Folge 43 - Ihre Trauer, unsere Quote

Diskussionen zum Gastbeitrag von Lars Golenia bitte hier!

Super Beitrag. Die sarkastischen Sätze mit dem ähem mochte ich besonders bei diesen Beitrag :ugly
Und natürlich der nächste Thema von Extra: Pornos! “Hoch lebe RTL”

Obwohl ich weiss, dass 2010 der Amoklauf verjährte, fragte ich mir, dass er nicht 11. März 2009, wie es unten stand, sondern 11. März 2010 sagte.

…was ja korrekt ist, denn an dem Tag jährte sich der Amoklauf zum ersten Mal :wink:

Ach ja stimmt, ich hab wohl nicht genau hingehört. Er sagte ja, dass der Amoklauf am 2010 verjährte. Ich sollte besser zuhören bevor ich schreibe etwas schreibe. :wink:

Ich fand den Beitrag an sich sehr gut, wobei das Thema meiner Meinung nach schon noch mehr hergegeben hätte; so hat z.B. das ZDF auch einen Beitrag zu dem Thema gebracht (allerdings war dieser keine 20 Minuten lang), wo es teilweise auch um die “sinnvollen” Maßnahmen ging, die umgesetzt wurden nach diesem “Amoklauf” (wobei dieser Begriff ja gerne kritiklos übernommen wird, obwohl er falsch ist… :roll: ). Daran wäre beispielsweise ebenso zu kritisieren gewesen, dass es sich stark so anhörte, als habe man freiwillig auf Bilder von der Trauerfeier, direkte “Belagerungen” etc. verzichtet - was ich auch sehr fragwürdig finde. Insofern sind bei dieser Thematik meiner Ansicht nach (leider) neben RTL noch eine ganze Reihe anderer Sender zu kritisieren.

Was mir in dem Beitrag auch ein wenig gefehlt hat, ist der Kritikpunkt, dass man durch (auch derartige) Berichterstattung dem Täter/den Tätern genau die Aufmerksamkeit gibt, die er/sie u.U. will/wollen.

Aber trotzdem wie gesagt ein guter Beitrag!

  • Ich kann das Thema Winnenden nicht mehr hören, und das schließt Formate wie FK mit ein
  • gut dass wenigstens Computerspiele diesmal nicht Thema war
  • gute Texte, gut gesprochen, gut umgesetzt
  • Das Porno-Ende: gute Pointe

Alles in allem gebe ich dafür, trotz des mir nicht gefallenden Themas, daher eine 2+ :slight_smile:

Ich fand den Beitrag sehr schön, auch wenn mir das Thema auch zum Hals raushängt, aber es geht in dem Fall ja weniger um den Amoklauf als um die Tatsache wie die Medien mit traumatisierten Menschen umgeht :slight_smile:

Lieber Fernsehkritiker,
fast würde ich sagen: Lass das mit den Gastbeiträgen. Der zweite Gastbeitrag dieser Folge hat mich jedoch umgestimmt.
An diesem hier jedoch kann ich absolut nichts, aber auch gar nichts positives finden.

Wenn ich solchen Mist höre wie in diesem Beitrag kommt mir fast die Kotze hoch. Viel verwerflicher als RTL geht der Autor dieses Beitrages mit dem Thema Amoklauf um. Es steht außer Frage dass ein Amoklauf in den Medien auf oft unschöne Weise ausgeschlachtet wird. Aber die Art und Weise der Trauer von Betroffenen oder Angehörigen in irgend einer Form in Frage zu stellen bzw. lächerlich zu machen ist eine Unverschämtheit sondergleichen (sinngemäß folgendes Zitat des Autors: RTL unterstützt die Angehörigen in ihrer “Traumwelt”).
Das Gequassel von pauschaler Retraumatisierung, absoluter Stuss. Mir fehlen echt die Worte. Wäre mein MacBook nicht nagelneu, ich hätte es bei diesem Beitrag an die Wand geklatscht!

nightbyte

RTL unterstützt die Angehörigen in ihrer „Traumwelt“).
Das Gequassel von pauschaler Retraumatisierung, absoluter Stuss.

