Massenamnesie und der sporadische Aufschrei des Volkes Es is

Es ist wie beim Kind, dem man nahelegt, die heiße Herdplatte nicht anzufassen.
Nur dass die Platte immer heißer wird und wir sie erst ausschalten,
wenn die Flosse schon total verbrannt ist.
Es muss immer erst eine Katastrophe passieren bis gehandelt wird.
Das aktuellste Beispiel dafür sind niedlich anmutende Atomkraftwerke wie
"Biblis" und “Krümmel”, die vom Namen her eher die besten Freunde
der Glücksbärchis sein könnten, als dass man ihnen zutraut, unser liebes
Land zu verstrahlen.
Ganz Japan muss erst in Schutt und Asche liegen, bevor die Politik handelt.
Als wenn nicht oft genug demonstriert worden wäre, als wenn wir nicht
im Klaren über die Gefahren gewesen wären.
Und als wenn wir plötzlich alle vergessen hätten, dass uns vor etlichen Jahren
versprochen wurde, dass wir uns schon längst mitten im Atomausstieg befinden
müssten. 3 Monate Moratorium für die Landtagswahlen und auch dann
wird die Flächenamnesie wieder bestand haben.
Es entwickelt sich immer wieder die selbe Dynamik.
Es wird so lange gepanscht, geklont, verarscht, verschleiert bis der Missstand
wohl eher durch einen Zufall heraus kommt. Das Volk schreit auf,
es rollen Köpfe, der Zyklus nimmt seinen Lauf.
Haben sie mal wieder was von Gammelfleisch, Gen-Mais, Dioxin-Eiern,
gefälschten Medikamenten gehört?
Die Tatsache, dass diese Themen durch die Medien gegangen sind
und wir lauthals protestierten, schafft das Problem aber noch lange
nicht ab. Es ist mal wieder nur eine Frage der Zeit, bis bei einer Kontrolle
etwas böse aufstößt.
Und so fressen wir auch heute wie damals unsern Gen-Mais, Gammelfleisch,
und hauen einen extra Schuss “Maggi” aufs Dioxin-Bio-Ei,
betrinken uns mit “Methanol-Wodka” und schlucken zur Schmerzlinderung
die gefälschte Aspirin aus der Onlineapotheke unseres Vertrauens.
Das passiert solange, bis wieder jemand krepiert.
Dann schütteln wir kollektiv den Kopf und fragen uns, wie “so etwas” in unserer
"modernen Gesellschaft" denn noch passieren kann.
Wir sind doch schließlich in Europa.
Die Welt ist hier besser, die AKWs sind sicherer und das, was den andern
"Wilden" und Schlitzaugen da am Ende der Welt passiert, würde doch hier
nie…

Da hast du Recht mir ist schon immer Aufgefallen das “Wir” recht schnell bestimmte Themen/Skandale vergessen.
Es wird Wochenlang Diskutiert egal ob in Fernsehen oder Internet o.ä. und dann interessiert sich kein Schwein mehr dafür. Nur muss mann sagen das der “Nomalverbraucher” dem ganzen fast hilflos ausgeliefert ist. Gut die Demos sind wichtig und auch richtig bloß manchmal bekomm ich das Gefühl es bringt fast nichts .

Ich denke einfach mal ( was keine Entschuldigung ist ) das viele es auch nicht mehr hören können das “jeden” Tag irgendwas los ist(ob nun Nahrungsskandal oder Katastrophe). Ich weiß leider keine Antwort was mann noch tun könnte.
Aber man kann ja zu mindestens bei kleinen Sachen anfangen wie ich finde.

Hallo raphazel.

Erstmal muss man in den genannten Beispielen wohl zustimmen. Für einen kurzen Empörungsschrei reicht es meist aus, vor Allem dann, wenn die Möglichkeit besteht, dass das jeweilige Thema uns selbst negativ betreffen könnte.

