Politischer Smalltalk 2.0

Die Fragestellung ist aber aufgrund der aktuellen Ereignisse absolut legitim.

Ja, und? Das impliziert doch nicht, daß “rechts”=“Extremismus” ist. Das hab ich aber auch schon gestern ausgeführt.

ich geb’s auf, du willst es nicht verstehen, weil es deiner Agenda zugutekommt.

Nein, du unterstellst wieder Dummfug. Welche Agenda soll denn das sein?

Der Streitpunkt ist, ob “Rechtsextrem” eine extreme Ausprägung von “rechts” ist und ja, da bleibe ich dabei, auch wenn die Kläuse dieser Welt das noch so sehr als “stupide” brandmarken wollen.

Eure Agenda scheint mir zu sein, “Rechtsextremismus” komplett von “rechts” abkoppeln zu wollen, und das ist blödsinnig und funktioniert nicht.

Schriebe ich den gleichen Satz mit dem Attribut links, würden sich deine und Barus Fingernägel aufrollen.

Nein, absolut nicht.

Extremismus kann sich auf unterschiedliche Art äußern. Der Boden ist an den Rändern besonders fruchtbar. Aber wer zu 100% links ist (also so links, wie man maximal sein kann; vgl.: “Wie rechts…?”), ist deswegen kein Linksextremist.

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Doch, denke ich schon. Denn wenn du 100% links oder rechts bist, dann hast du auch Probleme mit der demokratischen Grundordnung.

Was aber nicht bedeutet, dass du den Kampf dagegen befürwortest oder gar aktiv unterstützt. Die herrschende Ordnung nicht für ideal zu halten, ist noch kein Extremismus.

diese Einstellung ist ganz schön willkürlich, da links und rechts keiner universellen Defibtion unterliegen.

Dass Extremismus nicht unbedingt nur ein Auswuchs der jeweiligen politischen Seite ist, sondern auch einfach nur extremistisch sein kann, sieht man an Personen wie Horst Mahler, der sein ganzes Leben im zunächst linken und später rechten Extremismus verbracht hat, ohne den Umweg über die gemäßigten Lager zu machen.

Daher bin ich der Ansicht, Linksextremismus ist dem Rechtsextremismus näher als gemäßigten Linken, gleiches gilt für die andere Seite.

Natürlich unterstützt du den dann.
Wie war das noch?

Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz definierte im Jahr 2000 Extremismus in Form einer definitio ex negativo als „fundamentale Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaats“.[2] Darunter fielen alle Bestrebungen, die sich gegen den Kern des Grundgesetzes oder der FDGO insgesamt richten. Uwe Backesdefiniert Extremismus als „politische Diskurse, Programme und Ideologien, die sich implizit oder explizit gegen grundlegende Werte und Verfahrensregeln demokratischer Verfassungsstaaten richten“.

Mag sein, das ist aber nicht die Regel.

Das sehe ich anders. Klar, eure Agenda ist es ja wie gesagt “rechts” von “rechtsextrem” komplett abzuspalten, aber das ist halt ein sinnloses weil unsinniges Unterfangen.

Es hieß ja nicht ohne Grund “Nationalsozialismus”. Diesen Bastard aus linken und rechten Wahnideen mit Rechtsextremismus gleichzusetzen, war einer der größten propagandistischen Erfolge der Kommunisten.

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aus o,g. Gründen ja, denn gemäßigte Linke und Rechte gehören zum demokratischen Spektrum. Rechts- und Linksextreme sind Idioten vom gleichen Schlag; kann beides so weg, wie es ist.

In der Definition ist von Bestrebungen die Rede. Eine Bestrebung ist eine “ernsthafte Bemühung, ein bestimmtes Ziel zu erreichen”. Du bereitest mir gerade Kopfzerbrechen, denn wenn wir so weitermachen, stellt sich bald heraus, dass du mehr Leute für Linksextremisten hältst als ich.

Der Hauptunterschied zwischen uns ist, dass wir nicht-Linken den Rechtsextremismus nicht entschuldigen, du aber regelmäßig den genauso widerwärtigen Linskextremismus.

Das war eine Erfindung der Kommunisten? Meinst du das ernst?