Ja stimmt, das hatte ich leider vergessen, da hat du recht. Das Zitat war wirklich recht daneben. Weil die Frau nämlich gesagt hat, dass sie den Tod ihres Kindes noch nicht verarbeitet hat (was denke ich normal ist), und dass sie keineswegs in einer Traumwelt oder Parallelwelt lebt, wird einfach an der Tatsache ersichtlich dass sie über ihren eigenen Umgang mit der Situation reflektieren kann - genau das kann jemand, der wirklich in einer eigenen Welt lebt, eben nicht!

Stimme dem über mir Geschriebenen zu, fand diesen Beitrag sehr grenzwertig.Der ganze Tonfall in dem Beitrag hat mir übel aufgestossen,war sehr abwertend.

Eigentlich kamen auch so keinen neuen Erkenntnisse rüber. Das das Thema wieder von den Medien ausgeschlachtet wird ,das traumatisierte Eltern in die Kamera heulen…alles schon bekannt.

Der blödeste Kommentar war das die anderen Kinder der betroffenen Familien wohl die „Lebensaufgabe“ eines Psychologen werden.Das war echt überflüssig und unter der Gürtellinie! :smt018

Wenn schon dazu ein Beitrag gemacht wird,dann auch mit der nötigen Sensibilität bzw ganz bleiben lassen und diesen Mist dem Fernseh selbst überlassen. :cry:

lg misterknister

(sorry für den 2 edit!)

Das war doch abzusehen, dass irgentein Sender, hier RTL, sich nicht an die Regeln, die an diesen Tag dort galten, halten würden. Trauernde Eltern, dazu noch welche die psychisch kaputt sind, sind für diesen Sender ein gefundenes Fressen, von solchen Tragödien leben doch solche Sender. Wenn es keine Kriege, Morde, Gewalt und Schulmassaker nicht geben würde, gäbe es RTL & Co garnicht.
Wenn ich zu einen der Trauernden gehören würde, würde ich mich für nichts auf der Welt, vor deren Kamera stellen.

Naja hatte mir von Lars was besseres erhofft, schade…aber das Thema war auch ziemlich doof.
Sein Humor besteht nunmal aus seinem Sarkasmus und der kommt beim Thema Trauer und Amoklauf manchmal ein bisschen heftig rüber. Allerdings find ich nich dass er sich an irgendeiner Stelle über die Trauernden lustig macht.
Er stellt doch eigentlich nur dar wie sich die Medien an diesem Thema aufgeilen.
Alles in Allem hat mir der Beitrag gut gefallen, und die Pointe saß wie gewohnt.:smiley:

Ich fand Lars’ Bericht relativ gut und prägnant. Ich denke, er wollte vor allem klarstellen, dass sich RTL bzw. die Extra-Redaktion an den persönlichen Schicksalen der Angehörigen aufgeilt und Quote macht. Es ist eine Farce, dass 20 Minuten über dieses Drama berichtet wird und die Angehörigen vor die Kamera gezerrt werden, um das Erlebte noch mal erneut zu erleben. Das ist nicht Aufgabe des Fernsehens, sondern eher die eines Psychiaters, der den Angehörigen hilft, die Geschehnisse zu verarbeiten.

Ich bin auch der Auffassung, dass sich Lars nicht über die Betroffenen lustig gemacht hat.

Ich fand den Gastbeitrag gut und ich bin immer noch am grübeln für was Frau Schrowange das Bundesverdientskreuz erhalten hat. Auf wikipedia steht die Antwort nämlich nicht. Falls jemand da mehr Informationen hat, bitte ich um aufklärung!
Diese Frau und diese Sendung sind nach Call-In-TV das schlechteste was das Fernsehn hergibt! Aber generell find ich es perfide die Familien beim Trauer zu Filmen und noch perfider finde ich die gestellte Szene wo alle der Familie das Grabkreuz geküsst haben! Das wirkte irgendwie sehr gestellt, auch wenn die Trauer natürich real ist!

