Politischer Schlag gegen Spieler

Gestern hat der Nationalrat, ein Verbot von Sogenannte “Killerspiele” zugestimmt. Jetzt soll der Bundesrat das Verbot prüfen. Justizministerin Widmer-Schlumpf ist dafür dass, brutalsten Spiele verboten werden sollen, und die anderen Firstperson Scooter reicht die Altersbeschränkung.
Wir wissen doch alle, das ein Verbot nicht nützen wird. Scheinbar hat dies Erkenntnis über die Zensur, bis zu Justizministerin Widmer-Schlupf herumgesprochen.

Quellen:http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Psychosekte-mischelt-bei-Game-Verbot-mit-20238630
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32238/1.html
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/killerspiele_staenderat_motion_1.5245495.html
http://www.vgmg.ch/

Solche Leute machen mich krank. Meinen die Welt retten zu müssen oder sonst etwas gutes zu tun.
Wie lange wollen die eigentlich noch um den heißen Brei herumreden und Computerspiele verteufeln. Es reicht schon wenn die Boulevardpresse und angeblich renomierte Medien ihre selbsternannten Spieleexperten loslässt. Denn solche Leute haben von dem über das sie da reden eigentlich keinen Plan.
Die Definition was den ein Killerspiel ist kann durch unsere geliebten Politiker beliebig ausgeweitet werden. Irgendwann wird das elektronische Spiel irgendwann ganz verboten oder wir dürfen nur noch Barby am Computer spielen.
Doch frage ich mich eine Sache. Wenn der Sündenbock Computerspiele nicht mehr da ist was verursacht dann die Gewalt. Vielleicht ist es dann die Musik, Comicbücher oder Mangas. Oder vielleicht doch sogar das Fernsehn mit all seinen bösen Sendern wie MTV.
Denn wahre Ursachenforschung wollen wir ja nicht betreiben. Warum auch.

South Park und Die Simpsons sollte man auch sofort verbieten! Unmoralisch, kritisch, humorvoll.
Sowas brauchen wir in diesem Land nicht!!! Wir sind ein anständiges Land!

Den Politdeppen (besonders die CDU/CSU) müsste das doch aus dem Herz sprechen. Bin gespannt wann die :smt013 das bei uns ernsthaft versuchen.

Mal im Ernst. Dann gibts halt ein Verbot. Die meisten Enduser wird es nicht berühren. Besorgt man sich halt die Games aus dem Ausland oder holt Holzbein und Augenklappe raus…
Den einzigen den das wirklich schadet ist der Wirtschaftsbranche: “Computerspiele” in Deutschland. (Ich weiß das es im Thread um die Schweiz geht). Werden halt viele kleinere Game Läden schließen weil der Absatz durch die +18 Games fehlt (denke mal das die einen schweren Anteil am Umsatz aus machen).
Und wem ist damit geholfen? Jugendlichen und Kindern unter 18 Jahren, die diese Spiele nach jetzigem Recht sowieso nicht ohne duldung der Eltern spielen dürften bestimmt nicht. Aber da man ja auf keinen Fall Eltern in die Erziehung reden möchte (sonst würde man einfach das Zugänglichmachen seitens der Eltern verbieten) wird jeder mündige Bürger über 18 Jahren entmündigt, das zu spielen was er für sich selbst erträglich hält.

Generell sollte es viel strengere Richtlinien für die Erziehung geben anstatt ein generelles Verbot für jeden.

Aber naja. Unsere Politiker haben halt einen sehr eingeschränkten Horizont, bloß nicht genauer um die Themen kümmern und einarbeiten…

Sorry, aber ich sehe das anders: Wer Zensur und sinnlosen und unbegründbaren Verboten Tür und Tor öffnet, hat bereits alles verspielt. Ich hoffe, dass die Eidgenossen nun genug Courage haben, auf die Straße zu gehen und sich so etwas nicht bieten zu lassen. Das ist nach dem Minarettverbot der zweite Schritt der Zersetzung von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in der Schweiz. Traurig aber wahr…

Auch für euch in der Schweiz gilt endlich: Klarmachen zum Ändern :wink:

Ich bin ja auch absolut gegen Zensur jeglicher Art. Aber es ist doch nunmal so das diese Gesetze wenn sie erlassen werden einzig und allein der Wirtschaft schaden und nicht dem Spieler. Da werden die meisten wissen wie sie an die Spiele ran kommen werden.