Das betrifft genauso die Bankenkrise, Ölpestkatastrophen, Waffenlieferungen ins Ausland, Terroranschläge oder den blauen Zeh, den wir uns hohlen, wenn der eine oder andere Volksvertreter offenkundig die Bevölkerung belügt. Es stört uns, wir regen uns auf. In den Feuilletons der Zeitungen werden die Parallelen zur Vergangenheit gezogen, Philosophen zitiert, verschiedene Lösungsansätze umrissen. In der Bild wird gegröhlt. Dabei gilt aber auch: Je abstrakter und ferner ein Problem ist, desto leichter bleibt es außerhalb unseres Wahrnehmungsbereichs. Je länger es diskutiert wird, umso müder werden wir.

Zu diesem Zeitpunkt sind viele Leute bereits ausgestiegen. Wer an der Armutsgrenze lebt, wer seinen Kummer ersäuft, wer nie erfahren durfte, dass er was verändern kann oder wen das Maß der möglichen Veränderung schlicht frustriert, hat vielleicht nicht mal genug Interesse, die Bild-Zeitung zu lesen. Er hat seine eigenen Sorgen.

Dann gibt es die, die sich zwar im Umfeld Dinge erzählen lassen, am Stammtisch Parolen sammeln und tauschen, in der Nachtschicht während der Pause das Wickelpapier der Butterstulle lesen, oder RTL schauen, während die Kinder Mittagsschlaf machen, wenn die nicht schon so alt sind, dass sie laut Musik hören und provozieren. Zu mehr als einem kurzen “Scheiß [vermeintliches Problemverursacher einfügen]!” reicht es in der Regel nicht, manchmal mangels Geistes, doch meist mangels Interesses, weil auch hier nicht Zeit, Muße oder Kraft existieren, um länger über ein Thema nachzudenken. Genug Sorgen hat man hier ebenfalls im eigenen Umfeld.

Ja, selbst wem es so gut geht, dass er am Abend Tagesschau sehen kann, ohne nebenbei vor Erschöpfung einzuschlafen, wer im Büro die faz, ZEIT oder andere Blätter lesen kann, sich in Internetforen die Meinung sagt und kritisiert, ja selbst der scheitert zuletzt oft an der Unfähigkeit seines eigenen Geistes.

Denn behält er all diese Themen im Kopf, kann er sich eine stille Meinung bilden, die er im Falle, dass er tatsächlich gefragt wird, umsetzen kann. Doch ist diese Frage, wenn man sie in Wahlen manifestiert sieht, oft so viel später, dass dann schlicht der Überblick fehlt. Welche Partei steht wofür? Wessen Meinungen überschneiden sich mit meinen? Bei wem wiegen die Unterschiede nicht so schwer wie die Gemeinsamkeiten? Die Wahl und ihre Tücken an sich muss wohl nicht thematisiert werden.

Ich denke, dass wir von Informationen und Entscheidungen überfordert sind. Einem Trichter gleich verstopfen wir, wenn wir zuviele Dinge parallel machen sollen oder auch nur könnten. Ist nicht absehbar oder sagt uns keiner, was wichtig ist oder was zuerst bedacht werden sollte, suchen wir uns gefühlsmäßig irgendein Thema, was uns wichtig scheint (wenn wir nicht gar ganz aufgeben und kapitulieren) und lassen den Rest hinten runter fallen. Dabei können wir oft garnicht nach Dringlichkeit abwägen, weil sich diese erst durch näheres Betrachten des jeweiligen Themas erschließen könnte. Gib jemandem so viele Stapel Formulare, wie er keinesfalls alle gründlich durcharbeiten kann (jeder Stapel steht für ein Problemthema) und er wird einzelne Stapel liegen lassen. Er trägt daran auch keine Schuld. Wir tragen daran keine Schuld.

