Postecke zu Folge 103

ist online: http://fernsehkritik.tv/tv-magazin/#postecke/103/

Zu Götter wie wir
Ich verstehe immer noch nicht, inwiefern eine angebliche Angst vor islamischen Zorn gegen die Sendung “Götter wie wir” spricht. Ich halte es für eine böswillige Unterstellung den Machern vorzuwerfen sie hätten ja nur deswegen eine Sendung über das Christentum und nicht über den Islam gemacht, weil sie feige (oder was auch immer) sind.
Gleichermaßen ist es eine Unterstellung zu sagen, dass diejenigen, die über “Götter wie wir” lachen, Gegner von den Islam thematisierender Satire sind (ich selbst bin ein Gegenbeispiel). Es mag ja ein paar solche Leute geben, aber auch das spräche nicht gegen diese Sendung, sondern das gehört eher in den Bereich Gesellschaftskritik und weniger in den Bereich Fernsehkritik.

Nein Holger, du sprichts definitiv NICHT Japanisch. :wink:
Jedenfalls war deine Frgae nach einem Vergleich zwischen dem gesellschaftlichen Umgang mit Satire über den Islam und Satire über das Christentum in der Folge ziemlich eindeutig formuliert. Ich hab mich sehr darüber gewundert, dass Leute, die in der Lage sind Leserbriefe zu verfassen das nicht gerafft haben.
Aber ich habe das Gefühl dass mittlerweile allein bei dem Begiff „Islam“ bei manchen Leuten ne Sicherung rausfällt. Das Funktioniert mit dem Begriff „Nationalsozialismus“ schon lange…

Freue mich schon sehr über den Beitrag zu der letzten Hart aber fair Sendung. Ich fand das sehr heftig, leider haben sich die drei Homosexuellen IMO auch nicht mit Ruhm bekleckert und teilweise seltsam argumentiert …

Der Tod als Lach- und Sachgeschichte? Das ist imo ein Trugschluss! Die Sendung mit der Maus bietet Lach- und Sachgeschichten. Der Tod als solcher ist ganz klar keine Lach- sondern eine Sachgeschichte. In dem Beitrag wurde zu keinem Zeitpunkt das Gefühl vermittelt, der Tod wäre etwas zum Lachen! Ich kann da keinen Zynismus finden.
Warum sollte die Sendung mit der Maus keine ernsten Themen bringen dürfen? Klar, die Zuschauer sind jung, aber kinderverträglicher als in der Sendung mit der Maus Themen darzustellen ist sehr schwer, die machen schon einen ziemlich guten Job.
Ich glaub, da gehen die Meinungen auseinander, das muss man dann halt akzeptieren. :smiley: Darüber zu reden ist aber in jedem Fall wichtig und richtig!

Oh Weh, Holger hat wieder „Klima“ gesagt …

PS: Ja, bitte einen die gesamte Sendung konstant unten durchlaufenden Text „DO NOT TRY THIS AT HOME!!!11einself“ :smt021

Milski als Beziehungsretter ist schon reichlich kalter Kaffee. Ohne die konkrete Folge gesehen zu haben (bei RTL NOW nicht verfügbar), halte ich es für wahrscheinlich, dass es eine Wiederholung von Anfang Februar gewesen ist.

viewtopic.php?f=24&t=10297

Den Eintrag bei IMDB hat Jürgen offenbar selbst verfasst (“Was Frauen wolen”).

Ich habe Hart aber Fair nicht gesehen, da ich die Diskussion ungefähr so absurd und beschämend finde wie eine über Frauenwahlrecht und Abschaffung der Segregation. Allerdings habe ich mich im Kommentarbereich rumgetummelt und dabei auch die eingeladenen Gäste gesehen. Mich wundert es gar nicht, dass die auch nicht pralle waren, in so eine Sendung gehört vielleicht jemand anders als eine schrille TV Grinsebacke, Leute die sich wehren und auf dieser Ebene bewegen können.

