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Idee für ein Format (Lesungen)

Moin,

da die letzte Idee ja daran scheiterte, dass Euer Studio nicht auf Musik ausgerichtet ist, folgende Idee: Wie wäre es denn mit einer Sendung rund um Vorlesungen?

Mittlerweile gibt es eine ganze Menge Autoren, die ihre Bücher im Eigenverlag sowie in kleinen Verlagen herausbringen. Lesungen finen meist immer in Bibliotheken oder kleinen Buchhandlungen statt. Wäre es nicht spannend Autoren ins Alsterfilm Stuio einzuladen um dort Lesungen zu halten? Das müssen keine großen Lesungen sein, im Gegenteil - häufig dauert sowas auch 20 oder 30 Minuten, gerade bei Autoren mit Kurzgeschichten oder Sachbüchern. Umgeben von einem kleinen Interview wo sich der jeweilige Autor vorstellt und über sein Werdegang und solche Dinge erzählt.

Dabei kann das Genretechnisch alles mögliche abbilden: Sachbücher, Lyrik, Romane… da gibt es so unfassbar viel, genauso viel wie Musiker… :mrgreen:

Also ich, als jemand der allgemein auch gerne Lesungen besucht, würde so ein ruhiges Format sehr begrüßen, denn sowas gibt es nicht im Fernsehen. Da findet Literatur ja auch so kaum statt, aber Lesungen erst recht nicht. Auch im Internet gibt es kaum wirkliche Lesungen zu sehen. Hier könnte Alsterfilm also richtig eine Marktlücke erschließen.

Ich stell mir das wirklich schön vor: diese kleine, kuschlige Bühne wo Lars Presseschlau macht und als Hintergrund nichts schwarzes oder so, sondern vielleicht eine Wandbild mit einem Kamin oder Blätter und Buchstaben. Der Autor sitzt am Tisch und liest. Davor oder danach gibt es noch ein kleines Interview und fertig.

Das wäre natürlich nix aufwendiges oder investigatives - aber ein nettes kleines Format, was es so noch nicht gibt.

Melusine … Krawel! Krawel! … Hicks :ugly

Sehr gute Idee!

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Die Idee find ich verdammt gut. Schon mal deswegen, weil ich selbst zur schreibenden Fraktion gehöre. Erinnere mich noch gut daran, wie wir hier in Hamburg im vergangenen Jahr ein Fantreffen abgehalten haben und ich -um den Leuten den Gedanken des Poetry Slams nahe zu bringen- ein paar Texte zum Besten gegeben habe. WAS FÜR EIN FLOP! Und glaub mir eins! Das lag nicht an meinen Texten…so scheiße sind die nämlich nicht! Sogar Koyak ist live aufgetreten und hat den FKTV-Song live dargebracht…und zwar zum niederknien GEIL! Hat sich dann sogar noch umgezogen und eine ELVIS-Performance geliefert, die sowas von genial war!!! Und das Publikum? VERSTEINERT! Nun ja…those were the days…die Idee gefällt mir trotzdem saugut!!! Werde das mit Holger besprechen und wenns ihm nicht gefällt, werde ich es nochmal besprechen…und wenns ihm nicht gefällt, werde ich es eben nochmal besprechen…Du siehst…ich bin auf Deiner Seite! Thx. Geile Idee!!!
Aber mal jetzt unter uns Pfarrestöchtern…wir beide finden das gut…und der Rest? Heißt das dann wieder: "Für den Scheiß sollen wir bezahlen?"
Naja…Du weißt, was ich meine…

Also Emil Steinberger zbs. macht das als “zweite Karriere” schon seit Jahren und vor allem in Deutschland mit grossem Erfolg, scheint also durchaus ein Publikum zu bestehen…

Hm, ich lese ja lieber selber als mir vorlesen zu lassen - aber an sich ist die Idee durchaus interessant. Könnte mir vorstellen, zumindest hin und wieder mal rein zu schauen.

@Librarian

Siehst Du, was ich meine? Mache Dir ja keinen Vorwurf, aber genau das ist das Problem. Wir können doch nicht so ein Ding anschieben, und die Leute schauen dann vielleicht ab und zu mal rein…das kostet alles Zeit, Geld, Aufwand…da würde ich gern ein paar mehr Meinungen zu hören, bevor wir das in Angriff nehmen…

@Nils: Ich denke, es kommt immer ein wenig drauf an. Versuchen würde ich es. Poetry Slam ist ja auch wieder was anderes, das ist nicht jedermans Geschmack. Aber so ne Lesung könnte je nach Genre einige ansprechen. Beispielsweise gibt es ja Autoren die Fantasy und Science Fiction schreiben und da auch Kurzgeschichten professionell verfassen. Die das auch richtig lebendig vortragen können. Ich denke schon, dass sowas einige interessieren würde. Jetzt nicht 50.000 aber darum geht es ja nicht.