Wir sind auch nicht dafür gemacht und wir wissen auch nicht, wie wir damit umgehen sollen, wenn wir zu Dingen befragt werden, zu denen wir keine Meinung haben. Man kann die Leute auch nicht dazu zwingen, sich in Themen einzuarbeiten, die sie vielleicht garnicht direkt betreffen. Und so fangen viele erst garnicht an, den Versuch zu starten, für (mediale) Vorfälle eine Konsequenz zu ziehen, deren dauerhafte Verfolgung sie dann durchhalten könnten. Es bleibt, wenn überhaupt, bei den stillen Meinungen. Diese Meinungen, die mangels Anwendung im Alltag keine Verwendungen finden, werden dann aber auch nach und nach wieder vergessen.

Kann man sich ärgern, dass das so ist? Ja, das kann man. Kann man sich beschweren? Auch das geht, hat aber wenig Sinn, da man ohne Lösungshinweis niemandem das Problem der vielfachen Meinungsbildungen und Konsequenzziehungen nehmen kann.

Ich glaube, dass man an dieser Stelle nur etwas erreichen kann, wenn die Mitglieder der Gesellschaft früh genug richtige Werte vermittelt bekommen oder erlernen können. Die Verantwortung jedes Einzelnen und sein Gerechtigkeitsempfinden sind die Grundlage dafür, dass im Kleinen kein Schaden entsteht. Wird jeder dieser Verantwortung gerecht, können viele große Ungerechtigkeiten im Entstehen verhindert werden. Das kann der mutige Kollege sein, der das Mobbing der anderen anprangert. Das kann der Kassenwart sein, der Schwarzgelder der eigenen Partei anzeigt. Das kann der Angestellte sein, der sich weigert, verfallene Nahrungsmittel zu verarbeiten.

Bei den ganz großen Problemen muss man aber tatsächlich an Politik und Wirtschaft appellieren. Geht es insgesamt gerechter zu, können sich auch die Schwächsten mehr um Gerechtigkeit kümmern.

Massenamnesie nein - Informationsüberfluss

Es ist wie beim Kind, dem man nahelegt, die heiße Herdplatte nicht anzufassen.
Nur dass die Platte immer heißer wird und wir sie erst ausschalten,
wenn die Flosse schon total verbrannt ist.

Ich möchte hier eher das Frosch-Beispiel heranziehen, und meinem Vorposter Poppstar zustimmen, es liegt keine Informationsarmuet vor, im Gegenteil. Zähle einmal die Anzahl der Unfall, Verbrechens- und Katastrophenmeldungen nur in der 20:15 Tagesschau für eine Woche. Die Anzahl ist fürchterlich, und das in 105 Minuten, also gerade genug Zeit für einen zünftigen Emmerich Katastrophenfilm.
Wir entwickeln uns gerade in Richtung einer Orwell-Huxley Zwitterwelt: Beständig stärker werdende Überwachung durch Regierungen [und Firmen], während gleichzeitig durch Informationsüberflut, Infotainment und schlichtes Entertainment kritisches Denken bzw. mündiges (politisches) Handeln zunehmend erschwert wird. Der Homo telemedius ist wahlweise lethargisch, zynisch (oder abgestumpft), gelegentlich auch beides- gemein ist ihm jedoch immer, dass er vor lauter Information nicht einmal dazu kommt diese sorgfältig in sein Weltbild einzupflegen: Dem Lethargischen ist es egal, der (abgestumpfte) Zyniker legt jedes Ereignis in eine Schublade ab, (kenn ich doch alles schon; weiß man doch; alles schlecht auf der Welt). Das tragischste hierbei: Jede Information darüber, stellt nur einen weiteren Bit im See der Informationshappen dar, und trägt zum bedenklichen, sich stetig verschlechternden Zustand weiter bei.

[So wie auch dieser Post.]

Ganz Japan muss erst in Schutt und Asche liegen, bevor die Politik handelt.

Das war soweit ich weiss, ein Erdbeben. Was soll ein Politiker dagegen tun ?
Dazu können sie Ausnahmsweise mal nichts.

