Tabuthema Sterbehilfe

Hi Forum!
Ja ihr lest richtig, ich eröffne einen Thread zum Tabuthema Sterbehilfe! Das dies hier nicht das richtige Forum is, dessen bin ich mir bewusst! Ich bin allerdings in keinem anderen Forum, wo soll ich also sonst meine Meinung mit anderen austauschen?

Bei meiner Oma wurde vor ein paar Tagen ein bösartiger Tumor in der Speiseröhre diagnostiziert. Und nein, ich will kein Mitleid, ich frage mich nur: In einem Alter jenseits der 80 Jahre noch Chemo und Bestrahlungstherapie? Muss denn das sein? Wäre in einem solchen Alter nicht die angenehmere Lösung (so schrecklich es auch klingen mag) einfach einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen? Wäre in solchen Fällen die aktive Sterbehilfe nicht WIRKLICH hilfreich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand am Ende seines Lebens noch den Willen hat, einen lang andauernden Kampf gegen den Krebs auf sich zu nehmen, nur um am Ende vielleicht 2 Jahre länger leben zu könnnen…

Ich würde mich freuen wenn sich einige Forenmitglieder zu Wort melden um ihren Standpunkt zu diesem Thema zu äußern, irgendwie finde ich es falsch das ich überhaupt diesen Gedanken habe

Bei meiner Oma wurde vor ein paar Tagen ein bösartiger Tumor in der Speiseröhre diagnostiziert.

Das tut mir leid für dich. Meine Oma ist an Lungenkrebs gestorben, als der entdeckt wurde hatte sie schon keine wirkliche Chance mehr. Sowas ist wirklich nicht schön.

Und nein, ich will kein Mitleid, ich frage mich nur: In einem Alter jenseits der 80 Jahre noch Chemo und Bestrahlungstherapie? Muss denn das sein?

Die Frage kann ich dir so nicht beantworten, denn die kann dir nur der Patient geben. Ich weis nicht in welchem geistigen Zustand sich deine Oma befindet oder sich bei der Diagnose befunden hat, aber denkst du nicht, dass sie es verdient diese Entscheidung selber zu treffen? Und es hat nichts mit Sterbehilfe zu tun wenn man keine Chemo oder Bestrahlung möchte. Es wird doch keiner gezwungen sich behandeln zu lassen (wenn man die geistigen Vorraussetzungen hat)

Generell bin ich für die aktive Sterbehilfe wenn der Patient diese Entscheidung selber treffen kann oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt für diesen Fall getroffen hat und zu Papier bringen konnte.

Auf jeden Fall sollte der Patient diese Entscheidung selbst treffen! Aber wenn einem nur die Wahl zwischen Therapie und einem langsamen, vermutlich schmerzhaften Tod durch den Krebs bleibt, wählt wohl jeder die erste Möglichkeit… Ich finde einfach das es eine dritte Möglichkeit geben sollte, bei der man friedlich einschlafen kann!

@BlenderBender
Gotteslästerung!
Wer zur Sterbehilfe zustimmt, begeht mehr oder minder Selbstmord.
Selbstmord ist eine Sünde! Der Patient landet in der Hölle!
Ok. Das schlimme an den Witz ist, dass es wahrscheinlich wirklich Leute gibt, die aufgrund dessen, das
ablehnen.

Mal ernsthaft
Naja würde aktive Sterbehilfe nicht gegen den hypokratischen Eid verstoßen?( Vorallem wenn man der Person noch
helfen kann)
Will man andere wirklich zumuten direkt Mord zu begehen?
Gibt es da rechtlich nicht Probleme?
Denn selbst mit Zustimmung bleibt es Mord. :<
Ich kann zwar voll und ganz die Denkweise bei Sterbehilfe nachvollziehen, aber leider ist das nicht
so einfach zu verwirklichen, vor allem muss man einfach an die Leute drumherum denken, als an die leidenden.
Denn die Leben weiter und müssen damit umgehen und ich befürchte, dass der Tod nicht einfach an jemanden vorbei geht, vorallem wenn man ihn selbst hervor gerufen hat.

