Grundsätzliche Fernsehkritik

Fernsehen verringert die persönliche Zufriedenheit um etwa 5 % pro Stunde. Glückliche Menschen verbringen weniger als ein Fünftel so viel Zeit vor dem Fernseher als andere Menschen. (David Niven: Die 100 Geheimnisse glücklicher Menschen. München 2000, Seite 32 f.) Die Glücksforschung hat erkannt, dass das westliche Fernsehen die Menschen innerlich unglücklich machen und einen Zerfall der positiven Werte bewirken kann. Untersucht wurde ein Indianerstamm im Alaska. Vor der Einführung des Fernsehens lebten die Menschen friedlich und positiv zusammen. Danach griffen Egoismus, Unzufriedenheit, Gewalt und Suchtverhalten stark um sich. Dieser Prozess des Zerfalls der traditionellen Kulturen durch den Einfluss des westlichen Konsumfernsehens geschieht derzeit weltweit. (David Niven, a.a.0., Seite 160 f)

In Bhutan wurde 1998 das Glück zum obersten Staatsziel erklärt. Jedoch machte die Regierung schon im Jahr darauf nach Ansicht des Fernsehkritikers und englischen Wirtschaftsprofessors Lord Richard Layard einen folgenschweren Fehler. Sie ließ das westliche Konsumfernsehen zu. Wo vorher eine gewaltfreie buddhistische Erziehung vorhanden war, dominierten jetzt Fernsehfilme aus Sex, Gewalt, Angst und Konsumwerbung den Geist der Menschen. Schon bald darauf war ein starker Anstieg von Scheidungen, Kriminalität und Drogenkonsum zu verzeichnen. In den Schulen nahm die Gewalt zu. (Richard Layard: Die glückliche Gesellschaft. 2005, Seite 91.) Nach Richard Layard bestätigen die vorliegenden Untersuchungen eindeutig, dass die Menschen aggressiver werden, je mehr sie fernsehen. (Richard Layard, a.a.O., Seite 102.)

Viel Fernsehen fördert Hang zur Gewalt (Zitate aus Science ORF.at): Mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag fördert bei jungen Erwachsenen auf Dauer einen Hang zu gewalttätigem Verhalten. Das gilt vor allem für junge Männer, aber auch für erwachsene Frauen, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin “Science”. Wenn die tägliche Fernsehzeit drei Stunden überschreitet, nimmt die Rate von gewaltsamen Übergriffen wie Körperverletzung und Raubüberfällen dramatisch zu. “Ich war überrascht, einen fünffachen Anstieg aggressiven Verhaltens bei drei oder mehr Stunden Fernsehkonsum zu beobachten”, sagte Johnson. Jeffrey Johnson und Kollegen von der Columbia Universität in New York beobachteten Jugendliche aus 707 Familien über einen Zeitraum von 17 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass verantwortungsbewusste Eltern ihre Kinder - zumindest in früher Jugend - nicht mehr als eine Stunde lang fernsehen lassen sollten, erklärte Johnson, der an der Columbia-Universität sowie dem Psychiatrischen Institut des Staats New York tätig ist. Inzwischen sehen auch viele US-Organe wie die Amerikanische Akademie der Kinderärzte, die Ärztegesellschaft (AMA) sowie die Psychologen- und Psychiaterverbände klare Hinweise auf eine Erziehung zur Gewalt durch gewalttätige Fernsehprogramme.

Bekannt geworden ist in den USA der Fall eines allein erziehenden Vaters, der mit seinem Sohn zusammenlebte. Sie machten sich gegenseitig das Leben schwer. Der Vater beschloss daraufhin den Fernseher abzuschaffen. Nach einiger Zeit lösten sich Unzufriedenheit, Aggressivität und Negativität im Sohn auf. Vater und Sohn harmonierten wieder miteinander.

Das Fernsehen sollte dem Weg des inneren Glücks einen ausreichenden Platz in seinen Programmen einräumen. Die Fernsehinhalte sollten sich an den Werten Liebe, Frieden und Weisheit orientieren. In den Schulen sollte den Kindern der positive Umgang mit dem Fernseher beigebracht werden. Wir sollten eine Kultur des inneren Glücks auf der Basis der Glücksforschung entwickeln. Meine beiden konkreten Hauptforderungen sind die allgemeine Einführung des Schulfaches Glück und eine neue Fernsehkultur. Das Glück aller Menschen sollte im Mittelpunkt des Schulunterrichtes stehen. Alle Schüler sollten die aktuelle Glücksforschung, die Grundsätze der Gesundheit, die Regeln des inneren Glücks und den Weg einer glücklichen Beziehung kennen. Sie sollten lernen, positiv mit dem Fernsehen und dem Internet umzugehen (richtige Auswahl, keine Gewaltfilme oder Gewaltspiele, wenig fernsehen, positive Besinnung nach dem Fernsehen).

In der Psychologie ist bekannt, dass man sein Unterbewusstsein programmieren und trainieren kann. Wer durch Vorstellungsübungen positive Verhaltensweisen einübt, der kann sie in der Realität leichter umsetzen. Gleiches gilt für negative Verhaltensweisen. Deswegen sind Gewaltfilme so schädlich. Unsere Kinder üben in der Vorstellung Gewalt ein und können sie später dann perfekt umsetzen. Die Gewaltorgien an den Schulen sind kein Zufall. Die dramatische Zunahme der Ängste, Depressionen und psychosomatischen Krankheiten ist kein Zufall.

Die staatlichen Aufsichtsorgane sollten dafür sorgen, dass das westliche Konsumfernsehen nicht die Gewalt unter den Menschen verstärkt. Es sollten verbindliche Wirkungsstudien erstellt werden, an denen sich alle Fernsehsender orientieren müssen. Übermäßige Gewalt im Fernsehen muss verboten werden. Das Programm insgesamt jedes Senders sollte die Liebe, die Weisheit, den Frieden und das innere Glück bei den Zuschauern messbar vergrößern. Von 5 % Unzufriedenheit nach einer Stunde fernsehen sollten wir mindestens auf 1% Zufriedenheit kommen. Das Fernsehen ist der entscheidende Kulturformer im Westen. Es muss deshalb seinen grundgesetzlichen Bildungsauftrag stärker wahrnehmen.