Das war soweit ich weiss, ein Erdbeben. Was soll ein Politiker dagegen tun ?
Dazu können sie Ausnahmsweise mal nichts.

Das habe ich in dem Moment falsch formuliert. Ich meinte damit natürlich die AKW´s und deren Sicherheit, die ja ganz klar in der Fürsorge-Pflicht der Politik stehen.

Wird hier eigentlich Nie nach der Gegenmeinung gefragt?

Ich bin für eine AKW-Laufzeitverlängerung, Gen-Mais will ich essen, mich nicht damit paaren, vom Gammelfleisch habe ich nichts geschmeckt und der Dioxin-Skandal war ausgemachter Unfug.

Du scheint dir einzubilden, all diese Dinge würden unsere Lebensqualität senken. Well, Surprise. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Atomstrom:
Nur deshalb billig, weil die Kosten für die Abfallentsorgung der Allgemeinheit und zukünftigen Generationen aufgebürdet werden. Als die Konzerne selbst noch alle Kosten hätten tragen müssen haben sie sich geweigert AKW zu bauen.
Wir zahlen heute allesamt für den Atommüll der vor Jahrzehnten fabriziert wurde!

Gentechnisch veränderte Lebensmittel:
Veränderungen des Erbmaterials verursachen Veränderungen in der Pflanze selbst, was dann zum Beispiel zu Resistenzen gegenüber bestimmten Schädlingen führt etc.
Da tauchen dann auch mal völlig neue Proteine auf und ähnliches. Nun gut, wenn jeder die Wahl hat, aber das eigentliche Problem ist eben dass sich diese Pflanzen dann auch vermehren und ihre veränderten Gene verbreiten.
Als Gipfel des ganzen dürfen Bauern die Konzerne dann auch noch dafür bezahlen, dass ihre Ernten unerwünschter Weise mit den veränderten Genen verunreinigt werden.

Ich bin für eine AKW-Laufzeitverlängerung, […]

Du scheint dir einzubilden, all diese Dinge würden unsere Lebensqualität senken. Well, Surprise. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Dann leg dich neben das AKW Fukushima und tank ein bisschen Strahlung wenns dir was bringt. Viel Spaß.

Wird hier eigentlich Nie nach der Gegenmeinung gefragt?

Wir sind immer froh über Gegenmeinungen, die gut begründet sind. Das ist bei Dir leider nicht der Fall.

Wenn man immer nur die erste und offensichtliche Konsequenz betrachtet, ist alles immer sehr einfach. Viel gewichtiger sind die langfristigen und/oder unabschätzbaren Folgen. Das trifft insbesondere auf gentechnisch veränderte Pflanzen und die Energie aus Kernspaltung zu. Klar kann man im Heute leben ohne an das Morgen zu denken, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn plötzlich alles den Bach runtergeht und keiner hat’s gesehen oder verhindern können.

Doch selbst das ist den Leuten nicht vermittelbar, die keinerlei Verantwortungsgefühl für die Nachwelt haben wollen.

“Nach uns die Sintflut! - Falsch, die Sintflut ist schon da! Wir sind die Sintflut!” (Georg Schramm in “Verblödung durch die Medien”)

Ja, und? Meinst du, die Stromkonzerne würden sich die Windparks und regenerativen Anlagen nicht abschreiben lassen? Jeder weiß, dass dies auch ein weiterer Vorwand sein wird, die Preise zu erhöhen. Und niemand wird etwas dagegen unternehmen. Auch die nicht, die dagegen wettern. Sorry, da ist es mir lieber, weiter mit Atomstrom zu fahren, und wenigstens nicht noch mehr über den Tisch gezogen zu werden.

Seit wann sind Probleme in einem neuem Gebiet, Grund genug, Forschungen, Fortschritte und letztendlich auch Anwendung dieses Gebietes ganz einzustellen?
Jede neue Technologie verursachte zunächst Probleme, die gelöst werden mussten. Ohne genug Forschung wird es natürlich nie Möglich sein, die sich durch Genetik auftuenden, neuen Probleme zu lösen, und Fortschritte dort allen zu Gute kommen zu lassen. Mir, für meinen Teil, reicht es ja, wenn der Mais nur größer wäre, und schneller wächst. Die hungernden Teile der Welt sehen das, denke ich, ähnlich.

