Raubkopierer sind keine Verbrecher!

Nun ist es soweit, ich hatte diesen Thread ja schon einmal kurz angekündigt und nun will ich ihn auch endlich schreiben. :wink:

Ich diskutiere schon seit einiger Zeit, auf einer anderen Seite, immer wieder mit Leuten die meinen, das Raubkopierer [1] schuld an den hohen Musik-, Film- und Spielepreisen sind (was die Industrie ja auch behauptet?), dem ich aber nicht zustimmen kann, jedenfalls nicht ohne weiteres.

Viele behaupten ganz klar, dass die ganzen Millionen Schäden, alleine durch Raubkopierer verursacht werden, was aber, meiner Meinung nach, nicht Möglich ist.
Wenn ein Raubkopierer eine Datei aus dem Internet Lädt, bzw. eine Sicherungskopie anfertigt, handelt es sich um eine Kopie, nicht um einen Diebstahl. Es wird also niemandem etwas weg genommen, sodass es jemand anderem nicht mehr zur Verfügung steht, es wird kopiert (sprich: vermehrt).

Nun tritt die nächste Behauptung in Kraft: Raubkopierer kaufen sich auch nichts mehr.
Das ist auch falsch. Es gibt einige Raubkopierer, die sich, weil das Produkt gefallen hat, sich das Original nachkaufen [2] (ich persönlich kenne den einen oder anderen).
Hinzu kommt, dass es sich dabei um eine Form der Werbung handelt. Sollte ein Produkt kopiert werden und es ist gut, so wird höchstwahrscheinlich entweder ein Produkt des selben Herstellers oder sogar das Selbe Produkt eventuell (nach-) gekauft oder ein weiteres mal heruntergeladen (wobei da wiederum die Chance auf einen Kauf besteht). Sollte das Produkt nicht gefallen, so hat man immerhin kein Geld ausgegeben und ist nicht so sehr frustriert oder verärgert, als wenn man es gekauft hätte [3].

Man begründet außerdem, die Investitionen in neue Kopierschutz-Mittel (und damit steigende CD/DVD-Preise), mit den Raubkopien.
Es gibt keinen Kopierschutz, den man nicht knacken kann (wenn dem so wäre, könnte man die Disk bzw. die Datei auch nicht abspielen) und rein juristisch, würde es reichen „Bitte nicht Kopieren“ auf die Disk zu drucken, da man dann eindeutig erklärt das der Hersteller es nicht erwünscht, das es kopiert wird (Es fällt dann unter Urheberrechtsverletzung, also dem Selben Anklagepunkt, wie mit Umgehung des Kopierschutzes).
Warum also, erfindet man schwachsinnige Gesetzte [4] und investiert so viel Geld, wenn es rein praktisch keinen Nutzen hat, dafür aber den Komfort des Kunden schädigt?

Ein weiterer Punkt für Raubkopien.
Ehrliche Käufer haben viele Nachteile, so darf man sich ja keine Sicherungskopie anfertigen, steht also mit leeren Händen da, wenn die Daten auf der Disk sich nach ca. 2-5 Jahren auflösen [5] oder die Disk beschädigt wird.
Auch der DRM-Schutz ist nicht wirklich optimal, da man dazu nicht nur eine Internet-Verbindung benötigt, sondern auch abhängig von den DRM-Servern ist [6].
Man liest und hört darüber bzw. hat es sogar schon selbst erlebt, dass man wegen des Kopierschutzes überhaupt keinen Zugriff auf die Daten hat.
Man darf im übrigen fast standardmäßig mehr zahlen, als das Produkt wert ist (angeblicher Grund: siehe oben).

Edit: Theoretisch, darf man sich nicht einmal ein Lied auf seinen MP3-Player spielen, da man dann ja auch den Kopierschutz umgeht. Man ist also an einen Diskman gebunden, welcher aber Probleme mit dem Kopierschutz haben könnte.

Ich hoffe, dass der Text zur Diskussion anregt. :wink:
Eventuell kann ich in der Diskussion auch noch einige weitere Punkte nachschieben, die mir jetzt gerade nicht einfallen wollen.

MfG
Thomas

[1] „Raubkopierer“ bzw. „Raubkopie“ ist ganz klar ein Medien Wort (so wie „Killerspiele“ es auch sind), welches juristisch falsch ist. Von Raub kann man sprechen, wenn man sich etwas, mit Hilfe von Drohungen oder/und Gewalt (auch mit Todesfolge), zu eigen macht (sprich: eine Form des Diebstahls), das ist hier aber niemals gegeben.
Es ist eine Urheberrechtsverletzung!

[2] Statistisch gesehen, folgt nach 150 Downloads einer Musikdatei aus einem Album (welches insgesamt min. 600.000 mal verkauft wurde), der Kauf einer Kopie dieses Albums.
Mehr dazu.

[3] Bei Spielen gibt es nicht immer eine Spielbare Demo zum antesten und Videotheken kosten Geld und haben (so wie auch Freunde) nicht immer gleich das Spiel der Begierde da. Bei Filmen (welche man nicht im Kino gesehen hat oder dort nie gelaufen sind) und Musik, ist es ähnlich, man kennt nur die Trailer/was im Fernsehen/Radio läuft und ähnliches, nicht aber etwas, wo man sich eine Meinung darüber bilden kann, ob sich der Kauf lohnt.

[4] Es ist per Gesetzt in Deutschland verboten eine Sicherungskopie anzulegen, wenn ein Kopierschutz umgangen werden muss. Auch wer solche Software anbietet oder herstellt, die den Kopierschutz umgeht, macht sich strafbar.

[5] Die Lebensdauer einer CD/DVD ist nicht unendlich. Eine Disk verliert nach geraumer Zeit einfach ihre Daten.
Dieser Prozess ist aber auch von der Nutzung der Disk abhängig, so sollte man die Disk z.B. nicht dauerhaft den Sonnenstrahlen aussetzten.

[6] Beispiel: Einige Anbieter schließen gerade ihre DRM-Server.

P.S.: Es sei auf folgende Seite hingewiesen (die ich übrigens hier, in diesem Forum das Erste mal entdeckt habe):
http://rettet-das-internet.de/index.htm

P.S.2: Es sei darauf hingewiesen das Raubkopieren illegal ist, egal wie man es dreht und wendet und ich keine Garantie für die Richtigkeit der juristischen Aspekte übernehme.

Viele behaupten ganz klar, dass die ganzen Millionen Schäden, alleine durch Raubkopierer verursacht werden, was aber, meiner Meinung nach, nicht Möglich ist.
Wenn ein Raubkopierer eine Datei aus dem Internet Lädt, bzw. eine Sicherungskopie anfertigt, handelt es sich um eine Kopie, nicht um einen Diebstahl. Es wird also niemandem etwas weg genommen, sodass es jemand anderem nicht mehr zur Verfügung steht, es wird kopiert (sprich: vermehrt).

