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Thema in Veto 51: Die Basis

In Veto Folge 51 werde ich zwei Vertreter der Partei „Die Basis“ zu Gast haben, die im Grunde sowas wie der politische Arm der Querdenker ist. Das wird wieder schöne Kontroversen geben :laughing: :ok_hand: :partying_face:

Ihr könnt hier gern eure Fragen und Anmerkungen dazu posten. Das Interview wird am Montag aufgezeichnet.

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„Die Basis“ tritt für mehr Basisdemokratie ein und vertraut dabei auf die „Weisheit der Vielen“, d.h. auf die menschliche Schwarmintelligenz. Wie verträgt sich das mit der in der Partei sicherlich vorherrschenden Meinung, dass ein großer Teil der Bevölkerung wegen eines relativ harmlosen Virus ohne große Mühe in einen Zustand permanenter Massenhysterie versetzt werden konnte?

Wenn die Schwarmintelligenz dermaßen anfällig für Propaganda ist, spricht das doch eher gegen direkte Demokratie.

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Soweit ich das nachvollziehen konnte, wurde „Die Basis“ von ehemaligen Widerstand2020-Mitgliedern gegründet. Wenn das korrekt ist: Wie stehen die Gäste zur damaligen Entwicklung von Widerstand2020 und der Spendenversickerung (früheres Thema in Veto)?

Reiner Fuellmich ist ja eines der bekanntesten Mitglieder (Listenplatz 1 in Sachsen-Anhalt). Ich wüsste gern, wie die Interviewgäste zu seinen dubiosen Geldsammelaktionen (800 Euro pro Mehrwertsteuer pro Person) für Klagen in den USA stehen. Wirklich vorweisen, was er mit dem Geld gemacht hat, kann er bis heute nicht.

Wie stehen die Gäste zu Fuellmichs holocaustrelativierenden Aussagen?

Finden sie Vergleiche mit dem NS-Regime legitim?

Wie stehen die Gäste zum selbsternannten Corona-Ausschuss? Glauben sie, dass der irgendwelche Auswirkungen haben wird?

Wollen sie, wie man von manchen Personen aus der Coronaleugner-/Querdenkenszene (im weiteren Sinne) gefordert, ein „Nürnberg 2.0“?

Welche Positionen würden sie in ihrer Partei nicht dulden?

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Fragen, die mir spontan einfallen:

  1. Das Abstellen auf die angebliche Schwarmintelligenz setzt voraus, dass genügend Menschen gefragt werden, die in ihrer Gesamtheit einen Durchschnitt abbilden sollen. Wie löst man das?

-Mitgliederbefragung? : Nicht repräsentativ.
-Volksbefragung? : Die meisten bekommen nichtmal eine einfache Steuererklärung gebacken. Ich bezweifele, daß es bei komplizierten Fragen genügend Sachverstand in der Bevölkerung gibt.
-Die meisten Frage der Politik lassen sich nicht per „ja/nein“-Entscheid beantworten, sondern erfordern ein zähes Verhandeln zur Umsetzung kleinteiliger Unterpunkte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das basisdemokratisch per „Schwarmintelligenz“ möglich ist.
Die vermeintliche Lösung über eine Widerstandsskala erscheint mir untauglich, da bereits die Formulierungen Rahmen enthalten.

  1. Wie geht die Partei mit dem offensichtlichen Hang der durchschnittlichen Parteimitglieder zu absurden Verschwörungstheorien und alternativen „Heilmethoden“ um?

  2. Wer hätte bei abertausenden Toten gehaftet, die es bei Umsetzung der Parteimitgliedermeinung zu Corona und Corona-Maßnahmen ziemlich sicher zusätzlich gegeben hätte?
    „Schwarmintelligenz“ hin oder her, am Ende stehen Laien an der Wahlurne, die per Entscheid über Maßnahmen und eigene Einschränkungen abstimmen sollen.

