Frontal 21 und World of Warcraft

Dieser Beitrag muss ich mir noch den Kopf kratzen, hier sieht man das Frontal 21 mehr als schlampig recherchiert. Denn wenn man ein Troll von ein Orc unterscheiden kann, dann muss man sich fragen. Wie recherchiert Frontal 21?
Denn wenn man ab 3 Stunden Spielen am Tag schon Süchtig ist, denn bin ich mit 4-5 Stunden Werkstag und 6-10 Stunden Wochenende schwer süchtig.

… denn bin ich mit 4-5 Stunden Werkstag und 6-10 Stunden Wochenende schwer süchtig.

Sehe ich auch so …

Ja kann ich eigentlich nur zustimmen :mrgreen: Mit 3 Stunden am Tag ist es noch grenzwertig. 4-5 sind sicher zu viel. Wenn ich nichts zu tun hab (z.B. in den Ferien) schaff ich das zwar sicher auch, aber jeden Tag so lange zu spielen ist schon n bisschen viel. Und die 6-10 Stunden am Wochenende die der Threadersteller spielt sind alles andere als normal… Ich für meinen Teil versteh auch gar nicht was an WOW so toll sein soll. Ich hab selber mal ne Weile gespielt. Nach nem Monat wurd das auch langweilig und mehr als 2 Stunden am Tag hab ich damit auch nicht verbracht, da finde ich ehrlich gesagt Battlefield 2 anspruchsvoller

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Klassischer Fall von Eigentor

Übrigens halte ich es nicht für eine besondere journalistische Panne, wenn man Troll mit Ork verwechselt.

Frontal 21 ist einfach Klasse… Da gingen ja manche Dramaturgen an den Redakteuren verloren.

Alleine die tägliche Spielzeit ist meiner Meinung nach nicht ausschlaggebend für eine Spielsucht, auch wenn 4-5 resp. 6-10 Stunden schon nicht gerade wenig sind. Kritisch wird es, wenn an keinem Tag von dieser Spielgewohnheit abgelassen werden kann.
Aber wenn beispielsweise einer halbtags arbeitet, die andere hälfte des Tages zum spielen verwendet und abends sein “real life” pflegt ist das nicht unbedingt ein Problem. Es muss halt alles irgendwo in Relation stehen…

Ein Ganzes = Zwei Hälften … :mrgreen:

Du hast da 'n kleinen Rechenfehler, Numb …

Ich habe schon öfter Dokumentationen über PC-Spiele gesehen. Es ist jedes mal das selbe: Die PC-Spiele werden verteufelt. Es werden nur Freaks gezeigt, die wirklich sehr oft spielen. Aber die große Menge der Spieler spielt nicht so lange. Doch die wird nicht z.B. als positives Gegenbeispiel gezeigt.
In diesem Video wurde gesagt, dass Alexander übertreibt, weil er 3h am Tag spielt. Ich sitze auch oft 2 oder manchmal 2,5 Stunden am Tag vorm PC. Nebenbei spiele ich Fußball im Verein. Ich führe ein ganz normales Leben und bin auch in der Schule nicht schlecht. Aber laut Frontal 21 sind alle Menschen die lange Computer spielen isolierte Freaks die schlecht in der Schule sind und keine Freunde haben.

Auch wird manchmal schlampig recherchiert (Sie könnten auch einfach einen Spieler des Spiels fragen und irgendwo erwähnen). Bsp: http://de.youtube.com/watch?v=SUXYyRpszsY

Ich rege mich jedes mal maßlos auf, wenn ich eine solche Doku sehe.

Panikfrosch,
Mich regt es auch auf, wenn ich Frontal 21 und ihre Halbherzige Recherchen. Denn wenn sie schon hier nicht korrekt Recherchieren, wo haben sie auch nicht gut recherchiert?

Wo habt ihr denn jetzt eigentlich alle ein Problem mit einer “schlampigen Recherche”? Nur weil jemand einen Ork mit einem Troll verwechselt? Nur weil hier ein Kasper dargestellt wurde, der sich sein ganzes Leben lang vor dem PC verkriecht und WOW spielt?

Was bitte sind denn Nachrichten?