Fragen wir doch den Experten zum Thema … Adolf Hitler:

" Socialism is the science of dealing with the common weal. Communism is not Socialism. Marxism is not Socialism. The Marxians have stolen the term and confused its meaning. I shall take Socialism away from the Socialists. Socialism is an ancient Aryan, Germanic institution. Our German ancestors held certain lands in common. They cultivated the idea of the common weal. Marxism has no right to disguise itself as socialism. Socialism, unlike Marxism, does not repudiate private property. Unlike Marxism, it involves no negation of personality, and unlike Marxism, it is patriotic. We might have called ourselves the Liberal Party. We chose to call ourselves the National Socialists. We are not internationalists. Our socialism is national. We demand the fulfilment of the just claims of the productive classes by the state on the basis of race solidarity. To us state and race are one. " 1

Oder:

" ‘Socialist’ I define from the word 'social; meaning in the main ‘social equity’. A Socialist is one who serves the common good without giving up his individuality or personality or the product of his personal efficiency. Our adopted term ‘Socialist’ has nothing to do with Marxian Socialism. Marxism is anti-property; true socialism is not. […] " 2

Aber Sie schön mächtig in schutz nimmt, wenn auch nur den hauch einer Chance besteht, dass Recht extreme an den Pranger kommen.^^

keine Ahnung, was du meinst, der Satz ist unverständlich.

edit: ach du meinst, wir nehmen Rechtsextreme in Schutz? Ich würde jetzt gerne meine ehrliche Meinung dazu schreiben, aber den Beitrag müsste man dann löschen lassen.

Weise mir das bitte mit Zitaten von mir nach! Ich weise rechtsextreme Idioten hier stets scharf zurück. Dass du mir jetzt unterstellt RechtsEXTREME zu protegieren… Das ist gelinde gesagt ne Frechheit; ich erwarte von dir nichts gehaltvolles, aber sone Aussage nehme ich dir tatsächlich persönlich übel. Und die “^^” kannste dir dahin stecken, wo keine Sonne scheint.

Die totale Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Rechtsextremismus war ein Propagandaerfolg, ja. Ich weiß nicht, wann genau sie Eingang in die Geschichtsschreibung fand, aber ältere Quellen (Sebastian Haffners Werk ist ein gutes Beispiel) haben das Thema wesentlich differenzierter betrachtet.

Wer ist deine Quelle der Wahl?

Ah, okay. Und ich habe extra Goebbels’ „Wir sind die deutsche Linke“-Zitat nicht erwähnt, weil Linke immer so allergisch darauf reagieren. In Ordnung, Hitler hat seinen eigenen Sozialismusbegriff definiert und alle anderen Sozialisten als Dummköpfe abgekanzelt. Was soll ich dazu sagen? Sozialistischer geht es nicht mehr. :smiley:

Noch ein Hitler-Zitat:

Es kursiert leider nur auf einschlägigen Seiten, aber immerhin mit Quellenangabe (Zitelmann: „Hitler - Selbstverständnis eines Revolutionärs“; S. 457).

Den Satz rahme ich mir glaube ich ein, so absurd ist der :smiley:

Mag sein, es bleiben trotzdem extreme Ausprägungen der jeweiligen Überzeugung, da könnt ihr mit Händen und Füssen zappeln, wie ihr wollt,

Jetzt willst du mich endgültig verkackeiern mit deiner Haarspalterei, oder?

Blödsinn, zeig mir die Stelle, wo ich das tue.

Reicht da nicht ein Blick auf die Realität der NPD? Oder auch nur alles Opfer von böser russischer Propaganda?

Mit der Abgrenzung hat er sich aber vollständig von allem abgegrenzt, was wir irgendwie als Links bezeichnen würden und übrig bleibt allein der Teil „-sozialismus“ im Namen.

Darunter kann er auch nur den Schlag gegen gemäßigte Konservative gemeint haben, gegen Monarchisten oder gegen kirchliche Vertreter. Dass auch Rechte unter der Politik von Hitler zu leiden hatten ist so wenig überraschend wie dass Sozialdemokraten unter den Kommunisten zu leiden hatten.