Projektion [Psychologie]

Hi,

leider scheint es nicht überall verbreitet zu sein, dass Projektion ein schlechtes Verhalten innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen und Kommunikation ist.
Gemeint ist das Messen einer Sache mit zweierlei Maß, das projizieren des eigenen Verhaltens auf andere, das Handeln nach einer Doppelmoral. Es führt dazu, dass völlig willkürlich und nach eigenem Gutdünken/der Laune entschieden wird, was nun gut oder schlecht ist.

Darum brauche ich deine Meinung zu diesem Thema und rufe zur Diskussion auf.
Ist Projektion in manchen Situationen angebracht oder gar erstrebenswert? Oder sollte man sie lieber so gut es geht vermeiden?
Wie schafft man es am besten, ein solches Verhalten aufzudecken und einzustellen?

Hi,

leider scheint es nicht überall verbreitet zu sein, dass Projektion ein schlechtes Verhalten innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen und Kommunikation ist.
Gemeint ist das Messen einer Sache mit zweierlei Maß, das projizieren des eigenen Verhaltens auf andere, das Handeln nach einer Doppelmoral. Es führt dazu, dass völlig willkürlich und nach eigenem Gutdünken/der Laune entschieden wird, was nun gut oder schlecht ist.

Darum brauche ich deine Meinung zu diesem Thema und rufe zur Diskussion auf.
Ist Projektion in manchen Situationen angebracht oder gar erstrebenswert? Oder sollte man sie lieber so gut es geht vermeiden?
Wie schafft man es am besten, ein solches Verhalten aufzudecken und einzustellen?

Was soll man darauf denn nun antworten?
Gib doch einfach mal ein konkretes Beispiel - so allgemein lässt sich das wohl kaum beantworten.

Öhm… ich versteh nicht was du meinst. :ichbindoof

“Projektion” …noch nie was von Gehört. :smt017

lg

Klar, Beispiele gibts genug in allen Lebensbereichen…

„Wasser predigen und Wein trinken“ und „Rosinen picken“ sind übrigens noch zwei weitere geläufige Synonyme für ein solches Verhalten.

Politik:
So mancher beruft sich im Wahlkampf auf christliche Motive und Ziele, um damit Eindruck zu schinden. Doch obwohl dort steht „Du sollst nicht töten“ wird der Krieg propagiert. Bekanntestes Beispiel dafür ist G. W. Bush.
Die Moral bezüglich des Tötens wird hier wie es gerade so passt zum eigenen Vorteil umgeändert.

(Berufs-)Alltag:
Der unfähige Manager/Vater, der seine Untergebenen/sein Kind anschreit, sie/es solle(n) doch zum Kunden/zur Tante freundlicher sein…
Er selbst nimmt sich natürlich das Recht heraus, seinerseits unfreundlich zu sein. An seine eigenen Regeln muss er sich nicht halten.

Gesellschaft:
Die Geschichte der Frauenemanzipation bietet in beide Richtungen doppelmoralisches Verhalten.
So gilt ein Mann z.B. als toller Hecht, wenn er mit vielen Frauen im Bett war, eine Frau dagegen wird als Schlampe verschimpft, wenn sie das Vergnügen mit vielen Männern hat. Zweierlei Maße ohne erkennbaren Grund.
Auf der anderen Seite bestehen viele Frauen darauf, dass doch der Mann im Restaurant für beide zahlen solle, wollen aber gleichzeitig ihren Unabhängigkeitsanspruch geltend machen. Was nun? Unabhängig sein, selbst arbeiten und zahlen oder sich im alten Rollenmodell vom Mann bezahlen lassen? Reine Rosinenpickerei…

TV:
Anprangern von schlimmen Vergehen bis Verbrechen und gleichzeitig bis zur Perversion aufgebauschte Boulevard-Berichterstattung, die selbst schon einem Vergehen ähnelt, indem oftmals Verleumdung und verzerrte Fakten die Gerüchteküche - und damit den Umsatz - am Leben halten.

