch für die kapitalistische Individualplanung (Planwirtschaft im Kleinen) solch wiederkehrende Absatzgarantien zu haben. Zwischendrin hat man noch Nischen wie Muttertag, Valentinstag, Vatertag und Halloween. Zugegeben, eins davon passt nicht in die Reihe - der Vatertag wird eher von Bier und Würsten beherrscht, als von Süßigkeiten.

Vielleicht bekomme ich wieder die Kurve zum Thema Weihnachten. Mir geht die kindliche Vorfreude und die Stimmung an sich seit meiner Berufsausbildung (Einzelhandel) irgendwie ab. Vielleicht aber auch nur weil ich älter geworden bin… weihnachtlich zumute ist mir jedenfalls schon lange nicht mehr gewesen. Ich werde aber auch das entfernte Gefühl nicht los, es läge an mir selbst, mich weihnachtlich zu fühlen und die Sache im Kern ihrer Bedeutung auch zu leben und mich nicht vom externen Vorurteilsgebinde blenden zu lassen. :?:

Volle Zustimmung @Isegrimm und @nimmerland (@MiDaNia natürlich auch, aber als totaler TV-Junkie kan ich da nicht mitreden :wink: )
Und du hast auch meinen Neid @Isegrimm, dass du/ihr es geschafft habt, aus diesem Teufelskreis herauszukommen! Dafür ist mein Familienkreis viel zu emotional aufgeladen und es würde sich in einem heillosen Gewittersturm entleeren, wenn mal einer nicht schenkt. Irgendjemand macht es dann ja doch.

Was mich dabei jedes mal so ankotzt ist auch diese Heuchelei, die um das „Fest“ gemacht wird.
Soll man es doch „Kommerznachten“ nennen, das ist der einzige Name, der dazu noch passt (okay, natürlich gibts betimmt noch andere kreative Ideen wie „Konsumnachten“).
Es ist doch inzwischen schon selbst Ned Flanders klar, was da abgeht.

Wenn es nach mir ginge, wäre das so: evtl. September-ende November, das, was man als „Vorweihnachtszeit“ bezeichnet einfach „Herbstzeit“ oder meinetwegen auch „Herbstfest“ nennen und die ganzen Lebkuchen und Marzipan und Schokolade gerne verkaufen, aber nicht mit dem Weihnachts-Kitsch, sondern schönen Herbst- und meinetwegen auch Wintermotiven (einige Hersteller machen das sogar! Sehr löblich!). Wäre doch lustig: Schokolade in Form von bunten Herbstblättern oder so.
Die Zeit imn Dezember ist dann einfach das „Jahresende“ und Silvester zieht sich dann eben in eine Länge von 3-4 Tagen. Wie man das feiert ist dann jedem selber überlassen.

Edit: Manchmal betrachte ich ja den Einzug von Halloween als natürlichen Abwehrmechanismus gegen den Weihnachtswahn. So ist eine art zeitliche „Barriere“ geschaffen, die wie ein Bollwerk Weihnachten davon abhalten soll, bis in den frühen Juni zu schwappen und irgendwann das ganze Jahr zu überlagern.

Ostern hat mich irgendwie nie gestört, aber das liegt daran, dass ich nichts gegen Kaninchen und Eier habe und das ganze Mediendrama drumherum längst nicht so störend ist. Es gibt auch weder Besinnlichkeitszwang noch Zwangsfamilienbesinnlichkeit usw. Hoffentlich hat Monsanto es bald geschafft, eierlegende Kaninchen zu züchten, das gäbe Ostern noch den richtigen Kick!

Hier jetzt komm mal runter! Überhaupt dafür ein Thema aufzumachen find ich schon erbärmlich!

Klar fängt es in den Märkten immer früh an, mit Lebkuchen usw. Ja auch im Fernsehen, aber ich finde das ganze ging früher auch mal schon etwas früher los, so Mitte November passts doch wie ich finde. Das war doch schon immer so, oh man geh begrab dich in der Erde und gut ist, aber das geht nicht. Und sowieso sind die Lebkuchen eh mehr für die Kids gedacht, ich hab mich früher auch immer gefreut konnte es kaum erwarten wieder LEbkuchen im Markt holen zu können, oder wenn die Eltern es holen konnten.

Früher hats nie gestört und jetzt aufeinmal? Die Menschen sind nur noch am maulen. Hey ich geb mal nen tipp. Kritk am Fröhlich sein sollte es auch geben, überhaupt nur maulen bitte, lachen und Stolz sollte man auch verbieten.