Blablabla, blöde Haarspalterei, Fakt ist, dass sich die Bezeichnung eingebürgert hat und jeder weiß was gemeint ist. Er bricht das Urheberrecht, bzw. eignet sich eine Dienstleistung an, ohne eine gegen Leistung zu erbringe. Nicht nett.
Raubtiere rauben ja auch nichts.

Nun tritt die nächste Behauptung in Kraft: Raubkopierer kaufen sich auch nichts mehr.
Das ist auch falsch. Es gibt einige Raubkopierer, die sich, weil das Produkt gefallen hat, sich das Original nachkaufen [2] (ich persönlich kenne den einen oder anderen).

Der ein oder andere, der Großteil definitiv nicht.

Hinzu kommt, dass es sich dabei um eine Form der Werbung handelt. Sollte ein Produkt kopiert werden und es ist gut, so wird höchstwahrscheinlich entweder ein Produkt des selben Herstellers oder sogar das Selbe Produkt eventuell (nach-) gekauft oder ein weiteres mal heruntergeladen (wobei da wiederum die Chance auf einen Kauf besteht). Sollte das Produkt nicht gefallen, so hat man immerhin kein Geld ausgegeben und ist nicht so sehr frustriert oder verärgert, als wenn man es gekauft hätte [3].

Damit könntest du wirklichen Diebstahl rechtfertigen. „Hey, er hat die Jacke zwar geklaut, aber allen seinen Freunden empfohlen!“.

Warum also, erfindet man schwachsinnige Gesetzte [4] und investiert so viel Geld, wenn es rein praktisch keinen Nutzen hat, dafür aber den Komfort des Kunden schädigt?

Warum baut man Sicherheitssysteme in Gebäude ein, auch diese können geknackt werden und am Flughafen stört dieses Abgetaste auch meinen Komfort.

Viele behaupten ganz klar, dass die ganzen Millionen Schäden, alleine durch Raubkopierer verursacht werden, was aber, meiner Meinung nach, nicht Möglich ist.
Wenn ein Raubkopierer eine Datei aus dem Internet Lädt, bzw. eine Sicherungskopie anfertigt, handelt es sich um eine Kopie, nicht um einen Diebstahl. Es wird also niemandem etwas weg genommen, sodass es jemand anderem nicht mehr zur Verfügung steht, es wird kopiert (sprich: vermehrt).

Gerade das ist aber das eigentliche Problem - es wird etwas „vermehrt“, dessen Herstellung jemand anderem Geld eingebracht hätte! Im Prinzip ist es das gleiche wie die verhasste Produktpiraterie in China, denn dort wird auch nur „kopiert“, was andere sich mühevoll ausgedacht bzw. entwickelt haben.

Nun tritt die nächste Behauptung in Kraft: Raubkopierer kaufen sich auch nichts mehr.
Das ist auch falsch. Es gibt einige Raubkopierer, die sich, weil das Produkt gefallen hat, sich das Original nachkaufen [2] (ich persönlich kenne den einen oder anderen).
Hinzu kommt, dass es sich dabei um eine Form der Werbung handelt. Sollte ein Produkt kopiert werden und es ist gut, so wird höchstwahrscheinlich entweder ein Produkt des selben Herstellers oder sogar das Selbe Produkt eventuell (nach-) gekauft oder ein weiteres mal heruntergeladen (wobei da wiederum die Chance auf einen Kauf besteht). Sollte das Produkt nicht gefallen, so hat man immerhin kein Geld ausgegeben und ist nicht so sehr frustriert oder verärgert, als wenn man es gekauft hätte

Wenn überhaupt, dann kaufen sich die Leute nur dann noch das Original, wenn die Kopie irgendwie defekt war oder irgendwas (z.B. Bonusmaterial bei DVDs) gefehlt hat. Das ist aber leider nicht der Normalfall. Die meisten Raubkopierer nutzen lediglich etwas, für das sie keine Gegenleistung/Bezahlung erbracht haben.

Man begründet außerdem, die Investitionen in neue Kopierschutz-Mittel (und damit steigende CD/DVD-Preise), mit den Raubkopien.
Es gibt keinen Kopierschutz, den man nicht knacken kann (wenn dem so wäre, könnte man die Disk bzw. die Datei auch nicht abspielen) und rein juristisch, würde es reichen „Bitte nicht Kopieren“ auf die Disk zu drucken, da man dann eindeutig erklärt das der Hersteller es nicht erwünscht, das es kopiert wird (Es fällt dann unter Urheberrechtsverletzung, also dem Selben Anklagepunkt, wie mit Umgehung des Kopierschutzes).
Warum also, erfindet man schwachsinnige Gesetzte [4] und investiert so viel Geld, wenn es rein praktisch keinen Nutzen hat, dafür aber den Komfort des Kunden schädigt?

Ein Kopierschutz ist der verzweifelte Versuch, das Kopieren wenigstens für die ganz doofen einzuschränken. Technisch betrachtet ist jeder Kopierschutz Tinnef, da wirkungslos. Abgesehen von den von Dir angesprochenen Problemen: Wurde er nur ein einziges Mal geknackt, dann können von da ab wieder beliebig viele Kopien angefertigt werden und - dank des Internets - blitzschnell in die ganze Welt verteilt werden.

Ein weiterer Punkt für Raubkopien.
Ehrliche Käufer haben viele Nachteile, so darf man sich ja keine Sicherungskopie anfertigen, steht also mit leeren Händen da, wenn die Daten auf der Disk sich nach ca. 2-5 Jahren auflösen [5] oder die Disk beschädigt wird.
Auch der DRM-Schutz ist nicht wirklich optimal, da man dazu nicht nur eine Internet-Verbindung benötigt, sondern auch abhängig von den DRM-Servern ist [6].
Man liest und hört darüber bzw. hat es sogar schon selbst erlebt, dass man wegen des Kopierschutzes überhaupt keinen Zugriff auf die Daten hat.
Man darf im übrigen fast standardmäßig mehr zahlen, als das Produkt wert ist (angeblicher Grund: siehe oben).

Ein weiterer Nachteil dieser unsinnigen Schutzmaßnahmen - auch „ehrliche“ Kopien werden unmöglich gemacht. Dabei gilt gerade in der Welt der EDV meistens: NIE MIT ORIGINALEN, IMMER MIT SICHERHEITSKOPIEN ARBEITEN!

Edit: Theoretisch, darf man sich nicht einmal ein Lied auf seinen MP3-Player spielen, da man dann ja auch den Kopierschutz umgeht. Man ist also an einen Diskman gebunden, welcher aber Probleme mit dem Kopierschutz haben könnte.

Genau. Viele Audioanlagen besitzen heute bereits keine reinen CD-Player mehr, sondern CD-ROM-Laufwerke. Auf denen lassen sich dann oft auch mies geschützte Originale nicht abspielen. Spätestens hier wird die Sinnlosigkeit dieser Kopierschutztechniken deutlich: Man wird nicht (nur) am Kopieren gehindert, sondern leider teilweise an der NUTZUNG (!) eines ordnungsgemäß erworbenen (und teuer bezahlten) Originals!

