Open-Source vs. Closed-Source

[Aus dem Kurz-Kommentiert-Thread von Folge 147 herausgelöst.]

Windows ist ein schweineteures Betriebssystem. Linux ist kostenlos. Linux ist dennoch das bessere Betriebssystem.

Bei der Werbung. :wink:

[QUOTE=hurlbrink;388578] Linux ist dennoch das bessere Betriebssystem.[/QUOTE]

Das ist eine Glaubensfrage, aber wenn ich mir so mein Nutzungsverhalten in den letzten Jahren anschaue, könnte ich mich durchaus mit Linux anfreunden. Die Zeiten, an denen ich dauernd irgendwelche neuen Programme ausprobiert habe und somit auf Kompatibilität angewiesen war, sind schon länger vorbei.

[QUOTE=hurlbrink;388578]Windows ist ein schweineteures Betriebssystem. Linux ist kostenlos. Linux ist dennoch das bessere Betriebssystem.[/QUOTE]Stimmt ja gar nicht. Weder der erste, noch der zweite, noch der dritte Satz.

Bei der Werbung. :wink:
Du kannst ja gerne davon träumen, dass Dein 10-Euro-Waffeleisen ein Schnapper ist und exakt so viel kann, wie jedes 30-Euro-Markenprodukt.
Und dass der 1,50-Euro-Döner von der Partymeile nur deshalb so billig ist, weil die Konkurrenz dort größer ist - aber genauso gut ist, wie jeder 3-Euro-Döner…

[QUOTE=dabba;388683]Stimmt ja gar nicht. Weder der erste, noch der zweite, noch der dritte Satz.[/QUOTE]

Es stimmen alle drei Sätze!

Windows 7 kostet 182 €, also ist es schweineteuer: http://www.amazon.de/Windows-Ultimate-32-64-Bit/dp/B002GHBUXG/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1418409344&sr=8-2&keywords=Windows+7+Ultimate

Ubuntu kann man sich kostenlos von deren Webseite herunterladen, also ist Linux kostenlos.

Aus https://www.youtube.com/watch?v=IfTjpQvIq38, https://www.youtube.com/watch?v=aQl7ulC6KUM und https://www.youtube.com/watch?v=2i0mC_OrNA0 geht hervor, dass Linux besser ist als Windows.

Alle drei Sätze sind also richtig.

Dass Linux auf dem Desktop noch nicht so häufig genutzt wird, liegt an der mangelnden Kooperation der Hardwarehersteller (fehlende Treiber) und der Spieleentwickler
(Totschlagargument: Es nutzen zu wenige Linux auf dem Desktop, als dass es sich lohnen würde, dafür zu entwickeln./Teufelskreis/Henne-Ei-Problem. Wenn nur die Hardwarehersteller und Spieleentwickler endlich mal alle für Linux entwickeln würden, dann wäre Linux auch endlich weit verbreitet und es würde überall ohne Probleme funktioneren und jeder würde merken, was für ein geiles Betriebssystem Linux ist.)

Ich selbst habe ein Tuxedo-Notebook und einen HP-Drucker, womit ich problemlos mit Ubuntu arbeiten kann. Bin sehr zufrieden damit.
(Ich habe vorher alle Hardware, die nur unter Windows ging verkauft und sie mit Linux-fähiger Hardware ersetzt. Im Zuge dessen habe ich keine neue TV-Karte mehr gekauft wegen der mangelhaften Qualität des TV-Programms und des damit ohnehin verbundenen geringen TV-Konsums dank Holgis Aufklärungsarbeit)

Im Privathaushalt meiner Eltern werde ich diese dabei unterstützen, auf Linux umzustellen.

Here we go again. Nicht mal im FKTV Forum bleibt man von dieser Diskussion verschont.

[QUOTE=hurlbrink;388857]
Ubuntu kann man sich kostenlos von deren Webseite herunterladen, also ist Linux kostenlos.

Aus https://www.youtube.com/watch?v=IfTjpQvIq38, https://www.youtube.com/watch?v=aQl7ulC6KUM und https://www.youtube.com/watch?v=2i0mC_OrNA0 geht hervor, dass Linux besser ist als Windows.[/QUOTE]
Abgesehen davon, dass so definitive Aussagen wie “Betriebssystem X ist besser als Betriebssystem Y” Unsinn sind finde ich es lustig/mutig, dass du dich immer auf Ubuntu beziehst. Wenn du jetzt mit Arch oder Gentoo kommen würdest, ok … aber Ubuntu :ugly? Des Weiteren ist es ebenfalls interessant, dass du als Beweis für deine These ein paar YouTube Videos von irgendwelchen Nerds zusammenkratzt :voegsm:.

