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Folge 93: Fake-Bewertungen bei Amazon, Interview mit Tamara Wernli, Tarik Tesfus peinliche Show

Was soll man darauf antworten? Du drehst dich im Kreis und weichst immer wieder aus. Kann dich gern zitieren, allerdings mit korrekter Rechtschreibung und Zeichensetzung, wenn du erlaubst: Ich habe von etwas ganz anderem gesprochen. Verdrehe gerne meine Argumente - sie werden nicht besser dadurch.

Es ging um Unfallrisiko und entsprechende finanzielle Kompensation, nicht um moralische Wertschätzung.

Schade, ist die Woche schon rum? :sob:

Ansonsten eine gute Folge wieder, nur diese Schweizerin konnte ich mir nicht lange geben, lag wohl am Dialekt und dem Gesagten.

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Nur falls es die Letzen noch nicht realisiert haben: Es gibt einen Unterschied zwichen „Unfallrisiko“ und „beruflich bedingten körperlichen/seelischen Verschleiß“.
Das Problem der Pfelgekräfte ist vor allem der Verschleiß - weniger die Unfälle am Arbeitsplatz.<

In sofern hat BF recht: Das Unfallrisiko dürfte bei Bauarbeitern höher sein als das bei Pflegekräften.
Nur: Wie „gesund“ beide Berufsgruppen in den Ruhestand gehen… nun das steht auf einem anderen Blatt - aber dieser Punkt war ja nicht Bestanteil der …hmmm… Debatte. :wink:

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Du darfst mir gern glauben: Mit Verschleiß kennen sich Bauarbeiter auch bestens aus. :wink:

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Ebenso die anderen hauptsächlich männlich besetzten Berufsgruppen, in denen das Schleppen schwerer Lasten an der Tagesordnung ist. Derartige Schlepperei bewirkt bei Gelenken und Wirbeln den schnellsten und stärksten Verschleiß. Sorry, but there’s no relativiering this. :innocent:

Also bis auf Eurythmie haben die genannten Beispiele, wenn auch nicht als eigene Studiengänge, so doch als Forschungsgebiete durchaus ihre Berechtigung.

Der überwiegende Teil der Debatte, die hier geführt wird, geht mir hinten vorbei, ehrlich gesagt. Aber da ich seit zwanzig Jahren als Mann in der Pflege arbeite und dabei sehr sehr viele unterschiedlich geartete Pflegeeinrichtungen gesehen habe, egal ob Krankenhaus, Seniorenheim, Tagesklinik oder was auch immer, muss ich zu zwei gefallenen Aussagen hier doch schnell etwas loswerden:

Diese hier

ist (leider) eindeutig übertrieben. Im Vergleich arbeiten eben nicht „jede Menge Männer“ in der Pflege, sondern der Anteil ist immer noch sehr sehr gering . Und nein, das werde ich jetzt nicht statistisch belegen, indem ich irgendeine Grafik poste, das weiß ich einfach, weil ich es jeden Tag sehe und erlebe. Und zwar nicht „anekdotisch“, sondern seit zwanzig Jahren ununterbrochen. Ich sehe sogar, dass der Anteil noch weniger wird. In den letzten drei Jahren haben bei mir im Haus 32 Krankenpflege-Azubis ihr Examen gemacht. Davon männlich: drei.

Und die zweite Aussage ist die hier:

, die mich einfach nur anwidert und wütend macht, auch wenn ich weiß, dass sie provokant und polemisch gemeint war. Das macht es eher noch schlimmer. Wohl lange keine Pflegeeinrichtung mehr von innen gesehen, was? Das ist das gleiche Niveau, wie wenn ich sagen würde, wenn der Dachdecker vom Dach fällt, dann vielleicht weil er 2 Promille hat vom ganzen Bier saufen aufm Bau.

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Ich hab in der Pflege das erste Mal vor über 20 Jahren gearbeitet (Praktikum), dann während des Studiums immer wieder in diesem Bereich gejobbt und in den letzten Jahren mehrfach mit Pflegekräften in der Erwachsenenbildung zu tun gehabt. Insofern denke ich, mit einiger Sicherheit sagen zu können, dass in dem Arbeitsfeld auch eine relativ hohe Anzahl von Männern arbeitet (vor allem wenn man das mit anderen Berufen im Gesundheitssektor bzw. im sozialen Bereich vergleicht).
Der Frauenanteil ist immer noch eindeutig höher, da stimme ich dir zu, aber nachdem wir hier ja u.a. Baugewerbe mit Pflegebereich verglichen haben, lässt sich zumindest klar sagen, dass erheblich mehr Männer in der Pflege tätig sind als Frauen auf dem Bau.

