Loriot und die öffentlichen

Ist es tatsächlich notwendig das die beiden großen Sender ZDF und ARD jetzt ihr ganzes Programm umwerfen und beide über Loriot berichten müssen.
Diverse Sparten dürften vermutlich auch voll reinhauen…

Und wo ist das Problem? Ich finde Berichte über Loriot besser und qualitativer als irgendwelche Talkshows mit langweiligen Gästen zu langweiligen Themen. Vorhin kam eine wunderbare Loriot-Doku im WDR.

Das ist gleich der nächste Punkt anstatt erstmal vernünftig was zu produzieren kommen, mal abgesehn von älteren dokus, nur schnell zusammengeschusterte talkshows und sich ständig wiederholende einblendungen.
aber hauptsache man macht irgendwas zum thema scheiss auf qualität

Äh, und was soll man deiner Meinung nach aqualitativ hochwertiges vernünftig produzieren? So von einem Tag auf den anderen?

Äh, und was soll man deiner Meinung nach aqualitativ hochwertiges vernünftig produzieren? So von einem Tag auf den anderen?

sich halt ein tag zeit nehmen.

und das zdf und ard sonst langweilig sind ist ja nochmal ne ganz andere baustelle.
Leider stirbt ja nicht jeden tag ne große persöhnlichkeit.

Das ZDF Morgenmagazin hat aus dem Tod von Loroit eine Apple (I-Phone)- Werbung gemacht. Da spielte die Dunja Hayali einen kurzen Ausschnitt eines Loriot-Sketches mit einem I-Phone vor. Der Zuschauer hat kaum was erkannt. Warum nicht im großen Vollbild? Warum mit einem I-Phone? Völlig absurd. :smt021

Ist es tatsächlich notwendig das die beiden großen Sender ZDF und ARD jetzt ihr ganzes Programm umwerfen und beide über Loriot berichten müssen.

Ich meine ja. “Loriot” war einer der bedeutendsten deutschen Humoristen überhaupt und sein Tod hat ein enormes Echo ausgelöst. Fraglich ist eher ob Talkrunden die angemessene Sendeform sind, mir würde es völlig genügen noch einmal Ausschnitte seines künstlerischen Schaffens zu zeigen (was ja auch passiert) und vielleicht eine Doku zu seinem Leben.

Ist es tatsächlich notwendig das die beiden großen Sender ZDF und ARD jetzt ihr ganzes Programm umwerfen und beide über Loriot berichten müssen.

In meinen Augen nicht Notwendig. Man hätte Loriot auch ein paar Tage oder Wochen später huldigen können. Oder es ganz lassen, der nächste Loriot-Abend auf irgendeinem Dritten wäre ohnehin früher oder später gekommen. Ich mag Loriots Werk sehr gerne, aber das hätte ich ertragen. Bloß: es hat sich nun einmal so eingebürgert, dass man die „Wichtigkeit“ eines Promis an den Programmumstellungen im Sterbefall ablesen können muss. Hätten die Sender also darauf verzichtet, wäre das als „er geht uns am A*** vorbei“ gewertet worden. (Umgekehrt hat es mich allerdings auch nicht gestört. Ich denke, selbst wenn man Loriots Humor nicht mochte, sollte man es akzeptieren)

sich halt ein tag zeit nehmen.

Theoretisch richtig, in der Praxis hätten sich hier sicherlich viele darüber beschwert, und bei DWDL gäbe es den nächsten „Das Deutsche Fernsehen hat versagt“ Artikel :wink:

Also ich fands super =)

Schlimm find ich, was iTunes & Co. jetzt für einen Umsatz damit machen…
Ich meine: Um 15:00 Uhr hör ich von Loriots Tod, 16:00 Uhr geh ich auf iTunes um mir n Song zu kaufen und sofort auf der Startseite:“In Erinnerung an Loriot, seine besten Werke”, genauso auch schon bei Amy Whinehouse & vorallem Michael Jackson… leider kann man das nicht ins Magazin bringen, da es net ne Aktion vom Fernsehn war, von daher eig unnötig es zu erwähnen ~_~
Das was ARD & ZDF machen muss aber auch net sein :-o

@DiePinguinEnte: Klar wirkt das erstmal makaber, aber es ist nun mal einfach so, dass durch den Tod von berühmten Personen eine große Nachfrage entsteht. Da braucht man eigentlich kaum selber für zu werben, das kommt von ganz alleine. Daher finde ich das jetzt nicht sonderlich schlimm.

Ich persönlich habe mich gestern auch eine Weile durch YouTube geklickt und mir alte Loriot-Sachen angesehen und ich denke da bin ich bestimmt nicht der einzige. Seine Filme werden in nächster Zeit bestimmt auch gut verkauft werden, warum auch nicht, sind doch gute Filme.

Äh, und was soll man deiner Meinung nach aqualitativ hochwertiges vernünftig produzieren? So von einem Tag auf den anderen?

Frag mal die Printmedien. Die schaffen es von heute auf morgen großartige Nachrufe zu verfassen.