@BlenderBender

Es geht ja nichtdarum das man die Kranken einfach ohne Hilfe im Bett alleine lässt. Es geht um aktive Sterbehilfe, was so viel heißt das die Kranken eine Substanz verabreicht bekommen die ihnen die Schmerzen nehmen und sie langsam einschlafen lässt.

@SuperSchokoKeks

Ja klar gibt es da rechtliche Probleme Sterbehilfe ist in Deutschland schließlich verboten.
Aber das Argument das man mehr an die Verwanten denken soll als an die Totkranken finde ich doch etwas mergwürdig. Das klingt für mich nämlich so: Lass die Kranken in ihrem Leiden, weil die Verwanten nicht mit dem Tod umgehen wollen?!
Stell dir vor du leidest unglaubliche Schmerzen es gibt kaum noch Hoffnung auf Heilung und alles was deine Liebsten zu dir sagen ist: "Du darft nicht sterben, weil wir dich vermissen würden!"
Wäre Sterbehilfe hier in Deutschland erlaubt, sollte doch am Besten der Leidende die Verantwortung für sich tragen.

irgendwie finde ich es falsch das ich überhaupt diesen Gedanken habe

Ich glaube nicht dass du dir deine Meinung oder die Rechtfertigung der selbigen nach den Beiträgen in einem Forum bilden solltest. Gerade bei diesem Thema könnte eine sachliche Diskussion (auch wenn diese Bezeichnung wesentlich kälter klingt als sie gemeint ist) problematisch werden. Mit dem „falschen Gefühl“ triffst du es auf den Punkt: Emotional und sachlich bewegt man sich in diesem Fall in zwei verschiedene Richtungen.

Naja würde aktive Sterbehilfe nicht gegen den hypokratischen Eid verstoßen?
Nein. Dieser Eid bezieht sich auf Mediziner. Allerdings ist niemand gezwungen unter allen Umständen jede ärztliche Hilfe anzunehmen. Zumindest passive Sterbehilfe würde quasi im Rahmen der Palliativmedizin (sofern die Heilungsaussichten bei Chemo usw. nicht extrem hoch liegen) erfolgen.

Will man andere wirklich zumuten direkt Mord zu begehen?
Diese Entscheidung sollte beim Patienten liegen und bei niemanden sonst. Dieser sollte auch allein entscheiden in welchem Umfang Angehörige / Bekannte in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Ist allerdings nur meine persönliche Meinung welche ich an dieser Stelle auch nicht weiter „ausbreiten“ möchte. Dass die Entscheidung für diese anderen Personen sicher nicht einfach zu tragen ist steht ausser Frage.

Gibt es da rechtlich nicht Probleme?
Vielleicht hilft dies hier weiter: [i]Bundesgerichtshof 2 StR 454/09[/i]

Palliativmedizin ist keine Form der Sterbehilfe, da der Prozess des Sterbens nicht beschleunigt wird. Palliativ heißt lediglich, dass die Patienten, die nicht mehr therapierbar sind, Schmerzmittel und leidenslindernde Maßnahmen erhalten. Ohne Rücksicht auf den Körper (Zum Beispiel wird da mit wesentlich höheren Morphindosen gearbeitet, da der Langzeiteffekt auf den Körper ja zu vernachlässigen ist.)

Deweiteren bin ich ganz klar gegen Sterbehilfe. Niemandem steht es zu, ein Leben zu beenden. Niemandem. Und selbst wenn der Patient es so wollte (Stichwort Patientenverfügung), kann niemand mit Sicherheit sagen, ob im Moment der Sterbehilfe nach dem Willen des Patienten gehandelt wird. Da würde man in eine riesige Grauzone kommen, die sicherlich auch einige ausnutzen würden.

Das stimmt so nicht, der Eid ist schon lange obsolet!
Mediziner geben ein anderes Gelöbnis ab : http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/Genf.pdf

irgendwie finde ich es falsch das ich überhaupt diesen Gedanken habe

Nein, Gedanken sind nunmal da, die kannst du nicht kontrollieren und solltest dich nicht dafür schämen. Aber ich glaube nicht, dass es gut wäre sich in einer solchen Situation durch Forenbeiträge beeinflussen zu lassen. Es ist eben etwas sehr persönlich, niemand hier kennt deine Oma, dein Verhältnis zu ihr, ihre Gedanken zum Sterben. Wenn überhaupt solltest du mit ihr und deiner Familie darüber reden.