Nomen est Omen.
Bestell doch deinen Strom ab und geh raus, Bäume knutschen, wenn dir das so viel Lieber ist. Viel Spaß. :roll:

Wir sind immer froh über Gegenmeinungen, die gut begründet sind. Das ist bei Dir leider nicht der Fall.

Bei euch doch auch nicht. :smt017

Wenn man immer nur die erste und offensichtliche Konsequenz betrachtet, ist alles immer sehr einfach.

Ich betrachte also immer nur die erste und offensichtliche Konsequenz. Na danke. Sehr viel offensichtlicher kann man seine undurchdachte Ablehnung gegenüber anderslautenden Meinungen gar nicht zeigen. Und sich von vornherein für Klüger als sein Gegenüber zu halte auch nicht.

Viel gewichtiger sind die langfristigen und/oder unabschätzbaren Folgen. Das trifft insbesondere auf gentechnisch veränderte Pflanzen und die Energie aus Kernspaltung zu.

Ich nehme an, deine langfristigen Folgen sind:

  • Alles wird verstrahlt. Ganz Europa wird komplett unbewohnbar.
  • Die Genpflanzen entwickeln in Kombination mit dem radioaktiv verseuchtem Wasser Superkräfte und fressen Menschen
  • Eine Terrorherrschaft radioaktiver Superpflanzen übernimmt die Erde und versklavt die Menschheit.

Du hast keine Ahnung von den langfristischen Folgen, wie alle Menschen. Auch wenn du das nie zugeben würdest.
Was wir, meiner bescheidenen Meinung nach, noch lange vor AKW’s und Genmais loswerden müssen, sind Menschen, die meinen, alles besser zu wissen.

Klar kann man im Heute leben ohne an das Morgen zu denken, dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn plötzlich alles den Bach runtergeht und keiner hat’s gesehen oder verhindern können.

Lächerlich.

Doch selbst das ist den Leuten nicht vermittelbar, die keinerlei Verantwortungsgefühl für die Nachwelt haben wollen.

Weil sie zu gut sind, ihr Leben mit diesem Schwachsinn zu beschweren.
Du bewirkst mit deinem Gemaule gar nichts, außer mir auf den Sack zu gehen. Genauso gut könntest du einfach dein Leben genießen, aber das hast du ganz offensichtlich nicht vor.

Hallo nochmal,

ich beziehe mich mal nur auf die Passagen, die mir gewidmet sind.

Wenn Gegenmeinungen kommen, die Argumente liefern oder Fragen stellen, kann man natürlich auch darauf eingehen. Insofern fangen wir jetzt damit an, Argumente auszutauschen. :wink:

Ich betrachte also immer nur die erste und offensichtliche Konsequenz. Na danke. Sehr viel offensichtlicher kann man seine undurchdachte Ablehnung gegenüber anderslautenden Meinungen gar nicht zeigen. Und sich von vornherein für Klüger als sein Gegenüber zu halte auch nicht.

Erstens habe ich nicht gesagt, dass Du immer nur die erste und offensichtliche Konsequenz betrachtest. Ich habe für die Leute gesprochen, die das tatsächlich tun. Ob Du dazugehörst, kann ich noch nicht beurteilen. Aus Deiner ersten polemischen Aussage „Ich will Genmais essen, mich nicht damit paaren“ könnte man aber dennoch schließen, dass Dich neben dessen Essbarkeit nichts weiter interessiert. Diesen Eindruck hast Du bisher nicht gemildert.