Mich würde mal interessieren, was die wahren Gründe sind. So dumm wie wir glauben oder wie es denn Anschein macht, können Politiker doch garnicht sein.

Ich würde sagen, eine Mischung aus iwS Prüderie (o.ä.), Unwissenheit, Dummheit, Gleichgültigkeit und Lobbyismus.

Unser Soldaten dürfen ihre Waffen nach Hause nehmen, und daran wollen die Politiker festalten. Die Schweizer Armee ist verein, der in Sterben liegt. Junge Menschen wollen liebe in den Zivilschutz, als in die Armee. Die Armee hat mehr Sicherheitslöcher. Es soll Munition verschwinden, die Soldaten bedienen sich einfach. In der Schweiz hat kein Schulamoklauf geben, obwohl es der Schweiz mehr Waffen in der Privathaushalte liegen als in Deutschland. Keine Ahung was Näf und Allermann dazu getrieben hat, um diese verbot auf dem Weg zu bringen. Doch der Denkzettel wird spätest nächste Wahlen serviert, wenn die SP noch mehr Stimmen verliert. Das hat die SP Näf und Alllerman zu verdanken, wenn alle Spieler über 18 wählen gehen. Näf und Allermann’s Vereinigung gegen Medialen Gewalt wurde von Heise.de nachgewiesen, dass sie Verbindung zu eine Sekte haben. Allermann distanzierte sich davon. Näf behauptet, das es eine Verschwörung von der Spieleindustrie ist. Näf nimmst sich wichtiger, als er wirklich ist.
Dementi von Näf: http://www.vgmg.ch/artikel_presse/MM_gegendarstellung_tagesanzeiger.pdf
Gegenangriff von Vgmg: http://www.vgmg.ch/artikel_presse/MM_skandaloese_recherche_hugo_stamm.pdf
Eine Wikieintrag von Hugo Stamm: http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Stamm

Verschwörungstheorien sind zwar interessant aber meistens wenig plausibel

Vielleicht verbieten wir noch jegliche Filme in denen Blut und Leichen vorkommen…

Naja, man kann sich das Zeug immer noch auch aus dem USA hohlen, das kann z.T. auch ziemlich teurer sein, wobei ich das sowieso nicht nachvollziehen kann, dass diese willkürliche Beschuldigung von Computersielen im Zusammenhang mit einem Amoklauf von der, zum Teil ziemlich manipulierbaren, Bevölkerung nicht als reiner Populismus enttarnt wird.
Sind die Menschen so dumm und unfähig selber zu denken?! (Achtung: rhetorische Frage)

Der erste “richtige” Amoklauf fand 1913 statt und da gab es nicht mal 'ne Atari oder 'ne Supter Nintendo :roll:

Ich persönlich sehe da eher einen Zusammenhang mit der Industrialisierung, dem Lebensstiel und der Philosophie, die mit eben diesem, in der westlichen Welt eingeführt wurde. Es geht nur um Leistung, Leistung, Leistung, bringt man die nicht auf, ist man ein “nichts” und tut man es doch, ist man trotzdem unglücklich…ein Teufelskreis!
Die Themen die schon im Expressionismus* zur beginn der Industrialisierung angesprochen wurden haben bis heute in der Kunst, Musik und im Film bestand und sind aktuell.
Besonders der so genannte Ich-Verlust und die Thematik des “Rausches” empfinde ich, in dem Kontext, als besonders entscheidend.

