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Politischer Smalltalk 2.0


#6608

Es ist argumentativ gerade etwas unpraktisch, dass die Identitären immer nur mit Flugblättern und Sprühkreide hantieren.

Sofern es noch eine Straftat ist, öffentlich Menschen anzuprangern und den Mob zur Selbstjustiz aufzurufen, wäre das tatsächlich keine Aktionskunst, sondern eher vergleichbar mit, sagen wir, mit einem Haufen Pädophiler, die losziehen, um jüngere Pädophile zu vergewaltigen, weil es unter diesen eventuell Vergewaltiger gibt.


#6609

Auch nicht, wenn es eine Reaktion auf ebendies ist?
Find ich sehr, sehr grenzwertig, einer Sache den Kunststatus abzusprechen, sobald es unbequem wird und wenn es sich um politische Kritik handelt. Ist dann natürlich für die jeweilige Gegenseite das einfachste.
Dann kann man z.B. das Peng!-Kollektiv als eine Terroristengruppe deklarieren.
Sehr gefährlich, wenn sich das durchsetzt.


#6610

Gibt es überhaupt nennenswerte “rechte Kunst”? Oder ist Kunst zu böse verkopft und zu intellektuell?

Steht da irgendwo ein Aufruf zu Selbstjustiz?


#6611

Nur für die eigenen Zwecke umgemodelte Plagiate afaik.


#6612

Es wäre leichter, wenn du solche Sätze nicht immer gar so dick in Relativierungen packen würdest. Was muss Ruch denn tun, damit du darauf verzichtest? Mit der AK47 einen AfD-Parteitag stürmen und gezielt auf Frauen und Kinder schießen?


#6613

Man könnte aber auch lesen und mitdenken.

Relativierungen = Welt ist komplexer als ihr es gerne hättet.

Edit:

Und wo wir schon bei AK47 sind … wo steht dort der Aufruf zur Selbstjustiz?


#6614

Zum Beispiel dort wo man diese Menschen ihren Arbeitgebern gegenüber denunzieren soll und offen dazu aufgerufen wird.


#6615

Also kein Aufruf zur Selbstjustiz, sondern nur zur weiteren Denunziation.


#6616

Das ist dasselbe.


#6617

Nein.


#6618

Natürlich. Muss man das Beispiel erst wieder auf linke ummünzen damit du das kapierst?


#6619

Du änderst hier gerade einfach die Definition von Selbstjustiz, damit es dramatischer klingt.

Ein ganz wichtiger Bestandteil von Selbstjustiz ist folgendes: Sie ist gesetzlich nicht zulässig.

Es ist aber gesetzlich völlig zulässig, einen Arbeitgeber über die politischen Meinungen seines Angestellten zu informieren. Das ist Denunziation, aber nach allem was ich weiß, gibt es da keine gesetzlichen Hindernisse.


#6620

Wäre eh vergebliche Mühe. Er muss die Sache jetzt so weit wie möglich runterspielen, weil das Täter-Opfer-Verhältnis verkehrt ist.


#6621

Und hast du noch weitere Belege oder Argumente, dass es sich um [Edit: Aufruf zur] Selbstjustiz hier handelt oder war die Begriffverwendung auch nur aus dramaturgischen Überlegungen?

Labert halt einfach keinen übertriebenen und unbelegten Unsinn, dann muss man euch nicht so viel widersprechen.


#6622

Gut, eigentlich lässt sich ja immer mit Sicherheit voraussagen, ob du Anwalt oder Ankläger spielen wirst, und man könnte sich entsprechend anpassen. Deine extreme Doppelmoral ist mir allerdings zu viel und die Rayk-Anders-Gedächtnis-Schmäh, derer du dich so gerne bedienst, wenn du doch wieder nur politische Reflexe ausformulierst, tut ihr Übriges.

Wenn ich merke, dass jemand Taubenschach mit mir spielen will, setze ich mich gar nicht erst ans Brett.


#6623

Blabla, ad hominem, blabla.

Also keine weiteren Argument, wahrscheinlich weil du selbst einen Blick in den Duden geworfen hast. Danke.


#6624

Joa, das ist so’n Standardrezept, das aber dummerweise oft nicht funktioniert.
Meinste nicht, daß das so ziemlich das erste ist, was man bei seinen Überlegungen berücksichtigt?
Nein, meinste nicht, ist aber so.
Oftmals kommt dann in etwa sowas bei raus:
“Ich bin dafür, alle Straftäter einzusperren!” - “Ach ja? Und wie würd’s dir gefallen, wenn man alle Polizisten einsperren würde?” :ugly:


#6625

Ich bin mal vorsichtig optimistisch und deute das so, dass die öffentliche Meinung langsam wieder zur Vernunft kommt und zumindest die mittig orientierten Journalisten nach und nach begreifen, dass nicht jeder Mensch, der sich gegen “Rechts” engagiert, Gutes im Sinn hat.


#6626

oder dass dieses “Rechts” mehr ist als AfD. Rock gegen Rechts heißt nichts anderes als Rock gegen mehr als die Hälfte der Bevölkerung (gemessen an den Wahlergebnissen der Lager). Die Differenzierung zwischen Rechts und Rechtsradikal bzw. ausländerfeindlich ist seit den 90ern im Arsch


#6627

Könnt ihr eigentlich mal euer ständiges peinliches gegenseitiges Liken von Pisselbeiträgen sein lassen?

Ja, ExtraKlaus, es ist jedem hier klar, dass du alle Beiträge von Samt gegen mich toll finden wirst.

Ja, Samt, es ist jedem hier klar, dass du alle Beiträge von ExtraKlaus gegen mich toll finden wirst.