Probleme bei MGM - Bond 23 vorerst auf Eis

http://filmstarts.de/nachrichten/145427 … f-Eis.html

Hätte nie gedacht, dass MGM eines ihrer besten Pferde im Stall wegen der Probleme zurückhalten muss. Abwarten wie es weitergeht. Ich hoffe, dass es nicht zum Schlimmsten kommt…

Naja…sorry, auf einen weiteren Bond mit Herrn Graig kann ich gut verzichten. Da war ja Lazenby noch einprägsamer.
Diese ganzen neumodischen Bonds sind einfach nur grauenhaft. Möglichst viel Gewalt, keine Spur der wunderbaren Ironie eines Roger Moore, oder dem Esprit eines Sean Connery.

Wenn man wenigstens mal Uwe Boll auf den Regie-Thron lassen würde… :mrgreen:

Ja ich denke auch, dass die Bond Filme seit Daniel Craig schlechter geworden sind.
Ich kenne davon ja nur Casino Royale, aber da hatte man schon nicht mehr so richtig das Gefühl, dass das ein Bond Film war.
Vorher gab es immer noch die verrücktesten technischen Sachen mit denen Bond seine Gegner ausgeschaltet hat und da hat er dann hauptsächlich mit Schusswaffen gearbeitet. Außerdem hat er früher häufig seine Pistole benutzt und da hat er dann auch Automatikwaffen genommen.
Das wird dann irgendwann vergleichbar mit Hitman.

Roger Moore und Connery und auch noch Brosman ,das wahre echte gentlemen bonds.
Craig ist so unscheinbar.Der kerl hat nicht mal charme.Und die storys ist nur noch buffbängknall

ich stimme dem zu. Graig hat nicht das was einen echten Bond ausmacht.
Das geht auch über die Tatsache das der klassische Bond die irrsinnigsten Manöver ohne Kratzer und Schmutz überstanden hat. Meist musste er sich höchstens die Krawatte wieder zurechtrücken.
Das sind so klassische Erkennungszeichen die einfach jetzt fehlen.

Die Markenzeichen der guten alten Streifen waren ja auch immer die völlig überzogenen Superschurken ala Stromberg, Zorin und Kananga. Diese Dinge, sowie der mitunter wirklich sarkastisch-ironische Stil der Bonds von Connery und Moore geht den neuen Teilen komplett verlustig. Was gab es früher nicht für absurd-lustige Gegner, Gadgets und Storys. Man denke da nur an den guten alten Beißer und die “Diebstahlsicherung” an Roger Moores Lotus. :mrgreen:

Ich bin auch ein großer Fan der alten Bondfilme (60er-80er), aber inzwischen kann ich mich mit der Idee des “Neustarts” der Reihe anfreunden. Casino Royale fand ich ganz gut, wobei Ein Quantum Trost in meinen Augen einfach nur eine sinnlose Prügel/Schießorgie war. Craig ist, wenn man akzeptiert, dass er den jungen Bond nach Vorbild von Ian Flemming darstellt, auch annehmbar, besonders dann, wenn man sich verinnerlicht, dass die Klasse der Filme, wie sie noch früher vorhanden war, nicht wiederzubringen ist.

Ja, Bond hat sich verändert. Ob zum guten hin, das soll jeder für sich entscheiden. Einerseits gestehe ich Casino Royale zu, ein guter Film zu sein, andererseits ist es irgendwo kein Klassischer Bond mehr. Bond Filme hatten immer das Absurde in sich drin, meist in Form des Schurkens. Man hat die Filme geguckt und jedem war klar “sowas kann nie passieren”. Einige uralte Klischees wurden hier geprägt, angefangen beim Bild des Superschurken, der immer auf seine eigene Art exotisch war und die vorallem der Größenwahn verband. Passend zum Superschurken gab es auch immer irgendeine Schurkenbasis voller anonymer Handlanger. Nicht zu vergessen die tollen Q-Gadgets die nur in den seltensten Fällen realistisch waren (ich schätze mal der Granatenkugelschreiber aus Goldeneye ist noch am ehesten zu realisieren) und auch immer irgendwie verwendung fanden, wenn auch nicht immer im Sinne des Erfinders. Großer Punkt der Q-Gadgets ist und bleibt das Agentenauto. Vollgepackt mit Firlefanz und Waffen, wovon nichtmal die Hälfte irgendwie nützlich wäre. Das Schicksal eines jeden Bondautos hat Natalia Simonova sehr gut getroffen (“Zerstören sie eigentlich jedes Fahrzeug in das sie einsteigen?”). Wenn man sich einen Bond Film angesehen hat, dann fand man eigentlich immer einen gutaussehenden und smarten Bond, mit einer schönen Frau an seiner Seite, einem überheblichen Bösewicht, tolle Locations und eine gehörige Prise "Das geht doch garnicht."
Jetzt haben wir zwei Filme lang Daniel Craig als Bond. Craig ist anders, das muss man einfach sagen. Casino Royale und Quantum Trost versuchten die Prise “Das geht doch garnicht” weitesgehend wegzulassen. Der Bösewicht ist nicht mehr ein Größenwahnsinniger Schurke, dessen Pläne nur von seinem Ego überschattet werden. Bond jagt in Casino Royale genaugenommen nur einen Buchhalter, in Quantum Trost einen skrupellosen Geschäftsmann. Für Bondschurken eher zu gewöhnlich, wenn man mich fragt. Q und seine verrückten Ideen fallen leider auch weg. Zwar wurd das Bondauto geschrottet, aber naja… auch auf eine zu “gewöhnliche” Art. Auch fand ich die Bondgirls von einem anderen Schlag. Bond verliebt sich nicht, er wickelt einfach nur die Frauen um den Finger, ohne dabei chauvinistisch zu wirken. Der Craigsche Bond ist auch von einem anderen Schlag. Er handelt überlegter, härter, er kommt einem fast wie ein Survivalexperte vor. Die früheren Bonds sind alles lässig angegangen, smart, immer mit der gewissen Coolness. Nennt mir mal ne Szene aus Casino Royal und Quantum Trost in denen Bond lächelt. Genau, es gibt keine (zumindest ist mir keine im Gedächnis geblieben). Immerhin sind die tollen Locations geblieben.
Der neue Bond ist vorallem ernster und realistischer. Auf seine eigene Weise gut, aber kein Vergleich mit dem Original. Welcher besser ist sollte jeder für sich entscheiden, wobei ich persönlich hoffe, dass der 23te Bond, wenn er denn kommt, bitte mehr wie Casion Royale wird. Ein Quantum Trost hat mich zu Tode gelangweilt weil Bond einfach nur von Location zu Location reiste um irgendeinen Informaten für ne viertelstunde zu verfolgen, was immer im Tod des Informanten endete. Wenn Bond mal nicht irgendwas zerstörte oder niemanden tötete wurde irgendwas pseudotiefsinniges gebrabbelt. Nach dem dritten toten Informanten hatte ich den Faden und das Intresse verloren.