Die “Killerspiele-Sache” wird die ganze Zeit nun von den Scheiß Medien gepuscht, obwohl die ja meist eh nur Müll erzählen, soweit ich mich erinnere wurde auch mal Musik für Amokläufe verantwortlich gemacht, das genau so schwachsinnig ist.

Expressionismus in der Literatur in erster Linie mit den Themen Krieg, Großstadt, Zerfall, Angst, Ich-Verlust und Weltuntergang (Apokalypse). Des Weiteren auch mit Wahnsinn, Liebe und Rausch sowie der Natur. Die bürgerliche Ästhetik wird durch eine ‘Ästhetik des Hässlichen’ zurückgewiesen

Näf ist Politiker, und Politiker machen viel was nicht plausibel ist. Siehe Merkel, die gefühlte Superkanzlerin! :mrgreen:

Diese politische Maßnahme zeigt, dass die Politiker unfähig sind zu erkennen, dass man an ganz anderer Stelle Gesetze veränderrn muss. Wenn Politiker anfangen rum zu jammern, weil die Jugend zu gewaltätig ist, da ist es doch geboten zu hinterfragen ob man nicht selbst daran schuld ist, aufgrund seiner Unfähigkeit den jungen Menschen mehr zu unterstützen, ihm mehr aufmerksamkeit zu schenken, deren Kultur und Hobbys zu respektieren - das ist auch eine Ursache der Probleme unserer Jugendlichen.

Näf närft

Jeder reagiert anders auf Computerspiele, oder sonst was für Medien oder was auch immer. Man kann nichts verallgemeinern, da aber Gesetze allgemeingültig sind - oder sein sollten - , sollte man sie wenigstens der Mehrheit anpassen. Und ist die Mehrheit alles Spieler potenziell (ich meine richtig potenziell) gefährdet? Nein. Oder doch? Haben sich alle Schweizer Gamer einem ausführlichen psychologischen Test unterzogen? (Der genausowenig für jeden richtige ergebnisse bringen kann :ugly ) Ich bezweifle es.
wie heißt es so schön:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

Sie dürfen jedenfalls ihre Waffen aus der Armee nach Hause nehmen, und an Munition ranzukommen ist nicht wirklich schwer. Die Sicherheitslücken bei der Armee scheinen so groß zu sein, wie die gedächtnislücken von dem gemeinen Wähler.

Hallo, neu hier und Schweizer :o)

Nunja, ich als E-Sportspieler muss sagen das es recht unsinnig ist, da man heutezutags jedes Spiel per Internet und Kreditkarte kaufen kann. Witzig ist aber die motion “Verbot von Killerspiele”.

http://www.eviallemann.ch/web/index.php?option=com_content&task=view&id=148&Itemid=1

Interessant ist dabei folgender part:

In neueren Studien wird aber ein zunehmender empirischer Zusammenhang zwischen gewalttätigem Verhalten und dem Konsum von so genannten „Killerspielen“ ausgewiesen. Erklärt wird dies vor allem mit dem realitätsnahen Design der Spiele und den vielfältigen Möglichkeiten Gewalt anzuwenden.

Wenn man also sagt das wegen Gewaltspielen Gewalt entsteht dann müssten doch empirisch gesehen auch Rennspiele zu rasen neigen :mrgreen: Nunja

Ich hab auch mit der Evi Telefoniert, aber sie wollte einfach nicht ein Killerspiel kennenlernen weil es für sie moralisch nicht vertretbar ist. Schade

Moralisch nicht vertretbar?!? Ihr SP Parteigenosse Näf hat Skandalöse Verbindungen zu eine Psychosekte. Ihre “Argumente” sind allgemein Plätzchen, kennen die Deutschen von ihren Politiker. Wir hatten keine Amoklauf, aber unsere Soldaten dürfen ihre Waffen nach hause nehmen. Bin ich jetzt der einzige Schweizer,der sich richtig Verarscht vorkommt?

Update von 31.03.2010: Laut 20 Minuten Umfrage, sind die Leser gegen ein verbot von FPS Spiele. Link: http://www.20min.ch/community/story/25410080