Das Fernsehen orientiert die Menschen auf den Weg des äußeren Glücks. Es erweckt Wünsche. Es verstärkt Aggressionen. Es erzeugt Ängste. Wer in seinem inneren Glück wachsen will, muss den Fernseher abschaffen oder einen positiven Umgang damit erlernen. Der Weg des positiven Fernsehens besteht aus drei Schritten: a) Wähle deine Fernsehsendungen bewusst aus. Vermeide negative Filme und bevorzuge positive Filme. b) Finde das richtige Maß beim Fernsehen. Kinder dürfen höchstens eine Stunde am Tag fernsehen. c) Nach jedem Fernsehkonsum muss man sich durch spirituelle Übungen reinigen. Mach mindestens einmal in der Woche die Fernsehmeditation.

Fernsehmeditation :smt008

Wir setzen uns entspannt hin. Der Rücken ist gerade. Die Hände liegen im Schoß oder auf den Beinen.

  1. Glückliche Welt = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel und reiben kreisend mit den Füßen (erst der rechte und dann der linke Fuß) die Erde. Wir denken das Mantra: „Möge es eine glückliche Welt geben. Mögen alle Wesen auf der Welt glücklich sein." Wir denken dabei bewusst an das viele Leid auf der Erde. Wir verbinden uns geistig mit dem Leid unserer Mitmenschen.

  2. Meister = Wir visualisieren unsere erleuchteten Meister im Himmel (Om Buddha, Jesus, Shiva, Lakshmi …). Wir reiben die Handflächen aneinander über dem Kopf und denken: „Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg." Wir fühlen uns dabei real mit den Meistern verbunden. Wir spüren, wie ihre Energie mit dem Mantra in uns hineinfließt. Statt eines Meisters können wir auch uns selbst über unserem Kopf im Himmel visualisieren. Das dient der Aktivierung des Scheitelchakra (Stärkung der inneren Energie). Als Mantra können wir dann denken: “Om höheres Selbst (erleuchtetes Ich). Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg.”

  3. Buddha/Göttin/Engel = Wir visualisieren uns als Buddha, Göttin/Engel. Wir denken: „Ich bin ein Buddha (Göttin/Engel) der Liebe. Ich gehe den Weg der Liebe." Dabei reiben wir unsere Hände vor dem Herzchakra.

4.Buddha/Göttin/Engel im Fernsehen = Wir bewegen eine Hand segnend hin und her. Wir senden einem Menschen im Fernsehen Licht und denken: „Ich sende Licht zu … Möge er/sie ein Engel (Buddha, Göttin) werden. Mögen alle Menschen im Fernsehen Engel (Buddhas, Göttinnen) werden." Welcher Mensch hat dich heute im Fernsehen besonders positiv oder negativ berührt? Reinige die energetische Verbindung, indem du ihm Licht sendest.

  1. Om im Bauch = Lege die Hände in den Schoß, bewege die Zehen und denke das Mantra “Om“ im Bauch. Stoppe danach eine Minute alle Gedanken. Entspanne dich.
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Copy und Paste von Wikipedia (http://de.wikibooks.org/wiki/Die_Kunst_glücklich_zu_leben:_Die_Glücksgesellschaft#Das_westliche_Konsumfernsehen).

Wer sich weiter darüber informieren will: siehe Link. Wer eine ernsthafte Diskussion erwägt: PN an mich (das gilt auch für den TE).

Ansonsten: Kein Eigenanteil, keine Diskussionsgrundlage, kein Thread.

Gut, scheinbar wurde der Text auf Wiki auch von Mystiker verfasst - insofern ist der Eigenanteil nun schon vorhanden.
Trotzdem sieht das immer noch so hingeschmissen aus… naja…

Dann sagt mal, was ihr davon haltet; der Ring ist freigegeben.

Das Fernsehen generell die oben aufgeführten Probleme hervorrufen halte ich für falsch. Es kommt wohl eher auf die Inhalte an die man sich in der Glotze so reinzieht und auf die eigene Lebens- und Bildungssituation.
Jemand der sich nur mit Nachrichten ,Pornos und Gewalt berieseln lässt wird wohl negativer beeinflusst als ein gläubiger Christ welcher sich Formate wie Hour of Power uä. antut.
Bei dem Beispiel mit Buthan werden die Probleme wohl auch damit zusammengehangen haben das über das Medium Fernsehen auch ein komplett anderer Lebensstil als der bisher vorherrschende propagiert und Begehrlichkeiten in der Bevölkerung geweckt wurden.
Wenn du wie deine Vorfahren dein ganzes Leben auf einem Bauernhof gelebt hast und plötzlich im Fernsehen Menschen siehst die sich ( auf positive oder negative Weise ) selbst verwirklichen bringt dich uU. zum Nachdenken ob dein Leben wirklich so toll ist.

Das Fernsehen ist sicher für eine Menge Mist verantwortlich aber generell schlecht ist es sicher nicht.

Das Fernsehen generell die oben aufgeführten Probleme hervorrufen halte ich für falsch. Es kommt wohl eher auf die Inhalte an die man sich in der Glotze so reinzieht und auf die eigene Lebens- und Bildungssituation.
Das Fernsehen ist sicher für eine Menge Mist verantwortlich aber generell schlecht ist es sicher nicht.

Ich glaube schon, dass das Fernsehen die oben aufgeführten Probleme hervorruft. Für mich sind die wissenschaftlichen Fakten eindeutig. Ich bin aber ein Realist. Wir werden das Fernsehen nicht mehr abschaffen können. Die Frage ist deshalb wie wir positiv damit umgehen können. Meine Hauptforderung ist, dass die Kinder in der Schule den positiven Umgang mit dem Fernseher lernen. Sie sollten a) bewusst ihre Fernsehsendungen auswählen b) möglichst nicht länger als eine Stunde am Tag fernsehen und c) die Fernsehsendungen geistig verarbeiten. Die Fernsehmeditation ist ein Weg dazu, aber auch Gespräche mit Freunden, Lehrern oder Eltern. Insofern finde ich auch dieses Forum gut.