Hier hilft mitunter nur der eiskalte Boykott! Das hat ja bei Audio-CDs zumindest schon gut funktioniert… :lol:

-Catboy

Diese Diskussion ist sehr zwiespältig.

Tatsache ist für mich, dass im gesellschaftlichen Umfeld kein wirkliches Schuldbewusstsein vorhanden ist. Rohlinge wurden zu meinen Schulzeiten munter umhergeschoben und ich kenne auch Ältere, die natürlich davon profitieren. Die meisten Leute sind aber schon ein bisschen eingeschüchtert was Raubkopieren angeht, weil sie entweder nicht wissen, was man sich noch alles leisten kann oder weil sie der reißerischen Werbung glauben oder kein wirkliches technisches Verständnis über das Machbare bei der Ahndung von Raubkopierverbrechen haben.

Privatkopie
jo, man zahlt auf JEDEN SCHEIß GEMA-Abgaben: Brenner, Rohlinge, USB-Sticks, Festplatten und und nun darf man eine CD mit Kopierschutz aber nicht mehr umgehen, was soll der Schwachsinn bitte? Also entweder hören die auf mit ihren Abgaben, oder man darf wieder kopieren, find ich ehrlich gesagt ziemlich Banane die Regelung :smt028

Raubkopieren bei Spielen:
Zu der Sache mit Original-nachkaufen: Dieser Effekt wirkt meist nur bei Onlinespielen, die Leute einfach mal “auf LAN” gezockt haben und die dann auch online spielen wollen. Ansonsten kenne ich sehr viele Leute, die selbst nach 2 Jahren immer noch nicht Original haben, was mich ehrlich gesagt schon bissl wurmt, weil das einfach nur dreist ist :evil:

die Sache mit dem Kopierschutz finde ich auch dumm, da wird am Ende nur der ehrliche Käufer der Dumme sein, da “Internetkäufe” immer ohne CD im Laufwerk auskommen -.-

Paradebeispiel natürlich Spore, das nur 3mal installiert werden darf, meiner Meinung nach der Gipfel der Dreistigkeit. Es soll mit dieser Regelung ja der Weiterverkauf unterbunden werden. Was ich bisher gehört habe, soll die Spielzeit etwa eine zweistellige Stundenzahl sein, also warum das ganze nicht nach dem Durchspielen bei ebay verkaufen? Unnötig zu erwähnen, dass der Kaufpreis mit 49€ für ein quasi “Einweg”-PC-Spiel sowieso unverschämt hoch ist. Für die “Internetkäufer” gibts natürlich keine Gängelung, schon irgendwie pervers :smt017

Aber ansonsten finde ich bei Spielen das Raubkopieren ansich nicht wirklich gut, da die Publisher sicher schon genug zu kämpfen haben, billiger wird es aber trotzdem nicht werden, wenn sie aufhören zu kopieren

Sonstiges

mir tun die Leute ein bisschen Leid, die DRM-Musik gekauft haben, da das wahrscheinlich welche sind die von Computern nicht so viel verstehen und wo wohl einige ziemlich betrogen sein könnten, wenn die Festplatte mal streikt :smt009

ansonsten gibt es soviele Anwendungen, die manche Hobby-Experten gerne haben wollen, die in real aber so schweineteuer sind (z.B. Photoshop) dass die Raubkopie in diesem Fall kein Geld zerstört, sondern eher eine Werbemaßnahme sein dürfte für Leute, die von dem Programm sowieso 0 verstehen. Wer später ein Gewerbe anmelden will und mit seinen erworbenen Kenntnissen Geld machen will, sollte um die Lizenz sowieso nicht umherkommen.

Die Lobby sagt ja immer, dass jede Raubkopie verlorenes Geld ist, aber das stimmt nicht: Nicht jede Raubkopie wäre ein gekauftes Produkt. Gibt auch welche die das quasi als Hobby machen und schon fast aus Langeweile alles mögliche ziehen und dann einen virtuellen 5-stelligen Eurobetrag auf der Festplatte haben, den sie niemals gekauft hätten und auch niemals allumfassend genutzt haben :ugly

Wer einen DVD-Abend machen will wird sicher auch nicht die 320*240 Version aus dem Internet zeigen :ugly

Sicherungskopien von CD/DVDs ist eigentlich ein schlechtes Beispiel, da eine gepresste CD ~50 Jahre hält und eine gebrannte nur ~5. Allerdings ist es schon Mist, wenn man immer mit der Originalen rumhantieren muss.

Fazit: Der ehrliche ist wie immer und nicht nur in diesem Bereich des Lebens: Der Dumme

Viele behaupten ganz klar, dass die ganzen Millionen Schäden, alleine durch Raubkopierer verursacht werden, was aber, meiner Meinung nach, nicht Möglich ist.

Ist es auch nicht. Simple Milchmädchenrechnung:
Angenommen im Jahr 2008 werden in Deutschland 100 Millionen CD/DVD-Rohlinge verkauft.

  1. Die Musikindustrie beklagt sich, weil schließlich 100 Millionen CDs mit ihrer Musik gefüllt worden sind.
  2. Die Spieleindustrie beklagt sich, weil schließlich 100 Millionen CDs mit ihren Spielen gefüllt worden sind.
  3. Die Softwareindustrie beklagt sich, weil schließlich 100 Millionen CDs mit ihrer Software bespielt worden sind.

Schon haben wir bei 100 Millionen verkauften Rohlingen 300 Millionen illegale Kopien = Bullshit.
Außerdem: Weniger Gewinn ? Verlust.

Wenn ein Raubkopierer eine Datei aus dem Internet Lädt, bzw. eine Sicherungskopie anfertigt, handelt es sich um eine Kopie, nicht um einen Diebstahl. Es wird also niemandem etwas weg genommen, sodass es jemand anderem nicht mehr zur Verfügung steht, es wird kopiert (sprich: vermehrt).

Richtig, trotzdem bleibt es erstmal illegal.

Nun tritt die nächste Behauptung in Kraft: Raubkopierer kaufen sich auch nichts mehr.
Das ist auch falsch. Es gibt einige Raubkopierer, die sich, weil das Produkt gefallen hat, sich das Original nachkaufen [2] (ich persönlich kenne den einen oder anderen).

Das dürften die wenigsten sein, beweisen lässt sich weder die eine, noch die andere Behauptung.

Hinzu kommt, dass es sich dabei um eine Form der Werbung handelt. Sollte ein Produkt kopiert werden und es ist gut, so wird höchstwahrscheinlich entweder ein Produkt des selben Herstellers oder sogar das Selbe Produkt eventuell (nach-) gekauft oder ein weiteres mal heruntergeladen (wobei da wiederum die Chance auf einen Kauf besteht). Sollte das Produkt nicht gefallen, so hat man immerhin kein Geld ausgegeben und ist nicht so sehr frustriert oder verärgert, als wenn man es gekauft hätte [3].