Der Trick dabei ist eine gute Vorbereitung: Nachrufe werden meistens lange vor dem Ableben des Promis verfasst und kurz vor dem Druck noch schnell ergänzt. Und Loriot war schon ein paar Monate von der öffentlichen Bühne verschwunden. Da hätte man durchaus einen guten Beitrag vorbereiten können und hätte auch nicht befürchten müssen, dass der so schnell an Aktualität verliert.

Naja, das wäre zwar eine „wirtschaftliche“ Vorgehensweise gewesen (wie bei den Fernsehköchen: „Ich hab’ da schon mal was vorbereitet…“), aber sowas hat aber auch einen makabren Beigeschmack.

Loriot hätte gut und gerne noch 5…10 Jahre leben können - warum dann schon jetzt einen Nachruf vorbereiten? Der Mann war ja nicht schwer krank, sein Todestag damit völlig (OK, fast) offen!

Wenn herauskommt, dass da irgendwer schon mal quasi auf Vorrat einen Nachruf o.ä. angefertigt hat, dann kommen bestimmt wieder Verdächtigungen auf wie „Wussten die mehr als wir?“ / „Geht es den Medien etwa nicht schnell genug?“ / „Wollen die den loswerden?“. Das wäre u.U. schnell ein heißes Gesprächsthema!

Oder es wäre einfach nur peinlich. Man stelle sich vor, so ein vorbereiteter Nachruf wäre bei Jopie Heesters 90. Geburtstag verfasst worden - und knapp 20 Jahre später lebt er immer noch! :wink:

-Catboy

Hallo ans Forum : )

an dieser Stelle nur ein kleiner Hinweis für alle Loriot-Freunde, die sich vielleicht auch aus gegebenem, traurigem Anlass, einige alte Sketche wieder in Erinnerung rufen.

Auf Disk 1 der „Vollständigen Fernsehedition“ Loriots wird man auf angenehme Art und Weise über seine Pflichten bezüglich der Fernsehgebühren aufgeklärt (Sketch Nr. 17: „Fernsehgebührenordnung“)

Ich musste doch sehr schmunzeln und ich finde, es passt in diese Kampange :wink:
Vielleicht auch als Tipp an den Fernsehkritiker für die nächste Sendung.
(Leider ohne Videolink, hab nichts gefunden :expressionless: )

Schöne Grüße

Allen recht machen kann man es anscheinend nie, hier hätte sich jemand eine noch umfangreichere Programmänderung gewünscht:
http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Fe … gemuetlich

Wenn herauskommt, dass da irgendwer schon mal quasi auf Vorrat einen Nachruf o.ä. angefertigt hat, …"
Es ist schonmal ein vorbereiteter Nachruf nach dem Tod des Autors veröffentlicht worden! Die Zeitungsleser waren empört, dass die Zeitungen Nachrufe vorher verfassen und die Journalisten haben nur mit den Schultern gezuckt und gemeint, dass sowas Gang und Gäbe wäre.

Ich glaub ich gehörte damals auch zu den Empörten, aber wenn ich jetzt bei Loriot die Zeitungsnachrufe mit den Fernsehnachrufen vergleiche, dann lieber einen würdigen und angemessenen Beitrag lange vorher vorbereiten, als Hals über Kopf etwas zusammenpfuschen.

Oder es wäre einfach nur peinlich. Man stelle sich vor, so ein vorbereiteter Nachruf wäre bei Jopie Heesters 90. Geburtstag verfasst worden - und knapp 20 Jahre später lebt er immer noch! :wink:
Ich behaupte der älteste Nachruf auf Jopie Heesters dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und bis auf den Autor und seinen Chef hat ihn noch niemand gelesen.

Oder es wäre einfach nur peinlich. Man stelle sich vor, so ein vorbereiteter Nachruf wäre bei Jopie Heesters 90. Geburtstag verfasst worden - und knapp 20 Jahre später lebt er immer noch!

Solche vorbereiteten Nachrufe werden ja nicht einmal geschrieben und dann in die Schublade gelegt.
Die werden alle paar Jahre wieder rausgeholt und auf den neuesten Stand gebracht.

Ich fand es am Anfang auch übertrieben, dass wegen Loriots Tod gleich das ganze Programm umgeschmissen werden sollte bzw. in Teilen auch wurde. Allerdings ist es eine Persönlichkeit, die es mit am ehesten verdient hat. Er gehört zu den besten deutschen Humoristen. Und gegen das, was Loriot gemacht hat, sind Comedy Street, Oliver Pocher, Harald Schmidt, Michael Mittermeier und wie sie neuerdings alle über den Fernsehschirm flimmern, so gut wie nix.

Eine Persönlichkeit wie Loriot hat’s verdient … ob du jetzt seine Filme und seine Witze magst, is einfach Geschmackssache :wink:

Meiner Meinung nach ist der öffentlich rechtliche Umgang mit Loriot’s Ableben irgendwie schon absurd. Warum? Weil er in seiner Art und Weise dem Stil Loriots zuwider läuft. Vicco von Bülow stand / steht sicher nicht für “nun hauen wir alles was wir dazu haben binnen einer Woche zwanzig Mal raus”.

Warum nicht in Häppchen, über ein paar Monate hinweg? Etwas mehr Stil halt… Nein, es muss dem Zuschauer ja unbedingt komprimiert aus allen Rohren um die Ohren geschossen werden. So ist es einfach des Guten zu viel!