Funny Games US

Ich habe jetzt vor kurzem den Film “Funny Games U.S.” in einem Kino meiner nähe geschaut. Ich will hier, wenn erlaubt, eine kleine Kritik niederlassen :).

Regie: Michael Haneke
Die handlung ist relativ schnell erzählt und hört sich ersteinmal nach 0815 Horrorkino. Eine Amerikanische Upperclassfamilie will einen Urlaub in ihrem Ferienhaus verbringen, dann kommen zwei merkwürdige Gestalten unter einem billigen Vorwand ins Haus und fangen an die Familie zu terrorisieren.

Jeodch ist dieser Film anders…

Die zwei Folterer sind sich anscheined Bewusst, dass sie in einem Film sind, imemr wieder geht der Blick direkt in die Kamera oder das Publikum wird mit hereingezogen in dem es eindeutig gefragt wird, auf wessen seite die die Zuschauer stehen, auf wen sie wetten wollen. Dadurch wird eine völlig neue Dimension erreicht, der Zuschauer ist nicht einfach unbeteiligter Kosnument, er wird in die Handlung reingezogen gnadenlos. Wo bei anderen Filmen wie bei Saw 1-4 der Zuschauer auf Distanz zur Handlung gehalten wird wird hier gnadenlos hineingezogen, man wird gnadenlos zum Mittäter gemacht.

Der Film ist ein Shot by Shot Remake des Filmes “Funny Games”, hier hat der Regiseur seinen eigenen Film nocheinmal neu gedreht, und zwar größtenteils 1:1.

Wertung: Meisterwerk
Empfehlung den Film zu sehen: Jain und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Sollte man Starke nerven haben um den Film zu schauen.
  2. Wer den Film Funny Games schon kennt, muss den Film Funny Games US nicht mehr sehen, da es ein 1:1 Remake ist.

Gruß

Wollvieh

Ich habe zu diesem Film vor einiger Zeit eine Kritik geschrieben:

http://www.filmstart.biz/archiv_filme/f … s_us.shtml

Das österreichische Original ist Kult, aber auch das Remake kann sich sehen lassen!

Ich habe den Film in der österreichischen Originalfassung gesehen. Da es ein sehr schmerzhaftes Filmerlebnis war, würde ich mir aber weder die eine noch die andere Fassung ein zweites Mal ansehen.

Haneke ist damit ein bedrückendes Meisterwerk gelungen, das dem Publikum nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

sehr gutes, wenn ich nicht ganz notwendiges remake. haneke’s intention den film einer breitereren masse näher zu bringen wurde nicht erreicht, und wenn er nun von mehreren menschen gesehen wurde, war es eindeutig die falsche zielgruppe. es ist nunmal sehr schwer dem konservativen amerika eine klausel über gewalt und verrohung der zuseher näher zu bringen wenn der film sich auf diese thematik so sehr stützt. der amerikaner an sich braucht auch seine satiren in ein gewisses unterhaltungsschema komprimiert um die gewünschte message zu gaudieren.

und das ist wirklich kein klischee. ich habe schon stundenlange diskussionen in amerikanischen foren hinter mir mit dem versuch die tiefere bedeutung des filmes nett und sorgfältig dem missverstehenden publikum näher zu bringen, und das völlig ohne erfolg. sturheit ist schon ein unheimlicher graus.

immerhin ist es haneke allerdings in einem punkt sehr gut gelungen seinen film um wichtige handlungsschämen zu berreichern und so zumindest eingesessenen fans des originals originelle, neuartige schauwerte zu bieten. auch finde ich die darsteller vortrefflich. michael pitt hat seine sache sehr gut gemacht, auch wenn man ein bisschen kritisieren könnte dass er zu sehr wie der ruchlose psychopath und zu wenig wie der charmante nachbarsjunge aussieht. naomi watts war gewohnt gut und tim roth eine erfrischend erwünschte überraschung.

das ganze bei seite muss ich sagen dass funny games allerdings nicht mein lieblingswerk von haneke ist. es war mir schon im original zu schwerfällig ohne dass der film gekonnt mit dieser schwerfälligkeit spielt und damit funktioniert. das hat haneke in “benny’s video” und “die klavierspielerin” eindeutig besser hinbekommen. mein lieblingsfilm von ihm ist auch nach wie vor caché.

funny games ist aber dennoch nach wie vor ein unglaublich intensives zeitzeugnis dass von seiner aktualität bis heute nichts verloren hat. sogar ganz im gegenteil: die verrohung des publikums im bezug auf gewalt durch die medien hat heute schon erschreckende spuren in unserer gesellschaft hinterlassen. vielleicht ist das auch der hauptgrund weswegen des remake als eigenständiges produkt versagt: es sagt uns nichts neues und sogar das was es uns sagt entspricht nicht mehr den radikalen standards der vom voyeuristischen slasherkino geboten wird. es ist einfach ‘zu harmlos’.

Ich würde das US Remake nur den Leuten empfehlen, die das Original nicht kennen. Denn es ist eine absolute 1:1 Kopie und bietet den Fans vom Original absolut nix Neues.

Der Film aus Österreich ist btw so ziemlich der heftigste Film den ich je gesehen habe. Kein Splatter-Zombie-Horror-Gore-Folter Film hat mich mehr fertig gemacht als dieser Streife. Deswegen sollte man den Film nur gucken, wenn man nervlich einigermaßen belastbar ist.
Natürlich ist dieser Film absolut Kult und die beiden “Killer” einfach nur überzeugend und erschreckend kaltblütig.

Wobei der Film ja auch vom gleichen Regisseur nochmal 1:1 kopiert wurde. Aber das wusste ich schon vorher und ich kannte das Österreichische Orginal nicht.

neulich kam auf tele 5 der original „funny games“. sehr sehr geiler film. solche filme sind es, die zeigen, dass deutschsprachige filme auch genial und innovativ sein können und es sich nicht immer um hitler handeln muss.

zur zeit kommt funny games US auf premiere, aber ich hab irgendwie garkeinen bock mir den anzusehen, nachdem ich die originalfassung geschaut hab :smiley:

Wie ähnlich die Filme sind erkennt man ja schon an den Trailern:
Ich weiß aber nicht, ob der Trailer des Remakes nach 1 Minute schon zu viel verrät:
http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1453654297/
http://www.imdb.com/video/screenplay/vi1420362009/