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tagesthemen - Phantombilder der Zukunft

Vielleicht was für Fernsehkritk-TV
Dieser tagesthemen-Beitrag ab Minute 9.05 beschönigt die Möglichkeiten der Forensik per DNA-Spur das Erscheinungbild des Täters zu ermitteln, sprich ein aussagekräftiges Phantombild anzufertigen.
Und spielt dabei die eigentliche Gefahr, die Datenschutzrechtlichen-Bedenken, massiv herunter.

Kurz gesagt:
Ohne Referenzmaterial, also Datenbanken mit Familienstammbäumen usw., könnte ein Biologe anhand der DNA, nicht einmal einen Kongolesen von einem Koreaner oder Inder unterscheiden.
Vielleicht wird man das irgendwann können, aber monentan ist es so, dass man lediglich mit hoher, aber auch nicht 100%iger Wahrscheinlichkeit Augen-, Haar- und Hautfarbe bestimmen kann.

Um was es den Justizministern, die darüber in Freiburg Anfang der Woche beraten haben, höchstwahrscheinlich in Wirklichkeit geht, ist die Aufhebung juristischer Schranken, um Deutschland genetisch kartografieren zu können.
Ohne im Vorfeld eingerichtete DNA-Datenbanken, die als Vergleichsmaterial dienen, um an die Täter heranzukommen, wäre diese Art der Verbrechersuche auch nicht besser als einen Wahrsager zu konsultieren.

Von all dem im Beitrag aber keine Rede.
Es kommt ein Professor aus den Niederlanden, wo das angeblich schon gängige Praxis ist, zu Wort, der solche Verfahren für sinnvoll hält, aber [B]konkrete[/B] Beispiele, also Verbrechen, die so aufgeklärt wurden, werden nicht genannt.
Was schon mal ein Indiz ist, dass da heißer gekocht als gegessen wird.

In diesem Artikel wird kritischer durchleuchtet, warum ‘Phantombilder auf Grundlage von DNA’ beim jetzigen Stand der Forschung eine Schnapsidee darstellen: