Rückschlag: Call-in-Regeln sind teilweise unwirksam

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=38148&p3=

Ähm…ja. Das nächste Mal vielleicht noch ne eigene Meinung dazu. :roll:
Aber ok. Ich seh das ganze nicht so schwarz wie andere, denn einige Regeln sind ja bestätigt worden, außerdem wollte 9Live ursprünglich die Zuständigkeit der BLM ganz kippen, und damit sind sie nicht durchgekommen.
Noch ein paar Links dazu:
BLM und BayVGH

naja, da hilft nur hoffen, dass sich das problem 9live von allein löst…

aber mal ehrlich: wer ruft denn da ab?? jeder HALBWEGS intelligente mensch merkt doch, dass das abzocke pur ist…

Du hast die Antwort auf Deine originelle Frage ja schon selbst gegeben. Jeder nicht halbwegs intelligente Mensch. :roll:

Du hast die Antwort auf Deine originelle Frage ja schon selbst gegeben. Jeder nicht halbwegs intelligente Mensch. :roll:

aber gibts da so viele davon, dass man davon leben kann??

denn irgendwann (also nach ein paar erfolglosen anrufen und einer gesalzenen telefonrechnung) merkt auch der dümmste mensch, dass es da nichts zu gewinnen gibt…

Alte und einsame Menschen, die in die Spielsucht getrieben werden, das ist das Konzept. Der nette Moderator im schicken Anzug kann doch nichts Falsches sagen, außerdem wird im Fernsehen nicht gelogen.

Ich weiß nicht mehr in welcher Folge, aber ein Beitrag in FKTV dürfte zeigen, dass Leute noch trotz solcher Kosten immernoch anrufen. Eine Frau war durchgekommen und hat von ihrer Telefonrechnung erzählt, die durch die ganzen 9Live-Anrufe immens hoch war. Früher war auch ihre Stimme noch immer im Vorspann von FKTV, wie sie “Telefonkoschtn” sagte.

Alte und einsame Menschen, die in die Spielsucht getrieben werden, das ist das Konzept. Der nette Moderator im schicken Anzug kann doch nichts Falsches sagen, außerdem wird im Fernsehen nicht gelogen.

Genauso ist es. Im Prinzip nichts anderes, als die Spielothek im Fernsehen, nur dass die Spiele eben keine echten Automaten sind, die - auch wenn man langfristig und rein statistisch nur verlieren kann - wenigstens einigermaßen transparent und fair funktionieren, sondern der Fernseher und das Telefon.
Was den Suchtfaktor angeht, nimmt sich das beides nicht viel.
Wichtig ist, dass es dabei blinkt und ständig Geräusche macht, ganz einfache Regel, immer schön ran an die Rezeptoren :wink: Was die einen zu tode nervt, hat auf andere einen fast hypnotischen Effekt. Falls sich jemand wundert, wie man minutenlanges Sirenengeheule und immer die selben Samples aushalten kann, die da abgespielt werden.

Eigentlich wäre alles in Ordnung, wenn diese ganzen Call-In-Shows wirklich transparent und fair wären. Das mindert aber nicht den Sucht-Faktor (übrigens auch ein Grund, warum es keinen großen Anreiz gibt, das fairer zu gestalten, weil sich am Vorhandensein eh spielsüchtiger Spieler nicht viel ändert)

Ich finde auch, es läuft auf zu vielen Sendern gleichzeitig… wie Kochshows, ein totaler Overflow.

Im Prinzip nichts anderes, als die Spielothek im Fernsehen

Mittlerweile IST es eine Spielothek im Fernsehen, dank Sachen, wie neuerdings Roulette. :wink:
Und genau das freut mich. Einerseits ist es schlimm, dass ihnen immer mehr Scheiß einfällt, andererseits ist aus diesen Taten eine gewisse Verzweiflung und Selbstnötigung herauszulesen - Gut so!