  3. Die auf der Homepage formulierten Ziele bieten kaum konkrete Anhaltspunkte, die die Rolle der Partei beschreiben, wenn sie erstmal in der Regierungsverantwortung wäre.
    Warum baut man auf gefühlige Ansprachen an „Wutbürger“, anstatt klare und verbindliche Ziele zu formulieren?

Das Thema „Umgang mit der DSGVO und Anonymous Germany“ würde mich mal interessieren. :grinning:

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Wie viel Prozent der Stimmen halten die Gäste bei der Bundestagswahl für realistisch?

Was halten sie von LiquidFeedback (eine Software, die bei der Piratenpartei für Basisdemokratie eingesetzt wird/wurde) oder Liquid Democracy/Delegated Voting generell?

Wenn du gemein sein willst, @Fernsehkritiker, dann stell auch ein paar Fragen, die nichts mit Basisdemokratie, Corona oder den obligatorischen Nazivorwürfen zu tun haben.

Was hält die Partei von der Kernkraft? Was von der grünen Gentechnik? Welche steuerpolitischen Vorstellungen hat sie? Wie würde sie sich im Falle einer Regierungsbeteiligung außenpolitisch positionieren?

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Bisher haben sich (gefühlt) bei allen Jungparteien, die in Parlamente usw. gewählt wurden, Zersetzungserscheinungen gezeigt, weil eben dann doch Mitglieder zu Abgeordneten gewählt wurden, die dann bei Detailfragen deutlich andere Wertvorstellungen hatten, als es die Partei hatte. Wieso tritt eine sich noch in der Findung befindlichen Partei zu einer Bundestagswahl an, wo die Auswirkungen der Abgeordnetenwahlen aus fehlender Erfahrung über die gewählten noch gar nicht absehbar sind?

P.S.: Ich bin gespannt, wozu die Vertreter überhaupt werden reden können. In Detailfragen steht ja noch gar keine Klärung der Parteipositionen an. Die möglichen Fragen hängen natürlich auch ein bisschen davon ab, auf welcher politischen Ebene die Gäste aktiv sind.

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Und als kleine Stichelei im Anschluss: Kann man schon sagen, welches hochrangige Mitglied in absehbarer Zeit öffentlichkeitswirksam austreten und behaupten wird, die Partei sei vollkommen vor die Hunde gegangen?

Fragen an Die Basis:

Will Die Basis aus den Erkenntnissen von Forschern der Universität Duisburg-Essen auch konkrete Forderungen an unsere Regierung (und die Landesregierungen) ableiten?

Sind Klagen geplant, falls PCR-Tests von Bund und Ländern trotz dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin als Grundlage für Lockdowns u.a. Verordnungen verwendet werden?

Studienquelle:
https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie-aussagekraft-von-pcr-tests

Hmmm… Absicht oder Bl… „Unwissenheit“? :thinking:

Da wären wir wieder bei der alten Frage, ob man es zulassen soll, dass Extremisten bestimmte Wörter/Bezeichnungen unwiederbringlich komplett für sich vereinnahmen dürfen.

Kontext - mein lieber BF - Kontext.
Für mich als deutscher Staatsbürger macht es schließlich auch einen Unterschied aus, ob ich z. B. eine Nazi-Uniform für eine Filmproduktion oder für den Karneval anziehe. :wink:

Für den Fall, dass sie „noch nie davon gehört“ haben sollten, wäre es hilfreich, entsprechende Ausschnitte präsentieren zu können.

Wolfgang Wodarg (Spitzenkandidat Mecklenburg-Vorpommern zur Bundestagswahl) sagte heute bei einer Parteiveranstaltung, er denke, die Partei habe „viel mehr Anhänger als [sie] sehen können und als [sie] glauben“ (Video). Wie erklären sie sich dann, dass die Partei bei Wahlen bisher ziemlich schlechte Ergebnisse eingefahren hat (ca. 1 %) und dass bei Veranstaltungen der Partei in letzter Zeit gar nicht mal so viele Leute waren?

Auf Facebook haben sie kommentiert, sie gingen von 20 % aus. :smiley:

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