Soziologiestudium

Hallo
die Zeit der Studienwahl ist angetreten.

Ihr kennt mich natürlich nicht und könnt keine individuelle Beratung abgeben, aber ich wollte mal allgemein Fragen wie ihr zu einem Soziologiestudium steht, ob ihr Erfahrung habt etc. schließlich ist das Fach der Soziologie unter Umständten ein Blick aufs Fernsehen.
Ich möchte eig keine Univorschläge obwohl man sich die Unis nach der jeweiligen Spezialisierung aussuchen muss.
Es ist nur so das ich nur eine Chance an zulassungsfreien Unis habe. z.B. Trier.
Vieleicht noch obwohl ich einen miesen Abischnitt habe hatte ich ne 1 in Sozialwissenschaften (politik/wirtschaft/soziologie).

Ich mein unser Guru hat doch auch Soziologie stuidert…

Wär schön wenn Studenten oder Sonstige ein paar Hinweise geben könnten.
Kann man eig als Abschlussarbeit zB. „Die Sopranos und deren auswirken auf die urbane Gesellschaft in Mitteleuropa“ oder sowas in der art halt, abliefern? :stuck_out_tongue: Ich mein warum nicht?

Ich habe mich auch über ein Soziologiestudium informiert. Ich ziehe Psychologie vor, aber das ist meine zweite Wahl…

Ich denke, dass das „Problematische“ an diesem Studiengang ist, dass man kein konkretes Berufsbild hat, d.h. es gibt ja nicht „DEN Soziologen“.

Aber da du dich für das Fernsehen interessierst, wäre es bestimmt angebracht einige Praktika zu machen und dich auf den Bereich Medien zu spezialisieren ;)… ich denke, dass du sonst später keine großen Chancen hast, wenn du einfach „abwartest“, was noch kommt.

Mehr kann ich leider auch nicht dazu sagen :slight_smile:

Ich hab während meines Politik(-und Verwaltungswissenschafts)studiums auch ein paar Soziologiekurse besucht.
Vielleicht lags an der Kurszusammensetzung, vielleicht am Thema, aber Soziologie halte ich für ziemlich brotlos. Nicht, dass Politikwissenschaft viel „gehaltvoller“ wäre, aber m.E. hat man große Probleme mit diesem Studium einen (vernünftigen) Job zu bekommen, jedenfalls bei den Schwerpunkten an meiner Uni (Potsdam). Man wird durchaus einiges über die Gesellschaft, Luhmann, Weber und wie sie alle heißen lernen, bloß, ich finde, man bekommt dort noch weniger fürs Leben/Beruf mit, als in anderen Studienfächern.
Sicherlich ist diese Problematik in vielen Studiengängen (auch in meinem!) akut, aber hier finde ich es besonders gravierend. Bspw: Theorie der Geschlechterverhältnisse…hmmm…die Ziele des Feminismus sind, zumindest in Europa, in weiten Teilen umgesetzt. Allgemeine Soziologie (mit Theorien von Luhmann etc.)…hmmm… auch nicht so gehaltvoll für die Praxis. Je nach Uni ist die Auswahl an Schwerpunkten natürlich verschieden…

Wenn du Soziologie studieren solltest, solltest du dir eine Uni suchen, die dir Studienschwerpunkte bietet, mit denen möglichst in vielen Bereichen später arbeiten kannst, denn die Welt wartet nicht gerade auf Soziologen (und Politologen) …
Und vielleicht wäre es sinnvoll sich einen Kombinationsbachelor zu suchen, bei dem du dann Soziologie mit einem weiteren Fach verbindest, was dir etwas „mehr“ bringt…
(ich selbst fand meinen Kombibachelor blöd, aber hier wärs vielleicht sinnvoll)

Kann man eig als Abschlussarbeit zB. „Die Sopranos und deren auswirken auf die urbane Gesellschaft in Mitteleuropa“ oder sowas in der art halt, abliefern? :stuck_out_tongue: Ich mein warum nicht?

