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Philosophischer Smalltalk


#422

Zitier vollständig.


#423

Wie gesagt, wenn ich eine kurze Recherche anschließe scheint das Prison-Experiment nicht sehr aussagekräftig für ein solches Allgemeinplätzchen. Sicherlich hast du aber nicht ganz Unrecht, das die Decke dünn ist, aber vielleicht nicht so dünn wie es das Experiment impliziert.


#424

Ich stütze meine Aussage auch nicht alleine darauf.
Sieh dir doch die Gegenden an, in denen die Leute ungestraft Grausamkeiten verüben können.
Sie tun es, wenn sie es können. Guck dich in der Geschichte um. Der Mensch ist ein Herdentier und wenn Grausamkeiten gesellschaftlich akzeptiert oder gar gewollt sind, dann werden sie auch verübt.

Und mit “gesellschaftlich” meine ich alles von ganzen Völkern bis hin zu kleinen, exklusiven Vereinen.


#425

Das ist falsch. Es muss erstmal nur wiederholt vorkommen, so dass es keine Überraschung ist, wenn es passiert.

Und je nach Ansicht erreicht man sogar die von dir verlangte Mehrheit. Die Mehrheit der Menschen ist Teil von Staatssystemen, wo gefoltert wird, ohne dass sie zur Opposition gehören. Und es ist wahrscheinlich, dass die Mehrheit Folter für korrekt und vertretbar hält. Weiter lässt sich die Frage stellen, wie viele Menschen bereit wären unter welchen Bedingungen selber zu foltern.

Es ist wohl ziemlich naiv zu meinen, dass Folter, obwohl sie in der deutlichen Mehrheiten der Staaten vorhanden ist, nur ein Ausrutscher von menschlichen Gesellschaften ist und nicht ein relativ typisches Instrument des menschlichen Handelns.

Nach deinem Ansatz ist es übrigens nicht Teil der Menschheit, Tiere zu töten. Schlachter sind ja nur ein absolut kleiner Teil der Menschen. Klingt aber so irgendwie dämlich.


#426

Langsam wird es mir echt zu doof.

Zwei Leute stürzen, demzufolge können Menschen nicht laufen. :roll_eyes:

Wenn man sich und seine Spezies so sehr hasst, dass man sie zum schlimmsten Lebewesen in Existenz erklärt, ohne eine statistische Evidenz vorweisen zu können, dann hat das fast schon pathologische Züge…

Wenn man erst mal so misanthropisch ist, muss das Leben sehr traurig sein.


#427

Eine handvoll Staaten auf der Welt sind gefestigte Demokratien. Auch in diesen Staaten kommt es zur Ausübung struktureller Gewalt. Folter ist nicht die einzige Möglichkeit, einem Menschen gezielt Schaden zuzufügen.


#428

Das ist ein windschiefer Vergleich. Bleib beim Thema.


#429

Ne. Sie können sich die Beine brechen.

Das hat NICHTS damit zu tun. Pathologisch ist alleine diese Panik davor, wenn man es wagt, der Menschheit negative Eigenschaften zuzuordnen.


#430

Und Sie KÖNNEN grausam sein :wink:

Ich habe keine Panik, ich habe Mitleid mit so einem traurigen Welt- und Menschenbild. Hass macht hässlich.

Würde mich auch nicht wundern, wenn du die meiste Zustimmung zu diesen kruden Thesen in den beiden Extremen des politischen Spektrums bekommst. (Keine Evidenz :wink:)


#431

Das hat nichts mit Hass zu tun, das ist objektiv so, wenn “schlimm” gleichbedeutend ist mit Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit. Jedenfalls innerhalb der uns bekannten Existenz :wink:
Allerdings läuft das Erkennen und die Akzeptanz dieses Umstandes nicht zwingend auf Misantrophie hinaus. Das ist das Kunststück.


#432

Daran ist nichts krude.

Krude war jedoch schon der anfängliche Versuch, Tiere anhand der Tötungszahlen von Artgenossen nicht nur Grausamkeit zu unterstellen, sondern eine Grausamkeit, die funktional mehr oder minder identisch zu der der Menschheit ist.

Krude war es ebenso, bei der Frage der Akzeptanz und Verwendung von Folter trotz der hohen Aufgabendifferenzierung bei den Menschen Opfer/Täter einfach aufwiegen zu wollen.

Krude war es auch nur das als “menschlich”/zur Menschheit gehörig zu erkennen, was von einem willkürlich ausgewählten Prozentsatz der Menschen getan wird.


#433

Wenn man halt nicht mit Panik auf das Thema reagieren würde, würde man auch feststellen, dass ich dem Menschen die besten Eigenschaften zuordnen würde. Wie schon relativ früh gesagt: Der Mensch ist ein Wesen der Extreme.

Und ich bin ganz sicher nicht für die Auslöschung der Menschheit. Aber der Beißreflex war zu schnell zu groß. Da meinte man wohl, typisch Linkes zu riechen.


#434

Auslöschung der Menschheit == typisch Links?

Was habe ich verpasst?!? :smiley:


#435

#436

Der Mensch gehört ausgerottet, damit die Erde sich erholen kann? Damit sich eine neue intelligente Spezies entwickeln kann? Die Meinung findet man schon öfters und imo ist sie primär bei den Linken zu finden, auch wenn mir kein Name von direkten Bewegungen mehr einfällt. Aber schon im Radio Interviews dazu gehört.


#437

Dann möchte ich an dieser Stelle nochmal klarstellen, dass ich mich zwar irgendwo links von der Mitte empfinde, aber keinerlei Wunsch nach irgendwelchen Auslöschungen von anderen Menschen hege - selbst von Andersdenkenden nicht… :blush:


#438

A… aber… der rote Todesstern ist doch schon fast fertig! :frowning:


#439

Ist dir gar nicht aufgefallen dass ich stets was aus dem “roter Todesstern”-Klingelbeutel rausgenommen habe, anstatt was reinzutun? :laughing:


#440

http://www.vhemt.org/

Website der Voluntary Human Extinction Movement


#441

Und inwiefern sollen das Linke sein?