@Hurlbrink:
Du kannst ja mal die Stadt München fragen ob Linux/Open Source umsonst oder auch nur günstig ist. Bloß weil keine Lizenzkosten anfallen sind Open Source Systeme im Betrieb nicht unbedingt günstiger, gerade für Unternehmen, klein wie groß.

Prinzipiell zu sagen “Linux ist besser” ist völliger Schwachsinn. Vielleicht ist Linux für deine Bedürfnisse besser, aber das muss nicht für alle zutreffen. In großen Unternehmen wirst du höchst selten Linux auf den Desktops finden, einfach weil die Nutzer nicht aus Erfahrung wissen wie man damit umgeht und weil die Administration ein einziger Krampf ist im Gegensatz zu einer Windows-Landschaft mit AD und Exchange im Rücken. Rechne mal die Schulungskosten für deine Mitarbeiter gegen ein paar Hundert Euro pro Lizenz, da machst du sicherlich Verlust. Ganz zu schweigen von der fehlenden Akzeptanz, dem Umsatzausfall durch Umstieg auf neue Prozesse, die grundlegende Umstrukturierung der gesamten IT. Aber klar, keine Lizenzkosten! Super!

Auch für Gamer ist Linux nicht besser, die Auswahl ist schlichtweg zu klein, auch wenn Steam hier versucht gegenzusteuern. Noch ist Windows auf diesem Gebiet die klare Nummer 1, hier erscheint jeder Titel und auch immer zuerst. Selbst mit MacOS X bist du da besser bedient als mit jeder Linux Distribution.

Distribution ist übrigens das nächste Ding: Welche soll es denn sein? Und wer sagt mir als Unternehmen, dass ich auch noch in 10 Jahren Support für meine Software bekomme?

Du denkst hier für einen Einzelanwender der vielleicht Office und Web Sachen machen möchte. Kein Ding, da kann man gut mit Ubuntu arbeiten, habe ich selber eine zeitlang gemacht. Für manchen ist es dann vielleicht auch besser als Windows, aber das ist wohl eher Geschmackssache. Für Programmierer ist es sicherlich auch eine gute Basis, gerade wenn man viel Web-Kram und plattformunabhängige Sachen macht. Aber erzähl keine Märchen von “Linux ist besser”. Da denkst du einfach viel zu kurz und viel zu eng.

[QUOTE=ezzendy;388868]@Hurlbrink:
Du kannst ja mal die Stadt München fragen ob Linux/Open Source umsonst oder auch nur günstig ist. Bloß weil keine Lizenzkosten anfallen sind Open Source Systeme im Betrieb nicht unbedingt günstiger, gerade für Unternehmen, klein wie groß.
[/QUOTE]
Das hat er auch nicht gesagt, er hat nur gesagt das die Software kostenlos ist. Dazu ist es langfristig kostengünstiger als Windows.

I Rechne mal die Schulungskosten für deine Mitarbeiter gegen ein paar Hundert Euro pro Lizenz, da machst du sicherlich Verlust

Für MS Office 2007 und neuer braucht man also keine Schulungen?

Auch für Gamer ist Linux nicht besser, die Auswahl ist schlichtweg zu klein, auch wenn Steam hier versucht gegenzusteuern.

Mindestens 600 Spiele auf Steam sind also eine zu kleine Auswahl?

Distribution ist übrigens das nächste Ding: Welche soll es denn sein? Und wer sagt mir als Unternehmen, dass ich auch noch in 10 Jahren Support für meine Software bekomme?

Wer sagt dir das bei Windows, Vista bekommt schon seit einer Weile kein Support nicht mehr. Ubuntu hat zumindest eine LTS Zeit von 5 Jahren.

[QUOTE=FireBird94;388878]Das hat er auch nicht gesagt, er hat nur gesagt das die Software kostenlos ist. Dazu ist es langfristig kostengünstiger als Windows.
[/QUOTE]
Wie kommst du darauf, dass es langfristig günstiger ist? Woran machst du das fest? Hast du mal in Unternehmen geschaut wie eine gewachsene IT aussieht? Hast du eine Ahnung was es für ein zeitlicher und finanzieller Aufwand ist jede Software und jeden Server zu ersetzen? Hast du auch darüber nachgedacht, dass du nicht unbedingt die gleiche Produktivität erreichst bloß weil die Nutzer irgendwann mit dem Kram umgehen können?

Nein, hast du nicht. Die Aussage “Es ist langfristig günstiger” ist genauso verallgemeinernder Unsinn wie die Aussage “Linux ist besser”. Das ist immer eine Sache des Einzelfalls und erfordert immer lange Analysen und eingehende Planung bevor man auch nur ahnen kann ob es sich langfristig rechnet. Glaub mir, ich mach das seit fast einem Jahrzehnt beruflich. Pauschal lässt sich da nichts sagen.