Achja? Wem gehört den DEIN Leben? Ich weiss ja nicht ob du sehr christlich bist (Deren Auffassung nach gehört das Leben ja Gott, wodurch man sein eigenes ja nicht beenden darf?), ansonsten kann ich deine Einstellung nicht verstehen. Wieso sollte niemand ein Leben beenden dürfen, wenn es denn das eigene ist? Es muss ja nicht der Arzt eine tödliche Injektion verabreichen, gibt ja auch Methoden wo der Patient selbst „den Knopf drücken muss“. Das Problem, dass man nicht nach dem Willen des Patienten handelt sehe ich zwar auch, aber wenn jemand aus voller Überzeugung zu dem Entschluss gekommen ist sein Leiden, durch seinen schmerzfreien Tod, zu beenden, dann sollte es das Recht eines jedes einzelnen sein das zu bekommen. Wie gesagt, das Leben gehört NUR einem selbst.
Ganz im Gegenteil: Ich finde es eher unmenschlich eine unheilbar erkrankte Person welche in ihrem Leben nur noch Schmerz erfahren wird das bis zum bitteren Ende durchstehen zu lassen, natürlich nur wenn besagte Person es auch wünscht ihr Leben zu beenden!

Einer meiner Lieblingsthemen :?

BlenderBender

Bei meiner Oma wurde vor ein paar Tagen ein bösartiger Tumor in der Speiseröhre diagnostiziert. […] In einem Alter jenseits der 80 Jahre noch Chemo und Bestrahlungstherapie? Muss denn das sein

Ein Familienmitglied hatte einen bösartigen Gehirntumor.
Dieses Familienmitglied war rund 86 Jahre alt, als es die Ärzte feststellten.
Die Ärzte gaben ihm höchstens 2 Monate, wenn sie ihn nicht operieren.
Nach der Operation hatt er keine Schmerzen mehr, und war auch weniger gereizt.
Fazit von der Geschicht’: Das genannte Familienmitglied wurde doch noch (ohne schmerzen) 102 Jahre alt.

Sterbehilfe war bei uns in der Familie auch öfters ein Thema.
Solange jemand noch klar im Kopf ist, und auch geistig OK, sollte derjenige doch selber Entscheiden können wie lange er noch leben will.
(Ich rede damit von der Generation 78+ und nicht von 15 Jährigen die in einer Depression stecken)

Aktive Sterbehilfe ist überall verboten.
gezielte Tötung zur Verkürzung der Leiden eines Menschen kommt also nicht in Betrachtung!
(§ 216 des Strafgesetzbuches)
(1) Ist jemand durch das ausdrückliche und ernstliche Verlangen des Getöteten zur Tötung bestimmt worden, so ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.
(2) Der Versuch ist strafbar.

In Deutschland ist es zwar erlaubt die „Lebenserhaltenden“ Maschinen abzuschalten, aber dies ist auch kein wirklich friedlicher Tod.

Ansonsten ab in die Schweiz zu Dignitas/Exit und all die anderen „Sterbehilfen“

Die Schweizer Sterbehilfen sollen geeignet für ältere Leute sein, die dazu bereits sind ihren Körper und Geist zu trennen. (=Sterben)

Wenn jemand Schmerzen hat, bekommt er/sie ein Schmerzstillendes Medikament, was gleichzeitig lebensverkürzend- wirkt.
Also, du hast keine Schmerzen mehr, und gleichzeitig verkürzt du dein leben.
(Diese Medikamente sind Legal, werden aber von keinem Arzt verschrieben)

Sterbehilfen sind nichts anderes als ein begleiteter Selbstmord.
Das ganze soll aber auch aus ihrem Willen geschehen.

Ansonsten gilt; Auch ein 100 Jähriger Mensch hat das Recht opperiert zu werden um länger zu leben.

Gruss
Fast4

Palliativmedizin ist keine Form der Sterbehilfe

Den Verzicht auf (schmerzhafte) Behandlungen und die Konzentration auf das Wohl (im Sinne von Lebensqualität) des Patienten könnte man durchaus aus passive Sterbehilfe ansehen. Immerhin wird nicht alles getan um das Leben soweit wie nur möglich zu verlängern. Aber okay, ist durchaus Auslegungssache.

