Super Nanny mit eigenen Waffen schlagen

moin,
Ich finde folgen mit der “Super Nanny” immer intresant. RTL fühlt sich immer sooooooo sicher!
Aber:
Warum nicht mal mit eigenen Waffen schlagen!

Was meine ich damit?

Ihr sucht euch ein glückliche Fam, die sich dort bewerben. Die Wohnung wird mit Funk mini Cams ausgestattet.
In einer freien nachbarwohnung führt Ihr Regie. Dann filmt Ihr mal das was wir sonnst nicht sehen. Dann habt Ihr eure beweiße. Oky vor Gericht hat das kein gewicht, aber für eine extra folge wäre das ein hamma!

Dann schauen wir mal, wie sich RTL dann daraus reden will.

Oky 90% darf nicht gesendet werden, aber unterhaltungen der Fam im richtigen licht, und nicht zurechtgeschnitten, dann könnt Ihr mal zeige wie getrickst wird. Das wäre doch mal eine Idee…

Warum machst du denn nicht sowas? Warum sollen immer andere was machen. Selbst ist der Mann.

Mal ganz abseits vom konkreten Anlass …

Warum gibts für Euch nicht-RTL-Gucker eigentlich immer nur die Antonyme Fake-Real?

Super-Nanny, Rach und Schwiegertochter bewegen sich im Graufeld dazwischen, wo sich Redakteur (“Mach doch mal”) und Darsteller (“Ja, okay”) gute Nacht sagen.

Auf Anforderung des Drehteams wird improvisiert, dass die Kuhhaut kracht, ohne dass gleich die Authentizitätsgestapo auf der Matte stehen müsste.
In der Regel gibt das Team den Rahmen vor, den die Protagonisten ausfüllen, oder eben nicht.

Der Messie-Leak war war ein Sechser. Daraus eine allgemeingültige Enthüllungsregel ableiten zu wollen, ist reichlich naiv.

Ich schätze er hat a) nicht die Technik, b) nicht genug Geld für die Technik, c) keine Zeit und d) keine Familie die dazu bereit wäre.

Warum gibts für Euch nicht-RTL-Gucker eigentlich immer nur die Antonyme Fake-Real?

Sehr geehrter Herr Greggy,

Natürlich existieren auch Zwischenräume, eigentlich bewegt sich ein riesiger Teil der TV-Produktionen in diesem Zwischenraum, darunter auch Nachrichten und Dokumentationen. Von der Theorie her muss man sogar eigentlich darauf verweisen, dass die Konzepte „Fake“ und „Real“ nur Ideen sind und nichts absolut eindeutig zu „Real“ oder „Fake“ gepackt werden kann. Selbst die beste und seriöseste Nachricht hat noch Elemente des Fakes, muss doch jemand die Absolutheit der Realität in beschränkte Worte fassen und dadurch zwangsläufig Inhalte reduzieren.

Und selbst die Super-Nanny besitzt Elemente der Realität, wird doch auf ewig währende Diskurse der Menschheit zurückgegriffen.

Aber wenn man es mal von der reinen Sprachpraxis her aus betrachtet. Welche Elemente der Super-Nanny würde man in der üblichen Wortverwendung, nicht in der reinen Theorie, das Attribut „real“ verleihen? Die Menschen verhalten sich in den Sendungen nicht so, wie sie sich sonst verhalten. Schon die Rahmenvorgabe verhindert dies. Die Probleme sind so wie es dargestellt wird nicht bei den Familien vorhanden. Die Super-Nanny ist so real oder fiktiv wie ein Perry-Rhodan-Heft oder eine Pilcher-Schnulze.

Die Menschen verhalten sich in den Sendungen nicht so, wie sie sich sonst verhalten.

Zweifelsohne. Dennoch besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen imperativer Drehbuchanweisung und Improvisationsbefehl.

Diesen wesentlichen Unterschied würde ich anzweifeln. Der Unterschied liegt in der Geübtheit und im Zeitrahmen des “Autoren” (also klassischer Drehbuchautor oder Laiendarsteller) beim Ausdenken von Handlungen, aber nicht auf einer wesentlichen Ebene bezogen auf das “Reale”. Die von Eltern schnell abends ausgedachte Märchengeschichte ist ja auch nicht realer als die klassischen Märchen, obwohl sie improvisiert wurde.

Ich vermute, dass es dir hier auch um “Authentizität” geht, die du bei einem improvisierten Darstellen vielleicht eher vorhanden siehst als bei einem Drehbuch gestützten Darstellen. Für mögliche Authentizität halte ich aber das Szenario von Super-Nanny und co. schon für viel zu stark einschränkend. Da kann selbst eine fiktive Geschichte durch gründliche Autorenarbeit weitaus authentischere Charaktere beinhalten.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,800054,00.html

Hallelujah!!! UNd ich sage euch, wer spät erkennt, der erkennt immer noch rechtzeitign najaso oder ähnlich. Die Supernanny hört auf aus eigenen Stücken. Somit verliert RTL wieder ein goldenens Kalb. Lest mal die Begründung!!!

Nette Begründung, wirklich :smiley: Da hat die feine Super Nanny wohl kapiert, dass irgendwann mal jemand (der Herr Fernsehkritiker?) hinter die Methoden von RTL kommt und schnell so getan als sei sie bei den „Guten“…

@greggy
Ich wußte nicht das Dinge realer werden, wenn sie improvisiert werden! Danke für den Hinweis. Wenn also der Regisseur sagt: “Nenn deine Frau Schlampe” und ich nenne sie “Schlampe” (was ich sonst niemals machen würde) dann ist das Fake aber wenn ich der Regisseur sagt: “Beschimpf deine Frau jetzt mal so richtig” und ich nenne sie “Schlampe” dann ist das schon gleich garnicht mehr so sehr fake sondern die berühmte Grauzone in der dein Geschwurbel plötzlich farbig erscheint? :ugly :smt006

PS. Der Text ist nicht so böse gemeint, wie er sich liest. Aber greggy kann das schon ab :smt023