Für MS Office 2007 und neuer braucht man also keine Schulungen?

Bei uns intern (ca. 15.000 User) war der Umstieg von 2003 auf 2007 kein sonderliches Problem. Ein bisschen Einarbeitung war nötig, aber es hat keine flächendeckenden Schulungen gebraucht. Stell dir jetzt aber mal vor du setzt einer 50jährigen Bürokauffrau auf einmal Ubuntu statt Windows 7 vor die Nase und sagst ihr, dass jetzt JEDE Software eine andere ist. Die kannst du dann erst mal für ein halbes Jahr vergessen. Da brauchst du echt gute fianzielle Rücklagen wenn du denn glaubst es würde sich langfristig rentieren. Die lange Frist muss man ja auch erst mal erreichen.

Mindestens 600 Spiele auf Steam sind also eine zu kleine Auswahl?

Im Vergleich zum Angebot für Windows ist das lächerlich klein. Von den großen Publikumslieblingen hast du praktisch nichts. Kein Assassins Creed, kein GTA, kein Call of Duty, kein Battlefield. Welche große Marke gibt es denn für Linux? Es ist einfach nicht vergleichbar.

Wer sagt dir das bei Windows, Vista bekommt schon seit einer Weile kein Support nicht mehr. Ubuntu hat zumindest eine LTS Zeit von 5 Jahren.

Vista hat noch bis 2017 Extended Support. Selbst Windows XP wird für einige größere Firmen weiterhin mit Updates versorgt. 5 Jahre Supportgarantie ist keine gute Aussicht für Unternehmen. Allein für das Deployment einer großen Umgebung kannst du 2 Jahre einkalkulieren, dann hast du noch 3 bis du die Software endgültig ablösen musst. Ein Witz.

[QUOTE=ezzendy;388882]Wie kommst du darauf, dass es langfristig günstiger ist? Woran machst du das fest? Hast du mal in Unternehmen geschaut wie eine gewachsene IT aussieht? Hast du eine Ahnung was es für ein zeitlicher und finanzieller Aufwand ist jede Software und jeden Server zu ersetzen? Hast du auch darüber nachgedacht, dass du nicht unbedingt die gleiche Produktivität erreichst bloß weil die Nutzer irgendwann mit dem Kram umgehen können?
Nein, hast du nicht. Die Aussage “Es ist langfristig günstiger” ist genauso verallgemeinernder Unsinn wie die Aussage “Linux ist besser”. Das ist immer eine Sache des Einzelfalls und erfordert immer lange Analysen und eingehende Planung bevor man auch nur ahnen kann ob es sich langfristig rechnet. Glaub mir, ich mach das seit fast einem Jahrzehnt beruflich. Pauschal lässt sich da nichts sagen.
[/QUOTE]
Da komme ich nicht drauf, das sagen sie bei LiMux selber: http://www.heise.de/open/meldung/Linux-in-Muenchen-Ueber-10-Millionen-Euro-gespart-1755574.html

Bei uns intern (ca. 15.000 User) war der Umstieg von 2003 auf 2007 kein sonderliches Problem. Ein bisschen Einarbeitung war nötig, aber es hat keine flächendeckenden Schulungen gebraucht. Stell dir jetzt aber mal vor du setzt einer 50jährigen Bürokauffrau auf einmal Ubuntu statt Windows 7 vor die Nase und sagst ihr, dass jetzt JEDE Software eine andere ist. Die kannst du dann erst mal für ein halbes Jahr vergessen. Da brauchst du echt gute fianzielle Rücklagen wenn du denn glaubst es würde sich langfristig rentieren. Die lange Frist muss man ja auch erst mal erreichen.

Im Vergleich zum Angebot für Windows ist das lächerlich klein. Von den großen Publikumslieblingen hast du praktisch nichts. Kein Assassins Creed, kein GTA, kein Call of Duty, kein Battlefield. Welche große Marke gibt es denn für Linux? Es ist einfach nicht vergleichbar.

Nur das der Großteil dieser Spiel alles andere als gut sind bzw. ihr Zustand das ist. Es gibt Abseits davon genügend große und kleine Titel die es gibt, man wird also nicht ohne Spiele dastehen.

Vista hat noch bis 2017 Extended Support. Selbst Windows XP wird für einige größere Firmen weiterhin mit Updates versorgt. 5 Jahre Supportgarantie ist keine gute Aussicht für Unternehmen. Allein für das Deployment einer großen Umgebung kannst du 2 Jahre einkalkulieren, dann hast du noch 3 bis du die Software endgültig ablösen musst. Ein Witz.

Wenn man genügend Geld hat, gibt es Support, aber der kostet auch wieder ordentlich Geld.

lol, was heißt denn besser?
Sicherer? Weniger Fehler? Besser geeignet für Heimanweder? Besser geeignet für professionelle Anwender? Besser für Unternehmen? Gibt es die bessere Software auf Betriebssystem XY?