Milski als Beziehungsretter ist schon reichlich kalter Kaffee.

Nicht nur das, als Beziehungsklempner ist Milski auch genauso ungeniessbar wie kalter Kaffee! :smt018

ja stimmt, ist eine alte Folge - hab was davon ja schon seinerzeit dem Domian vorgespielt :smiley:

Absoluter Unfug: FDP-Claquere haben mindestens ein Geschmäckle und ich würde eher “machbar” als “legitim” sagen.

Götter wie wir: Wieder werden die Mohamed-Karrikaturen-Proteste erwähnt und wieder habe ich das Gefühl, dass “wir” genauso den Scharfmachern auf den Leim gehen wie die irregeleiteten organisierten Demonstranten (mal abgesehen davon, dass uns auch teilweise innenpolitische Demos als “islamistisch” verkauft wurden).

Sendung mit der Maus: Denke schon, dass man das “Sachgeschichte” nennen kann.

Kommentar zur Postecke: Dass die CDU “nichts mehr mit rechts” oder mit “wertkonservativ” zu tun hat sehe ich nicht so. (Was nicht heisst, dass ich sie mit “Pro-Deutschland” gleich setze; aber wenn ich Äpfel mit Birnen vergleiche kann ich durchaus Gemeinsamkeiten entdecken.)

taff-Opfer: Hinnerk kann kein Norddeutscher mehr sein, weil er mal in München war???

Quellen-Einblendungen: ICH BIN ABSOLUT DAFÜR ! (Wollte mich deswegen auch schon gemeldet haben…)

  • Ich halte es für “journalistisch”
  • es erleichtert eigene “Recherche”
  • es erleichtert die Einordnung (vieles von dem Schrott den du behandelst kenn ich nur von fktv…)
  • ich finde nicht, dass Quellen-Angaben auf Nachfrage äquivalent sind
  • kann ja klein sein
  • “form follows function”: ich finde die Quellen-Angaben wichtiger als deine ästhetischen Bedenken (sorry), vllt. kann man sich ja irgendwo treffen. Was sagen die anderen dazu?

Quellen-Einblendungen: ICH BIN ABSOLUT DAFÜR ! (Wollte mich deswegen auch schon gemeldet haben…)

  • Ich halte es für “journalistisch”
  • es erleichtert eigene “Recherche”
  • es erleichtert die Einordnung (vieles von dem Schrott den du behandelst kenn ich nur von fktv…)
  • ich finde nicht, dass Quellen-Angaben auf Nachfrage äquivalent sind
  • kann ja klein sein
  • “form follows function”: ich finde die Quellen-Angaben wichtiger als deine ästhetischen Bedenken (sorry), vllt. kann man sich ja irgendwo treffen. Was sagen die anderen dazu?

Ich wäre auch dafür, lässt das alles doch auch seriöser wirken. Eine Alternative wäre natürlich immer eine kurze Quellenangabe in der Anmoderation des Beitrags, wenn man keine “unästhetische” Quellenangabe haben möchte.

@Quelleneinblendung:
Definitiv ne sinnvolle Sache. Es wird nunmal Fremdmaterial gezeigt und Fernsehsender werden ja auch häufiger kritisiert, dass sie als Quelle „Youtube“, „Fremdmaterial“ oder ähnliches angeben. Im Umkehrschluss müsste @Herr im Haus seine Quellen korrekt angeben, was er bisher nicht tut. :wink:

Ich würde das in den Abspann machen. da stört das niemanden, oder ins Forum anstatt das Thema zu beginnen mit “Hier kann darüber diskutiert werden” werden erst alle quellen angegeben und dann darunter die Diskussion

Die Quellenangaben könnte man auch auf der Website hinterlegen und ggf. verlinken…