Wir haben in Chemnitz beispielsweise eine Autorin, Jana Heidler, die schreibt wunderbare Geschichten voller Fantasy und Mystik. Auch viel Prosa, Lyrik, Kurgeschichten. Häufig liest sie bei uns in der stätd. Bibliothek und da ist es immer voll, weil sich herumgesprochen hat wie emotional und mitreisend sie liest.

Aus Leipzig kenne ich einen Autoren, Patrik Thiele, der schreibt grandiose “Alltagsgeschichten”. Über Menschen mit Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen. Geradezu Lebensausschnitte und das in so einer lebendigen Sprache! Ich kann Dir da sein Buch “Schlechte Zeiten für Schneewittchen” nur wärmstens empfehlen! Solch gefühlvollen Kurzgeschichten habe ich selten gelesen. Und er trägt das auch richtig spannend in seinen Lesungen vor. Man wird da geraezu in Bann gerissen.

Solche Leute würden so ein Format meiner Ansicht nach sehr sehenswert machen!

Oder evtl. kann man auch Autoren von Sachbüchern einladen. Das ist dann was für die Wissensfraktion.

Wie gesagt: wenn man einen ausgewogenen Mix an Genres hinbekommt, dann kann das was werden. Also in der einen Sendung Fantasy und Komödie, in der nächsten Sendung Science Fiction und Sachbuch. In der übernächsten Lyrik und Gedichte, usw. Wenn man das schön durchmischt bleibt so ein Format auch sehr frisch und unberechenbar, weil man immer etwas anderes und neues bekommt.

Und wenns am Ende auch nur hundert Leute abonnieren, ist es schon ein Erfolg. Dafür sind die Produktionskosten von so einem einfach gehaltenen Format jetzt auch nicht so hoch, denke ich. Und was Publikum betrifft: gibt doch bei Euch in Hamburg garantiert solche Stadtmagazine wo Kulturveranstaltungen drin stehen. Da könnte man ja vielleicht Leute ins Studio locken, die vorher noch nix von Massengeschmack gehört haben.

Und wenn sich so ein Format dann auch erstmal rumgesprochen hat, denn es gibt nach wie vor verdammt viele Literatur-Fans, dann kann das durchaus laufen. Vorallem weil es eine Marktlücke ist und weder im TV noch im Internet als solch ein Format mit Lesungen gibt. Dabei sind Lesungen eigentlich die beste Mögichkeit Literatur für sich zu entdecken. Und nachdem in den letzten Jahren hörbücher so boomen, wäre so ein kleines Foma erst recht ein versuch wert.

@Anchantia

OK. Das ist doch mal was, Damit kann ich arbeiten. Ist mir ne Herzensangelegenheit, weil ich, wie schon erwähnt, selbst schreibe. Ich verspreche Dir, daß wir das wirklich ernsthaft durchdenken und wenn wir da ne Möglichkeit sehen, das potent und anspruchsvoll realisieren zu können, dann wird das auch passieren. Ist das ein Wort?

Natürlich. :mrgreen:
Und wenn ihr für den Anfang Hilfe braucht was interessante Autoren für so eine Sendung betrifft, stehe ich Euch mit Rat und Tat zur Seite. Knne mich da zwar nicht allzugut aus wie in der Musikszene, aber doch einige wo ich auch weiß, dass die gut sind. :slight_smile:

Also das Format würde ich (als jemand, der ebenfalls selbst schreibt, gerne liest, aber noch viel lieber vorgelesen bekommt) direkt abonnieren.
Super Idee!
Ich denke auch, dass so ein Format in der “Hobbyautorenszene” (manchmal wundert man sich, wie gut die vernetzt ist…) ganz gut ankommen dürfte.

Deine Idee hat was! Ein solches Format würde mich persönlich sehr ansprechen und das derzeitige Angebot von MGTV qualitativ erweitern. Mein Abo (Stimme) habt ihr. :slight_smile:

Also die Idee finde ich wirklich gut.

