Panorama Beitrag zum Prostitutionsgesetz vom 19.12.

Hallo Holger,

soeben habe ich in der Mediathek einige Beiträge aus der Panorama Sendung vom 19.12. gesehen. Unter anderem “Rotlicht- die verlogene Kampagne gegen Prostitution”

Hierbei geht es darum, dass eine Debatte um das geänderte Prostitutionsgesetz (die angeblich durch Panorama los getreten wurde - aber das ist eine andere Sache), dazu geführt hat, das Prostitution wieder mehr negativ gesehen wird, z.T. unter Strafe gestellt wird etc. un d dass sich viele Prostituierte, die diesem Job freiwillig nachgehen, sich hierin bevormundet und nicht respektiert werden. Soweit finde ich den Beitrag gut. Klar, es gibt viel zu viele Frauen, die in Deutschland zu dieser Abriet gezwungen werden etc. pp., dass möchte ich nicht bezweifeln und da gibt es sicher Verbesserungsbedarf an der momentanen Gesetzeslage, aber grundsätzlich finde ich nichts schlimmes an diesem Beruf, denn es gibt eben auch genug Frauen in Deutschland, die diesen Job gerne machen. Naja, darüber lässt sich sicher diskutieren. Was ich aber schon etwas merkwürdig fand: Der Beitrag steigt damit ein, dass das Bild von Prostitution in der Öffentlichkeit sehr schlecht sie und dass durch Medien (Filme etc.) noch geschürt werden…und was wird dafür als Beispiel genommen? Eine Szene aus einem Tatort, bei dem die Leiche einer Prostituierten auf einer Müllhalde gefunden wird…Aber sind Tatort UND Panorama nicht beide von der ARD? Bzw der Tatort vom jeweiligen dritten des Landes. In wie weit hängt das zusammen? Findest du das Beispiel auch-naja, sagen wir unglücklich…
Was sagst du generell zu der Debatte?

Naja, es spricht für die Eigenständigkeit von Panorama, dass sie eine Szene aus dem Tatort nehmen - so könnte man es auch betrachten.

Ich als Hamburger stehe Prostitution traditionell gelassener gegenüber und finde es auch richtig, dass das entkriminalisiert wird. Mich stört allerdings, wenn in Dokusoaps vollkommen unkritisch an das Thema herangegangen wird. Hure wird niemals ein normaler Beruf wie jeder andere werden können, man wird die Nachfrage danach aber auch niemals beseitigen können.