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Kritik zu Das Studio

Hab seit langem Mal wieder ne Folge das Studio angeschaut. War jetzt vielleicht die 5. Insgesamt… Und bin doch ein wenig verwundert das ihr euch relativ wenig weiter entwickelt habt… Es sind immer noch die gleichen Dinge die mir auffallen und mich stören, die ich aber längst nach über 250 Folgen für weitestgehends überwunden geglaubt hätte…

  1. das Timing ist häufig immer noch nicht präzise, teils sehr unangenehm. Gerade wenn die Szene zuende ist und der Schauspieler dann verärgert/erstaunt in die Kamera blickt und es quasi einfriert, ist eigentlich immer ne ganze Spur zu lange… (ich spreche von vielleicht einer halben bis 1 1/2 sek. Sowas vielleicht, müsste ich jetzt ausprobieren… wobei, kann auch sein daß ich von zehntel-sek oder so spreche) überhaupt sind viele Einstellungen oft ein ganz kleines wenig zu lange geschnitten. Dadurch wirkt alles hölzerner als es sein müsste…ich bin überzeugt mit wenig Änderungen würde es viel runder, flüssiger und temporeicher. Wobei ich wie gesagt eher von Timing als von wirklichen Längen spreche… Das ist wie bei der Musik. Da ist eine Art Rhythmus in den Szenen… vielleicht braucht man da aber auch ein spezielles Gefühl für und es kann einfach nicht jeder…

Und 2. Ist mir die Schauspielerei immer noch viel zu theatermässig… zu übertrieben, als müsste es die letzte Reihe noch mitkriegen…
Es ist oft von allem zu viel. Zu viel Mimik, Gestig, Ausdruck… zuviel mit dem Holzhammer… eigentlich alles ganz normale typische Anfängergeschichten…

Ich habe selbst Mal in einer Theatergruppe mitgemacht. Und nein, ich bin bestimmt nicht die Lösung… Es geht mir um Folgendes…
Unsere Leiterin hatte damals immer wieder Dozenten Eingeladen, einmalig oder auch für mehrere Stunden über ein paar Wochen.
Einer der uns kreatives Schreiben beigebracht hatte, oder ein anderer bzgl. Stimmtechniken, oder verschiedene Schsuspieltechniken oder oder… wenn einer was gut kann und einem das wissen nützt lädt man ihn ein…

Ich hätte gedacht dass ihr das schon lange macht und euch so regelmäßig Schauspielunterricht holt. Oder vielleicht ein Cutter aus dem Comedieberreich der euch zeigt worauf es ankommt, welche Tricks funktionieren und was man unbedingt beachten muss… Oder nicht machen darf.
Ich spreche jetzt von Comedy-Dingen. Holger ist ja auch gelernter Cutrer glaube ich, aber Comedy ist halt nochmal was anderes was Schnitt angeht.

Holt euch für einmalig oder mehrmals Leute die mit euch die Folgen verbessern. Die Kosten nicht die Welt und man lernt ungeheuer viel. Und ihr verbessert euch kontinuierlich.

Mein Eindruck ist es jedenfalls das ihr in dem Bereich nichts macht, jedenfalls was meine 2 Kritikpunkte betrifft, sonst hättet ihr da wesentlichere Fortschritre gemacht…

Tut mir leid, wenn ich mit meiner Kritik euch zu nahe trete, aber ich meine das ja rein konstruktiv.

Ist ja auch nicht alles schlecht was ihr bei das Studio macht, aber ich bin überzeugt dass wäre einiges mehr drin…

Nehmt es an oder lasst es… wollte es nur Mal los werden… :blush:

Naja, das ist doch letztlich subjektiv - gerade was Punkt 1 angeht finden das andere gerade lustig. Über Humor lässt sich immer schlecht streiten - entweder findet man es lustig oder eben nicht. Wir haben nicht den Anspruch, schauspielerische Glanzleistungen zu vollbringen - denn letztlich spielen wir uns ja ohnehin selbst.

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Schauspielunterricht kann genau so nach hinten los gehen wie Gesangsunterricht. Wenn kein Talent da ist, bringt es eh nichts, man wird immer den Unterschied merken. Manchmal führt es auch zu einer Verschlimmbesserung. Und ehrlich gesagt habe ich auch noch nie in Laientheatergruppen gute Schauspieler gesehen. In Fall von “Das Studio” wäre ein Regisseur mit Erfahrung und Kenntnis die richtige Wahl, der mal sagt “… und das ganze noch einmal, und bitte ohne…”. Aber für das, was “Das Studio” sein will, reicht’s… mir zumindest.

