Syrien - Krieg oder nicht Krieg?

US-Außenminister John Kerry hat den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg bestätigt.

Die USA hatten ja vorher schon angekündigt das für sie dann eine Rote Linie überschritten sei.

Ich denke es wird innerhalb der Nächsten Wochen zu einem Krieg mit den USA kommen . Was auch immer das für die Welt bedeuten mag, und wie auch immer diese Sache ausgehen wird, es wird sich was ändern, und es wird Menschen geben die darunter leiden werden.

Man will ja davon ausgehen, dass Baschar al-Assad die Chemiewaffen eingesetzt hat um den verlorenen Krieg endlich in eigene Hände zu nehmen. Was für einen Grund hätte Assad, Chemiewaffen einzusetzen wo die FSA am Boden liegt und er ganz genau weiß, dass Obama dieses Handeln als Voraussetzung für ein direktes eingreifen definiert hat ?

Nein, die Chemiewaffen wurden von den Terroristen der FSA benutzt um ein eingreifen der Amerikaner zu provozieren. Vielleicht sogar mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstes.

Und wir lassen uns alle verarschen. Scheiß Kriegstreiber und Merkel die dumme Kuh macht auch noch mit.

Jetzt lasst uns mal Techeles reden hier: Wir müssen uns fragen wollen wir nie wieder Krieg oder nie wieder Gewaltherrschaft. Es ist mir ehrlich gesagt wumpe wie diese Intervention zustande kommt, aber ich befürworte den Eingriff in den Bürgerkrieg. Der Westen war lange genug schuldig des Nichtstuns.

Aber man kann viel abfucken, wenn Assad endlich weg vom Fenster ist, muss unter Führung der UNO (was Putin versauen wird) die syrische Wirtschaft aufgebaut werden und wenn das Gröbste steht, nach 4-5 Jahren demokratische Wahlen abgehalten werden.

Das wird aber nicht zustande kommen, weil die UNO das nicht geschissen bekommt.

Deswegen wird alles in den Arsch gehen, egal was passiert.

Wenn Assad gewinnt, wird er ein noch grausameres Regime etablieren. Wenn die Rebellen gewinnen, wird es Islamistische “Republik” geben. Und wie gesagt, so ist der Western schuldig des Nichtstuns.

Du wirst sehen was passiert wenn Assad weg ist. Die radikalen Moslems werden Christen verfolgen und abschlachten die unter Assad frei leben konnten und sie werden die Scharia einführen und viele werden darunter bitterlich leiden. Assad war kein heiliger aber der richtige für dieses Land. Dieser “Bürgerkrieg” war von Anfang an gewollt von den Amerikanern! Jetzt wo Assad wieder die Oberhand hat und der Krieg so gut wie beendet ist versucht man mit dieser Konstruktion das Ruder wieder rum zu reisen. Die Folge sind noch mehr Tote noch mehr Krieg und Flüchtlinge.

Das war ja auch das Problem in Afghanistan oder dem Irak. Da Eingreifen und die macht übernehmen das können die Amerikaner ganz gut, und ich bin mir sicher das Assad nach 2 Wochen Krieg nie wieder an die macht käme, weil er entweder Tod wäre oder im Exil.

Das Problem ist: Was kommt danach?

Ein Land das vom Krieg zerstört ist, in einer Region in der es mehr als unruhig ist ein Demokratisches System aufzubauen, das so stabil ist, das es die nächsten Jahrzehnte überdauern kann, ist ziemlich schwierig, und Teuer, und Gefährlich für diejenigen die das ganze schützen sollen.

[QUOTE=Icetwo;320269]und es wird Menschen geben die darunter leiden werden.[/QUOTE]

Gut, dass Du Dir Sorgen machst. Es könnte ja noch jemand zu Schaden kommen.

[B]Bürgerkrieg in Syrien:[/B] Nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen kamen vom 15. März 2011 bis zum Ende Februar 2013 nahezu 70.000 Menschen ums Leben.[116] Im Mai 2013 hatte sich die Zahl der Todesopfer nach UN-Angaben auf 80.000 erhöht, während eine Million Syrer aus dem Land geflohen, und vier Millionen weitere innerhalb Syriens auf der Flucht seien.[117] Im Juni 2013 erhöhte die UN ihre Schätzung auf mindestens 93.000 Tote, bei denen Identität, Todeszeit und Ort durch verschiedene Quellen ermittelt werden konnten. Weitere Berichte über rund 35.000 mögliche Opfer, bei denen diese Daten fehlten, wurden bei der Zählung nicht berücksichtigt.