Ich nehme an, deine langfristigen Folgen sind:

  • Alles wird verstrahlt. Ganz Europa wird komplett unbewohnbar.
  • Die Genpflanzen entwickeln in Kombination mit dem radioaktiv verseuchtem Wasser Superkräfte und fressen Menschen
  • Eine Terrorherrschaft radioaktiver Superpflanzen übernimmt die Erde und versklavt die Menschheit.

Du hast keine Ahnung von den langfristischen Folgen, wie alle Menschen. Auch wenn du das nie zugeben würdest.
Was wir, meiner bescheidenen Meinung nach, noch lange vor AKW’s und Genmais loswerden müssen, sind Menschen, die meinen, alles besser zu wissen.

Die Einzelheiten von Genpflanzen und Kernenergie hier in einem Thread zu diskutieren, führt zu weit. Da wird der Thread undurchsichtig und alles bläht sich auf. Das können wir, wenn es Dir ernst sein sollte, gerne auch per PN machen.

Und richtig, ich habe keine Ahnung, wie immens die langfristigen Folgen sein können. (Das gebe ich auch zu, auch wenn Du mir gerne das Gegenteil unterstellen möchtest.) Bei Kernenergie sind die möglichen Folgen aber mindestens so groß wie das, was wir bisher in Tschernobyl und Fukushima beobachten konnten. Mal ganz zu schweigen von dem Atommüll, der uns Tausende Jahre nerven wird und für den es weltweit immernoch keine sicheren Endlager gibt.
Bei Genpflanzen besteht einfach die Gefahr, dass die Dinge, die wir erforschen und noch nicht verstanden haben, außer Kontrolle geraten. Keiner kann Gene komplett verstehen oder hat sie bisher verstanden. Sie dann dennoch zu verändern, kann einfach gehörig schief gehen, gerade, wenn man deren Vermehrung nicht kontrollieren kann. Pollen sind eine effektive Fortpflanzungsmethode…

Deine absurden Ideen, wie meine Befürchtungen aussehen könnten, hättest Du aber stecken lassen können. Das ist ein ernstes Thema. Und wenn Du da partout nicht ohne aggressive Polemik auskommst, spricht das auf jeden Fall nicht gegen mich.

Wenn Dir meine Meinung auf den Sack gehst, muss ich mich fragen, warum Du hier im Thread überhaupt etwas dazu sagst. Jede weitere Antwort meinerseits wird dann wohl nur eins tun: Dir auf den Sack gehen. Ich diskutiere nunmal gerne. Wenn Dich das stört, ist das nicht mein Problem. Und dass ich nicht einfach mein Leben genießen kann, ohne zu überlegen, was ich meinen Kindern und Enkeln hinterlasse, ist nunmal so. Was Verantwortung bedeutet, ist jemandem, der sie nicht kennt oder kennen will, sicherlich so schwer zu vermitteln, wie einem von Geburt an Blinden zu erklären, was blau und was rot ist.

Solltest Du hier im Thread nicht offen diskutieren können, bin ich gerne auch über PN erreichbar. Solltest Du aber hier im Thread weder klar ausdrücken, was Du uns mitteilen willst (Es kann ja wohl nicht nur die Aussage sein, dass alle Leute nerven, die sich Gedanken machen.) noch etwas an Deinem Diskussionsstil ändern, sehe ich auch keinen Grund mehr, mich hier mit Dir oder Deiner „Gegenmeinung“ zu befassen. Denn dann hast Du offensichtlich keine Absicht, offen und ehrlich Meinungen und Gründe auszutauschen.

Du hast keine Ahnung von den langfristischen Folgen, wie alle Menschen. Auch wenn du das nie zugeben würdest.
Was wir, meiner bescheidenen Meinung nach, noch lange vor AKW’s und Genmais loswerden müssen, sind Menschen, die meinen, alles besser zu wissen.

