Tripple-A Titel - Entwicklung im Wandel?

Ich würde Adventures nicht mehr als Nische bezeichnen, da passen schon eher noch die Simulationen hin. Die auch nicht ausgestorben sind, sondern von denen es einfach nur recht wenige gibt.

Wenn ich den Satz korrigieren darf:
Es gibt wirklich wenig gute.
Dabei könnte man aus den Renessaince/WW1&2 Seeschlachten z.b noch einiges rausholen Sfz
Auch Weltraum-“simulationen” gibt es wenig gute, dabei könnte…

Naja Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es recht viele Simulationen gibt, aber von 100 1 Brauchbares kommt, was eigentlich auch sehr traurig ist…

Na ja, je nach dem wie weit man den Begriff fast, wird die Zahl auch größer und man landet dann beim Landwirtschaftssimulator. Und die Zahl dieser Simulationen die echt mies ist, ist ja leider echt sehr hoch. Da verwundern auch die geringen Verkaufszahlen nicht, ich würde mir das Zeug auch nicht antun.

Also ich freu mich über die Vielfalt aber es ist doch wohl quatsch die Filmindustrie auf dieser Eben mit der Spielindustrie zu vergleichen.

Du hast meinen Vergleich nicht verstanden, auf das worauf die eingehst geht es mir doch überhaupt nicht. Es geht nur darum zu verdeutlichen, dass auch in diesem Bereich die Vielfalt funktioniert. Wie kommst du von da auf Drehbücher? :smt017

Und das ist das was ich Deus Ex Human Revolution ankreide. Seinem zwölf Jahre alten Vorgänger teilweise hinterherzuhinken ist peinlich.

Ich fand HR klasse, hat mir richtig Spass gemacht. Ich habe auch das erste Deus Ex gespielt und kann deine Kritik nicht wirklich nachvollziehen…Invisible War war Mist aber HR fand ich persönlich richtig richtig gut…auch die Story.

Deus Ex war abgespeckt

Inwiefern?

Ich würde Adventures nicht mehr als Nische bezeichnen, da passen schon eher noch die Simulationen hin. Die auch nicht ausgestorben sind, sondern von denen es einfach nur recht wenige gibt.

Adventures haben eine größere Nische als die Simulationen, aber im Vergleich zu den großen Genres wie Shooter, RPGs und Rennspiele sind sie einfach de facto eine Nische.

Da verwundern auch die geringen Verkaufszahlen nicht, ich würde mir das Zeug auch nicht antun.

Sag das mal nicht. Gerade Titel wie der Landwirtschaftssimulator, die ganzen Eisenbahn-Simulatoren, Flugsimulatoren oder solche Spiele wie European Truck Simulator haben gerade durch ihre offene Struktur für Modder ne riesen Fanbase und diese Titel werden auch verkauft, sonst gäbe es nicht so massig viel davon!

Die Vielfalt im Filmbusiness ist eine andere als die der Spielen, da sich auch unter den AAA Filme noch viele experimentierfreudige Titel finden und in der Masse auch noch eine hohe Qualität besitzen. Bei Videospielen sieht es da präkerer aus, da hat man es vielfach mit AAA Titeln zutun, die aber viel zu häufig Standards anderer etablierter Medien missen lassen.

