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Politischer Smalltalk 2.0


#8374

Redakteurin der taz



#8375

Frau Kracher hat doch die Anwendung körperlicher Gewalt als legitimes Mittel zum Kampf mit dem politischen Gegner erklĂ€rt. Dann mĂŒsste das doch konsequenterweise auch gegen sie gelten?


#8376

Das ist doch was anderes. Sie gehört zu den guten.


#8377

Also, Der Vertrag wird erst mit dem DrĂŒcken des Buttons abgeschlossen. Allerdings können sich wesentliche Bestandteile des Vertrages zu diesem Zeitpunkt geĂ€ndert haben. Wenn Amazon beispielsweise den Preis erhöht hat bekommt man das nicht mit. Dadurch ist es nicht möglich eine Informierte Kaufentscheidung zu treffen. Amazon könnte das Problem sehr einfach lösen.

  1. Sie mĂŒssen den Nutzungsvertrag etwas anpassen, sodass ganz klar ist, das man mit einem Button wirklich nur ein einziges Produkt bestellt und keine Variation davon (Das ist nĂ€mlich im Moment möglich).
  2. Sie mĂŒssen eine Preisanzeige auf dem Button anbringen die den aktuell GĂŒltigen Preis anzeigt und ihn bei der Bestellung Protokolliert.

#8378

Nope, die von der anderen Seite will sie verklagen :voeg_sm:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1109687.hass-im-netz-linke-journalistin-will-rechter-hetzkampagne-trotzen.html

Und wie geht es fĂŒr Kracher weiter? Die Journalistin will juristische Schritte gegen die Hetze im Netz einleiten und eine Zivilklage gegen die IdentitĂ€ren sowie die AfD anstrengen. Auch mit ihrer journalistischen Arbeit will sie weitermachen. »Ich fĂŒhle mich jetzt noch mehr in meiner Arbeit bestĂ€tigt«, meint Kracher. »Die große SolidaritĂ€t, die ich erfahre, zeigt mir, dass meine Arbeit richtig ist.«


#8379

Ja, aber in die Lieferung von ggf. Ersatzprodukten willigt der Kunde ja im Vornherein ein. Das ist bei z.B. REWE Lieferdienst genau so. Bei Rewe kann ich die Ersatzprodukte an der HaustĂŒr ablehnen. Bei Amazon kann ich sie umtauschen.

Das einzige, was ich wirklich nachvollziehen kann ist der Preis, da muss dann Amazon eben einen Festpreis fĂŒr Dashbuttons festlegen.


#8380

»Ich fĂŒhle mich jetzt noch mehr in meiner Arbeit bestĂ€tigt«, meint Kracher. »Die große SolidaritĂ€t, die ich erfahre, zeigt mir, dass meine Arbeit richtig ist.«

Genau das war mein Kritikpunkt an diesem billigen cop-out der taz. Da gibts sicher nicht mal einen Schlag auf die Finger fĂŒr, geschweige denn irgendwelche Konsequenzen.

Aber wehe, als Politiker leistest du dir sowas, dann fordert die ganze Journalistenbrut unisono deinen Kopf. Das ist genau die Inkonsequenz, die in dem Leitartikel des NZZ-Chefredakteurs auch im Bezug auf Relotius beschrieben hat. Diese angebliche “AufklĂ€rung” und kollegiale KritikfĂ€higkeit, fĂŒr die sich der Spiegel ja so gefeiert hat und mit dem der Journalismus in der Geltungs- und GlaubwĂŒrdigkeitskrise versucht sich zu relativieren, ist einfach nur ein Wunschdenken.

Wenn man solchen Menschen, die sich radikalisieren, dann noch BestĂ€tigung gibt, dann ist das unentschuldbar. Da können sie noch so sehr “gegen” irgendetwas sein, was man hehr und gut findet. Es ist schlicht und einfach das falsche gesellschaftliche Feedback auf den Bruch zivilisatorischer Regeln.

Und deshalb wird dies 2019 alles noch sehr viel schlimmer und verheerender, vor allem die GlaubwĂŒrdigkeit der Medien wird jedes Mal mehr leiden, bis eine kritische Masse an Unmut erreicht sein wird. 2019 noch mit diesem paternalistischen, ĂŒberheblichen Gehabe des Alles-Besser-Wissens aufzutreten, wĂ€hrend man Woche fĂŒr Woche beim Verarschen, Propaganda verbreiten und LĂŒgengeschichten erfinden erwischt wird, wird einfach nicht ewig gut gehen. Aber das werden die Akteure erst merken, wenn es viel zu spĂ€t ist.