Ich fand den Beitrag einen Hauch zu reißerisch und phasenweise grenzwertig vom Autor. Leider ging der Sarkasmus des Autors teilweise nämlich ziemlich nach hinten los. Außerdem zwingt RTL niemanden mit vorgehaltener Pistole, sich filmen zu lassen. Die Leute haben letztendlich immer noch selber die Wahl. Sicherlich Pietät ist was anderes, aber man sollte RTL nicht die Alleinschuld zuschieben, denn jeder darf auch NEIN sagen.

Hab übrigens leider bei den Gastbeiträgen immer mehr das Gefühl, dass es nur noch ums “Draufhauen” und weniger um eine echte Auseinandersetzung geht. War ja leider schon bei Alkohol+Jugendliche+Gruppe = Gewalt so.

Habe ich das richtig empfunden, dass Frau Schrowange bei ihrer An- und Abmoderation scheinbar mit den Tränen gekämpft hat?

Leider ging der Sarkasmus des Autors teilweise nämlich ziemlich nach hinten los. Außerdem zwingt RTL niemanden mit vorgehaltener Pistole, sich filmen zu lassen.

RTL zwingt zwar niemand, jedoch müssten die Eltern die ganze Zeit von einem Experten begleitet werden. Er hätte wohl deutlicher sagen müssen, dass Retraumatisierung auch trotz freiwilliger Zustimmung zum Wiederholen stattfinden kann. Die Frage stellt sichaufgrund der psychisch angeschlagenen Situation solcher Menschen, ob sie überhaupt in der Lage sind in diesem Moment auch die richtige Entscheidung (auch wenn das Erlebte 1 Jahr zurückliegt) bezüglich Ja oder Nein zu treffen. Was RTL nämlich macht, ist nichts anderes als Opfer auszunutzen.

Habe ich nicht gespürt.

Guter Beitrag. Kein “sehr guter”, weil er manchmal übers Ziel hinausgeschossen ist… Diese Menschen sind immernoch traumatisierte Opfer und ich glaube jemand, der keinen ihm nahestehenden Freund, Verwandten, Bekannten bei so einer schrecklichen oder einer vergleichbaren Tat verloren hat, darf das RECHT für sich beanspruchen eben solche Menschen teilweise der Lächerlichkeit preis zu geben… Und wenn dann noch das Fernsehen kommt, diese bemitleidenswerten Personen auch noch vor die Kamera zerrt und so tut, als würden sie denen damit auch noch helfen PLATZT MIR EINFACH DIE HUTSCHNUR. Insofern fand ich es mehr als richtig, dass Lars diesen Beitrag gefertigt hat, aber diesmal ist der Sarkasmus die Protagonisten betreffend einfach NICHT angebracht, weil am Ziel vorbei. Ich persönlich bin gerne sehr zynisch , also kein Verfechter des “Guten Tons” oder der political correctness und auch der Meinung, dass Satire alles darf. Allerdings sollte es dann auch einen GRUND geben sich über sein Zielobjekt satirisch auslassen zu können. Satire ist und darf niemals Selbstzweck sein, sondern MUSS Missstände aufzeigen, anprangern und letztlich verurteilen.
Letztes mal: Diese Menschen haben nicht geschauspielert, nicht aus Gier gehandelt, sich nicht angeboten, nicht darauf hin gearbeitet. Sie haben einfach erlebt

Hab übrigens leider bei den Gastbeiträgen immer mehr das Gefühl, dass es nur noch ums „Draufhauen“ und weniger um eine echte Auseinandersetzung geht. War ja leider schon bei Alkohol+Jugendliche+Gruppe = Gewalt so.

Das Gefühl hab ich auch immer wieder. Fand den Beitrag jetzt nicht sonderlich gut, vor Allem weil ich das Gefühl hatte, dass sich der Auto lieber selbst reden hört, als wirklich vom Gesehenen zu berichten.
Hätte mir etwas mehr Sachlichkeit gewünscht.