The Messenger

Liebe Leute!

Ich hab schon vieles an Filmen mit dem Thema Army oder Krieg oder etwas in der Art gesehn. Jeder heikel, jeder voll mit Action und Explosionseffekten und viel Blut und ner Menge Drama. Jeder mit dem schnieken Helden in der Hauptrolle und seiner Model-Geliebten in der Nebenrolle. Alle nach dem üblichen Hollywood-Schema. Mann liebt Frau, zieht in den Krieg, bekämpft für Gott und Vaterland den Feind, es sieht kurz so aus, als wärs zu Ende mit ihm, aber dann kommt irgendwoher ein Hoffnungsschimmer und eine patriotische Rede, er schöpft neuen Mut, bringts zu Ende, kommt nach Hause und sie heiraten, Friede Freude Eierkuchen.

Aber dieser Film ist von anderem Kaliber. Weit weg vom eigentlichen Geschehen des Kriegs spielt die Handlung. Unglaublich feinfühlig und sehr sehr bewegend. Dieser Film schlägt sich auf keine Seite. Er spricht nicht für den Irakkrieg und nicht dagegen. Er gibt kein Statement zur Army ab oder zur Frage der Gewalt.
Er zeigt einfach nur diese Seite des Kriegs, an die sich noch niemand so richtig heran getraut hat. Nämlich die, die übrig bleibt, wenn alle als Verlierer dastehn.
Er ist sehr menschlich und zeigt dieses äußerst schwierige Thema in einem ganz neuen Licht. Die Schauspieler sind hervorragend gewählt, sie bringen die Figuren perfekt herüber und die entsprechen keinem auch nur irgendwie gearteten Idealbild ala äußerliche Schönheit, Heldenmut oder Idealismus. Sie sind einfach Menschen. Nicht irgendwie auserwählt oder besonders oder das Schicksal verändernd. Ganz normal eben.

Ich war sehr begeistert. Und sehr bewegt.
Hat ihn noch jemand gesehn? Fandet ihr ihn auch so gut?