Das ist sicherlich unbestritten, aber ich wollte ja zum Ausdruck bringen, dass der Anteil der Männer in der Pflege mir persönlich leider noch viel zu gering ist. Aber inzwischen fürchte ich sowieso, es werden in Zukunft, und zwar geschlechtsunabhängig, immer weniger junge Leute diesen Beruf ergreifen wollen. Der Trend besteht ja schon jetzt. Aber naja, die Zustände in der Pflege sind hier ja nicht das Thema. Zum Glück, der Thread ist ja schon lang genug.

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Wenn man für Pflegeberufe in den letzten 20 Jahren genauso viel Aufwand für die Anwerbung von Männern betrieben hätte, wie im MINT-Bereich für die Anwerbung von Frauen (was bis heute ein ziemlicher Rohrkrepierer ist), würden die Zahlen wahrscheinlich deutlich besser aussehen. Da bin ich mir sehr sicher. Aber solche Kampagnen sind eben eher am Zeitgeist und nicht am tatsächlichen gesellschaftlichen Bedarf orientiert. Denn die Pflege zu stärken, ist für die Gesamtbevölkerung aufgrund der demographischen Entwicklung sicherlich weitaus wichtiger als MINT.

Und was Frauen auf dem Bau angeht… Nicht falsch verstehen, ich wäre da total dafür! :heart_eyes:

Die Quellen für diese steilen Thesen würden mich wirklich interessieren.

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Angenehme und Unterhaltsame Folge. Fand beim Covid19 Beitrag die unnötig dramatisierende Musikuntermalung deplatziert, den Ausschnitt des Beitrags selbst aber durchaus relevant.

Tamara Wenli war mir im Einspieler etwas suspekt im Dialog mit Holgers gab es dabei interessante gut präsentierte Einblicke in die entsprechende Weltanschauung. Das linke mit grünen pauschalisiert und in einen Topf geworfen, und einer unterstellten, Filterblase geworfen ist dabei als gefühlter breiter Konsens auch kein Aufreger. Erinnert zudem an Herrn WMS These, zu FR Anti-Rassismus Komödien mit dem Zaunpfahl-Wink, dass bei der Weltoffenheit und Toleranz über Geschlechter und Ethik hinweg gerne abweichende politische Sichtweisen als gemeinsames Feindbild herhalten müssen.

Offtopic-Auschweifung zu Covid19

Der Erreger mutiert weiterhin fröhlich und wurde seit dem ersten Auftreten ansteckender (SPON-Link), mit etwas Glück auch harmloser. Vorerst aber scheint es DE, mit einigen wenigen Ausnahmen und in Kauf genommenen Risiken, hinter sich zu haben. Risiken wie die erlaubte und bedingungslose Einreise aus Gebieten in denen Covid19 derzeit stark grassiert.

In Anbetracht der sich sichtbar entspannenden Infektionslage (Link Morgenpost Infektions-Weltkarte) in DE, mag Covid19 berechtigterweise brisantes kein Alltagsthema mehr sein und Erinnerungen an inzwischen selbstverständliche Vorsichtsmaßnahmen eine lästige aufdringliche Klugscheißerei darstellen. Dennoch stößt es sauer auf, wenn fahrlässig oder gar gezielt gegen teils immer noch geltende Vorsichtsmaßnahmen – insbesondere nahe Risikogebieten – Verstoßen wird. Für diese Fälle und Minderheiten empfinde ich solche Berichte durchaus nötig.

— Weiter Ausführung —
Mein Arbeitgeber ist derzeit immer noch in der Sensibilisierung für das Thema. Derzeit läuft die schriftliche Kenntnisnahme für alle Mitarbeiter zwecks der Verhaltens- und Handlungsanweisungen innerhalb der Covid19 Pandemie. Trotz geschlossener Betriebskantine vor Ort, bleiben Risiken für Mitarbeiter und den Arbeitgeber durch ein fehlendes Problembewusstsein in den Arbeitspausen. Wie auch ein kürzliche Begebenheit bei einem innerbetrieblichen Smalltalk illustriert:

Traurige Nachricht das junger Ehemann zwei Tage nach Hochzeit mit Covid 19 (Link N-TV) (Web.de Alternativlink) verstirbt. Vor der vor der Hochzeit jedoch einen (nicht weiter begründeten) Krankenhausaufenthalt abbrach. Tragisch wie die Infektionskrankheit banalisiert wird, und um die hundert Personen angesteckt haben.