Ein zweiter Aspekt ist, wie man die derzeitigen Inhalte des Fernsehens positiv verändern kann. Das halte ich für sehr schwierig, weil die Fernsehsender in gegenseitiger Konkurrenz stehen. Es wären Regeln für alle erforderlich, die es aber bereits gibt und die schwer konkret zu fassen sind. Eine einfache Forderung wäre, dass das Fernsehen auch sich selbst reflektieren sollte, auf einen positiven Umgang mit dem Fernsehen hinweisen und verstärkt die Erkenntnisse der Glücksforschung vermitteln sollte. Jeder Fernsehsender hat trotz aller Marktgesetze einen Gestaltungsspielraum, den er zugunsten der Werte Weisheit, Liebe, Frieden und für eine bessere Welt nutzen kann. Ich vertrete die Gemeinwohlorientierung der Fernsehsender im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

@Mystiker: so toll ich Deine Texte finde, denke ich das diese sich nicht so einfach umsetzen lassen. Es gibt ja einen Sender (“Die Neue Zeit TV”) der das, was Du da beschreibst durchaus bietet. Wenn mich da auch ein wenig der neuchristliche Unterton stört (einfach weil ich ein anderes Bild von Esoterik für mich im Leben gefunden habe).

Denn das Fernsehen kanalisiert zum großen Teil nur die gesellschaftlichen Strömungen. Ist das Fernsehen tatsächlich daran Schuld, dass Kinder jeden Tag davor geparkt werden - damit Mami & Papi sich von den harten arbeitstag erholen können? Und so doof das klingt: aber das Nachmittagsprogramm richtet sich tatsächlich an die Menschen, die es exzessiv nutzen. Dazu kommt, dass es nicht im Interesse der Sender liegt irgendwas zu ändern. Nenne mir eine Zeitschrift die mit positiven Schlagzeilen Auflage macht. Nenne mir eine meditative Sendung oder Informationssendung mit positiven Inhalten, die richtig fett Quote macht! Die Menschen wollen mit inszenierten Skandalen, Mord und Klatsch abgelenkt werden. Das war schon immer so.

Das einzige was man machen kann, für sich und seine Kinder, ist es privat zu regeln was geschaut werden darf und was nicht. Das man privat wieder mehr in die Natur geht und das Leben auf vielfältige Weise genießt. Kurz: das man sich sein Glück selbst schmiedet. So traurig es ist: aber ich habe schon vor Jahren aufgegeben die Welt zu retten. Ist eh ne undankbare Aufgabe…

Daß Fernsehkonsum, wenn er überhandnimmt und die Inhalte wualitativ schlecht sind, keine positiven Folgen hat, glaube ich durchaus. Die hier vorgelegten Argumente (so wie sie hier stehen) halte ich hingegen für schwach und unzulänglich.
Der entscheidende Fehler ist dabei, daß aus einer Korrelation ein Ursache-Wirkungsverhältnis abgeleitet wird, was keineswegs geht.
Wenn beispielsweise Menschen, die viel fernsehen, gewalttätiger sind, dann ist damit natürlich in KEINSTER WEISE erwiesen, daß Fernsehen gewalttätig macht. Vielmehr sind auch zahlreiche alternativer Erklärungen möglich: Beispielsweise, daß Menschen, die wenig soziale Fähigkeiten, Interessen, Förderung usw. haben, die wenig Zufriedenheit beitzen, viel Zeit und wenig sinnvolle Beschäftigungen haben, eben aufgrund dieser Umstände sowohl erhöht gewaltbereit sind und aus denselben Gründen überdurchschnittlich viel fernsehen. Es kann also auch eine gemeinsame Ursachen für korrelierte Ereignisse bestehen, oder ein ganzes Bündel davon.
Daß das nicht in jeder Schule gelehrt wird und allein aus Korelationen von A und B noch immer oft geschlossen wird, daß A dann B verursacht, ist unverständlich und mehr als nervig.

Fernsehen verringert die persönliche Zufriedenheit um etwa 5 % pro Stunde. Glückliche Menschen verbringen weniger als ein Fünftel so viel Zeit vor dem Fernseher als andere Menschen.

Was ist die Ursache, was die Wirkung? Verbringen glückliche Menschen weniger Zeit vor dem Fernsehen, weil sie glücklich sind? Oder macht das Fernsehen unglücklich? Oder beides? Oder liegen weitere Faktoren sowohl dem Fernsehverhalten wie dem Glück zugrunde?
Allein aus der genannten Korrelation läßt sich diese Fragenicht beantworten.

Die Glücksforschung hat erkannt, dass das westliche Fernsehen die Menschen innerlich unglücklich machen und einen Zerfall der positiven Werte bewirken kann. Untersucht wurde ein Indianerstamm im Alaska. Vor der Einführung des Fernsehens lebten die Menschen friedlich und positiv zusammen. Danach griffen Egoismus, Unzufriedenheit, Gewalt und Suchtverhalten stark um sich. Dieser Prozess des Zerfalls der traditionellen Kulturen durch den Einfluss des westlichen Konsumfernsehens geschieht derzeit weltweit. (David Niven, a.a.0., Seite 160 f)

Es ist nicht erkennbar, ob das Fernsehen hier Ursache oder einfach nur Medium veränderter Wertvorstellungen ist. Es könnte auch sein, daß das Fernsehen nicht an sich das Problem ist, sondern die Inhalte, die durch es vermittelt wurden, und daß dieser Prozeß auch ohne TV (wenn auch langsamer) stattgefunden hätte.

Dasselbe gilt für das Beispiel Bhutan. Monokausale Erklärungen sind schön eingängig, greifen aber oft zu kurz. Am Rande: Da Sex und Gewalt oft in einem Atemzug genannt wurden (auch von Dir), soll dazu noch gesagt sein: Dass Pornographie psychoygienisch gesehen negative Auswirkungen hat, konnte bisher nicht gezeigt werden, soweit ich im Bilde bin. Mir geht es dabei nicht um eine moralische Wertung des Phänomens, sondern um den gesundheitlichen Aspekt und die Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden.

Viel Fernsehen fördert Hang zur Gewalt (Zitate aus Science ORF.at): Mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag fördert bei jungen Erwachsenen auf Dauer einen Hang zu gewalttätigem Verhalten. Das gilt vor allem für junge Männer, aber auch für erwachsene Frauen, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin „Science“. Wenn die tägliche Fernsehzeit drei Stunden überschreitet, nimmt die Rate von gewaltsamen Übergriffen wie Körperverletzung und Raubüberfällen dramatisch zu.

