System Wiesenhof

Hallo lieber Kritiker,

hast du den Ärger um den Wiesenhof-Bericht mitbekommen? Wäre vll. was für deine Sendung:

Darstellung der ARD

Darstellung des Konzerns

Besten Gruß,

brb

Jaja RTL entschuldigung ARDexplosiv ist seit eh und je reißerisch und macht die Welt schwarzweiß. Es sind immer die bösen Unternehmen und niemals der Konsument, ich halte nichts davon einseitig gegen Unternehmen zu wettern, die Menschen aufzuklären, die das unterstützen, ist wichtiger. Die meisten wissen nicht, wie dreckig die Wurst ist und wie wenig Platz die Sau hatte. Bei Kik war das nicht anders. darüber hinaus haben viele Menschen kein Geld für Kleidung, da ist KIK willkommen, das wird auch verschwiegen, vielleicht ist unser Problem hier, dass billiges Fleisch und Kleidung existieren, weil Menschen nicht das Geld haben, Produkte zu kaufen, die nicht nur Verlierer generiert.

Ich halte die Beiträge für extrem reißerisch und dem problem was wir haben wird es nicht gerecht. Nicht nur KIK verkauft billige Kleidung, die in Bangladesch von den Ärmsten produziert werden, das trifft genauso auf Nikeschuhe und so viele Kleidung, ich weiß gar nicht mehr, welche Kleidung überhauptnoch so produziert wird, dass der Produzent ein gerechtes Auskommen bekommt. er arbeitet am meisten an dem Produkt und bekommt am wenigsten.

Lassen wir uns überraschen was für offensichtliche SKANDALE ARD Exklusiv noch aufdeckt.

Sehr interessant. Wenn alleine die ersten beiden Anschuldigungen von Wiesenhof stimmen, dann wäre das schon fast Skandalwürdig, unabhängig davon was bei Wiesenhof abläuft.

Ich habe mir jetzt den Beitrag der ARD angesehen und auch den von Wiesenhof selber.

Im ARD-Beitrag wird gezeigt wie auf einzelnen Höfen die für Wiesenhof produzieren mit den Tieren umgegangen wird. Dort sieht man wie Tiere sowohl aktiv als auch passiv massiv gequält werden und im eigenen Dreck bzw. zwischen Kadavern sitzen die auch schon mal offensichtlich mehrere Tage tot sind.

Desweiteren geht man darauf ein, dass Wiesenhof durch Subunternehmer angestellte Personen in seinen Betrieben einsetzt die für 5,50 € die Stunde arbeiten und in ehemaligen Kasernen zu Wucherpreisen wohnen.

Die Antwort von Wiesenhof geht auf diese Punkte nicht ein. Der Pressesprecher erklärt, dass der Titel und damit der Tenor der Sendung bereits im Vorfeld fest stand. Das ist sicherlich zu bemängeln, allerdings kann man es nachvollziehen wenn man die Aufnahmen der Dame und der von Peta bereits im Vorfeld gesichtet hatte. Fair war das aber nicht.

Desweiteren zeigt man einen Bauern bei dem sich niemand am Tag der offenen Tür beschwert hat. War es ein unangekündigter Tag der offenen Tür? scnr

Es tut mir leid, aber durch kleinere Verfehlungen seitens der Reporter werdem dadurch die großen Verfehlungen seitens Wiesenhof nicht wett gemacht. Diese Antwort ist doch nur ein Werbefilmchen das nicht auf die eigentliche Kritik eingeht sondern nur versucht die Reporter zu diskreditieren.

Hallo,

ja, es ist auf alle Fälle so, dass die Wiesenhof-Antwort zentrale Vorwürfe der ARD nicht begegnet und vor allem nicht entkräftet. Und auch der bereits feststehende Sendungstitel ließe sich - wie ezzendy schon sagt - durchaus erklären.

Wollte dennoch kurz darauf hinweisen, weil der feststehende Sendungstitel (egal, wie er zu Stande gekommen ist) tatsächlich keine ergebnisoffene Recherche vermuten lässt. Auch wenn der Wiesenhof in diesem Fall “der Böse” ist/sein sollte: Ich finde in der Gegendarstellung des Unternehmens kann man schön sehen, wie die Reporter versuchen, den Pressesprecher über den eigentlichen Tenor ihrer Reportage zu täuschen.

Das mag vielleicht gang und gäbe sein und ist sicher auch ein Stück weit unerlässlich, weil die Unternehmen sonst sofort dicht machen. Dennoch fand ich es schon irgendwie FKTV-würdig, wie der Journalist den Pressesprecher ein X für ein U vormachen will.