Antwort einer zuhörenden Person: Kann man halt nichts machen, alles ist gefährlich, vor allem der Alltag und der Straßenverkehr.

#Infektionskrankheit #Krankenhausaufenthalt #Massenveranstaltung … Vergleich: Jemand hat körperliche Beschwerden während gerade Kopfläuse offiziell grassieren und die Bevölkerung sensibilisiert wird. Dennoch wird, ohne jegliche greifbare Prävention, eine größere Veranstaltung abgehalten. Unbeteiligte, und teils gar beteiligte, sehen das als völlig annehmbares Risiko das sich auf keine angemessene Weise ohne paranoide Überreaktion hätte reduzieren lassen können. Traurig, insbesondere wenn man dann aus DE auch vereinzelte Schreckensmeldungen erhält.

Lokal (tot 21järhige) in Bayern, oder eben über den Tagesspiegel (Spätfolgen geheilter junger Sportlerin).

— Abschließende Beteuerung —
Nochmal, es mag für die meisten irrelevant und zu Recht nervig sein. Für die wenigen Betroffene, auch jene die sich selbst nicht zur Risikogruppe zählen können, kann dabei noch immer nicht das Risiko dauerhafter Gesundheitsbeeinträchtigungen ausgeschlossen werden. Wie zuletzt durch Diabetis.
Zudem ist jeder einzelne toter zu viel, auch wenn in Bayern bei den unter 40 jährigen „nur“ elf Personen mit einer Covid19 Infektion verstorben sind. 93 über 50J und unter 60J.

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Ja, finde ich auch. Gerade jetzt, wo es kaum noch Fälle gibt und fast nur noch über die (niedrige) Letalität berichtet wird, ist es wichtig ab und zu darauf hinzuweisen, dass auch unter den Überlebenden viele mit großen Einschränkungen leben müssen.

Ja es stimmt sicher, dass eine Grippe ähnliches bewirken könnte, der Unterschied ist halt nur: wenn wir Corona völlig ohne Maßnahmen durchlaufen ließen, dann würden sich halt zig Millionen infizieren, das ist bei der Grippe nicht so. Gerade weil wir das gerade alle vergessen, sind solche Beiträge eigentlich ganz gut.

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Es scheint aber wohl auch so zu sein, dass selbst die Leute, die eine Corona Infektion ohne größere Beschwerden hatten Spätfolgen haben können. Dazu zählen Trombosen, neurologische Störungen, Erschöpfung, Atembeschwerden und auch Hautentzündungen.

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Über Eurythmie möchte ich mir an dieser Stelle jeglichen Kommentar verkneifen, davon abgesehen habe ich auf das Feld eine recht interssante Perspektive, da ich zuerst Informatik studiert habe, damals noch mit Diplom und dem ganzen Mist und mich danach enstchieden habe nochmal ein neues Studium der Integrativen Heilpädagogik dran zu hängen und in diesem Bereich arbeite ich auch. Dabei verdiene ich mal locker 30-50% weniger Gehalt bei einem vergleichbaren Akademischen Grad in einem MINT-Fach.
Und ich sehe die klassischen (und auch moderneren) Geistes- und Gesellsschaftswissenschaften als alles andere als nutzlos an. Durch solche Studiengänge, die sich unter anderem mit ethischen Überlegungen als Grundlage des Handelns beschäftigen, entwickelt sich eine Gesellschaft hin in einer Richtung, die den Menschen zum nutzen ist.
Überspitzt ausgedrückt: Die Grundlagen beziehungsweise Vorgänger dieser Studiengänge haben z.B. dazu geführt, dass heute die Männer nicht mehr sechs Tage die Woche zehn Stunden am Tag arbeiten, während die Frauen sich zu Hause um Haus, Haushalt und fünf Kinder kümmern.
Wenn ich die Wahl habe, in welcher Welt ich lebe, der der heutigen in Deutschland oder in der von vor fünzfig, hundert oder auch hundertfünfzig Jahren, weiß ich, für welche ich mich entscheiden würde. Und dass nicht nur weil es damals kein flächendeckendes LTE und Breitband Internetzugang gab.
Und wenn als zusätzliche Option eine Welt bestünde, in der genetische Voraussetzungen, wie (biologisches) Geschlecht oder Hautfarbe, ebensowenig Einfluss auf die Wertschätzung eines Menschen und seine Möglichkeiten zu Leben haben wie heute seine Haarfarbe oder seine Schuhgröße, dann weiß ich wiederrum, welche Option ich wähle. All das (Geschelcht, Schuhgröße, Herkunft, Sexualität, Haarfarbe) sind Aspekte, für die niemand etwas kann, Aspekte, die einfach gegeben sind. Man ist dafür nicht verantwortlich, man hat nichts dafür getan, um sie zu erhalten, daher sollte man auch nicht unbedingt stolz darauf sein.
Und vor allem, sollten diese Aspekte nichts sein, was einen Menschen und seine Möglichkeiten definiert bzw einschränkt.