Berichte über die Normalität, über die heile Welt, über Blumenwiesen? Nachrichten (und eben auch solche Magazine wie Frontal) wolle das Extreme zeigen, die Abweichungen …

Warum fühlt ihr Euch eigentlich alle so angep…t von diesem Bericht. Wem die Jacke passt, der zieht sie sich an … Punkt.

Das hast du recht, Isegrimm.
Aber man sollte es aufgreifen, und knallharte fragen stellen.
Wie zu Beispiel, die wo ich schon mal gefragt habe.

Wie zu Beispiel, die wo ich schon mal gefragt habe.

Und die wäre bitte?

Das hast du recht, Isegrimm.
Aber man sollte es aufgreifen, und knallharte fragen stellen.
Wie zu Beispiel, die wo ich schon mal gefragt habe.

Du hast festgestellt, das Ork und Troll verwechselt wurden. Das muss nicht unbedingt ein Recherchefehler sein, sondern kann auch aus Versehen passiert sein. Wenn du wirklich Recherchefehler suchst, dann solltest du lieber darauf zurückgreifen, ob die befragten Experten wirklich solche sind und ob die Zahlen, die sie angeben wirklich stimmen. Andererseits kann ich einigen hier nur zustimmen 4-5 Stunden Werktags ist zuviel. Schaff dir lieber ne Freundin an und geh mit der mal weg oder mach andre tolle Sachen. Und wenn ich schon Leute vom „RL pflegen“ schreiben sehe, bin ich der Meinung, das hier schon leichte Probleme mit der Wahrnehmung im Anflug sind, denn RL muss man nicht pflegen, sondern leben. Das klingt für mich eher wie, „ich pflege mein RL, irgendwann könnt ichs ja nochmal gebrauchen“;):
Außerdem lebt unsre Gesellschaft medial heute von Extremen. Es gibt fast nur Sendungen, die extrem schlecht sind und dauernd kommen und Sendungen die extrem gut sind und fast nie kommen, um nur mal ein Beispiel zu nennen;).
Und da muss man nunmal übertreiben um etwas anschaulich zu machen.

Also wenn die “knallharte” Frage das Ding mit dem “Orktroll” war … dann wüsste ich auch nicht wo das 'ne “knallharte” Frage gewesen ist.

Denn wenn sie schon hier nicht korrekt Recherchieren, wo haben sie auch nicht gut recherchiert?

DIese zu Beispiel. Frontal 21 sieht sich selbst als Kritisch, investigativ und unerschrocken.
Außerdem habe ich das recht auf Kritik, so wie du das recht hast mich zu kritisieren.
Es lebe die Demokratie!

Wo habt ihr denn jetzt eigentlich alle ein Problem mit einer „schlampigen Recherche“? Nur weil jemand einen Ork mit einem Troll verwechselt? Nur weil hier ein Kasper dargestellt wurde, der sich sein ganzes Leben lang vor dem PC verkriecht und WOW spielt?

Kennst du die anderen Beiträge von Frontal 21 über „Killerspiele“ u.ä.?
Falls du sie nicht kennst: http://stigma-videospiele.de/wordpress/?page_id=49 und
http://stigma-videospiele.de/wordpress/?page_id=50

[video]http://www.youtube.com/watch?v=9c5rwlKFsLE[/video]

Eventuell verstehst du, warum ich (und viele andere) Frontal21 weder ernst nehmen, noch auch nur ein gesprochenes oder geschriebenes Wort von denen, zu dem Thema (Spiele im allgemeinen), glauben können.
Ich persönlich glaube zwar, das die einzige Gefahr, die von Videospielen ausgeht, die Spielsucht ist und könnte dem Beitrag grundsätzlich zustimmen, aber ich glaube Frontal21 schon aus Prinzip kein Wort.

Mag auch sein, das ich da überreagiere, aber es fällt mir schwer jemandem zu glauben/vertrauen, der einem quasi von Vorne (Frontal eben) in den Rücken schießt.

Es geht um Menschen, deren Spiellust zu einem Realitätsverlust, zu einer Abkehr von der Realität und einer Flucht in eine Virtualität führt.

Eben genau das, als was ich diese Art von Spielsucht definieren würde.