Es gibt Beispiele zu Hauf. Vielleicht fallen euch ja auch noch welche ein. Wenn sie so plakativ wie die oben genannten sind, immer her damit :wink:
Nun die Frage: Ist ein solches Verhalten gerechtfertigt? Kann es überhaupt - auch in anderen Situationen - gerechtfertigt werden? Wie?

Wie bringt man Menschen dazu, sich eines solchen Verhaltens bewusst zu werden und es zu vermeiden?

Wie bringt man Menschen dazu, sich eines solchen Verhaltens bewusst zu werden und es zu vermeiden?

Das ist nun ne sehr schwierige geschichte. Viele Menschen tun das wenn oft auch nur unbewusst. Wichtig ist es das eigene Verhalten zu reflektieren. Aber das ist auch nicht gerade sehr einfach wenn man nicht über eine Starke innere Philosophie verfügt.

Es stimmt, was du sagst…leider.
Eine starke innere Philosophie wie du sie nennst kann man jemandem nicht mal eben vermitteln.
Gibt es vielleicht trotzdem Mittel, um das zu umschiffen? Meinst du, es geht gar nicht ohne diese innere Einstellung?
Kann man vielleicht die Reflexion irgendwie simulieren oder stimulieren?

Was zum Beispiel oft wirksam ist, ist es den Spiegel vorzuhalten. Aber ich weiß nicht, ob das auch bei einer Projektion hilft. Es ist ja meistens nicht nur unbewusst, sondern wird auch noch bewusst verleugnet.
Es muss doch sicherlich irgendeinen Weg geben, das (Unter)Bewusstsein auszutricksen. Dafür gibts doch sonst so viele Anwendungsbereiche…

Hmm…keine Kommentare?

Hm… ich bin zwar kein Philosoph, aber mir scheint, dass Projektionen eine völlig natürliche Stütze des Menschen sind um seine Umwelt zu verstehen. Das Unterbewusstsein auszutricksen geht am besten, indem man versucht, es durch Lernen umzuprogrammieren - sprich einen Tag lang mal alles was man tut oder denkt zu reflektieren, sodass sich irgendwann ein Automatismus einstellt, der einen sofort warnt, wenn die Projektionen aus dem Ruder laufen. Ist aber auch nur sone erste Theorie von mir…

Lernt der Mensch da nicht viel mehr?
Oder meinst du, bei Reflexion lernt er über sich selbst, bei Projektion über andere?

Es stimmt wohl, dass man leichter über andere lernt, wenn man sein eigenes Verhalten in sie projizieren kann (kein Wunder, man kennt ja schließlich sein Verhalten. Jedenfalls unterbewusst). Aber reicht hierfür nicht auch die rein gedankliche Projektion? Wenn eine gute Reflexionsfähigkeit damit kombiniert wird, sollte man doch schon über sich und andere genug lernen, bevor man die Projektion ausspricht und andere damit verurteilt.

Hi,

leider scheint es nicht überall verbreitet zu sein, dass Projektion ein schlechtes Verhalten innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen und Kommunikation ist.
Gemeint ist das Messen einer Sache mit zweierlei Maß, das projizieren des eigenen Verhaltens auf andere, das Handeln nach einer Doppelmoral. Es führt dazu, dass völlig willkürlich und nach eigenem Gutdünken/der Laune entschieden wird, was nun gut oder schlecht ist.

Darum brauche ich deine Meinung zu diesem Thema und rufe zur Diskussion auf.
Ist Projektion in manchen Situationen angebracht oder gar erstrebenswert? Oder sollte man sie lieber so gut es geht vermeiden?
Wie schafft man es am besten, ein solches Verhalten aufzudecken und einzustellen?

Ach du liebes Bisschen.

Erste Regel, wenn du möchtest, dass jemand auf deine Frage antwortet oder eine Diskussion beginnt, wäre, dass du dich ohne verschachtelte, unverständliche Sätze ausdrückst und in ein bis zwei Sätzen auf den Punkt kommst. Ich musste mir deinen Text zweimal durchlesen, um überhaupt zu verstehen, was du willst.