Eigentlich will ich keine speziellen Spiele diskutieren aber zum Beispiel Deus Ex habe ich doch genug erklärungen gebracht. Das Gameplay ist äußerst beschränkt und daher auch abgespeckt, weil man in dem Spiel weniger Möglichkeiten hat als man meinen könnte. Wir haben Metal Gear Solid, Commandos und Splinter Cell, alles Spiele in denen man ohne zu töten an sein Ziel kommen kann und die viele Wege dafür gezeigt haben. Die Spiele sind nun wirklich nicht zu alt um nicht mehr im Gedächtnis zusein und der erste Teil von Deus Ex sowieso nicht, der viel mehr Möglichkeiten der Interaktion ermöglichte. HR beschränkt sich jedoch zum Großteil darauf, durch Tunnel zu laufen und hinter Gegnern einen Knopf zu drücken, der eine Ausschalt-Animation ablaufen lässt. Dazu gibt es natürlich noch das kurze Camo und ein paar Nicht-Tödliche Waffen aber im Großen und Ganzen bleibt es sehr beschränkt. Nahkampf gibt es sogar überhaupt nicht, wenn man von besagter Animation absieht. Auch die Technik ließ zu wünschen übrig, Haare waren einfach auf den Kopf geklatscht, NPCs geklont, Animationen solalà. Leveldesign war superb aber die Anzahl der Orte stark begrenzt und in ihrer Größe stark eingeschränkt. Nachrichten wurden als Standbilder angezeigt, Videos waren vermutlich zu aufwendig. Die angepriesenen Dialoge in den Zeitschriften beschränkten sich nur auf ganz spezielle Situationen. So gut war die Geschichte auch wieder nicht, die Bosse sind dafür sicher eins der besten Beispiele. Die hätten auch in jedem 0815 Shooter auftauchen können, so ohne echte Persönlichkeit und schlußendlich hat sich das ja dann auch in den Kämpfen gegen sie wiedergespiegelt. Soetwas einfach ins Ausland zu verlagern und sich nicht weiter drum kümmern hat zu Recht den ein oder anderen verschnupft. Adam Jensen Chosen One Geschichte verdient auch keinen Kreativ Award. Und wie gesagt, sind diese langen kritischen Betrachtungen viel zu typisch für AAA Spiele.

Was die Adventures angeht. Ich weiß nicht aber es gibt verdammt viele Titel, dazu noch auf vielen Plattformen, das noch als Nische zu bezeichnen wird dem Genre nicht gerecht.

@Anchantia
Ja das mit der Modbarkeit stimmt und wird auch sehr gern angenommen. Keine Frage, die haben eine große Fanbase, die diese Spiele dann erst richtig spielbar machen. Modbarkeit gut und schön, wenn da die Arbeit aber auf den Kunden abgewälzt wird (was ja auch Bethesda gern macht) ist nicht besonders schön. Wobei natürlich differenziert werden muss, manche Firmen (ich glaube die Eisenbahner und Flugsimulatoren) sind von sich heraus oft sogar schon recht ordentlich.

Ne ne, bei den Spielen die unter Moddern beliebt sind, hast Du ein sehr starkes Grundgerüst. Da wird kaum am Gameplay an sich geschraubt, sondern dann mehr an dem drumrum. Nehmen wir mal die Firma SCS Software, die haben sich auf das Genre spezialisiert: http://www.scssoft.com/

Gerade deren Truck Simulatoren sind echt klasse. Die haben ne sehr gute Spielbarkeit, gute Grafiken (was in diesem Genre schon wichtig ist, einfach weil es den Hauptanteil ausmacht sich auf langen Fahrten an der Landschaftsgrafik zu erfreuen) und sind leicht zu handhaben. Fans erweitern dann diese Spiele mit immer neuen Trucks, neuen Gebäuden, neuen Strecken, Routen, usw. Die Spiele wären aber unter den Moddern nicht so beliebt, wenn da nicht schon ein eine gute Grundlage da wäre. Denn die Spiele haben kaum Major Bugs, eher so Kleinigkeiten, die dann innerhalb weniger Monate noch ausgemerzt werden. Nicht so wie bei Bethesda, die komplett verbuggte Spiele aufn Markt bringen. Also Spielbar sind diese Simulationen auch vorher schon. Die Modder sorgen dann halt nur dafür, dass die Spielewelt immer größer und größer wird.