Wie gesagt, beweisen lässt sich weder das eine, noch das andere.

Man begründet außerdem, die Investitionen in neue Kopierschutz-Mittel (und damit steigende CD/DVD-Preise), mit den Raubkopien.
Es gibt keinen Kopierschutz, den man nicht knacken kann (wenn dem so wäre, könnte man die Disk bzw. die Datei auch nicht abspielen) und rein juristisch, würde es reichen „Bitte nicht Kopieren“ auf die Disk zu drucken, da man dann eindeutig erklärt das der Hersteller es nicht erwünscht, das es kopiert wird (Es fällt dann unter Urheberrechtsverletzung, also dem Selben Anklagepunkt, wie mit Umgehung des Kopierschutzes).

Die immer tolleren Kopierschutzmaßnahmen vergraulen im Endeffekt nur die ehrlichen Kunden. Ich bezahle schließlich kein Geld für eine Software oder ein Spiel, bei dem mir der PC auch noch mit Rootkits u.ä. zugemüllt wird. Bei so manchem Kopierschutz wäre nach Installation eine Anzeige wegen Sachbeschädigung angebracht. Aber so was kommt mir zumindest nicht auf den Rechner.

Warum also, erfindet man schwachsinnige Gesetzte [4] und investiert so viel Geld, wenn es rein praktisch keinen Nutzen hat, dafür aber den Komfort des Kunden schädigt?

Ganz einfach: Weil man es kann.

Ein weiterer Punkt für Raubkopien.
Ehrliche Käufer haben viele Nachteile, so darf man sich ja keine Sicherungskopie anfertigen, steht also mit leeren Händen da, wenn die Daten auf der Disk sich nach ca. 2-5 Jahren auflösen [5] oder die Disk beschädigt wird.
Auch der DRM-Schutz ist nicht wirklich optimal, da man dazu nicht nur eine Internet-Verbindung benötigt, sondern auch abhängig von den DRM-Servern ist [6].
Man liest und hört darüber bzw. hat es sogar schon selbst erlebt, dass man wegen des Kopierschutzes überhaupt keinen Zugriff auf die Daten hat.
Man darf im übrigen fast standardmäßig mehr zahlen, als das Produkt wert ist (angeblicher Grund: siehe oben).

Überteuerte Produkte sind kein Ergebnis des Kopierschutzes. Was mir das Geld nicht Wert ist, wird nicht gekauft.
Aber ganz Aktuell: Spore. Wird von den Leuten trotz beschissenem und später kaum zu entfernendem Kopierschutz gekauft wie verrückt. Da ist jeder Käufer selbst dran Schuld.

die Sache mit dem Kopierschutz finde ich auch dumm, da wird am Ende nur der ehrliche Käufer der Dumme sein, da „Internetkäufe“ immer ohne CD im Laufwerk auskommen -.-

Meine Orginalspiele kommen auch ohne CD aus. Das ich mir einen NOCD Crack draufmache ist für mich selbstverständlich. Erstens muß ich meine Orginaldatenträger schonen, da ich sie ja nicht kopieren darf, zweitens würde mich das ständige Laufen meines Laufwerkes nerven.

ansonsten gibt es soviele Anwendungen, die manche Hobby-Experten gerne haben wollen, die in real aber so schweineteuer sind (z.B. Photoshop) dass die Raubkopie in diesem Fall kein Geld zerstört, sondern eher eine Werbemaßnahme sein dürfte für Leute, die von dem Programm sowieso 0 verstehen. Wer später ein Gewerbe anmelden will und mit seinen erworbenen Kenntnissen Geld machen will, sollte um die Lizenz sowieso nicht umherkommen.

Profisoftware ist mit Spielen/Filmen/Musik nicht zu vergleichen. Firmen wie Adobe oder Autodesk verkaufen nicht einfach ein Produkt, sondern auch den Support dazu. Ein Firmenkunde ist auf den Support angewiesen, und somit bleibt ihm keine Alternative zu Orginalsoftware. Das viele Leute Privat ihr kopiertes Photoshop nutzen trägt im allgemeinen nur zur besseren Verbreitung bei.

Ich habe mal Spaßeshalber nach Ausbildungsplätzen im Bereich Mediengestalter gesucht.
Also angenommen man hat mit 16 seinen Realschulabschluß gemacht, und möchte sich in dem Bereich bewerben, dann wird folgendes verlangt: Gute Zeugnisnoten und Kenntnisse in Photoshop, Premiere Pro, Avid Media Composer, Apple Final Cut, Illustrator, InDesign, After Effects etc.
Das ist doch wohl ein Witz. Wenn ich also in dem Bereich eine Ausbildung machen möchte, muß ich mir doch vorher diese Software kopieren, denn die Preise (selbst in der Studentenversion) sind für einen Schüler nicht zu bezahlen.
Auf der anderen Seite:
Mir ist kein Fall bekannt, bei dem große Softwarehersteller wie Adobe, Autodesk, Microsoft etc. gegen Privatkopien vorgegangen wären. Auch davon leben die.

Mal ganz davon abgesehen. Photoshop ist nicht teuer. Es ist halt nicht für den Heimanwender gedacht. Dafür gibt es Photoshop Elements. Es ist aber lustig, das viele Leute aus Prestigegründen lieber die Professionalversion nutzen, aber nicht die geringste Ahnung davon haben. Kann man in den Supportforen immer wieder sehen. Da kommen dann so saudämliche Fragen wie „Warum kann ich in Premiere Pro keine DivX Datein laden“. Warum? Weil kein Profi der Welt so ein Kraut- und Rübenformat nutzt! :roll:

jojo, die Forumsfragen denen man schon beim Lesen ansieht, wo der Fragende seine Software her hat :mrgreen:

mir schon klar dass man auch no-cd-cracks nutzen kann, aber

a) ist das glaube ich auch nicht erlaubt
b) bei vielen updates kann es da zu problemen kommen
c) selbst crack suchen/finden ist aufwendig und kann Risiken haben (Viren o.ä.)

ansonsten muss ich auch sagen, dass Kopierschutz wirklich nur ne Maßnahme gegen Doofe ist, kann ich demjenigen da oben nur zustimmen und dieser Doofe ist dann halt der, der bezahlt.

mir schon klar dass man auch no-cd-cracks nutzen kann, aber

a) ist das glaube ich auch nicht erlaubt

Soweit mir bekannt ist, dürfte es da keine Probleme geben. Du umgehst schließlich keinen Kopierschutz, weil du dein Orginal installiert hast. Jedenfalls gibt es dazu keinen Präzedenzfall.

Also dasselbe wie schwarzfahren, worauf auch der korrekte Begriff beruht: Schwarzkopie

Raubtiere töten andere Tiere und fressen sie, die leben danach nichtmehr!
Raubtiere erstellen keine Kopien ihrer Opfer.