So machen Politiker das aber auch; simple Dinge ‘lateinisieren’, damit warme, dampfende Masse wie vergoldete Literatur klingt, tztz.

Zu deiner Frage:

Was du da ansprichst, ist ein urmenschliches Verhalten, das völlig normal ist und sich bei dem einen in ausgeprägterer Form äußert, als bei dem anderen. Stellst du dir solche Fragen während den melancholischen fünf Minuten, morgens, nach dem Aufstehen?

Ach du liebes Bisschen.

Erste Regel, wenn du möchtest, dass jemand auf deine Frage antwortet oder eine Diskussion beginnt, wäre, dass du dich ohne verschachtelte, unverständliche Sätze ausdrückst und in ein bis zwei Sätzen auf den Punkt kommst. Ich musste mir deinen Text zweimal durchlesen, um überhaupt zu verstehen, was du willst.

Bitte? :shock:

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber vielleicht liest du meinen Eingangspost mir zuliebe noch ein drittes Mal. Da sind nicht mehr Verschachtelungen drin als man in einem alltäglichen geschriebenen Text etwa in einer Zeitung o.ä. findet. Verstehe ich jetzt wirklich nicht, was daran derart komplex sein soll.
Ich nehme auch Vorschläge an, wie du es geschrieben hättest, um deinen Vorstellungen von verständlicher Sprache gerecht zu werden…

Was du da ansprichst, ist ein urmenschliches Verhalten, das völlig normal ist und sich bei dem einen in ausgeprägterer Form äußert, als bei dem anderen. Stellst du dir solche Fragen während den melancholischen fünf Minuten, morgens, nach dem Aufstehen?

Hasts ja anscheinend doch verstanden? :wink:

Mag sein, dass ein gewisses Maß normal ist. Aber bei dem, was ich manchmal so lese, kann ich kaum glauben, dass das normal ist. Vor allem, wenn es nicht zum Lernen benutzt wird, sondern stur weiter daran festgehalten wird. Welchen Zweck hätte diese Urmechanik im Menschen? Hätte die Evolution sie nicht unweigerlich längst verbannt?
Diese Fragen - und ich hab keine Ahnung, wieso du das mit Melancholie in Zusammenhang bringst - stell ich mir meistens, wenn mir mal wieder ein solcher Fall begegnet und ich kaum fassen kann, wie ein Mensch derart im Unreinen mit sich selbst sein kann…

<edit>
Lies dir mal deinen zweiten Satz an. Wie viele Kommata und Verschachtelungen zählst du? :wink:
</edit>

Hasts ja anscheinend doch verstanden? :wink:

Na klar, ich habe nie etwas Gegenteiliges behauptet → „Ich musste mir deinen Text zweimal durchlesen, um überhaupt zu verstehen, was du willst.“

Mag sein, dass ein gewisses Maß normal ist. Aber bei dem, was ich manchmal so lese, kann ich kaum glauben, dass das normal ist.

Wer sagt denn, was normal ist? Alles relativ. Normal ist sowieso gar nichts. Schon gar nicht heutzutage.

Diese Fragen - und ich hab keine Ahnung, wieso du das mit Melancholie in Zusammenhang bringst - stell ich mir meistens, wenn mir mal wieder ein solcher Fall begegnet und ich kaum fassen kann, wie ein Mensch derart im Unreinen mit sich selbst sein kann…

M’key, ich bringe das mit Melancholie in Verbindung, weil deine Frage derart stumpf rüberkommt, dass ich mir dachte, dass du wohl in einem frühmorgendlichem Zustand der weltenanzeifelnden Melancholie verweiltest, während du diese JBK-Diskussion in deinem Kopf geschmiedet hast. Nur eine Vermutung.

Lies dir mal deinen zweiten Satz an. Wie viele Kommata und Verschachtelungen zählst du? :wink:

Mit dem Unterschied, dass mein Post nicht von 100 Leuten bezüglich einer unsinnig-banalen Frage verstanden werden sollte, sondern lediglich von dir, der du ja in diesem Fall, sagen wir mal, mein Vorbild beim Schreiben des Posts warst.