Das klingt so wie “Uääähhh PlayStation ist besser als Xbox”.

Es gibt da eigentlich nur eine vernünftige Ansicht: Ob ein Linux-Derivat oder ob Windows für einem besser geeignet ist, muss jeder selbst herausfinden, da es sehr auf die ganz individuellen Wünsche ankommt. Wenn man keine Vorstellung hat, wie man das vernünftig herausfinden kann, sollte man bei Windows bleiben.

Das ist nur Gewöhnungssache. Bloß weil die User jahrelang Windows gewohnt sind, heißt das nicht, dass Windows einfacher zu erlernen ist als Linux. http://de.wikipedia.org/wiki/Lock-in-Effekt :wink:

Ein blutiger Anfänger, der noch nie einen PC gesehen hat, tut sich mit Windows nicht leichter als mit Linux.

Abgesehen davon, Windows 8 ist so grundlegend anders als die Windows-Versionen bis 7, da wären auch Schulunegn nötig.

(Die Leute sind es gewohnt, einen Golf zu fahren. Denen kann man doch keinen Maybach vorsetzen, der fährt sich ja ganz anders als ein Golf.)

Ganz zu schweigen von der fehlenden Akzeptanz

Die Akzeptanz würde kommen, wenn sich alle an Linux gewöhnt haben werden.

(Anfang bis Mitte der 90er hatten Computer im Generellen!!! ein Akzeptanz. „Was, dieser komische neumodische Kram, also diese Kisten wo so verrückte Jugendliche davor sitzen. Das stürzt doch ständig ab und ist megakompliziert zu bedienen!“)

Auch für Gamer ist Linux nicht besser, die Auswahl ist schlichtweg zu klein, auch wenn Steam hier versucht gegenzusteuern. Noch ist Windows auf diesem Gebiet die klare Nummer 1, hier erscheint jeder Titel und auch immer zuerst. Selbst mit MacOS X bist du da besser bedient als mit jeder Linux Distribution.

Das liegt nicht am vermeintlich schlechten Linux, sondern daran, dass viel Spieleentwickler sagen „Linux benutzen zu wenige. Dafür lohnt es sich nicht zu entwickeln.“
Wenn Linux weite Verbreitung finden würde, gäbe es auch mehr Spiele für Linux. Nennt man Henne-Ei-Problem.

Distribution ist übrigens das nächste Ding: Welche soll es denn sein?

Das ist ja das schöne an Linux, dass jeder frei wählen kann. Anfängerfreundlich und den meisten Support hat Ubuntu.

Und wer sagt mir als Unternehmen, dass ich auch noch in 10 Jahren Support für meine Software bekomme?

Haben andere User schon beantwortet.

Wie kommst du darauf, dass es langfristig günstiger ist? Woran machst du das fest? Hast du mal in Unternehmen geschaut wie eine gewachsene IT aussieht? Hast du eine Ahnung was es für ein zeitlicher und finanzieller Aufwand ist jede Software und jeden Server zu ersetzen?

Wie haben die ganzen Unternehmen bloß den Aufwand bewältigen können, als sie 1995 von Windows 3.1 auf Windows 95 umgestellt haben?
Dann drei Jahre später wieder der ganze Aufwand mit der Umstellung von Windows 95 auf Windows 98. Dann wieder die Umstellerei von Windows 98 auf Windows 2000. Dann ein Jahr später wieder die ganze Umstellerei von Windows 2000 auf Windows XP? Komischerweise haben die das alle hinbekommen. Bloß jetzt so ein Rumgezicke (etwa bei Umstellung Windows XP auf Win 7, da wollen alle auf einmal bei Windows XP bleiben nach dem Motto "Update von Windows 2000 auf Windows XP kein Problem, aber Windows XP auf Windows 7 ist Riesenaufwand).

Abgesehen davon: PCs und deren Software veralten ohnehin mit der Zeit, dann muss es sowieso durch neueres ersetzt werden.

lol, was heißt denn besser?
Sicherer? Weniger Fehler? Besser geeignet für Heimanweder? Besser geeignet für professionelle Anwender? Besser für Unternehmen? Gibt es die bessere Software auf Betriebssystem XY?

Das klingt so wie „Uääähhh PlayStation ist besser als Xbox“.

Siehe die YouTube-Videos.

Ich persönlich empfinde es als angenehmer zu bedienen als Windows, die Kommandozeile und das Dateisystem ist durchdachter. Als ich einen Windows-PC nutzte, war meist Software drauf (mit Ausnahme von Spielen), die auch unter Linux funktioniert. Häufig war es Software, die für Linux entwickelt wurde, aber dann nachträglich auf Windows portiert wurde und man merkt, dass man da mit „Krücken“ (MinGW/CygWin), arbeiten muss, dass es unter Windows läuft (Ruby on Rails).