Könnte man, wenn du dabei einen wissenschaftlichen Unterbau findest/erstellst…

Ach, und verabschiede dich von dem Gedanken, irgendetwas wirklich praxisnahes an der Uni zu behandeln. Das wird höchstwahrscheinlich nicht passieren -.- Du kannst aus der Theorie was in dein späteres Berufsleben nehmen, aber Praxis in den Elfenbeinturm Wissenschaft wohl eher nicht…

Soziologie ist in der Tat brotlose Kunst - also, ich kann es nicht empfehlen und rate dir eher zu inhaltlich substanzielleren Studien. Außerdem sind die Studenten der Soziologie zu einem gehörigen Teil sehr merkwürdige Menschen, mit denen man erstmal zu Recht kommen muss :mrgreen:

In welche berufliche Richtung willst du denn? Journaille? Dann rate ich dir eher zu Publizistik, Germanistik, Politik oder sowas…

Außerdem sind die Studenten der Soziologie zu einem gehörigen Teils sehr merkwürdige Menschen, mit denen man erstmal zu Recht kommen muss :mrgreen:

Stimmt, hatte ich ganz vergessen zu erwähnen…die sind in der Tat „anders“ (aber das sagen die wahrscheinlich auch über Politologen…)
In den Seminaren in denen ich war, hab ich doch tatsächlich mehrere paare Birkenstocks und mehrere selbstgemachte Wollpullover gesehen inkl. strickender Studis…
Unvergessen diese Szene:

(Vor dem Beginn eines Referats)
Professor: „Haben Sie denn auch ein Handout vorbereitet?“
Studentin: „Handout? Ach, sowas muss man für ein Referat auuuuch noch machen?“
Professor: (entgeistert)„Okeee, macht nichts…“

(Handouts sind zumindest in Politikwissenschaften bei nem Vortrag absolute Pflicht. Ich denke,dass es in anderen Fächern ähnlich ist…)

Soziologie ist in der Tat brotlose Kunst - also, ich kann es nicht empfehlen und rate dir eher zu inhaltlich substanzielleren Studien. Außerdem sind die Studenten der Soziologie zu einem gehörigen Teil sehr merkwürdige Menschen, mit denen man erstmal zu Recht kommen muss :mrgreen:

In welche berufliche Richtung willst du denn? Journaille? Dann rate ich dir eher zu Publizistik, Germanistik, Politik oder sowas…

Hm ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich kann mir Journalists nur mäßig vorstellen.
Ich würde evtl. versuchen in die Werbung oder Human Resources zu kommen :S

Klassische Publizistik gibt es leider nur noch in Mainz. In Verbindung mit Filmwissenschaft wär das schon ein schönes Paket. Kommunikationswissenschfat braucht nen NC von 1,[bitte beliebige Zahl einfügen].
Politikwissenschaft wär mir zu theoretisch obwohl es besimmt interessant sein kann…

Ich denke gerade über Jura nach. Ist zwar n hart aber machbar.
Ich weiß auch nicht ob es so gut ist Hobby und Beruf zu kombinieren.

Aber bis jetzt scheint ihr ja eher abgeneigt der Soziologie gegenüber…
Hm…

Ich will eigentlich nicht im Bereich Medien arbeiten… Ich kacke nicht gern wo ich esse :smt018
Germanistik, Philo, Publi, Kommu, Poli alles scheint in Richtung Medien zu gehen :smt012

Andererseits „Schuster bleib bei deinen Leisten“ Mach das was du schulisch gut konntest, eben die oben aufgezählten Fächer, und was die persönlich Spaß macht, eben diie oben aufgezählten Fächer.

Hm…

Mit Jura würd ich ja Neuland betreten… Jurastudenten sind bestimmt auch voll cool :smt009

Aber bis jetzt scheint ihr ja eher abgeneigt der Soziologie gegenüber…

Aha und deswegen willst du es jetzt nicht studieren, vielleicht solltest du dann überlegen, ob du überhaupt studieren solltest.

Den einzigen Rat den ich dir geben kann, ist deinen Hintern in Bewegung zu setzen sich schonmal Unis auszugucken und sich dort an den Instituten umzusehen und mit der Studienberatung zu reden. Nur so bekommst du überhaupt erst mal einen Eindruck was dort gemacht wird und was du überhaupot machen kannst. In einem fernsehkritischen Forum zu fragen, war auf jeden Fall einer der schlechtesten Einfälle.

