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Themenvorschläge - Mediatheke

Was ist denn die Alternative? Alle Privatsender haben mit winzigen Ausnahmen neue Shows ab 22 Uhr gestrichen. Bis vor einem Jahr gab es bei Bayern3 eine Talkshow, in der der Moderator interessante Menschen einlud. Allerdings musste man dafür ein Buch geschrieben haben, die Redaktion holte meist nur irgendwelche Neuautoren.

Was Holger aber tatsächlich mal besprechen könnte, ist die Qualität von „Fest und flauschig“ und „Gemischtes Hack“, aber auch die Diversität der öffentlich-rechtlichen Radiosender. Wie kann es sein, dass verschiedene Programme die gemeinsamen Aktivitäten nicht unterstützten. Die Lateline war nie in Bayern hörbar, „Sanft und Sorgfältig“ wurde dagegen von 1Live boykottiert. Heutzutage sollte doch die ARD-Anstalten ein Wortprogramm für ganz Deutschland herstellen können. Genauso haben wir Bayern einen Nachrichtensender, der im 15-Minuten-Takt Nachrichten vorliest (B5 Aktuell). Radio ist halt so ein Ding, da traut sich keiner ran.

Die Alternative ist, bessere Sendungen zu produzieren. :wink: Wenn man den Talk-Dünnschiss schon aufrecht erhalten will, sollte es zumindest mehr Abwechslung bei den Gästen geben und die Moderatoren müssten besser vorbereitet sein. Diese Shows bleiben meist nur an der Oberfläche.

Eine andere Alternative wäre, die Menge solcher Talk-Sendungen zu reduzieren und stattdessen andere Inhalte zu zeigen. Bspw. Dokus und Reportagen, die sonst spätnachts verheizt werden, wenn eh keiner mehr zuschaut. Oder eine hochwertig produzierte Serie. Was das betrifft, haben ARD und ZDF nach wie vor großen Nachholbedarf, während Netflix, Amazon & Co. fast schon im Monatstakt neue Serien-Highlights raushauen. Kurzum: Alternativen gäbe es mehr als genug.

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Nö, gibt dann doch eher eine Ermahnung die persönlichen Gefechte hier jetzt mal zurückzufahren.
Mit einem aktuell etwas schärferen Auge auf die Wortwahl von @anon81382961.

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:lollipop:

Von mir aus gerne. Ich bitte Herrn Scummy immer wieder darum, mich zu ignorieren. Aber er kommt wohl einfach nicht von mir los. :wink:

Das wäre fein, aber der Zuschauer belohnt das aktuell noch.

Wir reden hier über öffentlich-rechtliches Fernsehen. Die Einschaltquote darf da eigentlich nicht das entscheidende Argument sein. Wobei diese Talk-Sendungen ja auch im Quotencheck regelmäßig schlechter abschneiden als bspw. Krimi-Formate, die zur selben Zeit laufen. Was rein aus Quotensicht wiederum dafür sprechen würde, dass ARD und ZDF mehr eigene fiktionale Formate produzieren sollten.

Doch ich denke, diese Strategie würde sich für die Öffis nicht nur aus Quotensicht lohnen, sondern auch dem Image gut tun. Netflix und Amazon sind durch ihre Serien-Highlights regelmäßig positiv im Gespräch. Die ARD hingegen hat außer dem schon fast 50 Jahre alten „Tatort“ derzeit kaum fiktionale Formate, die von sich reden machen. Auch das ZDF bringt nur selten neue Serienformate und setzt meist auf alte Hüte. Da ist also noch jede Menge Luft nach oben, was die Produktion hochwertiger Fiction auf einem attraktiven Sendeplatz betrifft. So ein Sendeplatz könnte frei werden, wenn zumindest schon mal eine Talkshow weniger produziert werden würde.

Also Netflix produziert derzeit auch viel Müll, wobei immer mal wieder Perlen dabei sind. Das ZDF ist eigentlich ganz schlimm, da werden nur Krimis und Massensport produziert. Wobei das ja auch bei den unabhängigen Fenstern bei RTL und Sat.1 ähnlich ist. Normalerweise müsste sich Holger mit der Mediatheke mal die nächste Ausschreibung antun.