Allgemein finde ich dieses Topic aber (auch) nicht schlimm. War klar, dass irgendeine Instanz daherkommt, mit dem Zeigefinger wedelt und sagt: „So nicht!“
Immerhin wurden wenigstens einige Entscheidungen untermauert.

MfG Forger

Das am 29. Oktober gefällte Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichthofes zur Gewinnspielsatzung, das eine Lockerung einiger Vorschriften für Call-in-Sendungen beinhaltet, lässt offenbar zwei verschiedene Interpretationen zu: Denn sowohl 9Live, als auch die Landesmedienanstalten zeigen sich zufrieden.

Auf Klage des Senders 9Live wurden von den Verwaltungsrichtern (neben Korrekturen der Regeln für Protokollierungs- und Nachweispflichten der Gewinnspielanbieter) nun folgende Vorschriften der Landesmedienanstalten für unwirksam erklärt:

  • die zeitliche Begrenzung der Gewinnspiele auf höchstens drei Stunden
  • die Verpflichtung, spätestens alle 30 Minuten einen Anrufer mit der Aussicht auf einen Gewinn durchzustellen.

Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten, sieht durch das Urteil die Gewinnspielsatzung und damit alle Vorgaben der Landesmedienanstalten zu Jugendschutz, Transparenz und Hinweispflichten „im Wesentlichen“ bestätigt - darunter auch das Verbot der Irreführung und der Vorspiegelung von Zeitdruck. Das Urteil bedeute, dass die unter anderem gegen 9Live verhängten Bußgelder „grundsätzlich rechtens sind und entsprechende Bescheide demnächst verschickt werden können“.

9Live-Geschäftsführer Ralf Bartoleit wiederum sieht in der Lockerung der Regelungen eine Bestätigung des Verwaltungsgerichtshofs, dass „die Programmfreiheit der privaten Rundfunksender ein hohes Gut“ sei. Durch das Urteil habe das Gericht „dem Glaubenskrieg der Medienanstalten einen Riegel vorgeschoben“.

Quelle: http://www.wunschliste.de/news/5979

Auf Klage des Senders 9Live wurden von den Verwaltungsrichtern (neben Korrekturen der Regeln für Protokollierungs- und Nachweispflichten der Gewinnspielanbieter) nun folgende Vorschriften der Landesmedienanstalten für unwirksam erklärt:

  • die zeitliche Begrenzung der Gewinnspiele auf höchstens drei Stunden
  • die Verpflichtung, spätestens alle 30 Minuten einen Anrufer mit der Aussicht auf einen Gewinn durchzustellen

d.h. die könne wieder tun und lassen, was sie wollen??

ganz tolle regelung…

Nunja, wie lange ein Spiel läuft ist ja egal, viel wichtiger ist dass immer klar ist wann es aufhört oder dass es open-end ist und eben keine “Jetzt schnell noch anrufen, in 5 Minuten ist Schluß!”-Aktionen kommen und es dann zwei Stunden später immernoch läuft.

Die 30 Minuten sind sone Sache, wenn man nämlich wirklich einen Zufallsmechanismus hat kann dass auch länger dauern, viel wichtiger sind finde ich kleine Satzfetzen wie “der Zuschlag des Hotbutton durch 9Live ausgelöst wird” die doch hoffentlich immernoch zumindest vor jedem Spiel gesendet werden müssen?

Nunja, wie lange ein Spiel läuft ist ja egal, viel wichtiger ist dass immer klar ist wann es aufhört oder dass es open-end ist und eben keine „Jetzt schnell noch anrufen, in 5 Minuten ist Schluß!“-Aktionen kommen und es dann zwei Stunden später immernoch läuft.

Habe ich was übersehen, oder vergessen? Wurde die zeitliche Begrenzung nicht aufgehoben, so daß die genau so einen Mist wieder machen können? Oder fällt das unter unzulässigen Spannungsaufbau, der ja immer noch untersagt ist?

Kalkofe gibt seinen Senf ab zu den verhängten Strafen:[attachment=0]Kalk9live.jpg[/attachment]