Hab gerade mal ein altes Spiel aus dem Regal gezogen und in die Anleitung geschaut.
War schon eine tolle Zeit damals, man beachte den Hinweis zur Disketteninstallation:

:smiley:

Also laut dem Gamestar-Magazin ist das benutzen von NoCD-Cracks illegal… also zumindest stand es vor ein paar Jahren so drin, ich denke mal dass sich das mittlerweile nicht geändert hat.

@Topic: Jetzt keine Lust zu schreiben, evtl. morgen… ähm, ich meine später. :mrgreen:

Um aber mal die andere Seite zu beleuchten:

Raubkopierer sind keine Verbrecher!

Das ist mir so auch viel zu pauschal gesagt, und das kann ich so nicht unterschreiben.
Die Privatkopie sollte erlaubt sein, das ist klar. Aber bei professionellen Kopierern sollte man auch weiterhin hart durchgreifen.

Neulich erst ist ein DVD-Label aufgeflogen, was sich auf die Herstellung von Bootlegs spezialisiert hatte. Bootlegs sind DVDs, bei denen der Hersteller keine Lizenz zur Verbreitung des Inhaltes erworben hat. Es kamen unter anderem DVDs von Saw 3 auf den Markt.
Im Klartext:
Die DVDs sehen aus wie jede normale andere Orginal DVD, sind also gepresst, die Cover sind in Druckerein gedruckt worden und das ganze wird verschweißt und ist für den Laien nicht von einem Orginal zu unterscheiden. Diese Bootlegs sind gerade im Bereich Horror ein ganz großes Problem. Auf einschlägigen Onlineplattformen und Filmbörsen werden diese Kopien dann verkauft. Die Hersteller sind gutorganisierte Banden von Kriminellen, deren einziges Ziel die persönliche Bereicherung durch den Verkauf von fremden Eigentum ist. Wir sprechen hier nicht von kleinen Polen- oder Tschechenmärkten, auf denen man gebrannte Internetkopien kaufen kann, sondern von einer sehr gut organisierten Schattenwirtschaft. Vergleiche mit der Mafia sind hier durchaus angebracht. Und das ganze läuft hier in Deutschland ab. Man zeigt immer gerne mit dem Finger auf die bösen Chinesen, aber dieser Markt existiert in der Tat hier in einer nicht zu unterschätzenden Größenordnung. Und da hört auch bei mir das Verständnis auf, denn es handelt sich hier nicht um die edlen Robin Hoods. Da kann ich dann in der Tat nur beipflichen: Raubkopierer sind Verbrecher!

Erst einmal (da ich vermute, das diesen Link niemand in meinem Text entdeckt hat):
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17076/1.html

Das ist mir so auch viel zu pauschal gesagt, und das kann ich so nicht unterschreiben.
Die Privatkopie sollte erlaubt sein, das ist klar. Aber bei professionellen Kopierern sollte man auch weiterhin hart durchgreifen.

Okay, das sehe ich ein. Bei professionellen Kopien kauft der Kunde sich ja schließlich die Ware, sieht also keinen Grund sich das Original auch noch zu kaufen, aber der wahre Hersteller verdient nichts.

Aber meiner Grundaussage bleibe ich treu: Raubkopierer sind keine Verbrecher!
Raubkopierer werden schon beinahe Menschenfeindlich bestraft. So sollen einige Privat-Kopierer (Tauschbörsennutzer) 1000EUR pro kopiertem Lied zahlen, wobei ein Lied nicht einmal einen Wert von 10EUR aufweist.

Nichts desto trotz: Raubkopieren ist illegal.

Das dürften die wenigsten sein, beweisen lässt sich weder die eine, noch die andere Behauptung.

Beweisen lässt es sich nicht, aber es gibt zumindest eine Studie (siehe Link, oben), die Behauptet, das auf 150 Downloads eines Liedes aus einem Album, auch der Kauf einer Kopie dieses Albums folgt (wobei das Album sich min. 600.000 mal verkauft haben muss).

Überteuerte Produkte sind kein Ergebnis des Kopierschutzes. Was mir das Geld nicht Wert ist, wird nicht gekauft.

Die Produktionskosten für den Kopierschutz, fließen aber immer in die Disk-Preise mit ein, man zahlt also doch einen kleinen Teil für den Kopierschutz. Die hohen Disk-Preise hingegen werden manchmal (oder immer?) durch die Raubkopierer begründet. Ich glaube aber, das liegt eher am Angebot & Nachfrage-Prinzip bzw. der wirtschaftlichen Lage, als an Raubkopierern.

jojo, die Forumsfragen denen man schon beim Lesen ansieht, wo der Fragende seine Software her hat
Also ich bin OpenSource-User und Software-Käufer. :wink:

Gerade das ist aber das eigentliche Problem - es wird etwas „vermehrt“, dessen Herstellung jemand anderem Geld eingebracht hätte!

Wieso hätte? Erst einmal weißt du nicht, ob sich derjenige das Produkt überhaupt jemals gekauft hätte (vor allem wenn das Produkt etwas kostet (wie neue Spiele z.B. 50-70EUR)), zum anderen weißt du nicht, ob derjenige nicht doch irgendwann ein Produkt des Selben Herstellers kauft, weil die Kopie ihm gefallen hat.
Raubkopierer sind immer (mal von den professionellen abgesehen) auch potentielle Kunden.

Wenn überhaupt, dann kaufen sich die Leute nur dann noch das Original, wenn die Kopie irgendwie defekt war oder irgendwas (z.B. Bonusmaterial bei DVDs) gefehlt hat. Das ist aber leider nicht der Normalfall. Die meisten Raubkopierer nutzen lediglich etwas, für das sie keine Gegenleistung/Bezahlung erbracht haben.

Es gibt aber wohl kaum einen Raubkopierer, der sich nicht auch mal etwas kauft und da ist er wohl ganz klar durch seine Kopien beeinflusst, sei es negativ oder positiv für einige Hersteller.

Es sei allgemein auch mal darauf hingewiesen, das die Spiele-Industrie Momentan ein erheblichen Gewinn macht und gemacht hat und das die CD-Verkäufe, nach dem auftauchen der ersten Tauschbörse, gestiegen sind (wobei ich nicht behaupte, das die CD-Verkäufe wegen der Tauschbörse gestiegen sind).