Wie bereits dargelegt ist es absolut unmöglich und vollkommen unseriös, allein aus einer Korrelation eine Ursächlichkeit zu folgern. Vielleicht liegen dem ORF Daten vor, die die gezogenen Schlüsse rechtfertigen, aber die stehen hier nirgends. Wir sollten nicht vergessen, dass viele Journalisten leider wenig von wissenschaftlichem Denken verstehen.

Bekannt geworden ist in den USA der Fall eines allein erziehenden Vaters, der mit seinem Sohn zusammenlebte. Sie machten sich gegenseitig das Leben schwer. [b]Der Vater beschloss daraufhin den Fernseher abzuschaffen. Nach einiger Zeit lösten sich Unzufriedenheit, Aggressivität und Negativität im Sohn auf. Vater und Sohn harmonierten wieder miteinander.

Und bewiesen ist damit überhaupt nichts. Warum verstehen die beiden sich jetzt besser? Weil sie mehr Zeit für einander haben? Oder weil die angeblich vergiftende Wirkung des Fernsehen wegfällt? Oder liegt eine Kombination vor?

Vielleicht sind die Thesen über die Destruktivität des Fernsehens richtig (ich halte sie allerdings für übertrieben). Nur das, was hier an Argumenten geboten wird, ist ausgesprochen schwach und kann nicht überzeugen.

Wie bereits dargelegt ist es absolut unmöglich und vollkommen unseriös, allein aus einer Korrelation eine Ursächlichkeit zu folgern.

Kann ich nur zustimmen. Bestes Beispiel: Man hat eine Studie, die besagt, dass die Populationen von Weißkopf-Storchen in den letzten Jahren in Europa abgenommen hat. Eine andere Studie, die den selben Zeitraum beobachtet, besagt, dass das Bevölkerungswachstum zu der Zeit stark abgenommen hat. Ergo: Keine Störche keine Babys, weil Störche Babys bringen.
Traue niemals Studien die man nicht selbst gefälscht hat, ist auch eine Weisheit, die ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden sollte, aber das nur nebenbei.
Das mit dem Vater und seinem Sohn is genau dasselbe: Vater und Sohn streiten sich und schauen fern -> kein Fernseher kein Streit ->Ergo: Fernseher verursacht Streit. Beispiel warum das nicht richtig sein muss: Atome sind unsichtbar -> Alles besteht aus Atomen -> Ergo: Alles ist unsichtbar
Sowas nennt sich glaub ich Induktionsschluss, aber da lass ich mich gerne eines besseren belehren^^

Mal abgesehen davon: Das menschliche Denken ist keine Blackbox. Jeder nimmt Reize anders wahr durch den Wahrnehmungsprozess, da kommt es auf das Erlebte und Gedachte an, also auf alles was man gelernt hat. Und glaube nicht, dass man lernen einfach abstellen kann. Jeder lernt, ständig, pausenlos. Die Frage ist halt nur was und wie wird es verarbeitet. Einfach zu sagen „dieser Reiz führt zu der Reaktion“ geht also nicht.
Hinzu kommt: Der Mensch kann denken. Er muss nicht wehrlos alle Reize in sich hineinfuttern. Er kann warum fragen. Das ist vielleicht eines der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen
Und deshalb frag ich: Warum Fernsehen? warum versteifst du dich nicht auf Bücher? Sieh mal wohin die Bücher uns gebracht haben. Die Bibel führte zu Kreuzzügen, der Koran zu Terrorismus…und sie brennen auch viel besser als Fernseher. In dem Indianerstamm wurden sicher zuerst Bücher gebracht, weil die sind ja auch viel handlicher als Fernseher und funktionieren ohne Strom. Ich bin mir da sicher, dass die eher Schuld sind.
Oder Videospiele: Dieser verrückte Blick den CS-Spieler immer haben wenn sie spielen. Richtig beängstigend, als würden sie gleich loslaufen jemanden abstechen. Nicht umsonst haben alle Amokläufer Videospiele gespielt.

Zu deinen Konkreten Hauptforderungen: Hmm gar keine Freiheit dabei? Passt aber, denn wenn eines diese Indoktrination nicht fördert, dann Freiheit. Die Menschen müssen nicht glücklich werden, sondern selbständig Denken lernen. Dann wissen sie auch irgendwann, dass sie abschalten sollen wenns ihnen nicht passt
Und wie will man Zufriedenheit messen? Gibts dafür irgendeine gute Messmethode?
Und zu deinen Meditationen: Buddhisten meditieren nicht um glücklich zu werden. Glück lassen sie auf ihrem Weg zur Erleuchtung schon ziemlich früh hinter sich. Im Hinduismus will man eigentlich auch kein Glück.

Noch was zum Gesammtkonzept: Wer will denn überhaupt im Zustand vollkommenen Glücks ein? Also in so einem Zustand, wo man so zufrieden ist, dass man nichts mehr will? Da ist mir mein Wollen ehrlich gesagt viel zu wichtig. Da wäre ich lieber ein Mensch mit Hang zur Melancholie, als jemand der auf seinem Glück stehenbleibt, während da Leben an ihm vorbeizieht. Jeder Schmerz, jedes Leiden ist doch ein zweischneidiges Schwert: Am Leiden wächst man, wachsen Fähigkeiten, wächst die Weisheit und wächst der Charakter. Ich will damit nicht sagen, dass niemand mehr glücklich werden wollen darf, nur man sollte sich nie einbilden an einem Punkt höchsten Glückes zu sein. Erst das Tief macht das Hoch zu einem Hoch. Deshalb will ich glücklich werden, aber nie sein, und wenn ich dafür unglücklich gegen irgendwelchen Ferseh-Glücks-Terrorismus rebellieren muss dann würde ich lieber diesen, meinen Weg wählen, als den Weg des ewigen Glücks, der mich zu einem Esoterik-Smiley macht. Lieber zerstöre ich mich durch meinen Weg selbst, als mich selbst für soetwas unwichtiges wie Glück aufzugeben. Glück ist ein Hindernis im Prozess des Werdens.