Stell dir jetzt aber mal vor du setzt einer 50jährigen Bürokauffrau auf einmal Ubuntu statt Windows 7 vor die Nase und sagst ihr, dass jetzt JEDE Software eine andere ist. Die kannst du dann erst mal für ein halbes Jahr vergessen.

Meine Mutter (50+) stellte sich 2003 sehr unbeholfen an, als wegen Wiedereinstiegs in den Beruf die Bedienung von Windows-PCs erlernen sollte.

Vor kurzem zeigte ich ihr Ubuntu und sie fand die Unity-Oberfläche gut gemacht und ich konnte sie dazu überzeugen, dass ihr Privathaushalt auf Linux umgestellt wird.

Vgl. https://www.youtube.com/watch?v=yvA4HIcqGq8 (Der Vortragende bringt ein Beispiel mit einer 80jährigen Frau)

Wenn du jetzt mit Arch oder Gentoo kommen würdest, ok … aber Ubuntu ?

Was hast du gegen Ubuntu?

Mal ein anderer Punkt warum Linux auf dem Desktop Markt so wenig verbreitet ist: Linux ist und bleibt immer ein Betriebssystem für technisch interessierte und versierte Leute. Man kann kein Linux System nutzen ohne mindestens einmal auf die Kommandozeile zu gehen. Ich rede hier nicht mal von so Hardcore Derivaten wie Arch wo es nicht mal einen grafischen Installer gibt, sondern auch von Derivaten wie Ubuntu wo man versucht mit dem Desktop und grafischen Paketverwaltungssystemen das Terminal zu verstecken. Irgendwann wird aber einfach der Punkt kommen wo man mal in das Terminal muss oder irgend etwas nicht triviales technisches erledigen muss. Und da ist es dann vorbei.

Otto Normalverbraucher brauchen grafische Benutzeroberflächen, Clickibunti ohne große Komplexität, es muss einfach alles out of the box funktionieren. Sie haben kein Interesse daran in irgendwelchen Repositories nach Paketen zu suchen oder im Ernstfall sogar source code zu laden und zu kompilieren und fehlende Header nachzuinstallieren. Spätestens wenn es dann darum geht für den Drucker von Firma X einen Treiber zu installieren wird es eng. Da kann man dann nämlich wirklich froh sein wenn der in einem offiziellen Repo liegt und man ihn nicht selber laden und kompilieren muss. Ob der Treiber dann auch funktioniert ist nochmal eine ganz andere Sache, weil der ist selbstverständlich nicht von Firma X geschrieben, sondern von einer dritten Partei.

Linux ist eine Spielwiese wo man alles machen kann was man will. Man kann meinen Desktop komplett wechseln, man kann jede Config Datei bis ins kleinste Detail so ändern, dass man am Ende ein komplett personalisiertes Betriebssystem hat. Aber der Durchschnittsnutzer will das nicht. Der Durchschnittsnutzer muss nämlich am PC arbeiten und hat nicht einmal wirklich Spaß an dem technischen Aspekt von Linux. Und wenn dem bei einem Systemupdate wieder irgend ein fieser Konflikt in eine Config Datei gehauen wird und deswegen nix mehr geht, dann heißt es Game Over.

[QUOTE=FireBird94;388885]Da komme ich nicht drauf, das sagen sie bei LiMux selber: http://www.heise.de/open/meldung/Linux-in-Muenchen-Ueber-10-Millionen-Euro-gespart-1755574.html
[/QUOTE]
Hast du dir jetzt extra eine alte News von 2012 herausgesucht weil dir die neuen News zu Limux nicht mehr ins Konzept passen? Das ganze steht ganz schön auf der Kippe, vor allem nach dem neulich übers Wochenende das komplette Mailsystem ausgefallen war. Es gibt Klagen ohne Ende, auch von Seiten der Belegschaft. Heise hast du ja schon gefunden, das verlinke ich dir jetzt nicht noch extra. Die letzten Wochen sind voll von Limux-Meldungen.

[QUOTE=hurlbrink;388894]Das ist nur Gewöhnungssache. Bloß weil die User jahrelang Windows gewohnt sind, heißt das nicht, dass Windows einfacher zu erlernen ist als Linux. Ein blutiger Anfänger, der noch nie einen PC gesehen hat, tut sich mit Windows nicht leichter als mit Linux.
[/QUOTE]
Ein blutiger Anfänger, der noch nie einen PC gesehen hat bekommt keinen Job bei dem er am PC arbeitet. Diese neutrale Person gibt es also nicht und i.d.R. haben die Leute ihre Vorbildung in Windows/MS Office.