MfG
Thomas

P.S.: http://de.youtube.com/watch?v=qmXv3naV_IQ <<< ein schönes Video zum Thema.

ist doch klar dass du auch für den Kopierschutz bezahlen musst, machst du bei adidas-sachen auch, damit die ihre scouts losschicken können, die verbrechen aufdecken ?!

deine Argumentation lässt sehr zu verallgemeinern übrig, wenn die Conentindustrie gar nichts machen würde, dann würden sie bald nicht mehr viel verkaufen. Das ist genau dasselbe wie das jetzt alle beim Discounter kaufen, weil es halt doch am billigsten ist und wenn nun jeder Trottel seine CD kopieren könnte, dann würden die bald nicht mehr viel verkaufen, wenn die ersten Tutorials in der Computerbild erscheinen würden. Auch wenn es viele nicht sehen wollen, gibt es auch Leute, die davon leben und es ist nicht jeder Künstler so gut betucht wie die Weltstars. Kannst froh sein, dass du vielleicht genug Wissen hast um deine Sachen zu vertuschen, legal macht es das trotzdem nicht.

1000€ für ein kopiertes Stück finde ich auch i.O., du bezahlst auch nicht nur 5€, wen du zu schnell gefahren bist, aber ist ja nichts passiert. Strafe muss auch bisschen abschrecken, bzw. kann man auch davon ausgehen, dass derjenige schon vorher genug gezogen hat, wobei er nicht erwischt worden ist. Btw. wurden die Abmahnkosten letztens afaik auf 100€ begrenzt. Die Leecher würden sich doch einen ablachen, wenn sie nur die 5€ bezahlen müssten.
Es gibt nunmal auch Leute, die investieren Zeit, Hardware, Kreativität und alles andere in diese Sachen, da ist es nicht in Ordnung, dass andere das einfach kopieren. Man kann sich nicht auf der einen Seite über chinesische Kopiermentalität aufregen und auf der anderen Seite Raubkopierer gutheißen. Ich hab auch schon ein Video bei Youtube eingestellt und das hat dann einer einfach so geklaut und dann als sein Werk verkauft, das hat mich auch angekotzt, verstehste?

Wieso soll die Spieleindustrie viel Gewinne machen? EA hat eigentlich konstant Verluste eingefahren, kann aber auch am Aufkaufen aller Studios liegen. Wenn du mal selber ein Spiel machen würdest, könntest du vielleicht ansatzweise verstehen wieviel Aufwand hinter einem PC-Spiel steckt und wenn dir die Preispolitik oder anderes nicht passt, dann musst du es ja nicht kaufen. Leute geben 1000 Euro oder mehr für einen PC aus, aber die 40€ für das Spiel sollen dann fehlen? (70€ sind Konsolenpreise)
Also ich hab früher immer alte Spiele für 10€ gezockt, da man da weder neue Hardware noch teure Spiele brauchte, so kam ich auch auf eine gute Masse. Wenn man nicht immer mit dem neuesten Strom schwimmen will, bekommt man da auch alles viel billiger.

Die ganze Diskussion ist doch eigentlich für die Füsse. :smt015

Juristisch gesehen ist nicht der Download von kopiertem Material zu verfolgen, sondern das Angebot. :shock:

Weshalb jede Menge Nutzer von Tauschbörsen eine auf den Deckel bekommen ist auch relativ simpel erklärt, denn der Zweck dieser Tauschbörsen liegt in der Gleichzeitigkeit von Nehmen und Geben. Somit wird jeder „Leecher“ auch gleichzeitig zum „Seeder“ … und damit bietet er an und … hat ein Problem. :!:

Weiterhin ist es jedem Nutzer einer Originalsoftware gestattet, sich eine Sicherungskopie anzufertigen. Allerdings ist die Softwareindustrie nicht verpflichtet, das zu ermöglichen. „Kopie“, also „Sicherungskopie“ ist hier weitläufig auslegbar. Ich kann mir von jeder Audio-CD eine Sicherungskopie erstellen, wenn ich sie auf eine Audio-Cassette oder ein Tonband überspiele. Es steht nirgendwo geschrieben, das die Kopie 1:1 sein muß.

Kommen wir zu Software,… also zu Programmen.

Hierbei ist natürlich einen 1:1 Sicherungskopie sinnvoll, weil es wohl absolut dämlich wäre, wenn ich mir den Quellcode hexadezimal abschreibe oder Screenshots mache. Eine Limitierung der Installationshäufigkeit ist als Kopierschutz - in meinen Augen - Bullshit.

Warum?

Weil ich das Produkt kaufe und daran eine Einzelplatz-Lizenz mit einer unbeschränkten Nutzung innerhalb dieser Lizenz besitze. Wenn ich also jeden Tag meinen Rechner neu aufsetzen will und das Spiel darauf installieren … dann ist das mein Ding. Es gibt Menschen, die ein Spiel zum Zeitvertreib und über Jahre hinweg spielen,… und nicht an einem Stück.

Es heisst also korrekt ausgedrückt, das ich mir eine Sicherungskopie erstellen kann, wenn ich es denn vermag … ich habe aber keinen Rechtsanspruch darauf.

Juristisch gesehen bleibt es umstritten, wer jetzt der tatsächliche Bösewicht ist,… der Verbreiter, der Konsument oder beide. Man hat sich darauf geeinigt, das die Schwere des Verstoßes beim Anbieter liegt, denn wo keiner saugen kann, kann auch keine Verbreitung stattfinden.

Wie sieht’s jetzt aus mit legalen Tauschbörsen?

Es gibt Internettauschbörsen, in denen ich Software, Filme oder Musik-CDs die ich nicht mehr brauche mit anderen tauschen kann, … gibst Du mir Deine, geb ich Dir meine.

Klingt gut und seriös,…hmmm?

Ist aber nicht zulässig nach dem Urheberrechtsgesetz. :shock:

Das Urheberrecht gestattet mir, das Produkt zu nutzen. Nutze ich es nicht mehr, dann ist es auch gut. Verbreite ich es aber (und das tue ich, wenn ich mein Original weitergebe) … dann ist das nicht gestattet. Dem Urheber des Produkts entginge ja eine Einnahme, da sich die Menge der „kreisenden Originale“ nicht verändert. Ganz banal gesprochen könnte folgendes Szenario auftreten: 10.000 Menschen kaufen sich Programm A, 10.000 Menschen kaufen sich Programm B und 10.000 Menschen kaufen sich Programm C. Und diese Programme kursieren dann unter 30.000 Menschen,… aber jede Firma hat nur 10.000 verkauft. 2/3 Einbuße.

Verkaufe ich mein Programm in Ebay, … dann müsste ich - de jure - den Hersteller um Erlaubnis fragen und müsste dann wahrscheinlich einen Teil des Verkaufserlöses an ihn abführen.

Der Grund dürfte einleuchtend sein.


Unter dem Strich bleibt also folgendes zu bemerken:

Das unerlaubte Kopieren und Verbreiten von Software ist illegal. Der unerlaubte Vertrieb von 2nd-Hand-Originalen auch. Die juristische Durchsetzung ist ziemlich schwammig,… aber hier liegt eine Umkehr der Beweislast vor. Seit dem 01.09.2008 gibt es ein neues Gesetz, welches den „Geschädigten“ mehr Rechte einräumt. Diese haben dann - über die Staatsanwaltschaft - die Möglichkeit, über die IP-Adressen bei den Providern die Daten der Nutzer zu erlangen und darüber Strafanzeige zu stellen. Da die Staatsanwaltschaften jedoch kein gesteigertes Interesse haben, gegen jeden Gnom, der sich mal ein Liedchen gesaugt hat die große Keule aufzufahren (kostet nämlich Steuergelder) werden viele Verfahren präventiv abgeschmettert wegen Geringfügigkeit.