Diese Simulationsspiele haben streckenweise auch was arg meditatives an sich, wenn Du da stundenlang rumfährst. Im folgenden Video kommt das ganz gut zur Geltung. Die meisten integrieren sich dann noch ne Playlist mit MP3s, welche dann im Radio abgespielt werden. :mrgreen:

[spoiler][video]http://www.youtube.com/watch?v=oPtNeh1G5kc[/video][/spoiler]

Also ich bezieh mich mit meiner Kritik an Simulatoren wenn auf diejenigen, die tatsächlich fehlerhaft sind und die Arbeit abwälzen lassen. Ich erinnere mich da an so einen U-Bahn Simulator, dessen Grundidee ich sogar ziemlich gut fand aber deren Umsetzung unglaublich schlecht war. Und dann gab es, eigentlich auch interessant, so einen Polizeisimulator. Das was du zeigst ist dann die andere Variante, die mir auch recht gut gefällt und ich mal ausprobieren würde. Habe mal so ein Eisenbahnspiel bei meinem Onkel gesehen. Meditativ trifft es echt gut.^^

Aber diese ganzen fehlerhaften Trittbrettfahrer können nicht die Arbeit abwälzen, weil die da niemand für modden wird. :mrgreen: Ist halt wie bei anderen Genres. Gibts einen guten erfolgreichen Shooter, kommen 10 miese, gibt es ein gutes Casual Spiel, kommen 40 miese, usw. :wink:

Nicht so wie bei Bethesda, die komplett verbuggte Spiele aufn Markt bringen.

Hmm. Die einzigen, die das ungestraft dürfen sind scheinbar Blizzard, da blieb der Shitstorm aus, dabei hat man ein echt kaputtgetestetes Spiel mit richtig fiesen Abzockmethoden rausgebracht, Diablo 3. Aber in Mass Effect über eine fehlerhafte Story heulen als würde die Welt untergehen. :roll:
Kann man ja kurz drüber nachdenken wie die Publisher den Großteil der Kunden ernstnehmen, und ganz ehrlich: In einigen Punkten kann ich sie da sehr gut verstehen. Irgendwann wird man etwas taub angesichts des ständigen rumgeheules, dann geht was eklatant wichtiges, was viele Spieler stört unter, weil irgendein Depp sich nicht zusammenreißen kann, und der Publisher sieht nur: Ach, das ist wieder nur einer dieser Spinner, die ständig übertreiben.
Man muss den Fehler auch mal schlicht bei sich selbst suchen.

Ne ne, bei den Spielen die unter Moddern beliebt sind, hast Du ein sehr starkes Grundgerüst.

Der Vorteil gegenüber den angesprochenen AAA-Titeln (um mal etwas Ontopic zu werden :wink: ) ist halt das Modding, das ist bei vielen Spielen großer Publisher allein aus lizenzrechtlichen Gründen nicht so drin…
Ich glaube nicht, das die meisten Entwickler gerne auf die Herausgabe von Mod-Tools verzichten würden, da es den Wert und die Spielzeit erhöht, und das auch völlig ohne Kosten…

Früher war nicht alles besser, das ist quatsch aber früher gab es keine fünf Jahre in denen die Industrie immer kundenfeindlicher wurde, immer mehr an Qualität nachließ, große Namen vergewaltigte und einem ständig weiß machte AAA Titel wäre total genial obwohl sie mit jedem Release zeigen, wie durchschnittlich sie eigentlich sind.

Weil die meisten Gamer mittlerweile nicht rezipierende strunzdumme und nicht selten minderjährige Vollidioten sind, die man mit einem „Its frickin Awesome“ schon in der Tasche hat. Das ist aber kein Problem des Mediums.

Wenn man es nicht hinbekommt den Publishern zu zeigen: Bis hierhin und nicht weiter - selbst schuld. Wer als Kunde sein Selbstbestimmungsrecht mehr oder minder abgibt, weil der Scheiß ja sowieso immer gekauft wird, der sollte mal schön den Ball flach halten. Da hat jeder einzelne Gamer in der Vergangenheit schlicht und einfach versagt, Grenzen aufzuzeigen.

Der Kunde ist König. Weil er die Märkte generiert, an dem verkauft werden soll. Aber je weniger der Kunde darauf picht, als König behandelt zu werden, umso weniger wird sich jemand daran halten und umso mehr werden die Grenzen des Vertretbaren ausgelotet.