MfG
Thomas

P.S.: Wem die Stimme in dem Video nicht gefällt (ist im übrigen kein Kind, sondern eine Frau), der kann sich auch Version 1.0 davon ansehen (Beide sind vom selben (dem echten) Macher M. Dittmayer): http://www.youtube.com/watch?v=R9JRm3iQ … re=related

Version 1.1 wurde aber auch inhaltlich etwas korrigiert.

Ich kenne sie, ich kenne auch das Kritikvideo. Und ich kenn auch das Video von Gamestar:
[video]http://www.youtube.com/watch?v=kBqDYmKpFsk[/video] Ich rege mich schon lange nicht mehr auf, das übernehmen andere für mich.

@ ThomasR04IG

Passt ganz gut dazu…

Ich hab heute - so gegen 1200 oder 1300 - in Phoenix eine Reportage gesehen, in der der Amoklauf in Finnland als Anlaß genommen wurde, sich Studien zu widmen, die sich mit dem Thema “Killerspiele und Aggressionspotential” auseinandersetzen.

Es ging um drei Studien, eine an der Uniklinik Aachen, eine in den USA und eine in Spanien. Parallel dazu kamen eine Kriminologin und ein Soziologe zu Wort, die sich mit den Tätern und ihren Profilen auseinandersetzten.

Das Ergebnis verblüffte mich nicht … und spiegelte absolut meine Meinung wieder.

Es mag sein, das die Attentäter Killerspiele - von mir aus auch exzessiv - gezockt haben … aber diese sind nicht der Auslöser. Sie machen einen Menschen nicht zu einem “Amokläufer”. Richtig ist, das diese Spiele einen solchen Aggressionsdrang zwar verstärken können, aber sie lösen ihn nicht aus oder erzeugen ihn.

Alle Täter waren in einer untergeordneten Rolle, Einzelgänger und wurden von Gruppen und sozialen Schichtungen zurückgewiesen … ihre Aggression richtete sich gegen diese Schichtungen. Alle hatten schon vorher Zugang zu Schußwaffen und … hätten diesen Amoklauf wohl auch gemacht, wenn sie Pac Man oder Puzzle Bobble gespielt hätten.

Hätte man sie sozial nicht in’s Abseits gestellt … viele Menschen könnten noch leben.

Es ist also - nach meiner Meinung - kein “Softwareproblem” sondern ein Problem der Gesellschaft in sich.

Aber ein Spiel zum Schuldigen zu stempeln, damit man über seine eigenen Fehler nicht nachdenken muß,… das ist natürlich einfacher.

@Isegrimm:
Auch wenn ich deinen Post sehr schätze und ich kann dem auch Grundsätzlich zustimmen (wobei ich auch von Studien kenne, das Videospiele nur für die dauer des Spielens die Aggressivität steigern).

Mein Post bezog sich aber hauptsächlich auf deine Frage, warum dieser Beitrag von Frontal21 nun so schrecklich ist.

MfG
Thomas

P.S.: Deine Aussage…

Aber ein Spiel zum Schuldigen zu stempeln, damit man über seine eigenen Fehler nicht nachdenken muß,… das ist natürlich einfacher.

hat mich irgendwie dazu bewegt, meinen geplanten Thread (bzw. Post, falls ein solcher Thread schon vorhanden ist) zu Raubkopien etc. doch zu schreiben, da dieser Satz 1:1 dort auch zutrifft. :smt023

Also freut euch darauf, kann aber ein wenig dauern, da ich gerade zeitlich begrenzt bin.

Nach meine Recherchen in Wikipedia, gibt es das Wort 1888 in Lexikon von Meyer. Laut Wikipedia ist erste bekannte Amoklauf, gab es am 4. September 1913 in Vaihingen an der Enz, wo 17 Tote zu beklagen hatten. Ob es wirklich der erste Dokumentierte Amoklauf ist, lass ich mal dahin gestellt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Amok#Geschichte

Ich will hier mal meine Meinung dazu posten. Sorry das es so lange geworden ist. :smiley:

Und vorne weg, ja ich spiele WoW. Momentan eher selten, weil das erreichen von Zielen etwas sinnlos ist, weil ja nächste Woche das Addon herauskommt.