Aber bis jetzt scheint ihr ja eher abgeneigt der Soziologie gegenüber…

Studiere das, was dir persönlich gefällt und Spass macht, egal was andere dazu sagen.

Zu Jura:
Ich hatte als Zweitfach Strafrecht (die StudO war soo toll, dass ich in 6 Semestern alle Strafrechtskurse machen durfte, die ein Volljurist auch machen muss inkl. der Prüfungen - ich könnt mich also zum Staatsexamen in Strafrecht anmelden^^) und hatte auch eine eher romantische Vorstellung und wusste nicht genau, was auf mich zukommt. Du musst eine Menge Lesen+Lernen+Auswendig lernen und möglichst über mehrere Semester im Kopf behalten. Gerade im Strafrecht gibts eine Menge an Meinungsstreits und Auffassungen, von denen man pro Problem mind. 2 beherrschen sollte (herrschende Meinung, andere Auffassung…). Dazu kommt, dass du diese Meinungsstreits dann auf Fälle anwenden musst, was u.U. ziemliche Korinthenkackerei wird, wenn es teilweise um die Bedeutung von Wörtern geht…ist also wirklich anstregend und zeitintensiv. (Für ÖRecht und Zivilrecht wirds ähnlich sein…).
Auch das Staatsexamen ist echt nicht ohne. Ich würd sagen, insgesamt eine große Plackerei.

Aber auch hier gilt: Richte dich nach deinen Interessen, mach, was dir Spaß macht, und gut ist!

P.S: Wenn du Probleme mit dem NC hast (wie ich), hast du schonmal ans Einklagen gedacht? Hab ich gemacht, hat wunderbar geklappt (musst bloß 1500 EUR im günstigsten Fall und im ungünstigsten vielleicht 2500 Öcken investieren). Wenn Geld da sein sollte, eine Überlegung auf jeden Fall wert…

In Verbindung mit Filmwissenschaft wär das schon ein schönes Paket. Kommunikationswissenschfat braucht nen NC von 1,[bitte beliebige Zahl einfügen].

In Ludwigsburg die Filmakademie ist ziemlich bekannt und hat scheinbar auch nen ganz guten Ruf. Allderings kann ich mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, da reinzukommen. Da brauchst du wahrscheinlich noch an die tausend Praktika etc. Medien-und Kommunikationswissenschaften sind seeehr sehr überlaufen. Mach nicht das, was alle machen - außer du bist so gut, dass du dich aus der Masse hervorheben kannst.

Mal eine andere Frage: Hast du dich denn schon konkret informiert, was du nach dem Studium mit Soziologie/Powi/etc. machen könntest?
Ich versteh dich nicht so ganz: Du willst nichts mit Medien machen, aber gleichzeitig fändest Du Filmwissenschaft toll? Und weshalb gehen Powi/Soziologie usw. alle in Richtung Medien? Du könntest genauso gut in der Forschung bleiben. Da gibt es viele Möglichkeiten. Kannst du dir denn überhaupt wirklich was unter den Begriffen vorstellen?

Andererseits „Schuster bleib bei deinen Leisten“ Mach das was du schulisch gut konntest, eben die oben aufgezählten Fächer, und was die persönlich Spaß macht, eben diie oben aufgezählten Fächer.

Vergiss das mit deinen Schulnoten am besten schnell wieder. Also ja, ich gebe Dir insofern recht, dass wahrscheinlich auch die Noten mit den Interessengebieten korrelieren. ABER: Meistens ist das, was man an der Uni macht, in den seltensten Fällen das gleiche wie in den entsprechenden Schulfächern. Mach in erster Linie das, was dich INTERESSIERT und wo du MOTIVIEIRT genug bist, dafür zu lernen.
Und in Jura betreten die meisten Neuland - wer hatte schon Jura als Schulfach?! Da wirst Du nicht alleine dastehen :wink:
Alles Gute!

