Monstaschrott bei Kabel eins...

Manchmal will man sich nur an den Kopf schlagen… Da die Fernbedienung außer Reichweite liegt und Two and a half Men rum ist, liess ich Kabel 1 einfach mal laufen… In der sowieso sinnfreien Sendung “Abenteuer Leben” geht es um Currywürste, Pommes,… im Ruhrgebiet. Dabei ist so ca. jedes 4. Wort “Monsta” (sic) - “monstalecker, Monstafrikadelle, Monstaeffekt, Monstaniedrigpreise”,… Dahinter steckt irgendein kabel eins-Gewinnspiel - das kann man in ner Sendung ruhig am Rand bewerben, aber wenn jedes 4. Wort “Monsta-” ist, dann klingt das einfach nur lächerlich - selbst wenn inhaltlich sowieso kaum was vorhanden ist.

Ich finde diesen vulgären, frei nach dem Motto “größer ist besser”-Zwang auch ziemlich nervig. Aber, Hey! Das ist Kapitalismus!^^
Was gibt es schöneres, als größer und dicker und mehr und mehr und mehr und…

Immerhin kamen die mal ohne das Nachkochen eines hirnverbrannten “Rezept aus dem Internet” aus. Offenbar waren die Redakteure, die sonst auf SM-Internetkochseiten recherchieren im Urlaub.

Ich finde Abenteuer Leben hat eh mal eine Behandlung verdient. Bei mir ist es meist so wie bei MadTV. Two and a half Men geschaut und einfach mal laufen lassen.

Nichts ist zu absurd um bei Abenteuer Leben Platz zu finden. Besonders gerne nimmt man das Essen für irgentwelche abstrusen Beiträge und Tests. Mal kochen halt irgentwelche Köche besonders großes Fast Food und mal sind halt Unsympaten unterwegs die in Deutschen Städten testen welche Pommes am Besten schmecken, wobei man nie weis wie viel davon gefaked ist. Der Höhepunkt bisher war auch für mich diese Rezepte aus dem Internet. Unter dem Motto “Gaumenschmaus oder Gaumengraus” hat sich Abenteuer Leben und ein Sternekoch, der wegen dieser Aktion es eigentlich nicht verdient hat die zu tragen, aufgemacht und irgentwelche absurden Rezepte aus dem Internet genommen, um dann vollkommen überraschend festzustellen, das sie ekelhaft schmecken. (habe das einmal bei dem “Perversen Fleischtopf” gesehen)

Neben diesen Essenbeiträgen sind da noch andere Produkttests wo immer ein Billig, ein Mittelklasse und ein Luxusmodell sich einen absurden Test. Dabei gewinnt meist das Mittelklasse Modell. (zuletzt habe ich was über Hochdruckreiniger gesehen)

Alles in allem eine schlechte Sendung die nichts mit Wissen zu tun hat. Ich würde fast sagen noch schlechter als Gallileo.

So häufig finde ich „Monsta“ eigentlich nicht … vielmehr gibt’s da zu oft einen „…check“ - nicht nur Fakecheck oder so, sondern Pommescheck, Schnitzelcheck, Grillcheck, Putzcheck, etc. Wär eigentlich fast Zeit für 'nen Monstacheck? :smiley:

So häufig finde ich „Monsta“ eigentlich nicht … vielmehr gibt’s da zu oft einen „…check“ - nicht nur Fakecheck oder so, sondern Pommescheck, Schnitzelcheck, Grillcheck, Putzcheck, etc. Wär eigentlich fast Zeit für 'nen Monstacheck? :smiley:

Die „Monsta“-Sache bezog sich auf einen Bericht und in dem war eben wirklich jedes gefühlte 4. Wort „Monsta-“ - keine Wortkombination klang zu dämlich (Monstabonus, Monstafritten, Monstasoße, Monstafahrzeug,…)

http://www.kabeleins.de/doku_reportage/ … mai_23560/

Der erste Beitrag dieser Ausgabe - nach ein paar Minuten beginnt die inflationäre Nutzung von „Monsta“…

Der ewige Fokus aufs XXL-Food ist wohl nicht nur auf die Schmalspurkreativleistung von ProSiebenSat.1-Jungredakteuren zurückzuführen. Es steckt vielleicht auch ein ewiges speziell teutonisches Trauma dahinter, materiell zu kurz zu kommen und sich für Hungerszeiten vorsichtshalber Fettdepots anzulagern.

“Monsta-” - jedenfalls hier im Ruhrgebiet nicht mal an den dunkelsten Trinkhallen zu hören. Für solche verbalen Schandtaten muß man eher Musikproduzenten aus dem Berliner und Hamburger Raum verantwortlich machen.

Was mir beim Zusammenkloppen der Fleisch- und Kartoffelberge bei Galileo, Abenteuer Leben & Co. und den restlichen ProSiebenSat.1-Lipidsurvivalshows neben dem obligatorischen 01379-Flimmerkistenfischen immer wieder auffällt, ist die ewige Penetranz von Markennamen. So wurde gestern beim Frittieren eines Stützträgers aus Kartoffeln für den Müllcontainer (“längste Fritte der Welt”) immer wieder mit der Tüte eines bekannten Kloßteigherstellers vor der Kamera herumgewedelt, dessen Produkte gepriesen und mit dem Werks-LKW vorgefahren. Das ist nur ein Beispiel von vielen, ganz unverfroren hat man auch schon mal aus “Galileo” eine als Check getarnte Werbesendung für Münchner Lieferservices ausgestrahlt oder Unternehmensportraits für Fließbandsushi aus dem Düsseldorfer Raum produziert. So haben diese Völlereispektakel wohl noch einen ganz anderen monetären Grund, als über die nächste preußische Hungersnot hinwegzuhelfen.