Dankeschön.

Ich finde diese „Projektion“ auch eine schlimme Sache, aber wenn man sich dagegen stellt ist man Aussenseiter (in einer gewissen Ansicht ähnlich bei der Eva Herman Story)

Und ShiSeido, sei doch nicht so aggressiv anderen Leuten Meinung gegenübern, und inspiziere jede vielleicht nicht so richtig verständlich geschriebene Textzeile, sowas kennt man vielleicht aus World of Warcraft Forumen, aber hier finde ich das unangebracht. :expressionless:

Du selbst hast geschrieben, dass das normal sei.
Betrachte es eben relativ dazu, wie es sein sollte, wie es im Durchschnitt ist und vielleicht auch wie es wünschenswert ist.
Man kann auch gleich alles relativieren, aber vielleicht kommt man noch irgendwie auf nen grünen Zweig, wenn man dem Wort trotzdem noch einen Bedeutungsinhalt lässt :wink:

M’key, ich bringe das mit Melancholie in Verbindung, weil deine Frage derart stumpf rüberkommt, dass ich mir dachte, dass du wohl in einem frühmorgendlichem Zustand der weltenanzeifelnden Melancholie verweiltest, während du diese JBK-Diskussion in deinem Kopf geschmiedet hast. Nur eine Vermutung.

Falsch vermutet. Es ist eine dieser Fragen, die mich nicht locker lassen.

Mit dem Unterschied, dass mein Post nicht von 100 Leuten bezüglich einer unsinnig-banalen Frage verstanden werden sollte, sondern lediglich von dir, der du ja in diesem Fall, sagen wir mal, mein Vorbild beim Schreiben des Posts warst.

Wer sagt, dass es 100 Leute verstehen sollen? Ich bin schon froh, wenns die 10% verstehen, die klug genug sind, um dahinter mehr als nur eine banale Melancholie-Frage zu verstehen.

Irgendwie dreht ihr Euch im Kreis.

Eine Projektion ist mit nichten die pragmatische Übergabe des eigenen Verhaltens und der eigenen Werte auf andere ("… wenn ich so bin, muss der andere auch so sein …") … eine Projektion tritt auf, wenn bestimmte Erlebnisse der Vergangenheit aufgrund einer annähernden Gleicheit gegenwärtiger Ereignisse auf diese übertragen, - also projiziert - werden.

Ein Beispiel:
(Geschlechter stellen hier keine Wertung dar :smt002 )

Ein Mann wird von seiner Partnerin unter bestimmten Faktoren verlassen (Sie betrügt ihn oder was auch immer). In der nächsten Beziehung passiert etwas ähnliches,… die Frau geht wieder fremd,… die Beziehung scheitert wieder. Bei einer darauffolgenden neuen Beziehung zeigt die neue Partnerin ein ähnliches, nicht gleiches Verhalten im Ansatz und schon darauf beendet der Mann die Beziehung,… weil sie ja “fremdgehen muß”. Weiterverfolgt kann man jetzt mutmaßen, das der Mann, aufgrund der Projektion des Verhaltens zweier unabhängiger Frauen nun sich generell jeder Beziehung enthält, weil Frauen …“generell Fremdgeherinnen sind”.

Das was Du mit Deinem Anfangspost meinst, das ein Politiker (z.B.) der Gruppe bestimmte Moralvorstellungen aufpfropfen will, das ist nicht Projektion, sondern Demagogie,… weil er hier Dinge und Ansichten mit dem Mittel der notwendigen Annahme vorgibt, denn jeder seiner “Gefolgsmenschen” muß diese Werte aufweisen, um dazuzugehören. Ist ein sehr probates Mittel der Kirche … :mrgreen:

Der Vater, der seine Umgangsformen aus der Firma (Verhalten ggü. dem Chef und Übergabe dieser Werte an das Kind im Verhalten zu Tante) auf seinen Sohn überträgt projiziert auch nicht, da es sich hier um die Vermittlung von Werten in der Erziehung handelt. Die Vermittlung von Respekt ist durchaus ok,… würde er aber jetzt ein explizit ausgefeiltes, schematisches Verhalten im Umgang mit seinem Chef auf sein Kind übertragen, das das Kind z.B. sich der Tante nur in einer bestimmten ritualisierten Form der Tante nähern darf … dann wäre das eher eine Konditionierung, denn eine Projektion.

