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MG Direkt vom 19.12.2018


#102

Für mich klingt das eher nach einer schlechten Ausrede warum Mario in nächster Zeit weniger präsent sein wird.


#103

FüR mIcH kLiNgT dAs EhEr NaCh EiNeR sChLeChTeN aUsReDe WaRuM mArIo In NäChStEr ZeIt wEnIgEr PrÄsEeNt SeIn WiRd


#104

So kam es mir aber ehrlich gesagt nicht vor.


#105

Wer mit dem Jobcenter verbandelt ist kennt meist die schönen Maßnahmen, die je nach Bausteinen 6 Wochen bis zu 6 Monaten gehen:

  • Lebenslauf an Win XP Rechnern erstellen, nach den neusten Vorstellungen der Kursleiter
  • Flyer zur eigenen Person erstellen
  • Gruppengespräche
  • Praktika (gerne mehrere, je ca. 6-8 Wochen, meist als Mädchen für alles)
  • Lebenslauf bei einem anderen Kurs Leiter erstellen.

Meist dient das ganze dazu, dem Arbeitssuchenden wieder eine feste Tagesstruktur anzugewöhnen und aus der Lethargie heraus zu holen. Oder aus der Statistik.

Es ist nicht selten, daß Arbeitssuchende auch mal mehrmals an der selben Maßnahme teilnehmen.

Manchmal ist es verblüffend, wieviel Energie Leute an den Tag legen können, um solche Maßnahmen zu unterlaufen. Oft mehr als für so eine Teilnahme oder Arbeitssuche notwendig.


#106

Höhö lol. Golenia wie er leibt und lebt.


#107

Die sind aber meist Vormittags bis spätestens Nachmittags zu ende und gehen nicht, wie hier geschrieben, von 12-20Uhr. Was zufällig in die Hauptarbeitszeit bei Alsterfilm fällt^^


#108

Natürlich gibt es auch Maßnahmen die Vollzeit sind. Mit hin- und Rückfahrt hat man dann natürlich keine Zeit und Bock mehr bei MG mitzumischen. Schon garnicht, wenn am nächsten Morgen, um 6 Uhr, wieder der Wecker klingelt.

Somit kann ich Mario voll und ganz verstehen.


#109

Das wurde ja erklärt. Bei den vormittags stattfindenden Maßnahmen hatten viele Teilnehmer morgens “Arzttermine” angemeldet und konnten nicht teilnehmen. Dem hat man jetzt einen Riegel vorgeschoben und einfach den Beginn der Maßnahme auf Mittags verschoben. Finde ich eine sehr gute Idee. Da kann man dann morgens in aller Ruhe seine “Arzttermine” wahrnehmen und anschließend etwas für seine Weiterbildung tun! :grin:


#110

Vermutlich gab es auch jede Menge Arzttermine ohne Anführungszeichen.
Und “Weiterbildung” ist sehr, sehr hochgestochen für die “normale” Edition dieser Maßnahmen.
“Zeitverschwendung” trifft es eher, wenn man das fünfte, inhaltlich identische “Bewerbungstraining” absolviert, das zumeist ausschliesslich auf Zeit vertreiben im Internet hinausläuft…
Aber immerhin machen die “Bildungsträger” den einen oder anderen Taler mit diesen Zwangsmaßnahmen :wink:


#111

Vor Jahren sollte ich nach der Insolvenz meines Arbeitgebers an einem Bewerbungstraining teilnehmen. 70% der Mitstreiter konnten kaum Deutsch und der Rest kaum einen vernünftigen Satz schreiben. Ich war einmal da. Danach war ich dann krank. Zeitverschwendung. Ich hatte sehr schnell auf Eigeninitiative eine neue Anstellung. Diesen Schwachsinn braucht kein Mensch.


#112

Der Hauptgrund für diese Maßnahmen dürfte sein, dass die Betroffenen sich wieder an einen festen Tagesablauf gewöhnen. Damit will man auch der Gefahr des Rumgammelns und der Schwarzarbeit vorbeugen. Insofern würde ich es nicht als reine “Zeitverschwendung” ansehen (das kann dir auch bei der Arbeit passieren) sondern eher als sanfte Unterstützung für Menschen, die nicht ganz so viel “Eigeninitiative” wie z.B. Francorchamps aufweisen.

Wenn Menschen, denen eine solche Maßnahme droht, plötzlich im Handumdrehen wieder geregelter Arbeit nachgehen, hat sie ihren Zweck ja schon erfüllt! :grin:


#113

Mag sein, aber meines Wissens ist zumindest rumgammeln nicht illegal :grin:
Ist also wieder so eine Generalverdachtsangelegenheit, unter der dann alle zu leiden haben.

PS: Also wenn ich einen “Arzttermin” habe, bin ich danach für mindestens 2 Tage krank geschrieben, insofern auch von daher eher sinnlos :wink:


#114

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass diese Maßnahmen Zeitverschwendung sind. Mal ein zweiwöchiges Bewerbungstraining, um seine Unterlagen auf den Stand der Dinge zu bringen mag mal OK sein, der Rest ist Blödsinn.