Ne, im Ernst das ist ein Irrsinn. Das gabs früher auch schon im TV und früher gabs das schon viel früher als jetzt. Also man kann auf Call-In meckern zurecht, oder sich gleich auf allesstürzen. Ich finds jedenfalls nicht so schlimm ehrlich gesagt.

Du hast recht, es ist wirklich etwas später als sonst im TV. Aber darum ging es mir ja im Eingangsposting nicht. Die Art und Weise nervt halt. Und dass wirklich alles als „Weihnachtsartikel“ und unter dem „Weihnachtsaspekt“ verkauft wird, sei es auch nur Toilettenpapier.

Es ist ja auch ein Kritik- und kein Tollfind-Forum :wink:
Wer sich über den ganzen Weihnachtsrummel freut, soll das ja auch. Tue ich ja auch, wenn z.B. die Weihnachtsmärkte beginnen, die liegen vom Timing auch nach wie vor ganz gut in der Vorweihnachtszeit und nicht mitten im Sommer.
Davon abgesehen: Lebkuchen und Marzipan sind toll. Wenn sie aber im August schon explizit als „Weihnachtsartikel“ beworben und gestaltet werden, nervt mich das extrem. Ist doch klar, dass niemand was gegen Lebkuchen an sich hat. Hat auch niemand was gegen „Fröhlich sein“ und „lachen“ oder so gesagt (eine sehr äh… „junge“ Art der Rhetorik hüstel)

[quote][/quote]Stimmt … Weihnachten war doch irgendwie noch was mit Geburtstag. Feiert den eigentlich noch jemand?

Ähm ja, wir schon. Es ist für mich auch immer wieder verwunderlich warum Atheisten überhaupt Weihnachten begehen, wenn sie all den christlichen Aspekt des Festes im Grunde leugnen? Die verraten doch damit ihre eigne Ideologie oder nicht?

Achja, es soll jetzt hier nicht zu einer „Atheismusdebatte“ kommen. :wink:

Es ist für mich auch immer wieder verwunderlich warum Atheisten überhaupt Weihnachten begehen, wenn sie all den christlichen Aspekt des Festes im Grunde leugnen? Die verraten doch damit ihre eigne Ideologie oder nicht?

Gratis Geschenke im Wert von 10-… Euro, für 3-4 Stunden geopferte Zeit - Von mehreren Leuten… Wer das nicht ausnutzt, hat wohl ein Problem :smiley: (Zumindest, solange man noch in der -Ich:bekomme:Geschenke- Rolle ist)

Und du hast auch meinen Neid @Isegrimm, dass du/ihr es geschafft habt, aus diesem Teufelskreis herauszukommen

Ging ganz einfach.

Meine Eltern und meine Tochter bekommen das gleiche: Eine Rose auf den Stein …

@Isegrim das klingt dann doch sehr traurig…

Was die Atheisten betrifft: Wir werden ja von der Familie immer mit “reingezogen” …denn es ist ja keine rein religiöse, sondern auch traditionelle/kulturelle Angelegenheit und da ist man eben auch irgendwie verpflichtet, den ganzen Kram mitzumachen, wenn man nicht unbedingt den Familienfrieden stören will.
Es gibt ja sowieso keine offizielle Weihnachtspflicht oder so, aber eine ungeschriebene dann irgendwie schon.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass einem der Konsumterror auf den Keks geht, der anlässlich eines christlichen Festes entfesselt wird. Auch ist es ja so, dass die offizielle Weihnachstzeit mit dem 1. Advent beginnt und nicht schon vorher. Wenigstens daran könnte man sich im Einzelhandel halten, aber nein: schon Ende Oktober konnte man im Supermarkt alles kaufen, sogar Adventskalender!
Die Kommerzialisierung von Weihnachten ist eine Tatsache und nicht gerade eine Neuigkeit. Ich möchte niemandem das Weihnachtsfest vermiesen, aber mal ehrlich: wer feiert denn da noch den Geburtstag des Messias? Mal abgesehen davon, dass das Datum auf heidnische Feste zurückgeht und das richtige Datum unbekannt ist.
Mir hat das neulich ein Franzose jüdischen Glaubens klar gemacht: auch seine Familie feiert Weihnachten (!), weil das im säkularen Frankreich - zumindest in Paris - sowieso als eine Art allgeneines Familienfest angesehen wird, und er will das seinen Kindern nicht vorenthalten.
Mir leuchtet ein, dass das für Kinder toll ist - oder für Menschen kindlichen Gemüts (was nicht das Schlechteste ist) - oder für echte Christen.
Da ich nichts von alledem bin, und der Teil meiner Familie der mir wichtig war leider schon tot ist, bleibt mir nur die Tage zur Erholung zu nutzen - denn alles Andere wäre Heuchelei. Damit komme ich dem eigentlichen Sinn (“Besinnlichkeit”) aber vermutlich näher als die meisten Menschen, die sich von der Hektik der Vorweihnachtszeit anstecken lassen und dann am Weihnachtsabend die überzogenen Erwartungen enttäuscht sehen.
Weihnachten ist das Fest der Famile- oder sollte man besser sagen: Familienstreitigkeiten?
http://www.familienservice-rlp.de/index.php?id=409