Ich finde aber, dass es bei einer Buchvorlesung - vielleicht noch mehr als bei der Sendung - wichtig ist, dass auch genug Studiopublikum da ist. Es ist ja schön, wenn 250 Leute das Format abonnieren. Aber wenn trotzdem nur drei Leute im Publikum sitzen, macht das auf mich einen armseligen Eindruck. Denn dann kann sich der Autor auch gleich daheim vor die Webcam setzen und seine Videos bei YouTube hochladen. Nicht ganz so professionell, aber mitunter erreicht er so ein größeres Publikum.
Ich verstehe das Format in erster Linie einfach als mitgefilmte Lesung und zur Lesung gehört nun mal auch eine direkte Zuhörerschaft. Schon allein, um gegebenenfalls hinterher Fragen zu stellen.
Wenn sich genug Interessenten finden, die auch live an der Lesung teilnehmen würden, wäre das eine super Sache. Nur bringt es eben niemandem was, wenn er in einem professionellen Studio vorliest, aber keine Sau da ist. Weil dann zum Beispiel auch der standardmäßige Direktverkauf des Buches hinterher wegfällt. 15 verkaufte Bücher mehr oder weniger sind für die kleinen Autoren schon ein Unterschied.

Ein anderes Thema ist überhaupt noch das Finanzielle. Es ist üblich, dass der Veranstalter dem Vortragenden eine Aufwandsentschädigung zahlt. Und da das Format ohnehin nicht so sehr die Massen begeistern würde, sondern eher ein Spartenprogramm ist (was auch völlig in Ordnung ist), wäre es als Anreiz fürs Live-Publikum durchaus eine Überlegung wert, den Eintritt für diese Veranstaltungen gratis zu machen. Ist bei Lesungen auch gar nicht anders üblich, wenn ich mich recht entsinne. Nur von irgendwas muss ja Holger auch seine Kosten decken und die Coach-Abos werden dafür wohl nicht ausreichen. Klar können sich die Formate auch quersubventionieren, aber so kommen die Studios eher auf keinen grünen Zweig. Zumal bei steigender Zahl der Formate auch immer weniger freiwillig gearbeitet werden kann und stattdessen immer mehr feste Mitarbeiter eingeteilt und bezahlt werden müssen.

Aber ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen. Natürlich kann auch ein Spartenprogramm das Portfolio der Alsterfilm Studios über seinen wirtschaftlichen Nutzen hinaus bereichern. Außerdem ist Holger sowieso ein risikofreudiger Mensch. Und ich weiß auch, dass viele Autoren gerade im Selbstverlag sehr dankbar über eine Einladung sind.
Ich würde jedenfalls gerne eine Testfolge erleben.

Natürlich würde so ein Format auch ein Stück weit vom Publikum leben. Deswegen die Idee aus so eine Aufzeichnung einen “Leseabend” zu machen und das dann so auch in Hamburg in Stadtmagazinen etc. zu bewerben. Die ersten Ausgaben müssten IMO dann schon kostenlos besuchbar sein, aber wenn sich das dann eingependelt hat, kann man auch ruhig 3-4€ dafür nehmen, soviel kosten Lesungen bei uns von 2 Stunden Länge auch. Wenn man noch ein schönes Angebot an der Bar hat, dann kann man auch dort nochmal ein wenig was als Studiobetreiber verdienen. Das meiste würde dann aber trotzdem natürlich über Abos reinkommen. Hier wäre der Preis entscheidend.

Das einzige was Kosten verursacht ist halt die Anfahrt + ggf. Übernachtung eines Autoren. Ansonsten ist die Technik ja bereits da.

Bei normalen Lesungen wird natürlich ein kleines Honorar bezahlt. Hier könnte man aber in der Tat damit argumentieren: Plattform vor potentiell tausenden Menschen + Buchverkauf ans Livepublikum + evtl. Übernahme der Reisekosten. Wenn man den Autoren fair und ehrlich dieKosten kommuniziert, dann werden zu 95% sicher dafür Verständnis haben.

Nichtsdestotrotz wäre es ein Format wo man natürlich am Anfang quersubventionieren muss und das eher eine Herzensangelegenheit statt ein Geschäft wäre. Es würde wohl einige Ausgaben dauern, bis sich die Abos so weit eingepändelt hätten, dass sich so ein Format selbst trägt.

Ich finde das als Idee schön, aber ich weiß nicht, ob das als eigenes Format tragfähig wäre. Warum nicht als (unregelmäßig stattfindende) Rubrik von PTV?

Wenn das ein eigenes Magazin wird, dann muss man auf Teufel komm raus alle X Wochen irgendwo einen Autoren aufgabeln, der an einem konkreten Tag Zeit hat und in Hamburg ist, um die Abonnenten zu bedienen. Und was, wenn man mal keinen kriegt oder derjenige einfach nicht erscheint? Muss dann jeweils Holger aus seinem Buch vorlesen? :wink:

Also, als Rubrik in P-TV (wo es ja auch thematisch reinpasst): Gerne!
Als eigenes Magazin: Auch gerne! Aber eben viel risikohafter.

Für PTV ist as aber ungeeignet, da die Sendung viel schneller ist und man eben nicht mal eben ne 15-20 Minütige Lesenung reinbauen kann. :wink:

Wieso sollte ein eigenes Format risikobehafteter sein? Wenn Du danach gehst nach dem Motto „vielleicht kommt der ja nicht“, dann darfst Du ja garnichts mehr veranstalten. Und: die Autorenszene ist groß, sehr groß. Also da sollten sich Autoren mehr als genug finden lassen. :wink:

Das ist doch auf jeden Fall einen Versuch wert! Erst mal wie üblich einen Versuchsballon starten, Resonanz abwarten.
Ich könnte mir auch vorstellen, so was regelmässig zu schauen, und auch zu abonnieren, weil ja @Beyermacher danach fragte.
Die Kosten lassen sich bestimmt gering halten, man sollte das den Autoren in der Tat als Plattform zur Eigenwerbung anbieten, wenn man auch hier gekürzte Versionen kostenlos online stellt wie bei den anderen Formaten, hat jeder was davon meine ich.

Ich würde mich freuen wenn so was klappt wenn schon keine Bands kommen grummel :cool:

Ich fände das auch ein schönes Format.

Interessant wäre es auch, wenn man eventuell ab und an mal ein paar Blogger dazuholt. Einige schreiben da ja auch herrliche Geschichten, die sich gut vorlesen lassen. Stellenweise haben diese Blogger ja schon selbst Bücher herausgebracht (Peter Wilhelm vom bestatterweblog oder auch Peter Tilly vom flugschreiber). Für andere Könnte der Auftritt dann auch ein willkommener Zwischenschritt dorthin sein.

Wovon ich nichts halte ist, das Format ohne Entlohnung der Künstler zu Konzipieren. “Ist doch auch Werbung für dich” halte ich für unverschämt <Ruthe Clip hier einfügen>

Von mir aus können auch Klassiker vorgelesen werden, wenn das die Rechtslage hergibt. Abwechslung bekommt man in einem so großen Sachgebiet ja locker hin.

Naja, Mindflare. Es muss isch finanziell ja trotzdem irgendwie tragen. Und als Autor ist es da heutzutage noch viel schwerer als Musiker. Allein dass man evtl. Fahrtkosten erstattet bekommt, ist vielen schon fremd. Und man hat dann wirklich was davon wenn mehrere hundert oder gar tausend so ne Sendung sehen. Wenn da nur 10 davon ein Buch bei dem Autoren bestellen, hat sich das finanziell schon mehr als gelohnt!

Des wegen passt der Ruthe-Clip in diesem Fall auch nicht, gerade wenn man offen komuniziert dass Alsterfilm keine großen Gagen finanziell tragen kann. Und glaub mir, heutzutage ist es wirklich nicht mehr sestverständlich allein die Reisekosten übernommen zu bekommen.

Gerade weil es Künstlern so schwer fällt, vernünftige Konditionen zu bekommen, sollte man das nicht ausnutzen. Es muss ja keine Topgage sein, abe rzumindest ein vernünftiger “Stundenlohn” + Fahrkosten sollte drin sein, damit die nich noch ein Minusgeschäft machen.

Bein 'ner Kirchengemeinde o.ä. verstehe ich es ja noch, wenn das Argument kommt “wir haben ja nicht so viel”. Alsterfilm ist (gerade mit Massengeschmack) aus meiner Sicht jedoch ein kommerziell ausgerichtetes Unternehmen. Wenn die Firma ein projekt in Anspruch nimmt um damit Einkünfte zu generieren, sollte es auch finanziert werden können. Sonst muss man es lassen, auch wenn es viele toll fänden.

Aber das sind ja schon Überlegungen zur “Expansion”. Kleinere, lokale Künstler sollte ja locker zu stemmen sein.

Man muss aber auch sehen, dass viele potentielle Käufer so ne Sendung sehen und der ene oder andere daraufhin ein Buch bestellt. Gegen ne kleine Gage hätte sicher niemand was, aber es muss ja trotzdem irgenwie finanziell tragbar sein. Als jemand der ab und an selbst kleine Veranstaltungen organisiert, spreche ich da aus eigener Erfahrung wie knapp man da kalkulieren muss, GERADE wenn da jemand von außerhalb kommt. Das ist da echt schwer nen guten Mittelweg zu finden. 100% ehrliche Kommunikation ist da das A und O und wir hatten auch schon Autoren und Musiker, die da auch schon von sich aus auf Gage verzichtet hatten. Wahrscheinlich würde das in der Anfangszeit davon abhängen wie der einzelne Autor dann so drauf ist.