P.S: Wenn du Probleme mit dem NC hast (wie ich), hast du schonmal ans Einklagen gedacht? Hab ich gemacht, hat wunderbar geklappt (musst bloß 1500 EUR im günstigsten Fall und im ungünstigsten vielleicht 2500 Öcken investieren). Wenn Geld da sein sollte, eine Überlegung auf jeden Fall wert…

sehr toll so nimmst du jemandem den Platz weg der es vom nc eigentlich verdient hätte :smt023

nun zum thema:

Es mag ja sehr naiv klingen, aber mein Ziel ist es nicht möglichst viel Geld zu verdienen, sondern ich möchte das machen was mir liegt.
Das Argument ein Studium nicht zu machen weil es „brotlos“ ist finde ich nicht wirklich stichhaltig, denn wer weiß was für Fachgebiete in ein paar Jahren gefragt sind.
Studiere das was du willst und mit dem du dich abfinden kannst!

Mal eine andere Frage: Hast du dich denn schon konkret informiert, was du nach dem Studium mit Soziologie/Powi/etc. machen könntest?

Alles zwischen Taxifahrer und Bundeskanzler :smiley:

Ich sags mal aus meiner Erfahrung:

In der Regel kann man mit PoWi in Verwaltung, Verbände, NGOs, Wirtschaft (Politikberatung), Medien (Journalismus, Redakteur) gehen, oder auch in der Forschung bleiben. Politiker kann man auch werden, machen bloß nicht so viele…

Mit Soziologie kanns auch in Richtung Verwaltung, Verbände, NGOs, (freie Träger der) Jugendhilfe, soziale Einrichtungen gehen. Eher weniger in Richtung Medien und Wirtschaft. Forschung bleibt natürlich auch übrig…

Hab ich was vergessen?

Wichtig ist nur, dass man frühzeitig sein Ziel festlegt und durch Praktika und Studienrichtung sein Profil stärkt…

Kommunikationswissenschfat braucht nen NC von 1,[bitte beliebige Zahl einfügen].
Politikwissenschaft wär mir zu theoretisch obwohl es besimmt interessant sein kann…

Ich studier in Erfurt und hier gibt es (wenn ich richtig informiert bin) keinen NC auf Kommunikationswissenschaft.
Politikwissenschaft ist zwar oft theoretisch, aber wenn man sich die richtigen Sachen raussuscht kanns auch gut praxisnah sein.
Von Soziologie halt ich selber auch nicht viel, zumindest wenn es nicht in Kombination mit irgendwas richtig gutem ist, da es einfach zu viele machen und es zu wenig Berufsmöglicgkeiten gibt.

Danke an alle die produktive Beiträge liefern.
Zu den Leuten die meinen ich müsste mich mehr informieren und ich muss selber wissen was ich will:
Wenn ich es im Anfang nicht deutlich ausgedrückte habe dan sorry.

Ich frage nur nach eurer Meinung aus Neugier. Selbst wenn alle hier 100% gegen Soziologie wären lass ich meine Zukunft doch nicht von einem Internetforum angeben. Es ging mehr um eine art Studie. Viele Stimmen zu hören.

Zu Jura:
Ich hatte als Zweitfach Strafrecht (die StudO war soo toll, dass ich in 6 Semestern alle Strafrechtskurse machen durfte, die ein Volljurist auch machen muss inkl. der Prüfungen - ich könnt mich also zum Staatsexamen in Strafrecht anmelden^^) und hatte auch eine eher romantische Vorstellung und wusste nicht genau, was auf mich zukommt. Du musst eine Menge Lesen+Lernen+Auswendig lernen und möglichst über mehrere Semester im Kopf behalten. Gerade im Strafrecht gibts eine Menge an Meinungsstreits und Auffassungen, von denen man pro Problem mind. 2 beherrschen sollte (herrschende Meinung, andere Auffassung…). Dazu kommt, dass du diese Meinungsstreits dann auf Fälle anwenden musst, was u.U. ziemliche Korinthenkackerei wird, wenn es teilweise um die Bedeutung von Wörtern geht…ist also wirklich anstregend und zeitintensiv. (Für ÖRecht und Zivilrecht wirds ähnlich sein…).
Auch das Staatsexamen ist echt nicht ohne. Ich würd sagen, insgesamt eine große Plackerei.

Aber auch hier gilt: Richte dich nach deinen Interessen, mach, was dir Spaß macht, und gut ist!

Ja ich hab hier sogar mehrere Bücher ausgeliehen unter anderem so ein EInführungsbuch für Strafrecht… Holla die Waldfee :smt022
Ich muss gucken ob ich mich ans Staatsexamen wage, habe ja noch mehrere Monate Zeit darüber nach zu denken.