Öhm, das heisst auf Deutsch: Wenn man keine Ahnung hat was passieren kann / wird soll man halt einfach erstmal machen. Merkwürdige Einstellung. Genau das ist nämlich das Problem: Erst dann an die negativen Folgen denken wenn diese schon eingetreten sind. Epimetheus-Logik :roll:

Stell dir vor, Bäume knutschen ist mir wirklich lieber als verstrahlt zu werden und ich würde sagen dich würden mehr Leute für bekloppt halten wenn du neben dem AKW Fukushima liegst als mich wenn ich Bäume knutsche. :wink:

Du hast keine Ahnung von den langfristischen Folgen, wie alle Menschen. Auch wenn du das nie zugeben würdest.
Was wir, meiner bescheidenen Meinung nach, noch lange vor AKW’s und Genmais loswerden müssen, sind Menschen, die meinen, alles besser zu wissen.

Und wie werden wir dich am besten los?

Wenn Dir meine Meinung auf den Sack gehst, muss ich mich fragen, warum Du hier im Thread überhaupt etwas dazu sagst. Jede weitere Antwort meinerseits wird dann wohl nur eins tun: Dir auf den Sack gehen. Ich diskutiere nunmal gerne. Wenn Dich das stört, ist das nicht mein Problem.

@Poppstar: Du wirst Probleme haben mit ihm diskutieren zu können. Er gehört zu den Leuten die so verblendet sind (oder sollte ich sagen verstrahlt? :mrgreen: ) und so konsequent an der Atomkraft festhalten, dass sie keine Argumente an sich heranlassen auch wenn diese erdrückend sind. Diese Leute beschäftigen sich nicht ausreichend mit dem Thema und können sich auch keine negativen Folgen der Atomkraft vorstellen.
Manche werdens nie lernen. Vielleicht erst wenn sie persönlich davon betroffen sind. Andere Schicksale interessieren sie nicht.

Ja, und? Meinst du, die Stromkonzerne würden sich die Windparks und regenerativen Anlagen nicht abschreiben lassen? Jeder weiß, dass dies auch ein weiterer Vorwand sein wird, die Preise zu erhöhen.

Weißt du überhaupt was eine Abschreibung ist?
Abschreibungen sind Wertminderungen und haben zur Folge dass ein Vermögensgegenstand an Wert verliert, sprich der Wert des Unternehmens fällt auch da es weniger besitzt, auf der anderen Seite müssen durch den verringerten Wert weniger Steuern gezahlt werden.
Die Dauer bis ein Gegenstand komplett abgeschrieben ist sollte ungefähr auch der Zeit entsprechen die er genutzt wird, eine Anlage die z.B. 15 Jahre läuft einfach im ersten Jahr komplett abschreiben ist nicht drin!
Für den Besitz abgeschriebener AKW an sich müssen keine Steuern bezahlt werden, hier zu argumentieren neue Windparks etc., für die dann erstmal wieder gezahlt werden müsste, würden auch abgeschrieben werden ist schwachsinnig, da für ein großteils/vollständig abgeschriebenes AKW eben nur noch ein Bruchteil/garnix gezahlt wird.
Und auf den Müll mitsamt seinen Kosten bist du garnicht eingegangen, solchen Müll gibt es bei anderen Kraftwerken garnicht, find ich echt super wie jeder Befürworter diese Problematik einfach ignoriert…

Seit wann sind Probleme in einem neuem Gebiet, Grund genug, Forschungen, Fortschritte und letztendlich auch Anwendung dieses Gebietes ganz einzustellen?
Jede neue Technologie verursachte zunächst Probleme, die gelöst werden mussten. Ohne genug Forschung wird es natürlich nie Möglich sein, die sich durch Genetik auftuenden, neuen Probleme zu lösen, und Fortschritte dort allen zu Gute kommen zu lassen. Mir, für meinen Teil, reicht es ja, wenn der Mais nur größer wäre, und schneller wächst. Die hungernden Teile der Welt sehen das, denke ich, ähnlich.

