Löschfristen für Onlinevideos von Fernsehsendern

Wie ihr vielleicht wisst, wurde den öffentlich-rechtlichen Sendern vorgeschrieben, dass sie viele ihrer Videos aus ihrem Onlineangebot löschen mussten. Älter als 1 Jahr darf auf jeden Fall nichts sein.
Gilt das nicht auch für die Privatsender?
Bei myspass.de gibt es jedenfalls sehr alte Videos von Fernsehsendungen.
Auch bei schlag-den-raab.de und tvtotal.prosieben.de gibt es sehr alte Videos.
Ich finde das auf jeden Fall ungerecht.
Haben die öffentlich rechtlichen Sender, denn überhaupt gegen die Entscheidung geklagt?
Wenn nicht, wäre ich sehr gespannt, was da wohl rauskommt.

Ich gebe zu, dass ich schon länger weiß, dass es dort so alte Videos gibt, aber mir ist das eben gerade mal eingefallen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ … 13153.html

Das wurde so vom Gesetzgeber beschlossen, der damit eine EU-Direktive mehr oder minder umgesetzt hat.

Siehe dazu auch hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffen … m_Internet
und hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkstaatsvertrag

Darüber hinaus werden alle neuen Internet-Angebote von ARD und ZDF künftig in einem dreistufigen Test daraufhin überprüft, ob sie vom öffentlich-rechtlichen Auftrag gedeckt sind und ob sie zum publizistischen Wettbewerb beitragen, zudem wird die Finanzierung der Angebote geprüft.

(Quelle: Link bei Octavianus)

Hätte der Threadersteller mal 'n bißchen nachgedacht, anstatt mal wieder reflexartig und instinktgesteuert zu posten, wäre ihm vielleicht die Unlogik selber aufgefallen. Was bitte haben Privatsender mit dem Rundfunkstaatsvertrag (im engeren Sinne) zu tun?

Erwartest du jetzt, dass jeder stundenlang recherchiert, bevor er einen Beitrag erstellt und sendest du jedem, der das nicht tut eine PM?
Ich habe jedenfalls nicht gesagt, dass die Privatsender was mit dem Rundfunkstaatsvertrag zu tun haben.
Ich finde es nur unfair, dass die öffentlich rechtlichen Sender so reguliert werden.
Ist da nicht der Grundsatz der Gleichheit verletzt?

Hier http://www.ard.de/intern/organisation/r … index.html steht:

Kernstück dabei sind neue Regelungen zur Werbung - für private Veranstalter werden bestehende Beschränkungen weitgehend gelockert - sowie die teilweise Legalisierung von Produktplatzierungen

Ist das so richtig?
Zu der EU Richtlinie habe ich jetzt nichts gefunden, dass solche Löschfristen (nur für öffentlich-rechtliche Sender) festlegt.
Falls dort nichts zur Löschung von Inhalten drinsteht, frage ich mich warum sich die öffentlich-rechtlichen Sender so harte Regeln schaffen und wenn das durch die Richtlinie so festgelegt wird, frage ich mich, warum man dagegen nicht klagt.
Man muss sich doch nicht selbst solche harten Regeln schaffen. Die anderen Medien sollen doch erstmal dagegen klagen, dass es solche Regelungen nicht gibt.
@ Isegrimm: Wenn du mehr Informationen als ich gefunden hast, kannst du sie ja hier reinschreiben.

Ist da nicht der Grundsatz der Gleichheit verletzt?

Gegenfrage: Ist der Grundsatz der Gleichheit nicht auch durch die Erhebung von Rundfunkgebühren verletzt? Durch das Werbeverbot nach 20 Uhr? Welcher Gleichheitsgrundsatz sollte gelten im Verhältnis der ÖR mit den Privatsendern? Wo steht der?
Der Verlegerverband VPRT hatte sich bei der EU-Wettbewerbskommission über die Expansion der ÖR-Sender im Internet beschwert, die hat entschieden, dass den ÖR-Sendern im Internet nicht alles erlaubt ist, weil sonst die GEZ eine unrechtmäßige Subventionierung darstellt. Daraufhin wurden diese Regeln aufgestellt, und zwar im Einvernehmen zwischen VPRT und ÖR.
Näheres kann man sich hier ansehen. Ich empfehle auch die Lektüre des Briefs an die EU-Kommission.

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben sich also auf das Maßnahmenpaket mit der EU geeinigt, damit die GEZ Gebühren weiterhin gerechtfertigt sind. Sie gelten in den Augen der EU also als Subventionierung der Sender.
Da frage ich mich: Wie sollen sich die Sender ohne GEZ Gebühren finanzieren? Zahlungen vom Staat sind ja auch Subventionen oder? Falls das auch nicht möglich ist, bleibt nur noch die Werbung und wenn nur noch dieser Finanzierungsquelle bleibt, dann wird es ja ein Privatsender.