Kleiner Tipp: Insta-Glück gibts schon. Habe gehört Heroinabhängige sollen kurz nach dem Schuss super glücklich sein. Diese Doktrin zum inneren Glück ist wahrscheinlich nur der Umweg

Edit: An die Realisten: Ist Glück, Zufriedenheit/Unzufriedenheit überhaupt real? Und wie real sind die hier genannten Beispiele?Ist deren Kausalität nur in unserer Logik, also in uns(wie Farben) oder in der Welt?

bulletinmyback: Lieber zerstöre ich mich durch meinen Weg selbst, als mich selbst für soetwas Unwichtiges wie Glück aufzugeben. Glück ist ein Hindernis im Prozess des Werdens.

Mystiker: Ist Glück unwichtig? Letztlich geht es um die philosophische Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich strebe nach einer Welt des Friedens, der Liebe und des allgemeinen Glücks. Ich glaube, dass die Mehrzahl der Menschen auf der Erde in einer solchen Welt leben möchte. Nur wenige dürften eine Welt des Leidens, der Unterdrückung, der Ausbeutung und es dauerhaften Krieges bevorzugen. Wenn du Glück für unwichtig hälst und dich lieber selbst zerstörst, hört sich das für mich nicht gesund an. Viele Menschen in der heutigen Zeit sind innerlich so kaputt, dass sie Glück für unwichtig halten und finden, dass Zerstörung mehr Spaß bringt. Ich bin nicht gegen den Prozess des Werdens, aber er muss ein vernünftiges Ziel haben. Glück kann auch träge machen. Deshalb wird im Buddhismus und im Neohinduismus gelehrt, dass Glück der Gesamtheit im Auge zu haben. Auf der Welt gibt es so viel Leid, dass es hier noch viel zu “werden” gibt.

Anchantia: Das einzige was man machen kann, für sich und seine Kinder, ist es privat zu regeln was geschaut werden darf und was nicht. Das man privat wieder mehr in die Natur geht und das Leben auf vielfältige Weise genießt. Kurz: das man sich sein Glück selbst schmiedet. So traurig es ist: aber ich habe schon vor Jahren aufgegeben die Welt zu retten. Ist eh ne undankbare Aufgabe.

Mystiker: Die meisten Menschen scheitern dabei den Fernsehkonsum für ihre Kinder ausreichend zu regeln und stattdessen privat mehr in die Natur zu gehen. Wer es schafft, schön. Aber wir sind als Menschen Teil eines gesellschaftlichen Systems. Wenn es dem System schlecht geht, wirkt sich das in irgendeiner Form auch auf uns aus. Die Welt zu retten ist eine schwierige Aufgabe. Wer sich zu viel vornimmt, scheitert frustriert. Ich habe für mich den Weg gefunden, so viel zu tun, wie ich tun kann. Ich nutze die Möglichkeiten, die ich in meinem Leben habe. Ich überfordere mich dabei nicht, sondern pflege gleichzeitig ausreichend mein inneres Glück. Und dann wird das Weltretten zu einer erfüllenden Aufgabe. Das ist für mich ein glückliches und erfüllendes Leben. Das eigene innere Glück zu entwickeln und gleichzeitig im Rahmen meiner Möglichkeiten für das Gesamtwohl zu wirken.

bulletinmyback: Und wie will man Zufriedenheit messen? Gibts dafür irgendeine gute Messmethode? Und zu deinen Meditationen: Buddhisten meditieren nicht um glücklich zu werden. Glück lassen sie auf ihrem Weg zur Erleuchtung schon ziemlich früh hinter sich. Im Hinduismus will man eigentlich auch kein Glück.

Mystiker: Eine gute Methode ist es die Menschen einfach zu fragen, ob sie zufrieden sind. Den Buddhismus und den Hinduismus hast du noch nicht wirklich verstanden. Das Hauptziel in beiden Religionen ist die Erleuchtung (Moksha, Bodhi). Erleuchtung ist ein Zustand des inneren Friedens und Glücks. Es geht letztlich um das Glück, aber um das höchste Glück zu erreichen, muss man auch das Streben nach Glück loslassen. Dann entspannt man sich in seiner Psyche so weit, dass die Erleuchtungsenergie zu fließen beginnt und man von alleine in einen tiefen Glückszustand kommt, den man aber mit Worten nicht beschreiben kann.

Enio: Daß Fernsehkonsum, wenn er überhandnimmt und die Inhalte qualitativ schlecht sind, keine positiven Folgen hat, glaube ich durchaus.

Mystiker: Da sind wir dann einer Meinung. Wunderbar.

Enio: Die hier vorgelegten Argumente halte ich hingegen für schwach und unzulänglich. Der entscheidende Fehler ist dabei, daß aus einer Korrelation ein Ursache-Wirkungsverhältnis abgeleitet wird, was keineswegs geht. Wenn beispielsweise Menschen, die viel fernsehen, gewalttätiger sind, dann ist damit natürlich in KEINSTER WEISE erwiesen, daß Fernsehen gewalttätig macht.

Mystiker: Die Ursache-Wirkungsverhältnisse sind beim Fernsehen vielfältig. Zum einen reagieren Menschen individuell unterschiedlich auf bestimmte Fernsehinhalte. Zum zweiten können Menschen zwar gleich viel fernsehen, dabei aber sehr unterschiedliche Filme konsumieren. Die Studien zeigen aus meiner Sicht nur Tendenzen auf. Man muss Statistiken immer mit dem gesunden Menschenverstand betrachten. Und mein Verstand sagt mir, dass das Ansehen von Gewaltfilmen selbstverständlich die Freude an der Gewalt in einem Menschen verstärkt. Es macht die meisten Menschen gewalttätiger. Natürlich bevorzugen gewalttätige Menschen Gewaltfilme. Aber das Ansehen solcher Filme verstärkt dann ihre Gewaltbereitschaft weiter. Es ist eine Spirale der Gewalt die in Gang gesetzt wird.