  1. Um in WoW was erreichen zu können muss man nicht 16h am Tag spielen.
  • Stimmt nicht, siehe unten. Aber um zu den „Top“ Gilden zu gehören(in WoW werden diese auch teilweise als Hartz4 Gilden bezeichnet), muss man wirklich fast täglich etliche Stunden spielen. Aber das ist ein winziger Bruchteil. Die Top-Gilden zeichnen sich dadurch aus, das Sie meist versuchen zuerst alles erreicht zu haben.
  1. Sowas wie „altes Eisen“ gibt es in WoW nicht
    Ich kenne viele, da könnte ich locker der Sohn sein. Und ich bin schon über 20^^

  2. 3h ist leider schon die Mindestzeit, wenn man die die mächtigsten Monster töten will…eher 4h.
    Allerdings, macht man das nicht täglich und hat bei den meisten Gilden die Wahl mitzumachen oder nicht.

  3. „mit jedem besiegten Gegner wird der Charakter besser“
    Stimmt fast Nicht. Am Anfang bis man zum Maximal Level kommt. Ja. Aber interessant ist es der Kampf am Ende gegen die großen Bosse und da (fast)allein bekommt man bessere Gegenstände, die einen verbessern. Ansonsten gibt es bei kleineren Bosskämpfen noch sog. Marken die man zu einem gewissen Grad gegen bessere Gegenstände eintauschen kann.

  4. „Wenn man Pause macht, werden die anderen Stärker“
    Mit die anderen sind natürlich hauptsächlich die Gildenkollegen gemeint. Denn die bekommen, dann die Gegenstände, welche er nicht bekommen hätte. Ob jemand ein Gegenstand bekommt wird meistens durch ein Punktesystem (DKP) verwaltet. Da bekommt man dann für die Anwesenheit und sonstigen Ausgemachten Sachen (wie erfolgreiches töten) Punkte. Welche man dann zum „kaufen“ einsetzen kann. Bei den meisten Gilden kann man selbst nach Monatelanger Pause aufholen, da diese nicht so schnell im Speilgeschehen fortschreiten. Und dann brauchen es die meisten natürlich nicht mehr.

  5. „das level der anderen bleibt“
    Das Levelmaximum erhöht sich nur mit einem Addon. Ansonsten ist natürlich die Frage welches „Level“ deine Gegenstände haben. So das man weil man ne Pause gemacht hatte gar nicht mitgenommen wird.

  6. die Suchtexpertin hat sicherlich Recht, was die Süchtigen anbetrifft. Aber das verschwimmt irgendwie, finde ich. Weil sie doch sehr allgemein redet.

Was ist süchtig?
Schaut euch den Galileobeitrag vor kurzem an…ist zwar auch ein wenig einseitig, aber doch kontroverser.

Was WoW für die meisten ist:
Man benötigt lediglich eine Gilde, die einen zu sich passenden Terminplan hat und natürlich Personen hat mit denen man sich versteht.
Also eine Art Verein, deren Ziel es meistens ist („PvE“-Gilde), große böse Monster(Bosse) mit komplizierten Taktiken zu töten.
Dazu muss man koordiniert und konzentriert zur Sache gehen. Eine kleine Unaufmerksamkeit kann für alle den virtuellen Tot bedeuten. Daher regen sich manche Leute schon auf, aber dass ergibt sich meistens von selbst oder es kommt zum Gespräch oder letztendlich wird derjenige vielleicht aus der Gilde verstossen. (da die Gilde nicht zu ihm passt)
Das Reale Leben hat für den größten Anzahl an Leuten Vorrang. Darum macht es in den meisten Gilden nichts aus wenn man mal nicht will oder kann oder was anderes vor hat. Und wenn doch, muss man sich fragen, ob das die richtige Gilde ist.
Da man während diesem Monster töten mit seiner Gilde nicht gestört werden will, ist ja für viele Eltern unverständlich. Ich sags mal so, würden Sie ihren Fussballer Sohn, während einem Spiel vom Feld holen? Nein, so ähnlich ist es in WoW, nur das da das Feld virtuell ist und man halt Zuhause oder bei seinen Freunden/Freundin sitzt.