Abgesehen davon, Windows 8 ist so grundlegend anders als die Windows-Versionen bis 7, da wären auch Schulunegn nötig.

Deswegen setzen es auch Unternehmen kaum ein. Ist auch kein Problem, denn Windows 7 hat Extended Support bis 2020 und Windows 10 steht in den Startlöchern. Das ist wieder viel näher an 7 und daher für Unternehmen interessant, deswegen hat MS ja auch zurück gerudert.

Die Akzeptanz würde kommen, wenn sich alle an Linux gewöhnt haben werden.

Spekulation. Guck dir Limux an, sieht da anders aus.

Das liegt nicht am vermeintlich schlechten Linux, sondern daran, dass viel Spieleentwickler sagen "Linux benutzen zu wenige. Dafür lohnt es sich nicht zu entwickeln."
Wenn Linux weite Verbreitung finden würde, gäbe es auch mehr Spiele für Linux. Nennt man Henne-Ei-Problem.

Und? Deswegen ist Linux trotzdem die unattraktivere Plattform für Gamer. Es geht hier doch nicht um Ursachenforschung. Ich bleibe ja auch nicht bei HD-DVD bloß weil ich meine der Standard ist viel besser für Filme, da kommt dann halt trotzdem nix.

Das ist ja das schöne an Linux, dass jeder frei wählen kann. Anfängerfreundlich und den meisten Support hat Ubuntu.

Mitarbeiter sollen frei wählen? Business Support von Ubuntu? Ich lach mich kaputt.

Haben andere User schon beantwortet.

Einer. Den hab ich schon widerlegt. Er hat dann auch nicht mehr darauf geantwortet…

Wie haben die ganzen Unternehmen bloß den Aufwand bewältigen können, als sie 1995 von Windows 3.1 auf Windows 95 umgestellt haben?
Dann drei Jahre später wieder der ganze Aufwand mit der Umstellung von Windows 95 auf Windows 98. Dann wieder die Umstellerei von Windows 98 auf Windows 2000. Dann ein Jahr später wieder die ganze Umstellerei von Windows 2000 auf Windows XP? Komischerweise haben die das alle hinbekommen. Bloß jetzt so ein Rumgezicke (etwa bei Umstellung Windows XP auf Win 7, da wollen alle auf einmal bei Windows XP bleiben nach dem Motto "Update von Windows 2000 auf Windows XP kein Problem, aber Windows XP auf Windows 7 ist Riesenaufwand).

Schwachsinn. Das hat niemand so gemacht. Fast jedes Unternehmen überspringt Windows Versionen, einfach weil es zeitlich nicht machbar ist jede Version mitzunehmen. Das gute an Windows ist aber, dass die Systeme 10 Jahre mit Fixes versorgt werden, da muss man dann auch nicht umsteigen.

Abgesehen davon: PCs und deren Software veralten ohnehin mit der Zeit, dann muss es sowieso durch neueres ersetzt werden.

Ich merke du hast keine Ahnung von Unternehmens IT. Die Hardware ist hier völlig getrennt von der Software zu betrachten. Bloß weil jemand einen neuen Rechner bekommt muss er deswegen noch längst kein neues OS bekommen und auch erst recht keine neue Software. Bei Spezialanwendungen kannst du das sowieso vergessen.

Bei dem Linux-Projekt hat man identische Support-Kosten wie bei einem Windows-Szenario angenommen und ist dann darauf gekommen, dass Linux günstiger ist, lol.
Aktuell wird sogar ein Ausstieg diskutiert, weil wegen einer Schwachstelle der Mailserver ein paar wenige Tage nicht erreichbar war. *Augen verdreh.
Das Thema erübrigt sich aber meiner Meinung nach vollständig, da Microsoft staatlich dazu verpflichtet ist absichtlich Sicherheitslücken einzubauen.
Damit nicht genug, es ist auch kein Problem für hochrangige NSA-Mitarbeiter nebenher superteure dubiose Hackingkonzerne zu betreiben.
Das heißt im Endeffekt, dass alle Daten auf mit dem Internet verbundenen Rechnern auf denen Windows läuft für annehmbar hohe finanzielle Mittel garantiert(!) für jeden beschaffbar sind.
Für Rechner im öffentlichen Dienst kann das überhaupt keine Alternative sein.
Leider ist es in Deutschland derzeit eher Regelfall als Seltenheit, dass die Daten der Bürger buchstäblich kriminell gehandhabt werden.