Wenn ein Indianerstamm vor der Einführung des Fernsehens friedlich war und danach die Gewalt der Menschen untereinander zugenommen hat, deutet das auf einen Zusammenhang hin. Ich gebe aber gerne zu, dass man die Zusammenhänge sehr gründlich untersuchen sollte, bevor man den Indianern rät, den Fernseher wieder abzuschaffen. Ich glaube, man wird mit guten Argumenten nur Einzelne davon überzeugen können. Für die Mehrzahl könnte es hilfreich sein, einen klugen Umgang mit dem Fernseher zu erlernen. Dann könnte man messen, ob dadurch die Gewalt abnimmt. Das wäre dann wiederum ein Hinweis auf die Wirkung des Fernsehens.

Im Hinduismus und im Buddhismus weiß man, dass Visualisierungen starke Auswirkungen auf die Psyche haben können. Wenn man sich als Buddha visualisiert und Eigenschaften wie umfassende Liebe und inneren Frieden übt, dann wächst man zur Erleuchtung und ins Glück. Wenn man weltliche Filme betrachtet, verstärkt man seine Süchte und Sehnsüchte. Wenn man sich einen aggressiven Verbrecher zum Vorbild nimmt oder zu viel Umgang mit schlechten Freunden hat, endet man normalerweise nicht als Buddha. Wenn durch das weltweite Konsumfernsehen die Süchte, der Egoismus und die Gewalt in die Köpfe der Menschen gepflanzt werden, wird die Welt nicht unbedingt ein friedlicher und liebevollerer Ort werden.

@Mystiker

Diese Problematik spricht durch die verschiedenen Beispiele zwar einen interessanten Aspekt an - letztlich läuft jegliche Überlegung diesbezüglich aber auf ein und die selbe Frage hinaus und bulletinmyback hat dies bereits schon angedeutet:

Werden die Menschen in irgendeiner Form dazu gezwungen sich diesen Schrott anzusehen?

Nein!

Ergo ist ein gewisses Grundbedürfnis vorhanden, sich solche medialen “Ausbrüche” anzutun.
Du beschreibst hier viele ach so friedfertigen Stämme. Wie man aber wunderschön sieht, ist vorallem in diesen außerweltlich abstinenten Gebieten innerlich ein sehr großer Drang vorhanden, mit solchem Material die Grenzen einmal auszuloten!

Du stellst hier Fernsehen als eine unwiderstehliche Droge dar, bei der ich gar keine andere Wahl habe, sie zu konsumieren.
Nehmen wir an Fernsehen würde MIT ABSOLUTER SICHERHEIT (und das ist nicht bewiesen) aggressiv machen - dann werde ich trotzdem nicht dazu gezwungen es mir anzusehen!
Letztlich kannst du nicht die unfassbar leichte Kontrollierbarkeit willensschwacher Menschen dem Fernsehen ankreiden.
Natürlich ist dieses der Initiator des Programms, aber -guess what- das Programm richtet sich nach dem, was die Menschen sehen wollen.

Nichts gegen dich, aber ich kann in solchen Fällen immer nur wieder sagen:

Sowas kann nur jemand schreiben, der noch nie auf 4chan war. Denn nach diesen menschlichen Abgründen würde sich dir der hier von dir angeführte aber nicht ganz von dir verstandene Kontext zwischen Fernsehen und Menschen erschließen.

e/ Letztlich ist der Mensch eine tickende Zeitbombe. Deine indianer Stämme und Co. sind bloß noch nicht gezündet worden, weil sie ein sehr eingeschränktes non-globales Blickfeld haben.

Man kann sich jetzt darüber streiten, ob man diese Menschen eben in ihrer Welt lassen sollte ?!

Dann komme ich aber wieder zu der von dir ja bestätigten These, dass sie dem Fernsehen ja nicht abgeneigt sind. Man ihnen also aus ihrer Sicht nichts schlechts tun würde.
Lediglich wir als Aussenstehende können dann den Verfall betrachten, den diese Menschen aber gar nicht mehr wahrnehmen.
Insofern würde ich einfach behaupten - who cares?

Ich strebe nach einer Welt des Friedens, der Liebe und des allgemeinen Glücks. Ich glaube, dass die Mehrzahl der Menschen auf der Erde in einer solchen Welt leben möchte. Nur wenige dürften eine Welt des Leidens, der Unterdrückung, der Ausbeutung und es dauerhaften Krieges bevorzugen.

Das Streben ist ja gut, aber in einer solchen Utopie zu leben ist schlecht, weil man damit ja das Ziel erreicht hat. Du müsstest hier nicht ins Forum schreiben oder arbeiten gehen. Glücklich dasitzen und glücklich sterben wäre dann der hauptsächliche Zeitvertreib, denn was soll man noch tun, wenn man in einer Welt des ewigen Glücks eben dieses Glück von Geburt an sonst wohin geschoben bekommt. Es gäbe keine Aufgaben oder Probleme mehr zu bewältigen. Utopie oder Dystopie ist die Frage

Eine gute Methode ist es die Menschen einfach zu fragen, ob sie zufrieden sind

Dann stimmt ja auch diese Studie: Anscheinend ist dort, wo die Lebenszufriedensheit am höchsten ist auch die Selbstmordrate am höchsten. Haben Statistiken so ergeben. Ist ein Kausaler Fakt. In deiner Dystopie würden wir uns also das Leben nehmen.
Das führt uns wieder zu dem Punkt mit den Statistiken: Nur weil zwischen zwei statistischen Erhebungen eine vermeintliche Abhängigkeit zu erkennen ist, muss das noch lange nicht auch so sein. Siehe dazu meinen ersten Post und dem Beispiel mit der dem Bevölkerungswachstum und dem Rückgang der Weiskopfstorchen-Population

Den Buddhismus und den Hinduismus hast du noch nicht wirklich verstanden.

Also als Buddha in der Rede vom rechten Forschen von den Versenkungsstufen spricht, dann sagt er, dass man ab der 4.Stufe vollends gleichmütig ist, losgelöst von Freude oder Leid. In der 7.Stufe der Versenkung gibt es dann weder Bewusstsein noch Gefühl. Man kann sich jetzt drüber streiten ob glücklich sein ein Gefühl ist oder nicht, aber in der 6.Stufe verlässt man ja das Sein, demnach ist glücklich sein in der 7.Stufe so oder so ziemlich schwer.