@ ?cHo²
Wie gesagt, kaka nix gut beim Essen :mrgreen: Ich mein ich bin leidenschaftlicher Cineast… aber das irgendwie zum Beruf auszuformen. Trotz wahrscheinlichem filmwissenschaftlichen Wissen heißt das ja nicht das ich das Studieren muss. Gleiches gilt für die Philosophie… Ich kann auch zuhause Nietzsche lesen.

Ein Studium sollte mir (glaube ich, da bin ich mir halt NOCH nicht sicher) neue „Kenntnisse“ liefern.
Siehe Medzin (käme niemals in Frage), Jura, BWL (auch nicht), Soziologie etc.

Da ich eigentlich der Typ bin der durchs leben schlendert scheint es nicht grad klug Karrierist zu sein.
Ich werd doch überrollt von den ganzen Workoholics… Deshalb denk ich dann wieder, vieleicht solltest du doch etwas machen von dem du Vorwissen vom Stoff hast der dich auch interessiert, da kannste in Höchsform laufen.
Aber Menschen ändern sich.

Irgendwie Zwickmühle mit kleiner Auswahl and Studienmöglichkeiten.

Ihr kennt mich ja nicht und deshalb erwarte ich natürlich nicht das ihr mit mir Entscheidungen fällt.
Aber ihr könnt den Senf, zu diesem kleinen Abschnitt den ihr von mir kennt, abgeben.

Soziologie… Hm…

EDIT: beim kurzen Überfliegen sind mir so viele Rechtschreibfehler aufgefallen.
Das ist meine schnelle „Gedanken-Auf-Den-Bildschirm-Forensprache“, entschuldigt :oops:

Hakuna Matata diesen Spruch sag ich gern!

EDIT 2:

Soziologie ist eine Wissenschaft, die soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. Theoretisches Wissen und methodisch-statistische Kenntnisse sind die Werkzeuge, mit deren Hilfe die Soziologie gesellschaftlichen Wandel analysiert. Studierende der Soziologie werden in die Lage versetzt, den Beobachtungsgegenstand der Soziologie zu untersuchen und im Sinne einer Anwendungswissenschaft Theorien und Methoden sinnvoll einzusetzen. Das Studium favorisiert somit den Weg einer theoriegeleiteten empirischen Sozialwissenschaft. Studierende im Bachelor erhalten eine Grundausbildung in der Fachdisziplin, die durch eine Spezialisierung ergänzt und vertieft wird. Eine Spezialisierung ist möglich in den Bereichen Kulturen und Gesellschaften, Wirtschaft und Sozialpolitik, Ungleichheit und regionale Differenzierung und Konsum und Kommunikation. Jede dieser Spezialisierungen ist durch ein eigenes Profil gekennzeichnet, das gleichzeitig auch für bestimmte Berufsfelder qualifiziert. Die Praxisorientierung des Studiums wird insbesondere durch die verpflichtende Teilnahme an einem praxisbezogenen Studienprojekt erzielt. In diesem Studienprojekt wird an einer konkreten Fragestellung eigenständige sozialwissenschaftliche Forschung trainiert. Insbesondere das praxisbezogene Studienprojekt und die soziologischen Seminare ermöglichen eine intensive Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden und sind damit wichtige Bestandteile des Ausbildungskonzeptes. Zudem zeichnet sich das Soziologiestudium in Trier durch eine enge Anbindung an die Wirtschaftswissenschaften aus. Diese Verschränkung von Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erweitert die Berufsfeldorientierung der Studierenden und eröffnet neue Perspektiven auf das eigene Fach.

Na sieh mal einer an. Kein NC btw.
Aber hey, nutella meint auch sie sei gesund.

EDIT 3

Das spezifische Profil des Trierer Bachelorstudiengangs Soziologie qualifiziert die Absolventen für Tätigkeiten in der Markt- und Meinungsforschung, im Bereich der Medien und Kommunikationsdienstleistungen sowie für Aufgaben in Unternehmensberatungen oder in den Personal-, Organisations- und Weiterbildungsabteilungen von Wirtschaftsunternehmen. Darüber hinaus sind Tätigkeiten in der kommunalen Verwaltung, in Parteien, Verbänden und in Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit potenzielle Tätigkeitsfelder.