Aha, und es ist gerechtfertigt für diese Forschung einfach Umwelt und Mensch als Versuchsobjekte zu benutzen?
Die Gentechnik steckt in den Kinderschuhen, man weiß nur von einem Teil des Genoms der Pflanzen woran das jeweilige Gen beteiligt ist und das auch nur weil man es bei Testpflanzen “ausgeschaltet” hat und dann nachgesehen hat, was eine Veränderung in Verbindung mit weiteren Mutationen auslösen könnte weis man nicht.
Das Zeug einfach in der Landschaft zu verstreuen und dann auch noch in Nahrungsmittel zu bringen ist unverantwortlich, es gehört in ein abgeschlossenes Labor.

Und zum Thema man könne den Hunger besiegen:
Dazu müssten die Chemieunternehmen auf bezahlung für das Zeug verzichten, durch die Verbreitung von genmanipulierten Pflanzen droht eine Monopolysierung, wie schon gesagt die Konzerne kassieren schon dafür dass Felder mit verändertem Genmaterial verunreinigt wurden.
Es würde den Hunger in der Welt steigern da kleine Bauern in der dritten Welt sich es nicht leisten können die Gebühren zu bezahlen.
Und sieh dir mal an wie das mit dem Übergewicht in der Welt aussieht, wir haben jetzt schon deutlich mehr als früher, den Hungernden dieser Welt hat es jedoch nix gebracht.

@Bernd das Brot:
Sorry, mit “Abschreibung” wollte ich eigentlich (steuerlich) absetzen schreiben. Schon bei den AKW’s hatte der Steuerzahler die meisten Rechnungen zu tragen, wie man ja auch weiß, die Entsorgung des Atommülls.
So unschön ich das finde: Der Steuerzahler hat es auch zugelassen. Jetzt werden schlicht weitere Kosten entstehen. Bezahlen mir die AKW-Gegner das, wenn es soweit kommt? Bestimmt nicht.

Du hast ja auch nur von den Kosten geschrieben.
Und mal im Ernst: Es gäbe keine Probleme, wenn sie ordnungsgemäß gelagert würden.

Wo habe ich geschrieben, man sollte das “Zeug” einfach in die Landschaft verstreuen?

Einmal erlangtes Wissen lässt sich schlecht Geheimhalten. Warum sollte es zu einer Monopolisierung kommen? Und was sollen Dritte-Welt-Bauern mit großen Konzernen zu tun haben?

Soll ich das jetzt so werten, dass man darum gar nicht erst was in die Richtung unternehmen soll? :smt017

Ich glaube, dich halten schon genug für bekloppt, dass du anderen Menschen nahelegst, sich verstrahlen zu lassen.

Indem “ihr” woanders hingeht.

@Poppstar: Ein andermal.

Du hast ja auch nur von den Kosten geschrieben.
Und mal im Ernst: Es gäbe keine Probleme, wenn sie ordnungsgemäß gelagert würden.

Was ist ordnungsgemäß? Etwa ein Ort den irgendjemand als sicher für die nächste Million Jahre ansieht?
Überhaupt zu glauben irgendjemand könnte garantieren dass ein Ort den Müll für eine Million Jahre halten kann ohne das irgendwas davon doch in die Umwelt gelangt ist schlicht Größenwahn…

Wo habe ich geschrieben, man sollte das “Zeug” einfach in die Landschaft verstreuen?

Du hast geschrieben du willst es essen und in meinem ersten Post auf den du reagiert hast hab ich eben genau von der Nutzung geschrieben, die betrieben wird obwohl man nur sehr wenig weis.

Einmal erlangtes Wissen lässt sich schlecht Geheimhalten. Warum sollte es zu einer Monopolisierung kommen? Und was sollen Dritte-Welt-Bauern mit großen Konzernen zu tun haben?

Stichwort: Patente auf Leben

Nein, nur dass dieses Argument “Gentechnik wird das Hungerproblem lösen, da Gentechnik=mehr Ertrag” eine Milchmädchenrechnung ist die von Unterstützern der Gentechnik-Konzerne gerne genommen wird um das einfache Volk auf ihre Linie zu bringen.