Schon mal daran gedacht, dass die USA kein Demokratisches System wollen ? Die haben immer gut zusammengearbeitet mit autoritären, diktatorischen Regierungen und haben selbst dafür gesorgt das solche Leute an die Macht kommen. Die wollen nur jemanden haben der nach ihrer Pfeife tanzt und Demokratie ist eher hinderlich dabei.

Sie können kein Interesse an einem instabilen System wie im Irak haben. Und sie schaffen es nicht die Lage zu stabilisieren. Selbst wenn die Demokratie nicht das ziel der USA ist, ein Stabiles Land mit dem sie Geschäfte machen können bekommen sie ja auch nicht hin

[QUOTE=Icetwo;320269]US-Außenminister John Kerry hat den Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg bestätigt.
[/QUOTE]
Da sollte man nicht viel drauf geben. In den Irak-Krieg haben sie sich ja auch reingelogen und stehen sogar mittlerweile offen dazu. Es mag sein, dass es stimmt aber es kann auch genauso gut von gegnerischer Seite ausgegangen sein.

Ich bin da sehr zwiegespalten. Zum einen verachte ich den Krieg und er sollte dort beendet werden. Wenn man ihn nur durch noch mehr Krieg beenden kann, dann ist das aber auch nicht unbedingt zielführend. Und das das mit den 4-5 Jahren zu demokratischen Wahlen nicht unbedingt klappen muss haben Afghanistan und Irak gezeigt…den Menschen dort geht es kaum besser als unter den Diktatoren und die nächsten werden sich wohl aufschwingen sobald der Westen diese Länder wieder verlässt.

Das mit dem “aufbauen der Wirtschaft” ist häufig auch nicht mehr als die alten Staatskonten einfrieren, Kredite vergeben die sie niemals bezahlen können und anschließend von dem Geld westliche Firmen bezahlen um Infrastruktur aufzubauen. Dem Land bleibt dann nur eine Infrastruktur die ihm nicht gehört und eine Abhängigkeit von westlichen Banken…

Ach nee…ich weiß es doch auch nicht…die Welt ist mittlerweile wieder so abgefuckt das ich gar nicht mehr weiß in welches Land ich noch auswandern kann um mich nicht irgendwie schuldig zu fühlen…

Stabilisieren werden sie die Region in dem sie aufhören den Terroristen der FSA Geld und Waffen zu geben. Aber man will Assad weghaben deshalb wird das nicht passieren und man wird bald, mit dieser Konstruktion, in den Krieg ziehen und dafür sorgen, dass noch mehr Menschen leiden und sterben.

@Eisenfaust

Hat man ja an Lybien gesehen. Solange der angemalte Clown pariert hat, war er jedermanns Liebling, aber als er dann selbst mal aufgemuckt hat, musste er weg! :ugly

Die USA interessieren sich einen Scheißdreck für Demokratie und Menschenrechte. Hier geht es wie immer nur um strategische Interessen. Bomben werfen können die Amis gut, aber danach stehen sie planlos da, da sie den Nahen Osten in keinster Weise verstehen. Jede von den Amis in den letzten 20 Jahren “demokratisierte” Region ist ein Trümmerhaufen ohne Stabilität. Der Balkan ist ein Pulverfass, das nur von den Blaumhelmen zusammengehalten wird, der Irak ist instabil, Lybien ist jetzt eher ein Verbund von Warlords ohne Zentralregierung, und Afghanisten ist ein riesiger Haufen Scheiße, der unter der Führung des Kabuler Bürgermeisters, Karsai, wenige Monate nach dem Abzug der internationalen Truppen wieder zerfallen wird. Ich wette darauf, dass der Typ mindestens mal so enden wird wie Nadschibullah - baumelnd im Wind!

Es gibt nur eine Möglichkeit dem Krieg ein Ende zu setzen. Assad muss gewinnen. Den Menschen wird es unter Assad besser gehen als unter dem Regime was kommen wird. Und man sollte auch nicht vergessen, dass es zu diesem “Bürgerkrieg” ohne die USA nicht gekommen wäre oder er schon lange rum wäre. Die USA und Europa haben Blut an ihren Händen- Sie haben den Krieg mit Waffen und Geld überhaupt erst möglich gemacht. Man will Assad aber nicht gewinnen lassen weil man die eigenen Interessen höher wertet als das Leben von Menschen.

vielleicht ist Nichtstun doch die beste möglichkeit

Das es einen Giftgas-Angriff gab ist klar - die Frage ist, wer es verübt hat.
Die UN- Leute werden das auch nicht klären, weil es gar nicht Teil ihrer Mission ist.