Ich studier Film und Fernsehen wenn auch nicht an der HFF sondern an ner privaten FH hier in Muc und muss sagen das ich teilweise mit dem Unterricht bei uns unzufrieden bin. Nicht für uns Postler weil unser Dozent gleich auf die Arbeitswelt vorbereitet hat in Sachen Avid und was sonst alles möglich ist im Schnitt, was wichtig ist im Schnitt und wie du ordentlich was reissen kannst.
Aber unsere Regisseure und Kameramänner kann man teilweise in der Pfeife rauchen, weil keiner von beiden das Prinzip der Achsen versteht und es ihnen auch nicht vermittelt wird obwohl die Achsen einen enormen dramatischen Wert haben können.

Zum anderen herrscht an vielen Hochschulen die Vermittlung von Continuity innerhalb der Geschichten obwohl dieses Gesetz völlig außer Kraft steht und eine Geschichte nicht zwingend linear verlaufen muss. Aber das ist das denken der 30er des Hollywood-Systems in den meisten bestimmenden Köpfen hier im Land. Und das obwohl sich der Film in Amerika und England weiterentwickelt hat.

Und es gibt nen Unterschied zwischen Cineast und Filmmaker. Als Cineast kannst du nur beurteilen innerhalb der Wirkung oder Beobachtung die du über einen Film triffst. Als Filmemacher siehst du eher die Probleme die entweder zwischen oder in den Shots liegen. Ich hab bei mir festgestellt das ich kaum Filme normal betrachten kann weil- sobald der Film nachlässt oder an Spannung einbüßt- ich sofort analysiere warum das der Fall ist.

Das Fernsehen hat zur Zeit ein ziemlich großes Problem, den wir sehen nur kopien von kopien von kopien von kopien von klischees. Ergo es ist nichts eingenes, sondern nur abgekupfertes und auf sowas hab ich doch keinen Bock. Dazu ham die meisten Produzenten schiss (weils um ihre Existenzgrundlagen geht) zum anderen ham sie einfach nicht die Eier und das vertrauen in dinge die vielleicht verrückt erscheinen mögen (so wie bei Monty Python die damit ordentlich vorgebaut haben) und diese dann auch finanzieren.
Oder sie haben vergessen, wie man Leute vor den Fernseher oder ins Kino lockt. Simple Frage von Quentin Tarantino: “Würde ich 10 $ Zahlen um diesen Film zu sehen?”

Aber wenn dir Filme spaß machen und es dir spaß macht welche mit einem 10-30 Köpfigen Team zu machen, why not.

Ich studiere Soziologie und bin auf diesen Thread gestoßen, was der Grund ist warum ich mich soeben angemeldet habe.

Hier scheinen einige keine Vorstellung zu haben wie das Studium aufgebaut ist. Im ersten Semester lernt man die Grundlagen der Soziologie und der Politikwissenschaft und die Methoden der empirischen Sozialforschung kennen. Auf letzterem baut im zweiten Semester Statistik und im dritten die computergestützte Datenanalyse auf. Im weiteren Studienverlauf werden “neuzeitliche” und klassische soziologische Theorien gelehrt. Im Laufe der sechs Semester beschäftigt sich ein großer Teil der Veranstaltungen mit dem Aufbau von Gesellschaften und deren Organisation und Institutionen u.a. im europäischen Kontext. In der zweiten Hälfte des Studiums wird qualitative Sozialforschung gelehrt.

Das Studium ist sehr lese- und lernintensiv. Man wird recht schonungslos mit Mathematik konfrontiert (Methoden der empirischen Sozialforschung, Statistik, computergestützte Datenanalyse) und muss eine Auswahl an Programmiersprachen erlernen um die Software bedienen zu können. Es ist sehr empfehlenswert seinen Wissensstand in Sachen Mathematik im Vorfeld aufzufrischen, da mathematische Kenntnisse der Klasse 8-13 für die genannten Module vorausgesetzt werden. In Hausarbeiten muss man die Erlernten Methoden und Theorien praktisch anwenden, zuerst recht problemorientiert und mit der Zeit immer abstrakter.