Deweiteren bin ich ganz klar gegen Sterbehilfe (…) die sicherlich auch einige ausnutzen würden.

In dem Augenblick in dem man eine Patientenverfügung unterschreibt sollte man sich über die möglichen Konsequenzen im Klaren sein. Dies geschieht ja lange bevor eine entsprechende Situation eintritt und sicher nicht zwischen Tür und Angel. Mit den Konsequenzen der eigenen Entscheidungen leben - oder eben in diesem Fall sterben. Immerhin nimmt man auf diesem Wege den Angehörigen eine sehr schwere Entscheidung mehr ode weniger ab.

Ansonsten gilt; Auch ein 100 Jähriger Mensch hat das Recht opperiert zu werden um länger zu leben.

Kurz und knapp auf den Punkt gebracht.

Ansonsten gilt; Auch ein 100 Jähriger Mensch hat das Recht opperiert zu werden um länger zu leben.

Da stimme ich dir zu 100% zu, aber das hat absolut nichts mit Sterbehilfe zu tun wie sie hier diskutiert wird: Und zwar bei unheilbaren Patienten!

Generell bin ich für die aktive Sterbehilfe wenn der Patient diese Entscheidung selber treffen kann oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt für diesen Fall getroffen hat und zu Papier bringen konnte.

Grundsätzlich stimme ich dir da zu, allerdings muss man da meiner Meinung nach extrem strenge Auflagen und Kontrollmöglichkeiten schaffen, damit kein Schindluder damit getrieben wird.

Achja? Wem gehört den DEIN Leben? Ich weiss ja nicht ob du sehr christlich bist (Deren Auffassung nach gehört das Leben ja Gott, wodurch man sein eigenes ja nicht beenden darf?), ansonsten kann ich deine Einstellung nicht verstehen.
Oh man, komm mir nicht mit dem christlichen Mist, das ist nix für mich. Natürlich gehört dein Leben dir, und wenn du es denn beenden willst, es hindert dich ja nie jemand dran. Hochhaus, U-Bahn, Schusswaffe, Tabletten…Alles möglich. Meine Aussage bezog sich auf „anderen Leuten das Leben nehmen“ (aka Sterbehilfe). Dazu hat meiner Meinung nach keiner ein Recht, auch bei vorliegender Patientenverfügung nicht. Und glaub mal nicht, dass sich die Einstellung zu so einer Patientenverfügung nicht ändern kann.

Stell dir vor, du bist 35, hast keine Frau, keine Kinder und ein Arzt diagnostiziert ein Pankreaskopfkarzinom im Endstadium. Du unterschreibst ne Patientenverfügung, in der du dich für Sterbehilfe aussprichst.
Wie durch ein Wunder überlebst du das aber und lernst ne Faru kennen, zeugst Kinder und so weiter und so fort.
Mit 50 kriegst du erneut Krebs. Jetzt sieht die Situtation aber wesentlich anders aus, und ich kann mir vorstellen, dass in so einer Situation die Leute, die dann in der Situation stekcen ihre Patientenverfügung gerne wiederrufen würden. Leider ist aber so ein Patient geistig und körperlich nicht immer in der Lage dazu. Und dann wird ihm Sterbehilfe geleistet, ohne dass er es eiegntlich will.

Ich finde es eher unmenschlich eine unheilbar erkrankte Person welche in ihrem Leben nur noch Schmerz erfahren wird das bis zum bitteren Ende durchstehen zu lassen, natürlich nur wenn besagte Person es auch wünscht ihr Leben zu beenden!