Ein Freibrief?

Mitnichten. Leute, die im großen Stil saugen, denen wird eine „Gewerbsmäßigkeit“ unterstellt. Klarer Beweis sind dann die Logfiles der Server, in denen klar protokolliert ist, wer wann wo was gezogen hat. Und wer upgeloaded hat.

Kann sich der Downloader noch mit einer kleinen juristischen Finte („Ich hab’s gezogen und wollt’s nur ausprobieren!“) aus der Beweislast herausmogeln, so hat der Uploader ein richtiges Problem, denn er hat es ja bereitgestellt.

Demzufolge ist und bleibt das Nutzen von „No-CD-Cracks“ oder „-Patches“ ebenso illegal.

Warum?

Ganz einfach,… und zwar aus zwei Gründen:

[ul][li]Selbst wenn ich die Original-CD habe und mit dem Crack nur das Einlegen der CD verhindern will (weil ich einfach zu faul bin :mrgreen:) verändere ich die Originalsoftware. :shock: [/][/li][li]Wer die Originalsoftware hat, braucht auch keinen Crack[/][/ul][/li]
Ich verändere die Originalsoftware nicht, die ist doch auf der CD? Kommt wieder runter Jungs … ihr tut es. :smiley:

Wenn ein Spiel (oder ein anderes Programm) installiert wird, dann ist „Software“ auch der entpackte Teil, der auf Eurer HDD landet. Die komprimierte Version auf der CD kann - logischerweise - nicht verändert werden, wohl aber der entpackte und tatsächliche Teil auf Eurer Festplatte. Und der steht genauso unter dem Urheberrechtsgesetz, wie der Kram auf der CD.

Solche Patches sind naturgemäß veränderte EXEn oder DLLs, die die Originaldateien entweder verändern oder überschreiben. Demzufolge … keine weiteren Fragen, Euer Ehren. :mrgreen:

Es kann also davon ausgegangen werden, das, wer einen solchen Patch zieht und nutzt, ebenfalls eine Kopie der Originalsoftware besitzt, die jedoch ohne die Original-CD nicht lauffähig ist.

Das bloße Verhindern des Einlegens der Original-CD ist nicht zwingend ein Grund, diese Patches zu verwenden, es würde aber nicht wirklich einen Juristen dazu animieren, hier einen Klagevorwurf zu erheben.

Es bleibt also festzuhalten, das die Musik und Softwareindustrie eigentlich eine bigotte Politik verfolgt:

Zum einen schreit sie Zeter und Mordio, wenn jemand ihre Spiele kopiert, weil sie eben keiner kauft,… zum anderen weiß sie, das nur gute Software kopiert wird, … was wiederum eine gewisse Marktanalyse darstellt. Sie denkt sich stets neue Kopierschutzmechanismen aus, um gerade das Kopieren zu verhindern (der aggressivste Schutz sind sogenannte „Zerfalls-CDs“ wobei die CD nur eine bestimmte Zeit nutzbar ist und danach - durch chemische Prozesse - unlesbar wird,… verbunden mit einer Nutzungsdauerbeschränkung), weiß aber ziemlich deutlich, das es genug findige Leute gibt, die eben jeden Kopierschutz knacken.

Der durch illegale Kopien entgangene Gewinn wird in die Kalkulation des Preises der Originalsoftware mit hineingerechnet,… tatsächlicher Schaden entsteht also nicht wirklich (aber wer gibt das schon zu?).

Böse Zungen behaupten sogar, das die Softwareschmieden die Cracks, Patches und Anleitungen zum Umgehen ihrer Kopierschutzmechanismen selbst in Umlauf bringen, um so zweimal zu verdienen … aber das ist nicht beweisbar und demzufolge Spekulazius. :mrgreen:

Demzufolge ist und bleibt das Nutzen von „No-CD-Cracks“ oder „-Patches“ ebenso illegal.

Warum?

Ganz einfach,… und zwar aus zwei Gründen:

[ul][li]Selbst wenn ich die Original-CD habe und mit dem Crack nur das Einlegen der CD verhindern will (weil ich einfach zu faul bin :mrgreen:) verändere ich die Originalsoftware. :shock: [/][/li]> [li]Wer die Originalsoftware hat, braucht auch keinen Crack[/][/ul][/li]
Ich verändere die Originalsoftware nicht, die ist doch auf der CD? Kommt wieder runter Jungs … ihr tut es. :smiley:

Wenn ein Spiel (oder ein anderes Programm) installiert wird, dann ist „Software“ auch der entpackte Teil, der auf Eurer HDD landet. Die komprimierte Version auf der CD kann - logischerweise - nicht verändert werden, wohl aber der entpackte und tatsächliche Teil auf Eurer Festplatte. Und der steht genauso unter dem Urheberrechtsgesetz, wie der Kram auf der CD.

Solche Patches sind naturgemäß veränderte EXEn oder DLLs, die die Originaldateien entweder verändern oder überschreiben. Demzufolge … keine weiteren Fragen, Euer Ehren. :mrgreen:

Es kann also davon ausgegangen werden, das, wer einen solchen Patch zieht und nutzt, ebenfalls eine Kopie der Originalsoftware besitzt, die jedoch ohne die Original-CD nicht lauffähig ist.

Das bloße Verhindern des Einlegens der Original-CD ist nicht zwingend ein Grund, diese Patches zu verwenden, es würde aber nicht wirklich einen Juristen dazu animieren, hier einen Klagevorwurf zu erheben.

So einfach ist das nicht. Laut deiner Argumentation würde ich mich bereits in dem Moment strafbar machen, in dem ich eine beliebige Datei in einem Spieleordner mittels Texteditor öffne, und auch nur ein einziges Zeichen verändere und die Datei speicher. Damit hätte ich dann eine original Spieldatei verändert. Es gibt kein Gesetz, was mir das verbietet. Das die Eulas in Deutschland für mich als Privatperson keine Gültigkeit besitzen dürfte ja bekannt sein.
Sprich: Ich kann erstens mit dem Datenträger anstellen was ich möchte. (Installieren, als Bierdeckel verwenden, mir unter die Vorhaut schieben etc.) und zweitens kann ich fröhlich alle Dateien auf meinem Computer verändern, wie ich lustig bin. Schwierig wird es erst ab dem Zeitpunkt, wo ich anfange, die Dateien anderen Leuten zugänglich zu machen (Tauschbörsen etc.). Solange ich das nicht tu, kann mir keiner was.
Eine Grauzone sind da schon Tools zum Spiele modden. Auch wenn ich mir bei GTA neue Fahrzeuge reinlade, habe ich original Spieledateien verändert. Würde das einen Hersteller stören, hätten die Moddingcommunities längst ihre Pforten schließen können.

