Obdachloser dreht Film

Zitat: “Wenn Sie nur einen Moment lang die Attribute seiner Armut ausblenden könnten, sie hinter die Fassade schauen und darin einen Menschen entdecken, der sein Leben lang nur Pech hatte, dann würden sie von sich aus darauf kommen, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient und mancher auch eine Dritte, eine Vierte, egal wie oft - höre nie auf Chancen zu vergeben - das sagte ich schon.”

… heißt es in einem Begleittext zu dem Video des Obdachlosen Max Bryan, dass er selbst gedreht, geschnitten und ins Internet gestellt hat. Ich möchte diesen Clip hier gerne zur Diskussion stellen, weil Themen wie diese viel zu selten im Fernsehen überhaupt vorkommen und weil der Film etwas zeigt, was im Fernsehen immer mehr und vielleicht sogar ganz schon abhanden gekommen ist - Authentizität.

Hier bitte anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=MUbeMmxdAO4

Und ich habe selten etwas gesehen, dass so echt rüberkommt wie dieser kleine Film und die Frage ist, ob nicht auch mal das Fernsehen so etwas zeigen sollte.

Grüße
jwatch

Hier noch ein Bericht aus dem Internet:

Ist auf jeden Fall authentisch, würde ich meinen. Ich hatte bislang eigentlich immer gedacht, dass jeder Mensch ein Recht auf eine eigene Wohnung hat, aber offenbar wird manchen Menschen ganz bewusst die Unterkunft verweigert. Ja, möglicherweise kommen Menschen, die 15 Jahre obdachlos sind, erstmal nicht in einer Wohnung klar und brauchen Hilfe dabei und die kostet den Staat Geld. Allerdings ist es die Pflicht von Vater Staat, auch schwierige Fälle nicht fallenzulassen.

Da gibt es normalerweise betreutes Wohnen … damit solche Leute “an die Hand” genommen werden. Aus eigener Kraft wird er aus seinem jetzigen Leben wohl nicht mehr ausbrechen können und ich hoffe jemand sieht das und nimmt ihn an die Hand.

Wenn’s der Wahrheitsfindung dient … zu Max Bryan hatten wir vor zwei Jahren bereits eine Diskussion an dieser Stelle.