Ob die Krankheit unheilbar ist oder nicht, stellt sich immer erst danach raus. Leute können die schlimmsten Krankheiten überleben, und an den einfachsten Sachen sterben. Da gibts keine Zauberformel, um herauszufinden, wie lange jemand noch hat und wie schmerzhaft/schmerzfrei das abegehen wird. Ich bin der Meinung, dass man bis zum Schluss versuchen sollte zu kämpfen. Sterbehilfe leisten heißt da doch so viel wie aufgeben. Das kannst du natürlich auch wieder anders auslegen, das ist mir klar…

Dein Beispiel ist etwas seltsam.
Eine Patientenverfügung kann ich doch jederzeit widerrufen, und wenn sich meine Lebenssituation ändert, würde ich sie natürlich anpassen.
Meine Großmutter hat die letzten 10 Jahre quasi im Dämmerzustand verbracht. Oberschenkelhalsbruch, Schlaganfall, Pflegeheim, Krankenhaus, künstliche Ernährung. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte beizeiten eine Verfügung ausgefüllt.

Ich bin der Meinung, dass man bis zum Schluss versuchen sollte zu kämpfen.

Das kannst Du für Dich selbst gern so sehen, ich verbitte mir aber eine allgemeine Regel daraus zu machen.

Meine Meinung (!) darf ich aber schon noch äußern?!

Ich hab doch nicht gesagt ihr müsst kämpfen bis zum Schluss. Wenn du dich bei dem Thema auf den Schlips getreten fühlst, dann lass es lieber gleich.

Ja, man kann nie wissen, wies endet, genau deswegen bin ich ja gegen Sterbehilfe.

Und wenn man das wirklich legalisieren würde, denkt ihr nicht auch, dass das sofort missbraucht werden würde? Und das Risiko will ich nicht haben.

Eben ich sehe das auch so… ich will ja niemandem sagen: Du hast eh keine Chance mehr gib einfach auf!
Nein, jeder hat das Recht jede nur erdenkliche Behandlung zu bekommen, aber genauso sollte jeder auch das Recht haben zu sagen: Jetzt ist Schluss!

Um auf dein Beispiel einzugehen reggae_gandalf: Du hast selber geschrieben: “Wie durch ein Wunder”…
Natürlich kann es passieren, dass eine Person welche sich dazu entscheidet zu gehen evtl. doch noch irgendwie überlebt hätte. Aber wie du sagtest “Wunder”, bei manchen Diagnosen ist es eben doch die ganz ganz große Ausnahme, dass es passiert. Wieso also allen die Chance auf ein selbstgewähltes Ende nehmen, weil einer von 1000 der sich dazu entschieden hat evtl. doch überlebt hätte? Mir geht es hier einfach um eine Entscheidung die jeder für sich selber fällen muss, und wobei man niemandem aufgrund solcher Einzelfälle reinreden darf.
Bei sehr jungen Patienten ist das natürlich etwas anderes als bei älteren. Aber wie im Eingangspost bereits beschrieben: Manche Menschen sind in einem Alter und einer Situation, in welcher man sein ganzes Leben fast schon hinter sich hat. Wieso also jemandem die Chance nehmen? Nur um sich vielleicht Jahre mit unerträglichen Schmerzen zu quälen, um danach entweder aufgrund der Erkrankung zu versterben oder nach einer sehr unwahrscheinlichen Heilung noch 2 oder 3 Jahre zu haben? War es das dann Wert? Das kann ich nicht beantworten, das muss jeder selber wissen. Aber wie ganz oben gesagt, man soll die Chance haben es zu versuchen wenn man will, oder eben gehen zu können.

Ja, man kann nie wissen, wies endet, genau deswegen bin ich ja gegen Sterbehilfe.

Ja, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen… :smt015
Sorry, aber bei vielen Erkrankungen weiß man, dass sie zum Tod führen und mit einer Besserung nicht zu rechnen ist. Und genau da würde ichs erlauben. Ob ich nun der eine von 1000 bin, der eine spezielle Krankheit überlebt, soll ich darauf hoffen? Soll ich auf das Wundermittel gegen z.B. Mukoviszidose warten?

Kurzer Einwurf: Das persönliche Hin und Her wird dem Ersteller dieses Themas gewiss nicht sonderlich weiter helfen. Und war von diesem sicher so auch nicht gewünscht.

Gut, dann hier mein Rat an den TE: Der einzige, der Dir im Fall Deiner Großmutter helfen kann, ist sie selbst. Also frag sie. Meine persönliche Meinung (die er ja wissen wollte) habe ich gesagt.
“Am Ende kneift jeder den Arsch zu.” (Hauptmann von Köpenick)