Was Spiele angeht finde ich Steam ein wenig albern.
Zunächst mal ist die Spielemarktexplosion im Vergleich zur Leistungsexplosion jetzt nicht so krass überlegen weswegen man mit einem aktuellen PC via Wine locker 80% aller speziell für Windows geschriebenen Spiele auf Linux spielen kann und das sind dann auch mal eben 100-mal so viel wie Steam anzubieten hat.
Dazu kommt noch, dass es da u.a. sowas wie OpenGL gibt und tausende von OpenGL-Spielen, welche in aller Regel auf Linux besser laufen als auf Windows.
Letzten Endes kann man mit Linux das eigene Betriebssystem besser darauf abstimmen, wozu es gedacht ist als mit Windows - welches immer irgendwo alles - oder viel eher von allem etwas können soll und deswegen werden Spiele auf Linux auch irgendwann generell ressourcenschonender und damit besser laufen als auf Windows.

[QUOTE=dabba;388683]Du kannst ja gerne davon träumen, dass Dein 10-Euro-Waffeleisen ein Schnapper ist und exakt so viel kann, wie jedes 30-Euro-Markenprodukt.
Und dass der 1,50-Euro-Döner von der Partymeile nur deshalb so billig ist, weil die Konkurrenz dort größer ist - aber genauso gut ist, wie jeder 3-Euro-Döner…[/QUOTE]
Kauf dir mal das aktuelle WinDVD und Vergleich die Geschwindigkeit und den Funktionsumfang mit dem Videolan Client (VLC) da wirst du ganz schnell merken welches Programm besser ist. (Wobei das aktuelle WinDVD immerhin ein paar BluRays mit ganz bescheuertem Kopierschutz wiedergeben kann wo VLC scheitert, allerdings kann sich das auch schnell nächstes Jahr schon wieder ändern und dann darfst du nochmal 55€ ausgeben und neue Software installieren; WinDVD ist nicht umsonst schon bei Version 11! Noch besser ist der MPC-HC, allerdings ist der schon wieder zu kompliziert für einige User.). Nebenbei kommt es durchaus häufig vor, dass das teuerste Produkt nicht das beste ist, das findest du schnell raus indem du mal ein paar Publikationen von Stiftung Warentest liest. Allerdings hilft es bei physischen Waren natürlich ungemein dabei ein besseres Produkt herzustellen, wenn man einen höheren Verkaufspreis anpeilt, bei Software ist die Anzahl der potentiellen User viel wichtiger.

Nochmal wegen der Schulung: Wenn die Leute in der Fahrschule lernen, einen Golf zu fahren, haben sie auch kein Problem, später einen Mercedes zu fahren …

Spätestens 2020 muss sowieso umgestellt werden…

Hast du dir jetzt extra eine alte News von 2012 herausgesucht weil dir die neuen News zu Limux nicht mehr ins Konzept passen?

Hier eine aktuelle Meldung:

http://www.golem.de/news/e-mail-ausfall-in-muenchen-und-wieder-wars-nicht-limux-1412-111129.html :wink:

Spekulation. Guck dir Limux an, sieht da anders aus.

Limux läuft super.

Die Probleme mit IT-Infrastruktur in München über die berichtet wurde haben nichts mit LiMux zu tun.

Otto Normalverbraucher brauchen grafische Benutzeroberflächen, Clickibunti ohne große Komplexität, es muss einfach alles out of the box funktionieren.

Dafür gibt es Ubuntu. Das schöne an dieser Distribution ist, man kann frei aussuchen, wie weit man in die Tiefe gehen will und die Kommandozeile nutzen will oder ob man einfach nur die grafische Oberfläche nutzen will. Otto-Normal-User installiert sich über das Software-Center sein LibreOffice oder seinen gedit.
Der versierte Nutzer geht in die Kommandozeile und macht
$ sudo apt-get install vim
und benutzt vim.

Bei Windows hat man fast NUR die Möglichkeit der GUI-Nutzung. Es gibt zwar noch die Eingabeaufforderung, aber die ist lange nicht so gut gemacht wie Linux.

Ich habe das Gefühl, Windows/DOS ist der Versuch, UNIX/Linux nachzubauen, aber so, dass man es aus urheberrechtlichen Gründen nicht merkt (umgekehrte \ anstelle von / etc.)

Sie haben kein Interesse daran in irgendwelchen Repositories nach Paketen zu suchen oder im Ernstfall sogar source code zu laden und zu kompilieren und fehlende Header nachzuinstallieren. Spätestens wenn es dann darum geht für den Drucker von Firma X einen Treiber zu installieren wird es eng. Da kann man dann nämlich wirklich froh sein wenn der in einem offiziellen Repo liegt und man ihn nicht selber laden und kompilieren muss. Ob der Treiber dann auch funktioniert ist nochmal eine ganz andere Sache, weil der ist selbstverständlich nicht von Firma X geschrieben, sondern von einer dritten Partei.