Da werde ich glaube ich in Folge 104 ein paar Ausschnitte zeigen, weil das ist ja wirklich wieder mal … also ich meine wir regen uns darüber auf wenn politische Extremisten irgendeine Art von Plattform bekommen, aber religiöse Fanatiker dürfen im Fernsehen auftreten

Als kleine Gedächtnisstütze: Dummheit muss man zeigen :slight_smile:

Zumal der Fernsehkritiker in diesem Forum doch auch Extremisten/extremistischen Ansichten eine Plattform gibt oder zumindestens toleriert. Ich sage nur: Forderung nach einem Verbot jeder Religion, Abschaffung der Religionsfreiheit, Forderung nach staatlicher Zensur gegenüber Religiösen (vor allem Christen, Juden, Muslime) um ihnen das Maul zu verbieten, Forderung nach einem Verbot des Baus von Gotteshäusern (jeder Religion) in Deutschland, Gutheißen der Unterdrückung Religiöser (vor allem Christen) in manchen autoritären Regimen (z. Bsp. China) und was man nicht sonst noch regelmäßig zu lesen bekommt. Da kommt von der Moderation dann auch nur ein zögerliches „Hm, ja, bereitet mir auch Bauchschmerzen“. Aber es passiert dann konkret nichts. Natürlich kann man solche Beiträge von Usern tolerieren. Aber: Würden Christen, Juden oder Muslime ähnlich radikal in diesem Forum auftreten, wären sie nach drei Kommentaren weg vom Fenster.

Tut mir leid, wenn ich mich etwas ins OT schreibe. Aber diese Ungleichbehandlung, die auch schon dem einen oder anderen Atheisten selbst aufgefallen ist, stört mich schon lange. Ich gebe halt die Hoffnung nicht auf, dass da endlich einmal was passiert und sich zum Besseren wendet.

Bevor sich noch die Falschen angesprochen fühlen. Ich habe kein Problem mit 95% der Atheisten in diesem Forum. Warum sollte ich auch? Ich beziehe mich auf die 5% von Extremisten, die in ihrem als Gerecht empfundenen Kampf gegen Religion schon lange die Pfade von Demokratie und Rechtstaatlichkeit verlassen haben.

Harmloser, aber auch kritikwürdig, ist das häufige verwenden des Wortes „Spinner“ als Synonym für Christen, Juden und Muslime. Wohlgemerkt nicht aus einer hitzigen Diskussion heraus, sondern als Standartbezeichnung für Menschen religiösen Glaubens im Allgemeinen. Man stelle sich vor, ich würde jedes Mal, wenn ich von Atheisten spreche „atheistische Spinner“ schreiben. Wie lange würde das wohl von der Moderation geduldet werden?

Das Problem ist, dass man als Gläubiger kein Gehör findet, denn das verinnerlichte Klischee lautet nunmal: Gläubige=Spinner und Extremisten, Atheisten=grundsätzlich tolerant und Opfer von Religiösen. Das ist wie bei Männern, die in ihrer Partnerschaft von ihren Frauen verprügelt werden. Die nimmt leider keiner für voll, weil es das Klischee umkehrt. Es würde mich wundern, brächte mein Beitrag etwas. Aber vielleicht lässt sich wenigstens die Moderation dieses Forums meine „Beschwerde“ durch den Kopf gehen.

Das wollte ich unbedingt einmal loswerden.

Ich wünsche allen Forenmitgliedern einen frohen 2. Advent!

2:22min (Leserbrief von Christoph)

“…dank der allgemeinen grünen Verblendung in der Bevölkerung.”

Oh! Ein Durchblicker.
Die eigene Meinung für besonders wichtig halten und die Meinung anderer als ein Produkt mangelnder Intelligenz darzustellen (und genau das ist damit gemeint, wenn man anderen unterstellt, dass sie sich täuschen bzw. blenden lassen oder sich nicht “richtig” - also bei den Quellen, die einem in den Kram passen - informieren), finde ich außerordentlich sympathisch.