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Klar, ich wollte Netflix nicht über den grünen Klee loben. Mindestens die Hälfte von deren Eigenproduktionen schau ich mir nicht an und wenn ich mir den Account nicht mit jemandem teilen könnte, hätte ich das Abo wahrscheinlich längst beendet. Trotzdem schaffen die es immer wieder, mit eigenen Produktionen einen positiven Hype zu erzeugen. Zuletzt bspw. mit „Extraction“ und „Tiger King“. Amazon gelingt das auch immer öfter, bspw. mit „The Boys“ und „Paatal Lok“. Aber wann hat man das letzte Mal über eine neue Eigenproduktion aus dem Hause ARD und ZDF geredet? Da sind selbst die Privaten mit „The Masked Singer“ u.ä. noch besser aufgestellt.

Das wäre vielleicht auch mal ein Thema für die Mediatheke: Verpasste Chancen bei ARD und ZDF.

Ja, sicher. :roll_eyes:
kermit

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Aber das ist die falsche Herangehensweise. Der Eigenanspruch von ARD und ZDF mit Netflix und Co. konkurrieren zu müssen, ist ein Wahn. Da können sie ja nur verlieren.

Aber ich finde, dass das ZDF verhältnismäßig viele neue Serien produziert, zum Teil auch in Koproduktion mit den Skandinaviern oder der BBC. Aktuell z.B. The Mallorca Files.

Das ist heute schon alles viel besser, als noch vor 10 Jahren. Aber im direkten Vergleich mit Netflix wirkt das immer noch sehr behäbig und selten originell.

Ich meinte nicht, dass die mit Netflix & Co. konkurrieren sollen. Klar, da würden die Öffis sich verheben. Wie gesagt, eine hochwertige neue Serienproduktion, die eine der meist überflüssigem Talkshows ersetzt, würde mir schon reichen. Das wäre immer noch weit entfernt von dem Output, den man bei Netflix bekommt. Mit „hochwertig“ meine ich nicht nur das Budget, sondern auch das Konzept. Eine High-Concept-Serie wie „Dark“ hätte bspw. auch bei den Öffis entstehen können. Die Kohle dafür wäre ausreichend vorhanden, wenn andere redundante Produktionen gestrichen würden. Sowas wie „The Mallorca Files“ ist sicherlich nett, gibt’s aber im wahrsten Sinne des Wortes bereits wie Sand am Meer.

Das ZDF produziert für die Primetime fast ausschließlich Krimis. Die Doku-Schiene am Dienstag ist so unterirdisch schlecht geworden. Da würde vermutlich das Video von Rezo, Kurzgesagt oder MaiLab bessere Quoten holen.

The Mallorca Files muss von der Qualität so übel sein, dass das ZDF die Serie bei Neo versteckte und die BBC die Serie am MIttag ausstrahlte.

Grundsätzlich ja, im ZDF hätte sie dann aber miserable Quoten eingefahren und wäre von der Presse dann hämisch verissen worden. Und für Online-Exklusivität sind die verstaubten Gremien bestimmt nicht zu gewinnen. Im linearen Fernsehen funktionieren solche fortlaufend erzählten Serien einfach nicht mehr.
Außerdem denke ich, dass viele von denen, die Dark bei Netflix unvoreingenommen gesehen und sogar Gefallen daran gefunden haben, mit ZDF-Stempel laut: „Iiihh, wieder so ein deutscher Möchtegern-Scheiß und auch noch von meinen Zwangsgebühren; das gucke ich bestimmt nicht!!!“ geschrieen hätten.
Deutsche Fiction hat leider generell ein miserables Image (außer sie kommt eher undergroundig wie z.B- bei der Genrenale daher) und deshalb ist die Risikobereitsschaft bei den Produzenten auch nicht da, mal was zu riskieren. Ein Teufelskreis!

walulis gibt jetzt auch komplette Internetlinks bei den Videos an…neuer Trend?

Thema: Joko und Klaas und das vorletzte Finale mit den Folientüren ist wohl nicht mehr aktuell…kam komisch rüber dass auf einmal doch alle Bretter geschafft wurden

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Joko ist am Ende einfach unter der Folie durch, war zwar nicht verboten, aber natürlich nicht im Sinne von Prosieben gewesen :smiley:

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Quelle?

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joko

das drunterdurch-Klettern hätte man von Anfang an machen können und das Spiel wäre witzlos gewesen… dafür gibt es doch Probeläufe und festgelegte Regeln… :crazy_face: