Folge 43 - Die Grenze unterschritten

Diskussionen zu diesem Teil von Folge 43 hier!

Sehr guter Beitrag, vorallem das mit den Zitaten der Verbände aus MV fand ich gut.

Jedoch zwei Kritikpunkte am Beitrag:

Einmal im Film wird deutlich das die Kanzlerin der CDU angehört, bei einem Interview das N24 im Film mit ihr führt ist hinter ihrem Namen CDU geschrieben.

Gegen Ende des Filmes wird deutlich, dass die heile Welt die anscheinend im unabhänhigen MV herrscht nur Fassade ist. Die Frau vom Verfassungsschutz meint zur Hauptperson (hab die Namen leider wieder alle vergessen) das es mit der unabhängigen Republik MV auch bald zuende sein wird wenn sich die erste Euphorie gelegt habe.

Aber ansonsten ein sehr gelungener Beitrag.

Holgers Meinung zur positiven Darstellung der Linken in die Grenze kann ich nicht teilen. Die wurden doch als korrupte, lenkbare und nostalgische Trottel dargestellt, deren Sozialismus “immer auf Pump finanziert wird” (Verfassungsschutzfrau) und die Bürger werden durch die Volksaktien an der kommenden Verschuldung beteiligt und in den Ruin getrieben. Zum Schluss schließt der Nachwuchs Erich gar die Grenze des Landes, sprich baut wohl eine neue Mauer auf.

Bei den Rechten wurden Übergriffe auf Migranten oder andere Minderheiten nahezu komplett ausgeblendet. Lediglich an einer Stelle wurden Hartz IV Empfänger als Schmarotzer beschimpft und vertrieben. Ansonsten wirkten diese wie eine kriminelle Organisation mit coolem Hightech Schnickschnack.

Ich kann den Beitrag auch nicht nachvollziehen. Allerdings habe ich “Die Grenze” nicht gesehen, würde mich aber schon wundern, wenn ausgerechnet Pro7Sat.1 die Linken positiv darstellen würde. Was war denn das für ein positiver Nachrichtenbeitrag, in dem alles so toll lief? War das nicht eher eine Propaganda-Meldung? Wenn am Ende die Grenze geschlossen wird und somit alles schlecht endet, kann ich die Kritik nicht verstehen.

Dieser “Schlenker” ganz zum Schluss mit der Mauer (es ist ja auch nur angedeutet) war meiner Meinung nach wenig überzeugend - den ganzen Film über war immer die Rede davon, dass die Linken die Verlässlicheren als die Rechten seien. Und diese “Volksaktie” würde auch auf Pump nicht funktionieren - denn kaum ein Bürger würde sich das überhaupt leisten können, 500 Euro pro Aktie auszugeben.

Am Montag plaudert Stalinistin Wagenknecht übrigens bei Beckmann über ihr Leben - wieder mal so ein Beispiel, wie sehr das Fernsehen inzwischen auf dem linken Auge blind ist. Dabei bleibe ich!

Zur Darstellung der linken Partei kann ich mich Preisablehner und Twipsy nur anschließen - ich finde, dass (zumindest den Ausschnitten zur Folge) diese ebenfalls sehr negativ weggekommen ist. Hingegen erscheinen die “Etablierten” auf einmal als die Retter des Staates, nur Gutes zu wollend, nur Sinnvolles vorzuschlagend, nur Wahres zu redend… o.O

Allerdings ist mir noch ein Kritikpunkt aufgefallen: Während der Name der rechten Partei ein fiktiver ist, ist die “linke” namentlich genannt"… Was soll das?

Sehr gelungen fand ich an dem Beitrag übrigens das Einbinden der Zitate, die das Ganze besonders amüsant gemacht haben.

@Pandora: die Partei hieß die neue Linke. Das “neue” war anscheinend genug, dass man die so nennen konnte.
Ich fand aber nicht, dass die etablierten Parteien so gut weggekommen sind. Die waren zwar gewillt einzuschreiten, aber sie wirkten einfach nur unbeholfen und machtlos.

Ich weiß jetzt nicht, was diese Volksaktie sein soll, allerdings sind Bundesanleihen schon ewig eine beliebte Geldanlage.
Schaut man sich Deinen Beitrag an, hat man wirklich den Eindruck, dass alles wunderbar funktioniert - weil Du nur zeigst, wie alle mit anpacken und die positiven Meldungen verkündet werden. Dass am Ende alles den Bach runtergeht, wird bei Dir weggelassen.
Ich kann mich an ein Gespräch mit Friedmann erinnern, wo Frau Wagenknecht nun wirklich nicht gut rüberkam. Sollte man im N24-Archiv noch finden können.

Naja, ich hab “Die Grenze” nicht gesehen.
Aber ich hab schon vorher geahnt, daß sowas ähnliches dabei herauskommt.

Mit Politik kenn ich mich (leider) nicht so gut aus. Und wie gesagt: Hab den Film nicht gesehen.
Also kann ich nichts über die Darstellung der Politik sagen.

Aber naja, dennoch ein schöner Beitrag, der meine Befürchtungen (mehr oder weniger) bestätigt hat.
Vielen Dank, Herr Kritiker. :mrgreen:

Ich weiß jetzt nicht, was diese Volksaktie sein soll, allerdings sind Bundesanleihen schon ewig eine beliebte Geldanlage.
Schaut man sich Deinen Beitrag an, hat man wirklich den Eindruck, dass alles wunderbar funktioniert - weil Du nur zeigst, wie alle mit anpacken und die positiven Meldungen verkündet werden. Dass am Ende alles den Bach runtergeht, wird bei Dir weggelassen.
Ich kann mich an ein Gespräch mit Friedmann erinnern, wo Frau Wagenknecht nun wirklich nicht gut rüberkam. Sollte man im N24-Archiv noch finden können.

ein solches ende gibt es in dem film nicht, twipsy - das ist das problem

Wenn am Ende eine Mauer gebaut wird, weil das System sonst nicht funktioniert, wäre das für mich ein schlechtes Ende.

Um jetzt einmal kaum auf das eigentliche Thema einzugehen, aber dafür eher auf einen kleinen “Nebensatz”:

An einer Stelle wurde irgendwie von Apple Macbooks, welche anscheinend irgendwo versteut im Film herumstehen, auf das iPad geschlossen, obwohl einfach nur ein Multitouch Display gezeigt wurde. Ich halte das irgendwie für… “lächerlich”, das ganze wirkte einfach so, als wolle man etwas modernes darstellen, und da Multitouch gerade überall so langsam beliebt wird und als Zeichen für Modernität einzug findet, ist ja klar dass man das nimmt. Hätte dort ein Asus Notebook gestanden, wäre ja wahrscheinlich auch kein Kommentar dazu gekommen, dass das Werbung für kommende Asus-Multitouch Hardware ist. Also long story short: Ich finde dass das etwas weit hergegriffen war und hätte da jetzt nicht direkt so übertrieben reagiert und diese Unterstellung gemacht.

PS: Nein, ich bin kein Apple Fanboy, ich besitze keinen Mac oder dergleichen, ich fand es einfach nur nicht ganz fair ;).

Der Hauptcharakter hält das neue MV auch für das Paradies. Daraufhin warnt ihn die Verfassungsschutzfrau, seine Familie da rauszuholen. Das klingt für mich nicht gerade positiv. Als Rauswerfer des Filmes dient eine augenzwinkernde Rede des Neue-Linke-Chefs, dass nun die Grenzen dicht gemacht werden.

Ist das ein Zufall, das die Kanzlerin (im film) wie die Hillary Cliton aussieht? :mrgreen:

Schade das dieser Beitrag soviel Platz eingenommen hat in dieser Folge.War ja eigentlich klar das bei dieser tollen Eigenproduktion von Saaat 1 nur Mist am Ende bei rumkommt.
Darum ärgert es mich das der Kritiker so ausführlich darüber berichtet hat!

Besser hätte ich es gefunden nur dann einen Beitrag zu bringe, wenn das Gegenteil der Fall gewesen wäre und es sich gelohnt hätte sich den Film anzuschauen.

Dann wäre das auch ein Grund für mich gewesen mich näher mit dem Film zu beschäftigen.Was ich so bestimmt von mir aus nicht getan hätte. Das war bei usfo der Fall,denn nach der positiven Kritik hab ich da mal vorbei geschaut und fand es echt super. :smt023

Also lieber Herr im Haus bitte bring doch lieber demnächt wieder eine sinnvolle Beitrag von ähnlichen Fernsehperlen die mir ohne deinen Hinweis entgangen wären!

lg misterknister

Genau mit einem solchen Abfall habe ich gerechnet und das Motto von Fernsehkritik Schalten Sie mal wieder ab für mich in Schalten Sie erst gar nicht ein modifiziert habe. Schade, daß das Niveau schon so weit im Keller ist das man nichts mehr erwartet und ich bin bestimmt kein Fan von schwarz/weissen schwedischen Autorenfilmen im Originalton mit russischen Untertiteln…

Also lieber Fernsehkritiker, deine Versuche politischen Aussagen in den Beiträgen unterzubringen in Ehren, aber was du da im Rahmen deines Beitrages zu “Die Grenze” gebracht hast, kann man so echt nicht stehen lassen.

Du erklärst, die Medien sind auf dem linken Auge blind. Hmm. Und die linke Ideale werden im Film ver"harmlos"t, bzw. zu “nett” dargestellt. Immerhin führt die “neue LINKE” im Film anscheinend “Einheitskleidung”, Warenbezugsscheinen etc. fürs Volk ein und baut eine Mauer. Wenn man in Betracht zieht, dass die “neue LINKE” im Film völlig offensichtlich die “echte” Partei die LINKE darstellen soll, ist das alles mehr als absurd! Findest du wirklich, die Partei die LINKE, die immerhin eine Bundestagsfraktion stellt (die Rechten im Film finden kein solch reales Gegenstück!), die also von nicht wenigen Menschen dieses Landes als politische Kraft legitimiert ist, wird in diesem irrwitzigem Machwerk zu nett und harmlos dargestellt? Gehts noch? Wie kann man eine existierende Partei denn noch heftiger diffamieren? Schon die filmische Gleichstellung mit radikalen Rechten ist völlig daneben.

Da du dich ja nun speziell Frau Wagenknecht gewidmet hast, auch ein paar Worte dazu: Frau Wagenknecht sitzt ja nicht nur in Talkshows um ihre Sicht der Dinge zu erläutern, sondern sie vertritt ihre Wähler auch im Parlament. Was eine “Betonkommunistin” ist, würde ich gerne einmal genauer von dir erklärt haben. Aber wahrscheinlich verwechselst du den Begriff mit “Betonstalinist” (oder auch “Betonkopf”). Damit werden allerdings gewöhnlich nur Hardliner aus der politischen Kaste der DDR-Nomenklatur bezeichnet, die bis heute nicht von ihren verqueren “stalinistischen” Idealen aus ihrer Zeit in der DDR abgekommen sind (z.B. die unsäglich beknackte Margot Honecker). Wagenknecht kann man - schon aufgrund ihres Alters - keinesfalls dazuzählen. Dass sich diese Abgeordnete besonders vom “Stalinismus” distanzieren muss ist also völlig absurd. Warum sollte sie dies übrigens dringlicher tun als z.B. der Thüringer Ex-CDU-Ministerpräsident Dieter “Skiunfall” Althaus, der als Lehrer und Leiter einer “stalinistischen” Schule in der DDR ein echter Systemträger war? (Hey, was fällt mir da jetzt auf: Frau Honecker war als Bildungsministerin ja seine Chefin!)
Wer mag, kann sich ja mal diesen über einen Jahr alten UNI-Vortrag von Wagenknecht anschauen und mir dann erklären, was das alles mit Stalin zu tun hat.

Soviel mal dazu. Ich finde es ja schon “gewagt” solchem Sat1-Bullshit überhaupt Aufmerksamkeit zu schenken, aber sich dann noch in solche “merkwürdigen” Aussagen bzgl. der angeblich verharmlosenden medialen Darstellung linker Ideale versteigen (zumal an dem schwachsinnigem Beispiel!), da ist meinerseits schon Fremdschämen angesagt. Solche Naivität in politischen Dingen hätte ich von dir nicht erwartet. Aua.

Natürlich kann man das - sie war schon während der Wendezeit (damals als unverbesserliches junges Mädel) eine Hardlinerin.

Sie äußert in Talkshows zwar allgemein harmlose Dinge zur Sozial- und Wirtschaftspolitik, genauso in irgendwelchen Uni-Vorträgen. Nur: Würde ein Rechtsextremist sich entsprechend äußern, würde (zu Recht) sofort gesagt werden, dass er ein Wolf im Schafspelz ist. Bei Frau Wagenknecht wird es toleriert, sie tritt als offiziele Vertreterin der Linken auf. Und daher ist mein Eindruck, dass hier der deutsche Linksextremismus (und zu dem zähle ich Frau Wagenknecht) zu wenig kritisch hinterfragt wird.

Was den Beitrag allgemein angeht, habe ich ja schon in der Anmoderation gesagt, dass ich sehr viele Mails bekommen habe - somit kam ich nicht drumherum, darüber einen Beitrag zu machen.

Die Grenze hatte ne gute Idee nur der Film war Bullshit! Aber das war auch meine Meinung bei “2012” und trodzdem ist der Film ein Kassenschlager geworden!
Guter Beitrag vom kritiker!

Merkwürdige Wortwahl. Falls es dazu reicht, sich die Mauer zurück zu wünschen, bin ich gerne ein tumber Depp. :ugly