Ich hatte alles dabei. Uns wurden Kontakte zu Arbeitgebern versprochen, was am Ende nur eine (!) Zeitarbeitsfirma war, die sich vorstellte. Uns wurde gesagt, dass wir Glück haben, dass Winter ist, weil die uns ansonsten aufs Spargelfeld vermittelt hätten, daher wird jetzt ein Bus gemietet, damit die uns zum Münchner Flughafen fahren können für Vorstellungsgespräche. Da aber keiner von uns Lust hatte am anderen Ende der Republik zu arbeiten, wurde gedroht dem Amt zu melden, dass wir die Mitarbeit verweigern. Ich war bei Maßnahmen, die gingen 6h pro Tag, aber es gab nur ein Computerzimmer was sich 4 Gruppen teilen mussten. Sprich 1,5h am PC und ansonsten irgendwelche Allgemeinbildungstests. Da wurde ich dann blöd angeguckt, weil ich als letzter fertig war, weil ich die Matheaufgaben schriftlich erledigt habe und der Rest mit Taschenrechner und selbst das haben viele nicht hinbekommen. Ich hatte Entgeltmaßnahmen, wo wir in einer Holzwerkstatt rumsaßen, nicht bezahlt wurden und Insolvenzgeld beantragen mussten und dass das so kommen wird, haben uns die Mitarbeiter von Anfang an gesagt, weil die großen Chefs nur das Geld vom Amt abgegriffen und sich dann verpisst haben. Beim Amt selber will man davon nix gewusst haben, obwohl das schon länger dort so lief usw. usf.

Letztendlich bin ich mal bei einem Verein gelandet, der sich wirklich um die Leute kümmert und einzeln fördert. Das hatte nix mit stundenlang am PC sitzen o.ä. zu tun. Manchmal war ich tagelang nicht mal dort, weil ich selbstständig auf Arbeitssuche war. Diese “Maßnahme” wurde aber nicht vom Amt vergeben, da musste ich mich selber drum kümmern und mich vom Amt freistellen lassen für diese Zeit. Es gab sogar 5€ Aufwandsentschädigung pro Tag und alle anfallenden Kosten wurden übernommen.

Bei den Amtmaßnahmen wurde keiner gefördert, da wurde einem kein Staplerschein bezahlt o.ä., da hat man teilweise nicht mal die kompletten Kosten für die Monatskarte erstattet bekommen und das Amt zahlt für 6 Wochen 1.500€. Ich hätte sogar eine 6monatige Maßnahme machen können für eine kaufmännische Weiterbildung und Führerschein. Für den FS hätte ich 400€ zuzahlen müssen, die restlichen 8.000€ hätte das Amt bezahlt. Nur den Führerschein wollte man mir aber nicht bezahlen, da wurde mir geraten, dass ich doch 10€ im Monat weglegen soll, um zu sparen^^


#115

Selbstverständlich sind diese Maßnahmen zum grössten Teil Blödsinn. Es geht nur darum, dass die Menschen aus der Statistik verschwinden.
Wenn man sich mal fragt, warum die Statistik vom Arbeitsamt jeden Monat sinkt - das wäre eine Antwort. Gleiches gilt für das Jobcenter.

Bei Mario wird es ähnlich sein. Der wird den lieben langen Tag Däumchen drehen müssen. Abgesehen davon, ist Mario mit seiner Gesundheit kaum geeignet, einen richtigen Job mit höchsten Anforderungen zu erfüllen. All das ist dem Jobcenter natürlich bekannt. Er wird kaum in einen für ihn passenden Job vermittelt werden können, dennoch soll er aus der Statistik verschwinden. Nur darum geht es !


#116

Hört sich so an als würden die Maßnahmen nie beendet werden. :stuck_out_tongue:


#117

Auf jeden Fall gibts mit Marios Maßnahme ein tolles Gesprächsthema für die MG-Direkt-Ausgaben in diesem Jahr. Abozahlen, Amazon und Neues ausm Jobcenter :joy:


#118

Das Gefühl habe ich auch. Und das Lachen am Anfang deutet darauf, dass er das scheinbar für einen gelungenen Running-Gag hält. Ist es nicht. Es ist einfach nur scheiße.


#119

@Libertas

Vielleicht ist der James Pond auch einfach inkompetent?

@Naked_Snake

Die sichere Beherrschung des Taschenrechners öffnet mehr Türen als das sichere Rechnen auf dem Papier.

@schiko63

Wow, schon sind wir wieder auf Stammtischniveau angekommen. “Die wollen doch nur die Statistiken frisieren !!1elf!”


#120

Das würde ich zu gerne deinen Genossen zeigen.


#121

Tja, wir sind nun einmal keine homogene Masse, sondern so bunt wie die Werte, die wir vertreten.