Ich halte fest dass Soziologie ein wissenschaftliches Studium ist. Wenn du die Vorstellung hast, dass du bischen in der Uni abhängst und dann einen Tag vor der Klausur anfängst zu lernst, muss ich dich enttäuschen. So läuft das leider nicht, jedenfalls nicht ab dem zweiten Fachsemester.

Zum Thema der Berufswahl schau dir mal die Homepage des Berufsverbands der Soziologen an. Von Kriminologie bis zum gehobenen Dienst ist alles möglich.

Dann ist es bei mir anders als bei dir^^
Bei mir (Staatswissenschaften) ist die emp. Sozialforschung von der Soziologie getrennt. Deswegen auch mein Urteil, dass ich von Soziologie (zumindest von der Soziologie allein, so wie sie bei uns gelehrt wird) nichts halte^^.

Im Bologna-Raum ist das Studium von den Inhalten her gleich aufgebaut, ergo ist Empirie ein integraler Bestandteil des Bachelor-Studiums.

Und es gibt nen Unterschied zwischen Cineast und Filmmaker. Als Cineast kannst du nur beurteilen innerhalb der Wirkung oder Beobachtung die du über einen Film triffst. Als Filmemacher siehst du eher die Probleme die entweder zwischen oder in den Shots liegen. Ich hab bei mir festgestellt das ich kaum Filme normal betrachten kann weil- sobald der Film nachlässt oder an Spannung einbüßt- ich sofort analysiere warum das der Fall ist. .

Bingo! Ich will eben ein Cineast bleiben, ich hab schon gemerkt als wir in der Schule Filme analysiert haben fing ich an privat auch Filme zu analysieren so das ich die storys voll verpeilt hab.

Ich halte fest dass Soziologie ein wissenschaftliches Studium ist. Wenn du die Vorstellung hast, dass du bischen in der Uni abhängst und dann einen Tag vor der Klausur anfängst zu lernst, muss ich dich enttäuschen.

Für was hälst du mich! :-o
Ich bin faul aber nicht haiv! Und danke für deinen produktiven Beitrag. Du hast das Studium schön geschildert und sogar noch links parat. Glatte Eins.

Mathe ist absoult nicht mein Fall :S aber ich denke da kommt man nicht herum wenn man empirische Forschung betreibt,

Das Studium ist sehr lese- und lernintensiv

Welches denn nicht?

Im endeffekt werd ich mir wohl mehr Literatur über Studiengänge ausliehen, die jeweiligen Fachseiten der Unis besuchen und dann abwägen was mir am besten liegt.

Danke für die zahlreichen Hinweise…

ps ich denke darüber nach in holland zu studieren. da wird wohl sehr viel eigeninitative verlangt aber wenn ich mir in den aller wertesten trete, hmm… Arts & Culture oder European Studies.

Oder doch Soziologie?
Letzenendes ist das Erstsemester bekanntlich nicht das absolute und learning by doing hat immer noch mehr Gewicht als Theorien aufzustellen wie es wohl sein könnte. Stichwort: Uniklima, Proffesoren etc.
Ich werd schon was finden und wenn nicht… schalte ich einfach mal wieder ab.

Und eins nehm ich mit. Der Herr Fernsehkritiker hat mich gewarnt ^^

Wenn man auf Lehramt studiert, dann muss man in Regel viel arbeiten, also wöchentlich Hausarbeiten einreichen, aber dafür recht wenig lernen. Behaupte ich jetzt mal.

Da fällt mir noch was zum Thema Empirie und Soziologie ein. Ein Professor der Empirie wurde in der frühen Geschichte der universitären Soziologie von einem Studenten im Hörsaal erschossen. Hat aber nichts geholfen.

@DerDickeTyp
in der Schule war Mathe auch nie mein Fall, im Studium jetzt gehts mir aber relativ locker von der Hand. Geht rel vielen so(zumindest hör ich das zimlich oft^^). deswegen lass dich von viel Mathe nicht einschüchtern :wink:

@Quadratdücker, stimmt hast recht (da ich nur die Grundsoziologie Sachen machen muss(te) und Empirie bei uns anders eingeteilt ist hab ich nicht den großen Einblick in die eigtl Soziologiestudium^^)