Und mein Verstand sagt mir, dass das Ansehen von Gewaltfilmen selbstverständlich die Freude an der Gewalt in einem Menschen verstärkt. Es macht die meisten Menschen gewalttätiger. Natürlich bevorzugen gewalttätige Menschen Gewaltfilme. Aber das Ansehen solcher Filme verstärkt dann ihre Gewaltbereitschaft weiter.

Selbstverständlich ist das gar nicht. Nur weil etwas logisch ist, heißt es noch nicht, dass es wahr ist. Auch hier gibtes wieder ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nimmt man eine Kanone(oder auch eine Pistole) und schießt damit in 90° Winkel nach oben. Würde sich die Welt um die eigene Achse drehen, dann müsste ja die Kugel entgegen der Drehrichtung verschoben aufkommen. Wenn ich einen Ball hochwerfe und sofort loslaufe kommt der Ball ja auch nicht genau über mir, sondern da wo ich ihn hochgeworfen hab, an. Ergo die Welt dreht sich nicht. Klingt auch ziemlich logisch oder? Anderes Beispiel: Man hat zwei gleichgroße Kugeln mit gleicher Oberflächenstruktur, die eine ist aber viel schwerer als die andere. Lässt man sie gleichzeitig in einem Vakuum los dann kommt natürlich die schwerere zuerst an. Is ja logisch.
Ich kann da nochmehr Beispiele nennen, aber der Punkt ist: Nur weil der Mensch denkt es ist logisch und somit wahr, heißt das noch nicht, dass er mit dieser logischen Schlussfolgerung auch die Realität beschreibt. Schließlich ist die Realität für uns eine ungreifbare Fantasie, die wir nie ganz sehen bzw verstehen werden. Wir können uns der Realität zwar per wissenschaftlicher Methodik nähern, aber das Problem bei Sozialwissenschaften ist immer, dass man keinen geschlossenen Versuchsaufbau hat, sondern ein offenes System, indem selbst winzige Einflüsse große Veränderungen hervorrufen können. Welche Farbe hat der Mond? Denk mal drüber nach

Außerdem ist mir noch was aufgefallen: Wenn also Fernsehen die Wurzel der Gewalt ist, dann gab es vor dem Fernshen keine oder weniger Gewalt? Also keine Revolutionen, Kriege, Folter, Inquisition, Kreuzzüge oder Weltkriege?

@bulletinmyback

Ich verstehe zwar, wie du argumentierst, aber bei Folgendem ergibt vieles keinen Sinn für mich.

Nur weil etwas logisch ist, heißt es noch nicht, dass es wahr ist. Auch hier gibtes wieder ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nimmt man eine Kanone und schießt damit in 90° Winkel nach oben. Würde sich die Welt um die eigene Achse drehen, dann müsste ja die Kugel entgegen der Drehrichtung verschoben aufkommen. Klingt auch ziemlich logisch oder?

Äh, geht das nur mir so, oder ist die Antwort - nein ?
Wieso sollte das logisch klingen? Durch die Umdrehung ist die Kugel an die gleiche lokale Geschwindigkeit gebunden und wird durch die Luft nicht abgebremst, da sie im gleichen Drehprozess gefangen ist. Alle beweglichen Operationen auf der Erde laufen einfach so ab, als würde sie sich „nicht“ drehen, das ist ja der Witz dran.

Anderes Beispiel: Man hat zwei gleichgroße Kugeln mit gleicher Oberflächenstruktur, die eine ist aber viel schwerer als die andere. Lässt man sie gleichzeitig los dann kommt natürlich die schwerere zuerst an. Is ja logisch

Wieso ist das NUR logisch? Das ist einfach so !
Außer du gehst von einem Vakuum, oder extrem besonderen Umständen aus (Die eine Kugel ist marginal schwerer, die leichtere hat aber eine aerodynamische Struktur und der Weg ist extrem lang)

Du gehst von einem Vakuum aus, da du Masse keine Rolle spielen lässt. Das stimmt auch, bei Beschleunigung spielt Masse keine Rolle. In deinem Beispiel geht es aber um Potentielle Energie, die gegen den Luftwiederstand wirkt.
Insofern klingt dein Beispiel nicht nur logisch, es ist auch so.

Sorry für das Nitpicking, aber das war mir ein bisschen ein Dorn im Auge.

Tschuldigung.

Forger

@Forger : Das erste Besispiel hab ich genannt, weil das eines der stärksten Gegenargumente gegen Kopernikus und Galilei waren. Für die leute damals klang das ziemlich logisch und wer die physikalische Wirkungsweise dahinter halt nicht kennt, sagt, es ist logisch
Beim zweiten Beispiel hab ich die Kugel praktisch ins Vakuum gedacht bzw an den Versuch im Vakuum gedacht, aber nicht hingeschrieben ^^ wird editiert

Forger: Letztlich läuft jegliche Überlegung auf ein und die selbe Frage hinaus: Werden die Menschen in irgendeiner Form dazu gezwungen sich diesen Schrott anzusehen? Nein! Ergo ist ein gewisses Grundbedürfnis vorhanden, sich solche medialen “Ausbrüche” anzutun.

Mystiker: Du hast ein naives Weltbild. Menschen sind formbar. Das Fernsehen hat ein große Suggestivmacht. Es kann die Menschen geschickt manipulieren sich jeden “Schrott” anzusehen und sich selbst zu zerstören. Es läuft letztlich immer auf die Überlegung hinaus, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Möchtest du Krankheit, Krieg und Leid. Oder bevorzugst du eine Gesellschaft des positiven Miteinanders. Ein positives Miteinander braucht positive Werte. Das Fernsehen ist ein zentrales Instrument der gesellschaftlichen Bewusstseinsentwicklung. Wir können dieses Instument einigen profitgierigen Kapitalisten überlassen oder eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung einfordern (Stichwort Sozialbindung des Eigentums nach dem Grundgesetz).

Forger: Du beschreibst hier viele ach so friedfertigen Stämme. Wie man aber wunderschön sieht, ist vor allem in diesen außerweltlich abstinenten Gebieten innerlich ein sehr großer Drang vorhanden, mit solchem Material die Grenzen einmal auszuloten!