Ich finds bedauerlicher, dass man alle Jahre wieder auf das hinweisen muss, was Wiesenhof betreibt. Ist ja nicht das erste Mal. Und jedes Mal sind die Leute aufs neue entrüstet, da man das ja niiiiieeeee für möglich gehalten hätte. :roll:

Wiesenhof ist billige Massenproduktion, jeder mit ein bisschen Hirn kann sich ausmalen wie es da zugeht.

Billiges Fleisch lässt keine Moral zu :twisted: Die Reichen fressen sowieso massiertes Rindersteak, die Leben gesund und achten ihre Tiere, die sie verspeisen :wink: :wink:

Ich fand die Reportage sehr gut- anders kann man auf solche Missstände nicht aufmerksam machen. Dennoch ist der Bericht keine Erwähnung in Fernsehkritik wert.

Darum geht es hier doch gar nicht. Wenn die Anschuldigungen von Wiesenhof stimmen, dann scheinen die Redakteure von der ARD schon einiges falsch gemacht zu haben.

Wiesenhof geht es letztendlich nur um die Wiederherstellung des guten Rufes in der Öffentlichkeit. Die suchen sprichwörtlich das Haar in der Suppe um den Reportern eines auszuwischen, und um die Reportage unglaubwürdig darstellen zu lassen.

Naja, ich finde das sind schon relativ große Anschuldigungen gegen die Redakteure und nicht nur irgendein Haar in der Suppe.

Ist immer lustig. Wenn einen die Themen selbst betreffen, dann isses immer okay wenn schlechte Propaganda gegen eine Person bzw ein Unternehmen geführt wird. Ich will Wiesenhof jetzt hier gar nicht verteidigen. Nichsdestotrotz ist das doch einfach schlechter Journalismus, wenn die Anschuldigungen stimmen.

Moment! Werden hier jetzt mit Einzelfällen ein gesamter Konzern ins falsche Licht gerückt? Es gibt überall schwarze Schafe, die nicht das machen, was sie sollen. Ich behaupte mal in den Aufgabegebieten der Wiesenhof Mitarbeiter steht nicht drin “werf mal das Huhn durch die Gegend” es kann meiner Meinung also wirklich sein, dass es sich dabei nur um wenige Fälle handelt. Genau wie die MediaMarkt Mitarbeiter, die keine Ahnung von der Beratung haben, mit dem Unterschied, dass dies hier natürlich deutlich schwerwiegender ist.
Wobei die Antwort von Wiesenhof darauf ja auch großer Schwachsinn ist.

Desweiteren geht man darauf ein, dass Wiesenhof durch Subunternehmer angestellte Personen in seinen Betrieben einsetzt die für 5,50 € die Stunde arbeiten und in ehemaligen Kasernen zu Wucherpreisen wohnen.

Das finde ich ist der eigentliche Skandal.

Ich bin auch nicht wirklich glücklich, wenn Dokumentationen, die ich inhaltlich begünstige, ihre eigene Glaubwürdigkeit durch reißerische Berichterstattung gefährden, aber es steht wohl außer Zweifel, dass im Großteil der deutschen Viehzucht, und ganz bestimmt auch bei Wiesenhof starke Misstände vorherrschen. Die Gegendarstellung hat einige berechtigte Argumente gegen das Erste vorgebracht, aber gegen eigentlichen Anschuldigungen hatten sie keine Beweise. Scheiße und tote Tiere sind immer zu erkennen, egal ob man von oben oder von der Seite filmt.

Was sind denn die Anschuldigungen gegen die Reporter?

Ich erkenne nur die Beschwerde, dass diese nicht mit offenen Karten gespielt haben und dass im Arbeitstitel wohl schon das Ergebnis der Recherche zu finden war.

Zu der ersten Anschuldigung:
Bei Großkonzernen ist ein investigativer Journalismus nicht möglich, wenn man mit offenen Karten spielt. “Guten Tag, wir haben gehört, sie quälen Tiere, dürfen wir ihren Betrieb besichtigen?” dürfte wohl kaum sinnvoll sein. Da kann man dann vielleicht ein Betrieb von innen sehen, der Betrieb wird dann aber vorbereitet auf den Medienbesuch sein und alle Missstände beseitigt haben.

Zu der zweiten Anschuldigung:
Ja, der Arbeitstitel hätte neutraler sein können, wird aber vermutlich dadurch bedingt, dass man schon vor Produktionsstart die Videos der ehemaligen Mitarbeiterin über die Zustände kannte.
Die Frage darf dann nicht sein, ob der Arbeitstitel korrekt war, sondern ob das bewiesen werden konnte, was man beweisen wollte. Und das ist in meinen Augen geschehen.