Gründe, die dafür sprechen, dass es von den Rebellen verübt wurde:

Eine Intervention des Westens provozieren
Aufgrund von Satellitenbilder meinen die Russen, dass der Angriff aus Rebellen-Gebiet kam
Die Rebellen geben selbst zu, im Besitz von Chemiewaffen zu sein (z. B. http://nsnbc.me/2013/08/25/former-jabhat-al-nusrah-member-admits-chemical-weapons-use/)
Die Rebellen sollen Giftgas gegen die syrische Armee eingesetzt haben und dabei soll die Armee ein verdächtiges Lager eingenommen haben (http://rt.com/news/rebel-tunnel-damascus-chemical-940/; http://www.youtube.com/watch?v=qF_J_lF4o-0)
die Rebellen sollen schon früher Chemiewaffen benutzt haben, die sie von einer Fabrik stolen, die sie kurz vorher einnahmen (kein Giftgas aber irgendeine Chemikalie)
Vorangegangen Massaker und Gräueltaten, wobei da die Täterschaft natürlich auch erst festgelegt werden muss - aber was ist wahrscheinlicher: das ausländische, extremistische Söldner die Zivil-Bevölkerung tötet oder die einheimische Wehrpflicht-Armee?

Gründe, dass es Assad getan hat, kenne ich nicht.
Was aber dagegen spricht, ist, dass …
Assad wusste, dass UN-Inspekteure für Giftgas ins Land kommen werden.
er sicherlich die “rote Linie” kannte.
es keinen Grund gibt, seine eigene Zivil-Bevölkerung (ungezielt) anzugreifen.

Im Moment nehmen U.S. Schiffe Stellung, für etwaige mögliche Szenarien. So weit ich es verstanden habe sind das wahrscheinlichste aber nur Raketen-Angriffe. Die Frage ist, wer von der Nato sich dann noch beteiligen würde. Israel sicherlich, die haben ja auch schon so zwischendurch Luftangriffe geflogen. Wahrscheinlich wird es dann so wie in Lybien - keine Soldaten auf dem Boden bis auf Rebellen, aber Raketen- und vor allem Flugzeugangriffe. Die dt. Luftabwehr in der Türkei hilft dann bestimmt auch mit.
Dabei sollte man nie vergessen, dass Syrien immer noch ein Verbündeter des Iran und Russland ist.

Sie können kein Interesse an einem instabilen System wie im Irak haben.

Syrien ist ein wichtiges geostrategische Ziel, da es ein Verbündeter vom Iran und Russland sind. Natürlich wollen die das da instabil halten. Die Freunde des Westens, Saudi Arabien und Katar, mögen den auch nicht, schon allein wegen der Religionszugehörigkeit und wahrscheinlich auch der Religionsfreiheit im Land …
Und genau weil man mit einem “instabilen System” keine Geschäfte machen braucht, ist es doch so schön. Die ehemals staatlichen Ölförderungsstätten in Lybien gehören jetzt westl. Firmen. Das Land kriegt im Chaos nicht hin, sich dagegen zu wehren, geschweige den in Zukunft wieder ein geopolitischer Gegenspieler zu werden.
Des Weiteren ist Syrien, so weit ich weiß, auch für eine Öl-Pipeline interessant.

Trotzdem weiß ich nicht, ob das wirklich die tollste Strategie von der U.S.A/ Nato ist und sich das nicht irgendwann wieder rächt, so wie du sagst. Latein-Amerika wurde auch mal “Hinterhof der U.S.A” genannt und heute gibt es viele Länder in Süd-Amerika, die der U.S.A skeptisch gegenüberstehen … (aber vllt haben sie auch genau davon gelehrt …)

Und man sollte auch nicht vergessen, dass es zu diesem “Bürgerkrieg” ohne die USA nicht gekommen wäre oder er schon lange rum wäre.

Heckenschützen spielen scheinbar eine Rolle in der Eskalation von Demonstrationen:


Aber auch so war es nie ein richtiger Bürgerkrieg.