Das bleibt mir erpart. Aber ich gebe zu: ich hätte gerne noch mal mit meinem Vater gefeiert (der genau wie ich ein säkularer Humanist war und mit der Kirche nichts anfangen konnte). Dabei fällt mir noch ein Tipp ein, denn ich durfte an Weihnachten nie vergessen, diesen Film mitzubringen, über den wir jedes Jahr aufs Neue sehr gelacht haben - kann ich auch Weihnachtsmuffeln nur empfehlen:
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weihnachten ist im grunde ein sehr schönes fest. besonders wenn der schnee fällt im kreise seiner liebsten am kaminfeuer zu sitzen, ein gläschen zu trinken und die ruhe zu genießen.

aber das fernsehen scheint genau das gegenteil erreichen zu wollen. statt eines besinnlichen weihnachtsfestes wird es von jahr zu jahr immer größer, bunter, schriller, lauter, mit millionen blinkender lämpchen und ohne jeglichen anspruch. ich komme definitiv nicht in weihnachtsstimmung, wenn ich mich durch überfüllte läden drängeln soll oder mir weihnachtsklopapier auf die rolle hänge (mit zimtgeruch)…

und wenn ich jetzt tatsächlich kinder haben würde, stünde ich als vater als vollidiot da, weil ich meinen kindern diese wünsche nicht erfüllen wollte, während all ihre freunde das supercoolste und superneueste spielzeug bekommen haben, das auf aggressivste weise in den werbepausen des kinderprogrammes angepriesen wurde…

es geht schon lange nicht mehr darum, anderen eine freude zu machen. es geht darum, vor den anderen angeben zu können.

Ich find Weihnachten auch spannend, wenn auch anstrengend. Vor allem weil meist das Programm nichts gescheides hergibt außer “Die Geister die ich rief” mit Bill Murray und die Muppets Weihnachtsgeschichte. Alles andere ist meist crap, oder so uninteressant das man es sich gar nicht anschauen braucht.

Wobei ich sagen muss, das ich mal an einem Weihnachtsabend drei verschiedene Feste erleben durfte und das obwohl sie alle unterschiedlich waren, hatten sie alle eine gewisse Herzlichkeit die sie verband. Das eine war mit der neuen Familie von meinem Vater, dann noch eins bei meinen Geschwistern und zum Schluss bei der Großfamilie von dem Freund meiner großen Schwester.
Und auch festzustellen das es Überschneidungen innerhalb der Riten gab (wie am 1. Weihnachtsfeiertag DVD zu schauen von nem bestimmten Film) oder die verschiedenen Traditionellen Weihnachtsspeisen die von Familie zu Familie unterschiedlich waren.
Noch dazu das ich das noch traditionellere Weihnachten immer mit meinen Großeltern und danach nur bei meiner Tante kennengelernt hab (bei den beiden Feste sehr reserviert sind und waren). Zum anderen genieß ich es auch an den Tagen in die Kirche zu gehen, da man einfach den Geist des gebens spürt (viel Selbstlosigkeit, den willen zu geben und zu schenken).

Noch dazu gibts bei uns keinen Weihnachtsmann obwohl er sich in unsere breiten einschleicht und durch Schokonikoläuse agitiert, aber das Christkind fliegt und siegt (wie ein Mondstein, oder auch nicht).

Außerdem isses die beste Zeit die Familie zusammenzutrommeln, aufn Christkindlmarkt zu gehen und ordentlich überteuerten Glühwein zu trinken (optional auch warmen Met oder Wikinger- bzw. Drachenblut). Schei* aufs Fernsehen, da sauf ich lieber. Und jetzt Florian Silbereisen-mäßig: HEEEEEEEEYYYYYYYYY!!!