Eigentlich bin ich was Fk-Tv betrifft eher der stumme, aber interessierte Zuschauer. Aber nach dem Trubel um die Grimme-Online Awards fand ich besonders die Pressereaktionen interessant, so dass ich das Thema gern einmal anschneiden würde.
Ich nehme für üblich keine Zeitung mehr in die Hand und verlasse mich lieber auf das breite Onlineangebot. (Warum Geld ausgeben, wenn kostenlos ohnehin besser ist? ![]()
Pressestimmen kurz zusammengefasst:
Keinerlei Erwähnung von Fk-TV bei: (die über die Grimme-Online Awards berichtet haben)
Spiegel (war zu erwarten)
Frankfurter Rundschau (Trotz ziemlich umfassendem Bericht)
Deutschlandradio (Am Nabel der GEZ)
Focus Online (Nur die Nominierung wird Erwähnt, das Fk-Tv Preisträger ist, jedoch nicht)
Rhein-Zeitung (Nur mit Twitter beschäftigt)
Nur erwähnt bei:
Welt-Online
Jetzt kommt man an den Punkt, den ich besonders interessant finde:
Hamburger Abendblatt:
Den Publikumspreis, der durch ein Online-Voting ermittelt wurde, erhält „Fernsehkritik-TV“ ( http://www.fernsehkritik.tv ). Der Hamburger Holger Kreymeier macht dort seinem Ärger über schlechtes Fernsehen ebenso wortreich wie pointiert Luft. Sendungen, denen nicht nur die (Tele-)Vision, sondern auch die Qualität fehlt, zerpflückt er gnadenlos. Dass Kreymeier auf seiner Seite auch eine Kampagne gegen die Fernsehgebühren betreibt, wird seinen Teil zum Abstimmungsverhalten beigetragen haben.
Hierbei sei angemerkt, dass das Hamburger Abendblatt dem Axel Springer Verlag angehört. (Bild/Welt)
Zeugt also der letzte Satz von schlechter Recherche oder sind solche unsauberen Formulierungen bei denen schon aus Gewohnheit an der Tagesordnung? (Oder was hat der Axel-Springerverlag gegen den Fk?)
…Aber die These an sich ist dennoch interessant - Wie steht ihr dazu?
Nun zur eigentlichen Überraschung:
Der WDR:
Mit dem Publikumspreis wurde das Angebot „Fernsehkritik-TV“ gewürdigt. Über 25.000 Internet-Nutzer hatten sich in einer Online-Abstimmung dafür ausgesprochen. Nicht zuletzt wegen der Fernseh-Kritik an der Sendung „Big Brother“ sei das Angebot so erfolgreich geworden, bemerkte Macher Holger Kreymeier augenzwinkernd gegenüber Miriam Pielhau, die damals eben diese Sendung moderierte. Pielhau nahm’s mit Humor, die gute Stimmung der Moderatorin konnte an diesem Abend kaum etwas trüben.
Hmm… waren die lieben öffentlich rechtlichen nicht einmal Arbeitgeber des Fernsehkritikers? Gut, sei hinzugefügt, dass dem WDR der kleiner Seitenhieb auf BigBrother gefallen mag. Dennoch finde ich es seltsam, dass allein der WDR - eine öffentlich rechtliche Anstalt, die ja des öfteren gerade wegen Missbrauch der Gebühren im Visier des Fernsehkritikers stehen, sogar mit der bombastischen Anzahl an Votes herausrücken und sich dazu noch recht liebevoll und vor allem „Kritiklos“ ausdrücken.
Auch 1Live, eine öffentlich rechtliche Anstalt. (Dazu eine sehr gute und erfolgreiche muss man anerkennen) hat sich ein bisschen näher mit FK-TV befasst und man findet sogar ein Bild der Website im Artikel. (Auch wenn der direkte Link fehlt.)
Ich finde es ein bisschen schade, dass sich die öffentlichen Medien kaum mit den Grimme Online Awards auseinandersetzen. Aber dieser steifmütterliche Umgang wird ja auch (leider) dem Adolf-Grimme-Preis zuteil, sodass es nicht weiter verwundert.
Ein was gutes hat es:
Fk-Tv bleibt weiterhin ein Geheimtipp und ist nicht davon bedroht zu Massenware zu vermatschen.
Wie sind eure Meinungen zu den Pressestimmen?
Besonders zu den Thesen:
Die Fernsehkritik-TV Community ist so besonders groß und aktiv, weil sie „gegen die GEZ“ vorgeht.
oder
Die Fernsehkritik-TV Community ist so besonders groß und aktiv, weil es auf gutem Niveau und hoher Qualität mit der deutschen Fernsehlandschaft ins Gericht geht, ohne davor zu scheuen selbst in die Kritik zu geraten.
Im einzelnen findet ihr die Pressestimmen hier: Grimme-Institut - Grimme-Institut
Die Fragen gehen natürlich auch an den Fersehkritiker persönlich.
