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Folge 63

[QUOTE=mchawk;467301]Meine Kritik bezog sich nicht darauf. Der Text hätte schon längst korrigiert sein [-]können[/-] müssen!
Das hat nichts mit der Interview-Veröffentlichung zu tun.[/QUOTE]

Wenn ich mir den Link zum Artikel angucke und dessen Facebook-Seite, sehe ich, dass eine Ankündigung auf das Interview bereits am 30. Juni stattgefunden hat. Nach dem Facebook-Posting zu urteilen, wusste das beleidigte Publikum schon, worauf es hinausgeht. Ich bin mir sicher, dass die Redaktion noch ein weiterer Artikel bringen wird, daher warte ich lieber erst ab.

[QUOTE=elseppo;467280]Sehe das genauso wie mchawk: M. Wüster hat durch seine eigene “Interpretation” der Gebärdensprache die Sprache nachgeäfft und nicht die Hörbehinderten beleidigt. Ansonsten dürfte man wirklich keine Witze mehr machen in denen die einzelnen Dialekte nachgemacht bzw. verarscht werden. [/QUOTE]
Mit nem Dialekt kann man die Gehöhrlosensprache eigentlich nicht vergleichen, denn auch der Bayer versteht ein paar norddeutsche Wörter und andersrum.

[QUOTE=elseppo;467280]
Hauptsache die “Szene” kann nun Görmanies näxt Topmodell schauen mit Untertiteln. Scheiß egal ob die öffentlich rechtlichen Untertitel senden, hauptsache der Müll läuft mit Untertiteln…[/QUOTE]
Ich verstehe den Zusammenhang nicht.
Wenn es genug Konsumenten für eine Sendung gibt, dann kann doch auch ein Privatsender Untertitel anbieten (sofern dieser sich das leisten kann). Was hat das mit den Untertitel der Öffies zu tun?

@adam
Was genial gewesen wäre, wäre wenn im nachhinein der Gast die Sendung/das gesamte Interview in Gebärdensprache übersetzt hätte. Dann könnte man das mit auf den YT Kanal vom Wüster setzen.

Mmmhh, gut, für mich war es interessant, es wird die Verstimmungen aber sicherlich keinesfalls klären.

[QUOTE=mnyut;467322]Mmmhh, gut, für mich war es interessant, es wird die Verstimmungen aber sicherlich keinesfalls klären.[/QUOTE]

Welche Verstimmungen?

[QUOTE=00_max;467302]Wenn ich mir den Link zum Artikel angucke und dessen Facebook-Seite, sehe ich, dass eine Ankündigung auf das Interview bereits am 30. Juni stattgefunden hat. …[/QUOTE]
Hearzone hätte sofort nach Bekanntwerden, dass die Videos Fake/Verarsche sind, diese Info als Update in den Artikel einbinden können.
Das hat überhaupt nichts mit dem Interview zu tun - das ist diesbezüglich schnurzpiepegal.
Wenn schon in Bezug dessen hätten sie aller spätestens den Artikel bei der Terminabsprache mit Alsterfilm sofort anpassen müssen - also zeitlich gesehen deutlich vor dem Interview.

[QUOTE=00_max;467327]Welche Verstimmungen?[/QUOTE]
Schau die Netzprediger Folge und in dem Zitat von hearZONE schreiben sie ja das es zusätzlich auch während dem Interview vernommen haben.
Für mich war der Gast ganz klar mehrheitlich Lobbyist. Einen Mehrwert hatte es für mich und ich finde auch sehr gut, dass so etwas auf MG stattfinden kann. Kann es im Fernsehn auch, aber eben bei weitem nicht so. Man kennt ja diese Talksendungen und welchen [-]Minderwert[/-] begrenzten Mehrwert sie haben.

[QUOTE=mchawk;467337]Hearzone hätte sofort nach Bekanntwerden, dass die Videos Fake/Verarsche sind, diese Info als Update in den Artikel einbinden können.
Das hat überhaupt nichts mit dem Interview zu tun - das ist diesbezüglich schnurzpiepegal.
Wenn schon in Bezug dessen hätten sie aller spätestens den Artikel bei der Terminabsprache mit Alsterfilm sofort anpassen müssen - also zeitlich gesehen deutlich vor dem Interview.[/QUOTE]

Wo liegt denn das Problem. Wenn ich mir die Chronik anschaue, wurde das bereits vor dem Interview gemacht. Siehe hier!