Selbst ich als Informatiker habe keine Bock, da irgendwelche inoffiziellen Hardwaretreiber zu kompilieren, weil sich der geldgeile Hardwarehersteller zu fein war, für seine Produkte einen Treiber anzubieten („Linux nutzen ja so wenige, da lohnt sich das nicht.“ , wo ich mich jedesmal drüber aufrege*).
Als Konsequenz daraus habe ich sämtliche inkompatible Hardware bei eBay verscherbelt und mir neue Linux-kompatible Hardware gekauft. Das ist einmal ein logistischer und finanzieller Aufwand, aber dann ist Ruhe.

HP ist mit HPLIP für die Drucker vorbildlich. Da übernimmt ein einziges BASH-Script den ganzen Aufwand mit kompilieren etc.

*Henne-Ei-Problem:

Es nutzen wenige Linux => Hardwarehersteller bieten keine Linux-Treiber an, weil er glaubt, für ihn rechnet sich das nicht => Man muss Windows nutzen, um Hardware vernünftig einsetzen zu können => Es nutzen wenige Linux => …

Ausweg aus dem Henne-Ei-Problem:

Ein Hardwarehersteller ignoriert, dass wenige Linux nutzen und bietet für seine Hardware dennoch offizielle Linux-Treiber an => Die ganzen Linux-Nerds rennen zu besagtem Hardware-Hersteller und kaufen ihm die ganze Hardware ab => Der Hardwarehersteller hat einen drastischen Umsatzschub und überholt die Konkurrenz auf dem Markt, weil er eine Monopolstellung auf dem Segment „Hardware-Hersteller mit offiziellen Linux-Treibern“ hat.

Außerdem:
Es gibt endlich Linux-fähige Hardware => Mehr Leute migrieren zu Linux => Andere Hardware-Hersteller bieten auch Linux-Hardware an.

Wen interessiert das Henne-Ei Problem? Wenn ich mir Linux installiere, will ich auch SOFORT alles benutzen können und nicht erst in 1, 2 oder 3 Jahren. Es geht um JETZT und nicht um Ursachenforschung.

[QUOTE=andy01q;388904]
Kauf dir mal das aktuelle WinDVD und Vergleich die Geschwindigkeit und den Funktionsumfang mit dem Videolan Client (VLC) da wirst du ganz schnell merken welches Programm besser ist. … Noch besser ist der MPC-HC[/QUOTE]
VLC und MPC-HC gibt es auch für Windows.

[QUOTE=ezzendy;388899]Hast du dir jetzt extra eine alte News von 2012 herausgesucht weil dir die neuen News zu Limux nicht mehr ins Konzept passen?[/QUOTE]
Und ich habe die News genommen, da es keine neuere Kostenerhebung gibt, das ist das aktuellste was es gibt.
Neuer ist nur das hier: http://www.golem.de/news/limux-windows-rueckkehr-wuerde-muenchen-millionen-kosten-1410-109836.html

Das ganze steht ganz schön auf der Kippe, vor allem nach dem neulich übers Wochenende das komplette Mailsystem ausgefallen war.

Der Ausfall lag aber nicht an LiMux: http://www.golem.de/news/e-mail-ausfall-in-muenchen-und-wieder-wars-nicht-limux-1412-111129.html, sondern wohl an Uceprotect. Also einem falschen konfigurierten Server.
Wobei Server meistens unter Linux laufen, egal ob auf den PC läuft, das wäre also auch mit Windowsrechner passiert.

Es gibt Klagen ohne Ende, auch von Seiten der Belegschaft. Heise hast du ja schon gefunden, das verlinke ich dir jetzt nicht noch extra.

Weder auf golem, noch auf heise finde ich was über deine Klagen von der Belegschaft, nur das es untersucht werden soll http://www.heise.de/open/meldung/Linux-in-Muenchen-Zufriedenheit-der-Mitarbeiter-mit-IT-und-LiMux-unter-der-Lupe-2488395.html

Die letzten Wochen sind voll von Limux-Meldungen.

Wovon ein großer Teil inhaltlich nicht richtig ist.

Wann wird Windows endlich vom Geschmacksminister verboten?

Alderschwede ist ja noch nicht Geschmacksminister. Und außerdem: ob er sich mit Nerds auf eine Stufe stellen wird?
Das ist imo der Hauptgrund, warum man kein Linux verwenden sollte: weil man dann als Nerd eingestuft wird, und u.a. das Sexualleben sofort auf NULL zurück geht.

Richtig coole Leute (wie z.B. der Führer) verwenden sowieso Äppel Produkte mit OS X Yosemite oder einem direkten Vorgänger; hier treffen Unix und GUI extatisch aufeinander.

Mir ist das allerdings wieder zu kühl und hipp, da bleib ich lieber bei meinem Windoofs 7 - da weiß man, was man hat. Guten Abend.