[QUOTE=Enzio;320298]
Die USA interessieren sich einen Scheißdreck für Demokratie und Menschenrechte. Hier geht es wie immer nur um strategische Interessen. Bomben werfen können die Amis gut, aber danach stehen sie planlos da, da sie den Nahen Osten in keinster Weise verstehen. Jede von den Amis in den letzten 20 Jahren “demokratisierte” Region ist ein Trümmerhaufen ohne Stabilität. Der Balkan ist ein Pulverfass, das nur von den Blaumhelmen zusammengehalten wird, der Irak ist instabil, Lybien ist jetzt eher ein Verbund von Warlords ohne Zentralregierung, und Afghanisten ist ein riesiger Haufen Scheiße, der unter der Führung des Kabuler Bürgermeisters, Karsai, wenige Monate nach dem Abzug der internationalen Truppen wieder zerfallen wird. Ich wette darauf, dass der Typ mindestens mal so enden wird wie Nadschibullah - baumelnd im Wind![/QUOTE]

Ich glaube, die USA versteht den Nahen Osten sehr gut, weshalb es ja auch dort jetzt so ist, wie es ist. Aber was gibt es denn hier noch zu diskutieren ? Etwa, dass die USA und Europa (der Westen) dort Terror und Leid verbreitet ? Nein, dass wissen wir schon lange. Leider.
Das Problem an der ganzen Sache ist einfach, dass die Bürger in den USA und Europa, nicht wissen, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu Leben. Aber Speziell die USA. Ich hoffe auf einen baldigen Bürgerkrieg in den USA. Vielleicht ändert sich dann ja die Welt. Also Daumen drücken. ^^

Okay, den US-Amerikanern geht es also nur um geostrategische Ziele … Welches genau wird nochmal durch ein völlig destabilisiertes Syrien, vielleicht über Jahrzehnte, erreicht? Dadurch sind Pipelines nicht sicherer, die Anbindung an den Westen ist geringer und das ganze wird sehr viel mehr Geld kosten als für die Bestechung von Diktatoren üblicherweise nötig ist.

So dummes gefasel hier. Ich geb Baru ausnahmsweise recht: assad zu kontrolieren ist deutlich einfacher als ein pulverfass zu zunden.

Wo ich daccord gehe ist das der Anschlag wohl von alquaida oder so ausgeführt wurde, um genau das zz erreichen was jetzt passieren soll.

[QUOTE=ExtraKlaus;320368] assad zu kontrolieren ist deutlich einfacher als ein pulverfass zu zunden.

[/QUOTE]

Aber darum geht es doch hier. Wenn aber derjenige nicht mehr “mit spielen” möchte, dann ist die Konsequenz das Pulverfass. Natürlich ist es einfacher, wie man in der Vergangenheit gesehen hat, aber es ist dann nicht mehr einfacher, wenn sich derjenige auf die Seite der Russen stellt.

Ihr haltet die Usa für zu schlau. Irak war einfach auch Inkompetenz. Ich glaube nicht, das die Usa so ein pulverfass absichtlich zundet. Im irak wusste man es einfach nicht besser.

Es gibt nur eine Möglichkeit dem Krieg ein Ende zu setzen. Assad muss gewinnen. Den Menschen wird es unter Assad besser gehen als unter dem Regime was kommen wird.

sehe ich ähnlich. mir ist ein baathistischer Diktator lieber als Islamisten. im Vergleich zu so einer primitiven Religion ist der Baathismus eine sehr gute Lösung für den arabischen Raum, bis die Leute da ihre eigene “Aufklärung” durchgemacht haben und wirklich Demokratie funktioniert. war im Irak und in Libyen genauso. unter Saddam oder Gaddafi ging es den Leuten besser als jetzt, auch wenn einige oppositionelle unterdrückt wurden, gab es doch Bildung, Wohlstand und Frauenrechte, viel mehr als es denen, die diverse Märchenreligionen glauben, lieb ist.
ja, ich halte Religionen für Quatsch. wie kann man so bescheuert sein sich von 1000 Jahre alten Sagen wofür es keine Beweise gibt, so manipulieren zu lassen. Um mal Mustafa Kemal zu zitieren - den Pfaffen geht es nur ums essen. Von daher, es wird solange im arabischen Raum keine Demokratie geben, bis die Religion aus dem öffentlichen Leben entfernt wurde. und das dauert noch eine Weile.