[QUOTE=00_max;467284][post=467197]@smario66[/post]
Hier sehen wir, wie wenig Verständnis ‘gesunde’ Menschen gegenüber beeinträchtigte Menschen haben. Schade eigentlich![/QUOTE]Ich seh hier vor allem, dass du scheinbar zu der Sorte Mensch gehörst, die gerne überall eine Diskriminierung und Verständnislosigkeit reininterpretiert. Weder bezieht sich mein Beitrag auf die gesamte Gruppe der Gehörlosen, noch sage ich mit einem Wort, dass ich kein Verständnis dafür habe, dass sich gesundheitlich oder anderweitig beeinträchtigte Menschen Inklusion vom Rest der Gesellschaft wünschen. Ich kritisiere lediglich die Art wie Herr Straumann das gemacht hat. Aber manche Leute wollen so etwas halt einfach immer überall rauslesen/-hören.

[QUOTE=smario66;467350]dass sich gesundheitlich oder anderweitig beeinträchtigte Menschen Inklusion vom Rest der Gesellschaft wünschen.[/QUOTE]

Was wie bei jeder “diskriminierten” Gruppe natürlich auch hier nur heißt - die Rosinen rauspicken und sonst Sonderrechte (etwa Verbot von satirischen Darstellungen) fordern.

Alter Falter! Der Künstler, der dein Weltbild gemalt hat, hatte wahrlich einen eigensinnigen Humor.

man sollte verständnis haben für den journalisten dass er sich nicht so stark von todesdrohungen distanziert die sich im netz an maximilian wüster (will sich im 4. Quartal 2016 in Darmstadt beim staatlichen Prüfungsamt für Gebärdensprachdolmetscher als staatlich geprüfter Gebärdensprachdolmetscher prüfen lassen) richten.
immerhin will der mensch von hearzone selbst [B]Adam ja in Stücke teilen[/B] (kommentar vor der sendung bei facebook):

Dir ist hoffentlich klar, dass das dort nur in einem rhetorischem Sinne gemeint war.

Also, mit der Aussage “Jede Minderheit hat das Recht darauf diskriminiert zu werden”, ist von Somuncu mitnichten ein Freibrief zur flächendeckenden Beleidigung gemeint. Aber trotzdem passt diese Aussage sehr gut zu dieser Thematik. Was meint er denn mit dieser Aussage? Damit ist gemeint, dass eine Ideologie wie die Inklusion nun einmal eine sehr radikale Ansicht vertritt, wie man mit bestimmten Gruppierungen umgehen soll.

Ohne jetzt eine Bewertung abzugeben, ob Inklusion Sinn macht oder nicht - Was definitiv keinen Sinn ergibt, ist wenn Berufsbetroffene Menschen, die teilweise nicht einmal selbst an der Behinderung leiden, die sie “verteidigen” - wenn diese Menschen dann Sonderrechte einfordern. Entweder man vertritt die extreme Ideologie, das alle Menschen gleich sind und in jeder Situation gleich behandelt werden müssen, oder eben nicht. Was hier als Rosinenpicken bezeichnet wird, ist, das man sich herausnimmt, die gleichen Rechte einzufordern, aber die Konsequenzen daraus nicht tragen will.

Ferner ist es so, dass diese berufsbetroffenen Menschen nicht selten auch selbst diskriminieren, da sie mit ihrem Gehabe oft implizieren, die angesprochene Gruppe könnte sich nicht selbst verteidigen. Es ist auch oft so schon ein Thema, das komplex und schwierig ist, da braucht man eigentlich nicht noch Menschen, die sich mit der Verteidigung vermeintlich schwacher Menschen selbst profilieren wollen.

Du rennst gerade in eine Logikfalle, da du nun “den Berufsbetroffenen” vorwirfst, die verteidigten Gruppen zu diskriminieren, weil sie die eigentlich Betroffenen nicht selber sprechen lassen, während du gerade das gleiche tust, indem du nicht den eigentlichen Betroffenen es überlässt, gegen Berufsbetroffene im Bedarfsfall zu sprechen. :ugly

Aber ich bin eh der Meinung, dass sich jeder natürlich für andere Menschen einsetzen darf. Es ist eben nur dann auch nötig, dass man der verteidigten Gruppe dann auch zuhört und im Zweifelsfall das erste Wort einräumt. Oft stellt sich aber auch die Frage, ab wann man “Betroffener” ist. Sind Angehörige dies auch? Und wer spricht dann für Menschen mit geistiger Behinderung oder für Gruppen, die so diskriminiert werden, dass sie nicht ernsthaft angehört werden?