("… wenn ich so bin, muss der andere auch so sein …")

So war das auch nicht gemeint. Eher das Denkschema “Wenn der andere so sein soll, muss ich mir nicht dieselbe Mühe geben”.

Weiterverfolgt kann man jetzt mutmaßen, das der Mann, aufgrund der Projektion des Verhaltens zweier unabhängiger Frauen nun sich generell jeder Beziehung enthält, weil Frauen …“generell Fremdgeherinnen sind”.

Es gibt unterschiedliche Arten von Projektion. Du beziehst dich in diesem Fall auf die Projektion von einer Frau auf die andere. Ich beziehe mich auf die Projektion von sich selbst auf andere.
Hier z.B. dass der Mann von der Frau Monogamie erwartet, während er selbst sich das Recht heraus nimmt, mit mehreren Frauen zu schlafen. Hier wird nicht von einer zweiten Person auf eine dritte projiziert, sondern von der ersten auf die zweite.

Das was Du mit Deinem Anfangspost meinst, das ein Politiker (z.B.) der Gruppe bestimmte Moralvorstellungen aufpfropfen will, das ist nicht Projektion, sondern Demagogie

Das meine ich aber nicht. Mit Moralvorstellungen zu schleimen ist eine Sache, gegen die eigens propagierten zu verstoßen eine völlig andere(Doppelmoral und Projektion des eigenen Verhaltens auf die Leute, die mit der propagierten Moralvorstellung angeklagt werden).

Der Vater, der seine Umgangsformen aus der Firma (Verhalten ggü. dem Chef und Übergabe dieser Werte an das Kind im Verhalten zu Tante) auf seinen Sohn überträgt projiziert auch nicht, da es sich hier um die Vermittlung von Werten in der Erziehung handelt.

Auch das hab ich erstens nicht so gemeint, zweitens schließt Erziehung eine Doppelmoral nicht aus.

Die Schägstriche sollten auf zwei verschiedene Fälle hinweisen, nicht darauf, dass der Chef auch Vater des angestellten Sohns ist. Im einen Fall meckert der Chef, dass die Angestellten nicht meckern sollen, im anderen brüllt der Vater, dass der Sohn nicht brüllen soll.
Das hat für mich so wenig mit Erziehung zu tun und klappt sowieso nicht. Wer nicht mal das Zeug dazu hat, nach seinen eigenen Moralvorstellungen zu handeln, kann diese auch nicht vermitteln. Labern kann man viel. Wieso sollte das Kind auch nur irgendwas davon als Wert erkennen, wenn niemand sonst so handelt, im diesen Wert also gar nicht zeigt?
Natürlich handelt es sich in beiden Fällen um eine (versuchte) Konditionierung. Aber eben unter Einsatz einer handfesten Projektion.

Was würdest du sagen, wenn dich ein Unbekannter dazu konditionieren wollte, beispielsweise Müll von der Straße aufzuheben und du ihn dabei ertappst, wie er ne Flasche auf den Boden knallt und von Dannen zieht? Super Erziehung/Konditionierung, oder? Was für ein respektvolles und verantwortungsbewusstes Wesen…
Und was für ein Glück, dass du die Gelegenheit hattest, von ihm zu lernen(?)…
Siehst du nicht, dass er dich als sein "Lern"objekt missbraucht hat, indem er seine eigene Verhaltensweise bei dir energisch erkannte und verteufelte und dabei nicht mal einen Lernerfolg verbuchen kann?
Nebenbei ist das eine der schlimmsten Arten, seinen Disrespekt (nicht Respekt!) zu vermitteln.
Wer einen anderen Menschen aufrichtig respektiert, wird ihn nie derart missbrauchen, dass er für die eigenen Fehler herhalten muss.