Mit demselben rhetorischen Stilelement arbeiten Verschwörungstheoretiker.

Die eigene Meinung für besonders wichtig halten und die Meinung anderer als ein Produkt mangelnder Intelligenz darzustellen

Auf Propaganda hereinzufallen ist kein Attribut das ich intelligenten Menschen absprechen würde. Es hat nichts mit Intelligenz zu tun, es ist einfach nur eine , sagen wir rabiate Weise diese gesamte Ökodiskussion und den “grünen Hype” bzw. die damit verbundene Verlogenheit zum Ausdruck zu bringen.

Es besteht für mich daher schon noch ein Unterschied zwischen “blenden lassen” und zu “dumm” zu sein.

Das Problem ist halt, dass die Lobbyarbeit in die genau entgegengesetzte Richtung geht. In Amerika glaubt z.B. dank intensiver Lobbyarbeit praktisch kein mensch mehr an sowas wie „Klimawandel“. Ist doch klasse, dass das hier in Deutschland eben nicht so gut funktioniert. Aber immer schön das eigene Weltbild geraderücken, so hat man das gerne, was? :wink:

@Danzig

Du wirst in jedem Forum, in dem eine bestimmte Gruppe die Mehrheit bildet, eine kleine (oder manchmal auch große) Gruppe finden, die über die andere übertrieben herzieht. Bei Atheisten kommt noch hinzu, dass sie sie im RL oft saudumme Sprüche ernten und auf massive Ablehnung treffen, wenn sie sagen, dass sie Atheisten sind. Ich kenn das aus meiner eigenen Familie. Erklärt vielleicht etwas, dass manche auch hier dass nen agressiven „Abwehrmechanismus“ aufbauen.

Wobei ich die Forderung nach einem Verbot von Kirchenbau etc. jetzt bei weitem nicht so schlimm finde, wie das, was da bei Hart aber Fair teilweise abgelassen wurde.^^

Was hat denn das damit zu tun? Es geht ja nicht um den Klimawandel, sondern darum wie unreflektiert hier auf “Öko-Strom” und EE gesetzt wird, wobei man ganz genau weiß, das man so den Energiebedarf nicht decken kann.
Und weil Erneuerbare Energien bzw. die Abkehr von der Atomkraft einfach rein gar nichts mit dem Klimawandel zu tun hat
(->http://forum.fernsehkritik.tv/viewtopic.php?f=57&t=12672&start=0#p289594)
Nur jeder der dagegen spricht ist automatisch Atomkraftbefürworter, Kapitalist, Idiot, Robbenschlachter,… - genau das ist mit grüner Verblendung gemeint.
Man kann ja gar nichts mehr dagegen sagen, weil es ja immer gleich falsch verstanden wird.
Die Lobbyarbeit gibt es aber in beide Richtungen, und es ist genauso verlogen diese ausschließlich(!!) nur auf der einen Seite zu suchen.

Das mit dem Klimawandel war nur ein Beispiel für intensive Lobbyarbeit in den USA und hatte keinen konkreten Bezug. Wollte nur klarstellen, dass ich es extrem lächerlich finde, bei eher linksgerichteten „grünen“ Menschen von Verblendeten zu sprechen, wenn man genauso gut das Gegenteil (mit gutem Recht) behaupten könnte. :wink:
Mit der Behauptung „Sind doch alle verblendet“ stellst du dich doch gleich in ne Ecke, wo man dich bei ner Diskussion einfach nicht mehr ernst nehmen kann. Ich bin übrigens kein Grüner. :wink:

Es stimmt, dass es zumindest in Deutschland auch Lobbyarbeit hin zur Energiewende gibt, die ist aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie die entgegengesetzte (Man muss sich ja auch nur überlegen, wer das Geld hat :wink: ).
Lobbys sind aber in Deutschland nicht ansatzweise so mächtig wie in den USA.