Naja, eigentlich folge ich nur der Logik des Empowerments. Ich will damit jetzt auch gar keine qualifizierende Aussage darüber abgeben, was ich von Menschen halte, die ich als “berufsbetroffen” klassifizieren würde, das würde hier auch zu weit gehen. Grundsätzlich sind damit völlig unbetroffene Personen gemeint, die sich aus Prinzip einmischen und sich profilieren wollen - Und diese Menschen gibt es definitiv, habe ich fast jeden Tag mit zu tun.
Wenn man jedoch der Meinung ist, das alle Menschen gleich sind und das in jeder Konsequenz, erscheint es mir doch als recht merkwürdig, wenn diese oft nicht selbst sprechen dürfen, sondern ungewollt über Fürsprecher verfügen.

Was Serdar da meinte ist ja auch, dass ein Behinderter über einen vermeintlich “diskriminierenden” Witz lachen kann, weil es auch ein Zeichen ist, dass die Behinderung eben KEIN THEMA mehr ist. Wenn man jetzt allerdings trotzdem ständig Sonderrechte einfordert, zum Beispiel dadurch das man sich Satire verbittet, dann untergräbt man sein eigenes Ziel der Integration. Das heißt natürlich nicht, dass man jeden jetzt beleidigen darf im Hinblick auf “Ist doch nur Satire”. Es ist allerdings ein Zeichen, dass wir in einigen dieser Diskriminierungs-Debatten ziemlich das Maß verloren haben, was noch verhältnismäßig ist.

Ach du liebe Güte!
Ich habe gerade die Folge gesehen, und kann kaum glauben, was Ich da im Interview hören musste. Was dieser Jonas Straumann da erzählt schlägt doch jedem Fass den Boden aus. Die Welt wird doch immer empfindlicher, was mich an einen Blogpost von Fefe errinnert: Die Kultur des Opfertums!
Ich muss gestehen dass ich das Video auf YT an sich nicht lustig finde. Ist einfach nicht mein Humor. Aber die Aufregung verstehe Ich dann nur Im Kontext des oben verlinkten Artikels. Um so weniger verstehe Ich dann aber, dass man sich einen Lobbyisten ins Studio einlädt und ihn In seiner Beruflichen Opferrolle erstrahlen lässt.
Den Unsinn den er von sich gibt, z.B. dass man erst Witze machen dürfte, wenn eine spezielle Gruppe Sie “genehmigt”, ist vollkommen inaktzeptabel! Nicht auszudenken, es gäbe eine Gruppe von Politikern, die Witze der “Anstalt” genehmigen müsste…
Dann die Forderung an ein privates Unternehmen (Pro 7), ihr Produkt (GNTM) doch gefälligst so auszustrahlen, wie Sie (also die Minderheiten- Lobby der Gehörlosen) es für richtig halten, ohne für die Mehrkosten aufkommen zu wollen. Ich will auch unbegrenzt und überall LTE für Lau für Alle… aber die Welt tanzt halt leider nicht nach meiner Pfeife.
Zugegeben, dass Video ist vielleicht etwas “unglücklich” an einigen Stellen. Z.B. das Gehörlose den Anfang nicht hören können und nicht wissen, dass die Musik kein Text hat. Um so mehr disqualifiziert das in meinen Augen jede Kritik. Ich bin der Meinung, dass man eben - wie es Adam ja auch gemacht hat - auch “Satire” produzieren kann, ohne sich lang und breit damit Auseinandergesetzt zu haben. Schaden würde es vielleicht nicht, aber es geht auch ohne. Echte Kritik wiederum geht nur MIT Wissen, was den Gehörlosen an der Stelle aus genannten Gründen fehlt. Alleine die Tatsache, dass dies ein Troll Video ist, sollte die Wogen schon glätten. Würde das Video den Titel “Irrer tanzt verrückt in seiner Küche” tragen, würde es entweder keinen Interessieren, oder der neue “GangNamStyle”. Ausserdem dachte Ich das der ganze Sinn solcher Videos ist, Kontroversen, Diskussionen und Kommentare zu erzeugen. Insofern war die Mission doch sehr erfolgreich. Auch deshalb fande ich das Interview überflüssig.

Aber wer weiss, vielleicht muss Adam Bienchen ja auch demnächst um Erlaubnis fragen. Und Adam “Wölkchen” dann ein Interview auf NP mit Daggy führen, und sich genau erklären lassen, wie und warum jetzt wo ihre Gefühle verletzt wuden.:shock:

[QUOTE=00_max;467347]Wo liegt denn das Problem. Wenn ich mir die Chronik anschaue, wurde das bereits vor dem Interview gemacht.[/QUOTE]
Nur soviel: Wenn Du meine Kritik jetzt immer noch nicht verstanden hast - und davon muss ich ausgehen, denn Deine Aussagen gehen so dermaßen weit an meiner geäußerten Kritik vorbei, dass sie selbst das Hubble-Teleskop nicht mehr erkennen könnte - dann höre ich an dieser Stelle auf.
Denn jede Interpretation darüber, wäre für Dich nicht sehr schmeichelhaft. Sorry.