So einfach ist das nicht. Laut deiner Argumentation würde ich mich bereits in dem Moment strafbar machen, in dem ich eine beliebige Datei in einem Spieleordner mittels Texteditor öffne, und auch nur ein einziges Zeichen verändere und die Datei speicher.

Genauso ist es.

Nur zur Verdeutlichung: ich habe hier den Advocatus Diaboli gespielt,… tatsächlich wird Dich dafür keiner belangen. Fakt ist aber, das das Verändern von Originalsoftware ein Verstoß gegen das Urheberrecht darstellt.

Damit hätte ich dann eine original Spieldatei verändert. Es gibt kein Gesetz, was mir das verbietet.

Genau das tut das Urheberrechtsgesetz.

Das die Eulas in Deutschland für mich als Privatperson keine Gültigkeit besitzen dürfte ja bekannt sein.

Wieder ein Irrtum. Die „End User Licence Aggreements“ gelten für den Endnutzer und der bist Du. Mit dem von mir angesprochenen Gesetz gelten auch die Urheberrechtsrichtlichnien des tatsächlichen - wenn auch ausserdeutschen - Urhebers … also z.B. auch der USA. Beklag Dich nicht bei mir, ist eine Gesetzesnorm, die dem Eingriff der EU-Richtlinie folgt,… die nachhaltlich auch US-Recht mit vereinnahmt. (Links dazu sind im Netz zu finden)

… und zweitens kann ich fröhlich alle Dateien auf meinem Computer verändern, wie ich lustig bin.

Eben das kannst Du nicht … wie ich aber schon oben sagte … mir ist kein Fall bekannt, wo das wirklich verfolgt wurde (und ich kann mir auch nicht vorstellen, das es das wird)

Die EULAs sind in Amerika uneingeschränkt gültig, in Deutschland jedoch nicht. Der Grund ist einfach: Der Kaufvertrag über eine Software/Spiel wird in dem Moment gültig, in dem ich das Produkt an der Kasse bezahle. Alles was mir danach vorgehalten wird, ist für mich nicht verbindlich. Da ich die EULAs vor dem Kauf nicht zu Gesicht bekomme, kann der Hersteller da so viel reinschreiben, wie er möchte. Selbst wenn ich auf aktzeptieren klicke, hat das für mich keine Relevanz. Anders sieht es nur bei Geschäftskunden aus, die in der Regel aber auch nicht einfach einen Kaufvertrag abschließen, sondern eigene Lizenz- und Supportverträge bekommen.
Die für mich verbindlichen Regeln stehen nicht in der EULA, sondern in den hier gültigen Gesetzen.

… und zweitens kann ich fröhlich alle Dateien auf meinem Computer verändern, wie ich lustig bin.

Eben das kannst Du nicht … wie ich aber schon oben sagte … mir ist kein Fall bekannt, wo das wirklich verfolgt wurde (und ich kann mir auch nicht vorstellen, das es das wird)[/quote]

In Deutschland wäre so eine Klage in der Tat erfolglos. In Amerika mag das anders sein.

Ich denke die meisten hier sehen das nicht aus der Sicht der Unternehmer und haben nicht ansatzweise eine Vorstellung davon, wieviel Kosten die Entwicklung eines Spiels/Films/whatever üblicherweise (die sprichwörtlichen Ausnahmen bestätigen die Regel) ausmachen und dass diese Kosten erstmal vorfinanziert werden und der Unternehmer dann auch noch zu 100% das Risiko trägt.

Arbeiten an irgendnem Spiel bspw. 5 hammermäßige IT-Fuzzis und mich kostet jeder von den Heinis ca. 5K all inklusive im Monat (klar gibts hier auch Freelancer, Ooutsourcing in Niedriglohnländer, etc. - aber das Ganze soll nur mal ein gefühl vermittel) , dann sind das schon mal 25.000 € pro Monat die da draufgehen. Angenommen die Jungs arbeiten „nur“ 2 Monate Vollzeit dran, dann sind erstmal 50.000 Tacken an Personal wech. Dann hab ich noch Büromiete, Versicherungen und die ganze AUsstattung (die man heutzutage ja leasing kann) und dann hab ich mich selbst von erbetteltem Wasser & Brot ernährt. Also 60.000 Euronen erstmal wech, rein für die Entwicklung. Dann muß noch das ganze Marketing aufbereitet werden, die Distributionskanäle akquiriert werden, die Verpackungsmaschinerie und Produktion muß ins Rolen kommen usw. usf. , dafür brauchts auch wieder Personal usw. usf. wird heutzutage natürlich alles vergeben, aber es verdienen ja die einzelnen Teile auch an so einem Spiel). Alles in allem sind locker 200.000K wech bei nem Nonamespiel, einer Nonamefirma mit langweiliger Verpacung, das man nur über paar Independentklitschen kaufen kann. Und stell dir vor, DAS alles müßtes du aus eigner Tasche erstmal bezahlen. Und stell dir DANN vor, dass sich nur ein einziger dein tolles Spiel kauft und den Rest dann an seine Freunde weiterkopiert. Schließlich ist der arme Kerl SChüler und will seinen Freunden was Gutes tun…

Get the Point?

Zur Rechtsdiskussion hier am Rande regelt das UrhG eigentlich alles, also speziell die Diskussion der Nutzungsrechte:

Vervielfältigung zum privaten Gebrach ist grundsätzlich erstmal zulässig mit Ausnahmen:
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html

Änderungen sind prinzipiell verboten, wenn nichts anderes vereinbart wurde:
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__39.html

Ausnahmen gibts auch hier:
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__62.html

Ich denke aber auch nicht, dass irgendein Unternehmen dich abmahnen lässt, weil du neue Bilderm, etc. ins Spiel einfügst. :wink:

Steeht eigentlich das Änderungsverbot explizit auf der SChachtel/Hülle?

Steht eigentlich das Änderungsverbot explizit auf der SChachtel/Hülle?

Muß es nicht … es steht auch nicht an jedem Artikel von Aldi „Klauen verboten!“ :mrgreen:

Nun, der Diebstahl ist aber laut StGB 242 ff. i. V. mit der Definition von Eigentum § 903 ff. BGB ziemlich eindeutig definiert, wohin gegen die Änderungen eines Werkes von Dritten erstmal ja zulässig ist, sofern es „Treu und Glauben“ (die juristische Notbremse) des Urhebers möglich machen:

§39 UrhG
(2) Änderungen des Werkes und seines Titels, zu denen der Urheber seine Einwilligung nach Treu und Glauben nicht versagen kann, sind zulässig.

Allerdings gehe ich von so einer Klausel zumindest in den AGB (Nutzungsbestimmungen) aus. Es würde mich halt nur mal interessieren. :wink: