Heute sparen wir mal beim... Ehrenamt!

Tja, im Rahmen der “Hartz IV Reform” hat sich die Politik mal wieder selbst übetroffen - natürlich wird darüber bei den Systemmedien ARD, RTL, BILD & Co. natürlich nicht berichtet! Worum geht es genau?

Hartz IV Empfänger, die ein Erwerbseinkommen haben (also zum Beispiele alle Aufstocker) und nebenbei noch ehrenamtlich tätig sind, denen wird die Aufwandsentschädigung drastisch gekürzt! Zu den Aufwandsentschädigungen gehören zum Beispiel die Übernahme der Fahrtkosten oder auch (je nach Bereich wo man sich engagiert) ein kleiner Opulus am Monatsende.

Was heißt das nun im Klartext und welche Folgen hat diese Änderung? Nehmen wir mal eine Hartz IV Empfängerin, die neben dem Teilzeitjob noch ehrenamtlich in der Kinder- oder vielleicht auch Altenbetreuung arbeitet. Auf sämtliche damit verbundene Kürzungen wird sie in zukunft sitzen gelassen. Das heißt: es werden sich viele stark überlegen den Ehrenamt noch auszuführen wenn man dafür sogar noch einiges (z.B. Sprit oder teure Fahrscheine) draufzahlen muss! Dies wird mit Sicherheit viele kleine Vereine, Diakonien und Wohlfahrtsverbände treffen. Diese betreiben ja wichtige Einrichtungen wie die Telefonseelsorge, Frauenhäuser, usw. Einrichtungen zum Großteil von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen werden!

Diese Kürzungen kam aus einer Befragungen an die Bundesregierungen der LINKEN-Abgeordneten Katja Kipping, Michael Leutert und Matthias W. Birkenwald zu Tage. Die Kopien der Dokumente im Anhang:

http://www.katja-kipping.de/serveDocume … d/6990.pdf

<ironie>
Naja, immerhin gibts einen erhöhten Freibetrag.
</ironie>

Und wieder ein Grund mal eben kotzen zu gehen…
macht mich noch ganz krank…die ewige Kotzerei… :?

Wie sagt Schwiegermutter immer so schoen wenn sie sich ueber sowas wie das hier aufregt und meckert und wir ihr eine Loesung vorschlagen:
“Ich mit 'nem Schild allein vorm ??? Jeder der mich sieht denkt, ich bin bescheuert…”

Nun dann, - bleib zu hause aber hoer auf zu schimpfen!

Ich glaube, auch diese Sparmassnahme werden die, die es betrifft lediglich frustriert hinnehmen, und die Arbeit beenden. Dann gibt es wieder mehr Leute denen es schlecht geht, die resignieren, die aufgeben, die einfach alles scheisse finden und sich zu Hause eingraben. Ein trauriger langer Rattenschwanz.

Das einzige was in Deutschland noch menschlich handelt und denkt, sind genau die Leute, denen jetzt ans Bein gepisst wird. :smt011

Auch wenn ich jetzt vielleicht härtere Worte wählen muss, aber was sich diese Idioten da zusammenreimen geht schon lange Zeit an der Realität vorbei. Ich war auch mal zwei Monate arbeitslos (wurde behandelt wie der letzte Dreck aufm Amt, aber das ist eine andere Geschichte) und mir wurde bei JEDER, wirklich JEDER Bemühung eine neue Perspekte zu finden (war ja zeitlich begrenzt auf max. ein Jahr, da dann das Studium anfangen würde), ein Stein in den Weg gelegt. Mir wurde sogar das Geld gestrichen, weil ich es gewagt habe ein Praktikum (unentgeltlich !!!) anzufangen, das eine Arbeitszeit von 15 Stunden pro Woche überschritten hat. Für mich war da ganz klar, dass man den Menschen doch im Grunde genommen nur eines symbolisiert; bleib mit deinem Arsch zuhause auf dem Sofa, dann kriegste auch immer brav dein Geld.

Zu dem Thema jetzt fällt mir eigentlich nichts mehr ein, zuerst werden die Zivistellen gestrichen (jaja, Ersatzdienst, es gibt Einrichtungen, da kommen auf 60 ehemalige Zivis gerade einmal 2 (!) dieser neuen Stellen), und jetzt auch noch die Ehrenamtlichen. Manchmal wünsche ich, und das als angehender Sozialarbeiter, dass diese Leute auch irgendwann einmal Hilfe benötigen und dann ist einfach niemand mehr da, der helfen kann, weil alles wegrationalisiert wurde.

Eine echte Schweinerei, dass Träger und Einrichtungen, die sich mit dem höchsten Gut, was wir in unserem Land haben, den Menschen, beschäftigen, so oft benachteiligt werden und dann spricht tatsächlich noch jemand von Sozialstaat, es wäre ja lustig, wenn es nicht so traurig wäre.