Mystiker: Wenn du einem Kind eine Bombe gibst, wird es damit spielen bis sie explodiert. Naturvölker kennen noch nicht die Gefahren der westlichen Zivilisation. Wir müssen sie schützen. Auch Kinder läßt man nicht auf eine befahrene Straße laufen. Es gibt einen Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung. Denke einmal darüber nach. Selbsterfahrung ist gut, Selbstzerstörung ist eine Dummheit.

Forger: Du stellst hier Fernsehen als eine unwiderstehliche Droge dar, bei der ich gar keine andere Wahl habe, sie zu konsumieren. Nehmen wir an Fernsehen würde MIT ABSOLUTER SICHERHEIT (und das ist nicht bewiesen) aggressiv machen - dann werde ich trotzdem nicht dazu gezwungen es mir anzusehen! Letztlich kannst du nicht die unfassbar leichte Kontrollierbarkeit willensschwacher Menschen dem Fernsehen ankreiden. Natürlich ist dieses der Initiator des Programms, aber das Programm richtet sich nach dem, was die Menschen sehen wollen.

Mystiker: Für Kinder ist das Fernsehen eine unwiderstehliche Droge. Wer als Kind nicht gelernt hat mit dem Fernseher richtig umzugehen, wird als Erwachsener ein Fernsehsüchtiger. Und Sucht ist immer eine Form von Krankheit. Psychisch kranke Menschen haben oft eine Tendenz zur Selbstzerstörung. Es ist die Aufgabe einer gesunden Gesellschaft ihre kranken Mitglieder zu schützen. Eine gesunde Gesellschaft fördert nicht die Selbstzerstörung, sondern organisiert ein positive Wachstum. Wenn das Fernsehen die Menschen zu Verbrechern erzieht, ist es die Aufgabe des Staates dagegen einzuschreiten.

Forger: Letztlich ist der Mensch eine tickende Zeitbombe. Deine indianer Stämme und Co. sind bloß noch nicht gezündet worden, weil sie ein sehr eingeschränktes non-globales Blickfeld haben.

Mystiker: Wenn die Welt nicht positiv gesteuert wird, ist die Menschheit eine tickende Zeitbombe.

bulletinmyback: (Mystiker hat geschrieben: Ich strebe nach einer Welt des Friedens, der Liebe und des allgemeinen Glücks.) Das Streben ist ja gut, aber in einer solchen Utopie zu leben ist schlecht, weil man damit ja das Ziel erreicht hat. Glücklich dasitzen und glücklich sterben wäre dann der hauptsächliche Zeitvertreib, denn was soll man noch tun, wenn man in einer Welt des ewigen Glücks eben dieses Glück von Geburt an sonst wohin geschoben bekommt. Es gäbe keine Aufgaben oder Probleme mehr zu bewältigen. Utopie oder Dystopie ist die Frage.

Mystiker: “Eine Dystopie oder Anti-Utopie ist eine Geschichte, die in einer fiktiven Gesellschaft spielt, die sich zum Negativen entwickelt hat, und stellt somit einen Gegenentwurf zu Thomas Morus’ Utopia dar. Die Eutopie (griech. ???, eutopia) dagegen beschreibt das Gegenteil: eine Idealgesellschaft, die alle positiven politischen Menschheitsträume verwirklicht hat. Häufig wollen die Autoren dystopischer Geschichten mit Hilfe eines pessimistischen Zukunftsbildes auf bedenkliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam machen und vor deren Folgen warnen.” (Wikipedia)

Ich bin für eine positive Gesellschaft. Ich bin für Optimismus. Eine absolut glückliche Welt ist nicht zu erreichen. Es ist eine Utopie, an der wir uns orientieren können. Es gibt immer etwas zu tun. Es gibt immer etwas zu Streben. Wichtig ist, dass unser Streben in die richtige Richtung geht. Es ist gut in einer Welt der Liebe, des Friedens und des Glücks zu leben. Nur für verwirrte Menschen ist das bedrohlich.

bulletinmyback: Als Buddha von den Versenkungsstufen spricht, dann sagt er, dass man ab der 4. Stufe vollends gleichmütig ist, losgelöst von Freude oder Leid. In der 7.Stufe der Versenkung gibt es dann weder Bewusstsein noch Gefühl. Man kann sich jetzt drüber streiten, ob glücklich sein ein Gefühl ist oder nicht, aber in der 6. Stufe verlässt man ja das Sein, demnach ist glücklich sein in der 7.Stufe so oder so ziemlich schwer.

Mystiker: Es ist schwer Buddha zu begreifen, wenn man keine Erleuchtungserfahrung hat. Der Buddhismus ist ein Glücksweg. Es geht darum glücklich zu werden. Nur ist das Glück der Erleuchtung für Nichterleuchtete schwer verstehbar. Die Versenkungsstufen sind Stufen des Glücks. Man konzentriert sich auf bestimmte Worte und steigert dadurch sein Glück, auch wenn es Worte wie “Losgelöst von Freude und Leid” oder “Weder Bewusstsein noch Gefühl” sind.

bulletinmyback: Wenn also Fernsehen die Wurzel der Gewalt ist, dann gab es vor dem Fernsehen keine oder weniger Gewalt? Also keine Revolutionen, Kriege, Folter, Inquisition, Kreuzzüge oder Weltkriege?

Mystiker: Die Lösung ist ganz einfach. Die Gewalt auf der Welt kann viele Ursachen haben. Aber heutzutage ist das Fernsehen ein mächtiger Bewusstseinsformer auf der Welt. Das Fernsehen kann die Menschen zu Monstern oder zu Engeln machen. Wenn es die Menschen zu Monstern macht, kann es dabei viel Geld verdienen. Der Weg eines Engels ist auf den ersten Blick nicht so attraktiv. Ein Engel ist genauso schwer zu begreifen wie ein Buddha. Meiner Meinung geht es in beiden Fällen um die Erleuchtung (Heiligkeit, seelische Heilung), nur einmal in christlichen Worten und einmal in buddhistischen Begriffen. Auf dem Weg des inneren Glücks müssen Eigenschaften wie Liebe, Frieden und Glück entwickelt werden. Glückliche Menschen haben glückliche Beziehungen untereinander. Unglückliche Menschen vermehren das Leid auf der Welt. Wir müssen uns entscheiden wohin wir wollen.
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