#8381

Diese Kritik könnte man halt eins zu eins auf jede Zeitung umĂŒnzen. Da haut sich niemand auf die Finger. Wenn in Bild und Co mal wieder ein klar rassitischer Text steht oder in den öffentlich Rechtlichen mal wieder ein klarer Fehler gemacht wird. Jornalisten picken den anderen kein Auge aus. Ähnlich wie die Polizei oder Hooligans. Das heißt dann zwar: “Das Sie es nicht richtig finden. Aber die Berufs Ehre geht vor.”


#8382

Ist halt immer so die Sache und Gefahr bei Internet angeboten. Als Hersteller musst Du schon SEHR KLAR machen, was der Kunde kauft und was er dafĂŒr tun muss. Sonst wird es halt zurecht angekreidet.
Denn die Menschheit ist doof. Man muss damit rechnen das die Menschen nicht in der Lage sind, sich schlau zu machen.


#8383

Kein Kunde hat geklagt, die Verbraucherzentrale spielt nur wieder Vordenker.


#8384

Das ist Ihr job^^ Wenn die davon ausgehen, dass der maximal Dumme Kunde, es nicht versteht. Oder das die Kunden sich nicht klar sind, was Sie kaufen. Dann mĂŒssen Sie dem nachgehen. Ist ja das Ă€hnliche Prinzip wie in meinen Arbeitsfeld. Man muss immer von worst case ausgehen.


#8385

Furchtbare Arbeitsgrundlage. Wenn die Verbraucherzentrale fĂŒr Verbraucherschutz steht, steht ne Zwangsjacke fĂŒr bequeme Kleidung.


#8386

Völliger Unsinn. Es gibt ganze Journalisten die sich einzig ĂŒber ihre Kritik an der BILD definieren.

Andersherum sieht es schwierig aus
Damit ist halt die Aussage der taz nichts wert, weil sie es faktisch nicht so schlimm finden wenn eine Mitarbeiterin Gewalt verherrlicht als wenn irgendwelche Trolle im Internet dann böse sachen sagen



#8387

Ich denke es geht eher darum das man kein Mitleid fĂŒr Nazis vorheucheln möchte. Auch wenn es trotzdem keine Gewalt rechtfertigt.

Postilon fasst die Reaktion der AFD Trolle gut zusammen: https://www.der-postillon.com/2019/01/afd-magnitz.html

:wink:


#8388

Aha. Und welches Komitee bestimmt objektiv, wer Nazi ist? Heute ist doch jeder ein Nazi der sich den Luxus einer eigenen Meinung leistet. Dieser Begriff ist nichts mehr wert.


#8389

Nun Magnitz ist kein unbeschriebenes Blatt. Ihn wird schon lange nachgesagt Beziehungen zu Rechtextremen vereinigungen zu pflegen. Als Selbsternanter RevolutionĂ€r, fĂ€llt es dann schwer sich fĂŒr ihn zu verbĂŒrgen^^


#8390

Im Grunde Will man doch nur kein Mitleid fĂŒr Andersdenkende heucheln, weil man kein Mitleid hat. Das ist zwar durchaus legitim, sagt aber viel ĂŒber die taz und den Stellenwert des Rechtsstaates und dem DemokratieverstĂ€ndnis aus

Man verschlĂŒsselt genau das halt mit dem Auswurf #NazisRaus

Dann sollen sich diese Menschen aber nicht hinstellen und ĂŒber “Hass” herum heulen


#8391

Nun Du und Ich heucheln ja auch kein mitleid fĂŒr all die Kinder die auf der Welt sterben. Ich fĂ€nde es viel schlimmer wenn jetzt jeder so tun wĂŒrde, als wenn er es total traurig fĂ€nde. Die meisten interessiert es auch einfach schlichtweg nicht, wenn Jemand ungeboxt wird und noch weniger wenn Sie das Opfer fĂŒr ein Arschloch halten. So tickt der Mensch halt.


#8392

Whataboutism.

Es geht explizit um Menschen im eigenen relevanten Bereich. Und um die Demokratie.

Jeder der sich heimlich freut wenn jemand aufgrund seiner politischen Haltung attackiert und schwer verletzt wird oder sich jetzt darĂŒber lustig macht, offenbart eigentlich nur was fĂŒr ein Arschloch er ist.

Und diese Personen heulen als erstets ĂŒber die Verrohung der Gesellschaft und “Hatespeech”


#8393

Nun dann musst du halt auch Mitleid mit all den Opfern haben von denen nicht groß berichtet wird. Ich bin mir sicher das in den letzten tagen bestimmt wieder einige Menschen von Unbekanten ermordet oder schwer verletzt wurde, die hier keine Plattform bekommen.