Und auch der Vorwurf, dass man ja nur Wiesenhof im Kreuzfeuer hatte, erscheint mir als reine Schutzbehauptung. Ist natürlich wahr, aber nicht jeder Bericht kann umfassend über mehrere Unternehmen berichten. Das hätte sehr viel mehr Zeit und Geld verbraucht, zusätzlich ist halt Wiesenhof schon mal aufgefallen und eine spezielle Nachkontrolle gerade bei dem Unternehmen sehr verständlich.

@Aganim

Die Videos waren aus unterschiedlichen Betrieben und deckten dazu nach mehrfache Bereiche der Misshandlung ab. Da sind “Einzelfälle” doch sehr unwahrscheinlich.

Was den Titel angeht denke ich auch, dass die Macher des Films schon vorab gewisse Fakten hatten, sonst hätten sie mit der Recherche ja gar nicht begonnen. Die Idee war sicher nicht “machen wir mal einen Film über Wiesenhof, und schauen ob da sauber gearbeitet wird”, sondern man hatte Anhaltspunkte dass dort was schief läuft. In sofern ist der Titel verständlich. Man hätte ihn natürlich trotzdem nicht vorab bekannt machen sollen.

@Baru

  1. Man kann doch den Großkonzern besichtigen und trotzdem investigativen Journalismus betreiben. Schließt sich doch nicht aus. Man hätte das doch sogar gegen Wiesenhof verwenden können.

zB Nach außen stellen sich Wiesenhof ganz toll dar, sie haben uns eingeladen und alles war super. Doch als wir heimlich gefilmt haben, haben wir das und das gesehen.

Ich mein wenn man einen so einen Report über ein Unternehmen macht, dann sollte man sich doch mal Zeit nehmen und so eine Tour machen. Das war meiner Meinung nach ein ganz klares Fehlverhalten.

  1. Der zweite Punkt bestätigt eigentlich nur den ersten. Man hat Wiesenhof anscheinend nicht mal die Möglichkeit gegeben sich zu verteidigen und war vorher schon extrem voreingenommen.

Und das ist doch kein guter, objektiver Journalismus oder liege ich da falsch?

Und wie gesagt, falls die Anschuldigungen stimmen. Noch sind die Anschuldigungen von Wiesenhof gar nicht bewiesen, wenn ich das richtig verfolgt habe.

Wiesenhof wurde schon mehrmals zu Geldstrafen wegen sowas verurteilt, und da die diese aus der Kaffeekasse bezahlen…

Warum sollte Wiesenhof irgendwas an ihre Bestialischen Methoden ändern? Die Geschäftsführer dieser Firma gehören defintiv hinter gittern

  1. Der zweite Punkt bestätigt eigentlich nur den ersten. Man hat Wiesenhof anscheinend nicht mal die Möglichkeit gegeben sich zu verteidigen und war vorher schon extrem voreingenommen.

Dieser Punkt führt mich zu der Frage, ob du überhaupt den Bericht gesehen hast. Denn Wiesenhof hat die Möglichkeit bekommen sich zu verteidigen. Ist auch im Bericht.

Desweiteren geht man darauf ein, dass Wiesenhof durch Subunternehmer angestellte Personen in seinen Betrieben einsetzt die für 5,50 € die Stunde arbeiten und in ehemaligen Kasernen zu Wucherpreisen wohnen.

Habe den ARD-Beitrag heute gesehen:
Das ist korrekt, da ich ganz in der Nähe dieser Kaserne wohne.
Und der Besitzer der Kaserne macht noch ganz andere Sachen.
Diese haben aber mit der Wiesenhof-Sache nix zu tun.
Und wenn Wiesenhof so mit seine Tieren umgeht, oder es wissentlich duldet, dann sollte man da mal nachhaken.

Dieser Punkt führt mich zu der Frage, ob du überhaupt den Bericht gesehen hast. Denn Wiesenhof hat die Möglichkeit bekommen sich zu verteidigen. Ist auch im Bericht.

Jaja hab ich^^ War doof formuliert. Ich versteh einfach nicht wie man so ein Angebot ausschlagen kann. Wenn man einen Bericht über einen Betrieb bzw das Unternehmen machen möchte, dann kann man doch nicht so ein Angebot auf eine Besichtigungstour ablehnen. Will nicht in meinen Kopf.

Naja, ich warte mal auf die Stellungnahme von den ARD Leuten. Wer weiß ob die sone Anschuldigungen auf sich sitzen lassen würden.