[QUOTE=E3826;467108]Neros News waren dieses mal super, von der Vortragsweise. Aber auch inhaltlich.[/QUOTE]
die waren einfach abgelesen. Was genau ist daran toll?

bzgl dem Gast:
Das ist dieses typische: Witze sind ok, solange sie nicht mich selbst betreffen.

[QUOTE=Baru;467366]Aber ich bin eh der Meinung, dass sich jeder natürlich für andere Menschen einsetzen darf. Es ist eben nur dann auch nötig, dass man der verteidigten Gruppe dann auch zuhört und im Zweifelsfall das erste Wort einräumt.[/QUOTE]
Betrufsbetroffenheit gibt es schon seit jeher - wer recherchieren möchte, der kann in den altehrwürdigen Schriftrollen von de.talk.jokes sehr schöne Beispiele finden.

Es erinnert halt etwas an den Witz, wo ein Pfadfinder bei seiner täglichen, guten Tat eine Oma über die Straße führen möchte, die das gar nicht will.

Ich kenne keine Situation, in der Berufsbetroffenheit jemals was gebracht oder bewirkt hätte. Außer vielleicht, dass sich die betroffene Person ethisch besser oder überlegen fühlt.

Deshalb bin ich bei solchen Sachen immer gereizt das alte S.H.A.F wieder auszumotten - aber das nur am Rande. :twisted:

[QUOTE=mchawk;467373]

Ich kenne keine Situation, in der Berufsbetroffenheit jemals was gebracht oder bewirkt hätte. Außer vielleicht, dass sich die betroffene Person ethisch besser oder überlegen fühlt.[/QUOTE]

Da Minderheiten üblicherweise oft in der Minderzahl sind, ist das Abwerten der “Berufsbetroffenen” auch immer eine ganz einfache Methode, die ganze Diskussion abzuwürgen oder zumindest zu marginalisieren. Wer nicht nachweisen kann, dass er nicht mindestens in dritter Generation davon betroffen ist, darf eben nicht argumentieren, egal wie logisch vielleicht die Aussagen sind.

Oder findet die Kennzeichnung “Berufsbetroffener” eh eher speziell dann Anwendung, wenn man die Person nicht mag?

Gerade im Fall von Gehörlosen fällt mir auch Julia Probst ein. Sie kann zwar sprechen und von den Lippen ablesen, aber ihre Sprache ist nicht leicht zu verstehen und klingt schon stark gewöhnungsbedürftig für Leute, die keinen Kontakt zu Gehörlosen haben. Sie tritt aber trotzdem in der Öffentlichkeit ab und zu auf, das Ergebnis sind aber auch immer wieder unzählige Kommentare, die sich über ihre Sprechweise lustig machen. Da kann es sehr gut sein, dass nur sehr wenige Gehörlose überhaupt das Interesse haben, sich der Öffentlichkeit auszusetzen. Und wenn Gehörlose zur Teilnahme dann Gebärdendolmetscher fordern, fängt die andere Hälfte an zu jammern, dass dies ja hohe Kosten produziert. (Siehe Ruffmann, dem scheinbar schon die Forderung nach Untertitel zu weit geht.) Ob es nun Ziel oder einfach nur Dummheit ist: Man tut schon oft alles mögliche, überhaupt die Teilnahme am öffentlichen Leben für Minderheiten möglichst schwer zu machen. Und wenn dann die viel kritisierten “Berufsbetroffenen” auch noch fehlen, dann fehlt dann unter Umständen fast jede Stimme.

Zum Thema Witze:

Die meisten Witze über Minderheiten sind einfach öde und absolut nicht mutig. Es ist der Humor, den man auf jedem Pausenhof einer weiterführenden Schule findet, so auch das diskutierte Video. Witze über die Mehrheit, den Mainstream, sind da zumindest mutiger, da es dann meistens auch gegen die eigenen Zuschauer geht und die Leute über sich selbst reflektieren müssen und die eigenen Privilegien und das eigene Verhalten in Frage gestellt werden. Aber während man von den Minderheiten sehr schnell ein gutes Verständnis für Satire fordert, ist das dann doch für sehr viele Leute die Grenze der Witzigkeit.