P.S.: Was ich aber sehr wohl sagen muss… Mario ist 'n ungeschliffener Diamand, bei dem ich mir mehr vorstellen könnte in Sachen Darsteller und Sprecher.

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Waaas ? Ich bestreite energisch, dass ich so ein A…loch wie Herr Pornhagen bin :joy:

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Verstehe die Kritik nicht. Das Format gehört doch so?

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Ich schaue mir das Studio immer noch mit Vergnügen an und finde das Konzept des Formats nach wie vor gut, aber eine konstruktive Kritik an Dich hätte ich: Ich habe den Eindruck, dass Hausmeister Pornhagen in den neueren Folgen eher einen Tick zu aggressiv ist. Mir ist schon klar, wie die Figur angelegt ist und freundlich war er zum Alsterfilm-Team noch nie, aber müsst ihr das gleich so extrem darstellen? Oder ist das bewusst so geschehen, weil ihm irgendwann der Kragen endgültig geplatzt ist?

Streng genommen trifft die Kritik zu. Ein handwerklicher Fehler bleibt ein handwerklicher Fehler. Wenn sich jemand verhaspelt oder etwas schlecht getimed ist, dann ist es keine Absicht und soll nicht den Trashfaktor bedienen. Aber es stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, den Erwartungen der Zuschauer und den Ansprüchen der Macher. Und hier sehe ich keinen Handlungsbedarf. Sollte ich aber Lebemann-Abonnent sein, der ein Drehbuch einreicht, würde ich fragen, ob ich auch die Regie übernehmen dürfte… denn dann hätte ich den Anspruch, dass mein Stoff bestmöglich handwerklich (nach meinen bescheidenen Kenntnissen) umgesetzt würde.

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Aber das klingt ja so, als wenn wir gleich nach dem ersten Take sagen: Ok danke, nehmen wir so. So ist es ja nicht. Wir schauen uns die gedrehte Szene direkt danach gemeinsam an und entscheiden dann, ob sie so gut war oder ob man das noch verbessern kann.
Beispiel aus der aktuellen Folge: Die Szene, wo Mario Thomas freundlich empfängt, haben wir bestimmt 10x gedreht bis wir damit zufrieden waren. Natürlich spielt Timing eine ganz wichtige Rolle!

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Ich habe ehrlich gesagt auch keine konkrete Szene vor Augen, aber hin und wieder fällt einem schon was auf, auch stilistisch. Doch für mich persönlich reicht es nicht, hier eine Kritik anzubringen, denn diese Erwartungen habe ich gar nicht an das Format. Ich wollte nur Rooooon etwas zur Seite springen, weil er/sie nicht zu 100% daneben liegt, auch wenn ich die Kritik für etwas zu ambitioniert halte.

P.S.: Die Türszene und gerade Marios Leistung war top! Dass Mario nicht längst als Handlanger eines Bond-Bösewichts gecastet wurde, ärgert mich regelrecht. Und das meine ich völlig ironiefrei!

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@FroehlicherProvinzler, es stimmt schon, was du da schreibst. Mir ist das auch aufgefallen und ich bin da selbst nicht so ganz zufrieden.
In letzter Zeit war meine Rolle etwas zu aggressiv interpretiert. Aber ich sollte es auf Anweisung des Regisseurs auch so spielen.
Ich würde mir aber da in der Tat etwas mehr Tiefe wünschen, weil ich sonst auch Angst habe, dass ich in das Aggressionsverhalten von anderen, nicht mehr existenten Rollen verfalle. Dieses Niveau wollte ich dann doch nicht erreichen.
Aber ich denke, da werden wir sicher einen Weg finden :relaxed:

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Gerade das finde ich immer wieder sehr lustig. Ich würde das unter Umständen noch weiter treiben und mitunter den jeweiligen Darsteller noch irritiert von der Kamera weggucken lassen, bevor es weitergeht. Ich bin da wahrscheinlich durch Monty Python’s Flying Circus auf den Geschmack gekommen, wo die Narration bewusst immer wieder durchbrochen wird, indem die Studiokulissen als solche erkennbar werden, die Kameraleute ins Bild kommen usw., ich liebe diese Momente. Solche Sachen sind halt Geschmackssache und es gibt gerade bei humoristischer Darstellung nicht die einzig richtige Machart.

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Gerade dieses längere, unangenehme draufbleiben ist doch eindeutig nach dem Stromberg-Vorbild. Sollte so bleiben.

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Ich hatte das auch schonmal kritisiert. Insbesondere eben auch beim “Kamerablick”. Es ist völlig klar, das es humoristisch gemeint und allgemein wie es gemeint ist. Das ändert für mich dennoch nichts daran das die Einstellungen immer einen Tick zu lang sind, ca. ne 1/4 Sek. und dadurch der Witz flöten geht bzw. überstrapaziert wird. Ganz allgemein ist das Timing beim Szenenwechsel (auch ohne den üblichen Kamerablick) nicht “geschmeidig” es sind sehr häufig 1 oder 2 Zehntel Sekunden zuviel “totes Material”.

Interessant dabei ist das sich dies nicht nur beim Studio zeigt sondern bei fast allen Formaten. Ich könnte jetzt nicht den Finger drauf legen, aber gefühlt sind es immer die Beiträge die Holger schneidet. Sein Gefühl für Timing bzw. auch wo/wie Schnitte zu setzen sind scheint mir etwas “langsam” oder “langatmig”.

Ich rede hier nicht von groben Fehlentscheidungen oder völligem Unvermögen oder sowas, das ist quatsch, ich rede einfach nur davon das ich eine gewisse “Flüssigkeit” vermisse und alles ein wenig “kantig” wirkt.

Die Paintballfolge wurde ja von Chris geschnitten, dort taucht das nicht auf, die Schnitte sind gut gesetzt, es ist flüssig, es ist nicht diese für MG so typische Zehntelsekunde am Anfang und am Ende eines Abschnitts “zuviel”.

Ich weiß schon, das is Gemecker auf hohem Niveau und Schnitt usw. braucht Zeit und ist echte Arbeit und eventuell ist einfach auch nicht genug Zeit da jede Sendung so zu bearbeiten das sie “sehr gut” wäre, aber es ist halt etwas das mir auffällt und das man (theoretisch) besser machen könnte.

Nachtrag: Um noch etwas positives zu sagen. Ganz am Anfang der Mediatheke ist mir dies auch aufgefallen und ich hatte Holger darauf hingewiesen, er scheint es sich zu Herzen genommen zu haben, denn die Folgen danach waren spürbar “knackiger” geschnitten und der allgemeine “Flow” war besser.

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Das Studio würde erst dann uninteressant, wenn die angesprochenen Punkt “verbessert” würden.

Die Kritikpunkte sind für mich positive Eigenschaften des Formats.

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Mit anderen Worten: Der Inhalt ist dir völlig schnuppe, du schaust es wegen der fehlenden handwerklichen Finesse?

oder anders ausgedrückt

Es is mir scheiß egal was die da labern, hauptsache die technische Umsetzung is scheiße.

Ob das nun ein “Kompliment” ist sei jedem selbst überlassen. :smiley:

Nein.

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Ich glaube es vergessen einige, was das Format “Das Studio” überhaupt darstellen soll. Hier werden Mitarbeiter einer Firma in ihrem (natürlich fiktivem) Arbeitsalltag von einem Filmteam beobachtet - im Idealfall so unauffällig, dass sie gar nicht daran denken, dass sie beobachtet werden. Und das ganze muss dann wiederum auch noch “gespielt” werden - unter Berücksichtigung diverser Metaebenen. Scheinbare schauspielerische Glanzleistungen wären daher an dieser Stelle dramaturgisch völlig fehl am Platz - genauso wie perfektes Timing. In einer echten Reality-Doku-Soap gibt es das schließlich auch nicht!

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Das einzige was mich bisschen stört sind diese zu lange Kamerazeiten nach Ende eines Monologs. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ist halt deren Konzept. Ansonsten ist das Format eigentlich mit der Zeit nur besser geworden. Besonders schauspielerisch haben die sich doch sehr gut weiterentwickelt.

Ja genau das meinte ich! Es geht um ganz wenig… verstehe nicht wie manche meinten ich würde den Kamerablick überhaupt kritisieren… natürlich soll das so sein wie es ist, und es ist ja auch gut so… Stromberg-like halt und den liebe ich ja…

Wenn alle mit dem zufrieden sind wie es ist, ist ja dann ok… ich bin halt persönlich gerne Mal ein kleiner Perfektionist…

Wie gesagt wollte nur was konstruktiv beitragen…

@Polarstern
Überlege gerade…
Komisch das nur wir 2 diesen Eindruck haben.
Und das es nicht Mal Alterfilm selbst schon aufgefallen ist… bin ich doch erstaunt darüber…

Sag Mal bist du auch aus der Kreativ-branche, Polarstern?