Und dass dies heute in vielen Bereichen möglich ist, also dass Frauen nicht nur ein Berufswahlrecht sondern auch ein politisches Wahlrecht haben, dass homosexuelle Menschen heute in Deutschland eine deutlich größere Mögklichkeit haben, den Beruf zu ergreifen, den sie möchten, etc, all das haben wir nicht zu letzt den links-grün versifften zu verdanken, die solche Studiengänge besuchen und voranbringen.

Das ist keine MÄNNER-Perspektive, das ist eine BULLSHIT-Perspektive!!
Zugegeben, eine Bullshit-Perspektive, die vermutlich vermehrt von Männer vertreten wird, aber der Aspekt, dass ich ein XY-Chromosomen-Träger bin, zwingt mich nicht dazu, diese Bullshit-Perspektive einzunehmen.
Der Umstand, dass ich ein Arschloch bin (kein Angriff auf irgendjemand speziellen, sondern eine generelle Azussage) , bedingt, dass ich diese Perspektive einnehme.
Und zu sagen, dies sei eine Männerperspektive, ist leider ebenso eine BULLSHIT-Aussage, weil man sich damit genau der Instrumente bedient, derer sich eine männlich dominierte Gesellschaft seit Generationen bedient. Ob das auf lange Sicht zu einer besseren Gesellschaft führt, kann ich nicht absehen, da meine Kristallkugel gerade zum Re-Energetisieren und gegen 5G Abschirmen beim Schwurbler meines Misstrauens ist, aber ich fände es viel schöner, wenn man zu diesem Ergebniss kommt, indem man sich verständigt und nicht, indem man sich quasi rächt, indem man „den Spiess umdreht“

Seid ihr immer noch zugange? :smile:

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@loopy
Mich würde deine Meinung zu der kleinen Geschichte am Anfang interessieren. Ich finde diese Geschichte, die man ja auch in Leitfäden zur geschlechtergerechten Sprache findet, befremdlich. Denn niemand würde diese Geschichte so erzählen. Ich habe noch nie zu jemandem gesagt: „Mein Arzt hat gesagt …“, wenn ich in Wahrheit bei einer Ärztin war.

Es ließen sich vielleicht bessere Beispiele finden. Aber gerade weil solche Beispiele gewählt werden, frage ich mich, wie ernst ich das alles nehmen soll. Was denkst du darüber?

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klingt für mich ziemlich genau nach meinem Beruf in der sozialen Arbeit. Nur dass man bei mir noch ein "in den letzten 5 Jahren nur drei richtige Wochenenden (außerhalb des Uhrlaubs) gehabt, arbeiten auch immer mal wieder gerne an Weihnachten und Ostern (denn „Ja, meine Kunden sind auch an Weihnachten behindert, das hört micht an den Feiertagen einfach auf“) und seit x-Jahren auf Teilzeit mit befristeten Verträgen arbeiten, hinzu kommt. Ach so, dafür verdiene ich aber zum Ausgleich mal locker 1000€ Brutto weniger als Berufsanfänger. und gerne mal zwei bis dreitausen Brutto weniger im Monat nach zehn Jahren Berufserfahrung, idealerweise beim selben Arbeitgeber.

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In meinem Job haben die beiden Geschäftsführenden, (gender-NEUTRAL), die beide Frauen sind, nach 3000 Überstunden aufgehört, diese aufzuschreiben. Das war keine 24 Monate, nachdem sie diese Posten übernommen hatten. Da liegen wir also mal so bei 70 unbezahlten und nicht ausgelichenen Überstunden, JEDEN Monat. Oder um es anders auszudrücken: