Massengeschmack-TV Shop

Folge 4: Waffenrecht


#61

Gaspistolen sind verboten? Das wäre mir neu… den Kleinen Waffenschein beantragen und Du darfst eine Schreckschusswaffe tragen.

Langsam wird die Diskussion absurd… vom Recht auf Selbstverteidigung sind wir nun bereits beim Recht auf Bürgerkrieg angelangt oder was??? Echt Leute… sucht euch ein Hobby und guckt nicht so viel YouTube-Hetze…


#62

Habe zwei Metalstangen griffbereit. Im Erdgeschoss weiß man ja nie, wer da nicht doch mal im Sommer durchs Kippfenster kommt, wenn man schläft :smiley:


#63

Für mich schüren Waffen Angst und Misstrauen. Es ist richtig, dass mich auch jemand mit seinem Auto oder sonstwas umbringen könnte, aber mit einer Schusswaffe hat man bei einem Angriff halt sehr geringe Überlebenschancen und es erweitert das Waffenarsenal potenzieller Angreifer. Bis jemand ins Auto steigt und sich einen Plan gemacht hat, vergeht eine Weile und viele Gedanken. Mord durch Schusswaffe kann schnell im Affekt passieren, womöglich auch noch unter Einfluss von Alkohol.

Sehr gut ist übrigens die “Wild Germany” Folge von Manuel Möglich (ZDF Neo) über Waffen in Deutschland.


#64

Ja, man vergisst oft mal zu erwähnen, daß so eine Schußwaffe die Hemmschwelle, jemanden umzubringen drastisch senkt.


#65

Tolle Folge. Veto steigt mit jeder Folge immer mehr in meiner Zuschauergunst (und was schon hoch eingestiegen).
So eine Sendung fehlt im ÖR meiner Meinung nach.

Es war sehr Interessant mal die sichtweise eines Waffenbefürworters zu erfahren.

BTW: Wem ist noch der etwas krude argumentatorische Kniff beim Vergleich Verletzungen durch Schusswaffen / Messer aufgefallen? (veto4HD.MP4 ; Timecode 57:20-57:30)
Habe mir die Stelle sogar mehrfach angehört, weil ich dachte ich hätte mich verhört.

(Für das Zitat habe ich den Abschnitt nochmals fast wortweise angeschaut; Hervorhebung des entscheidenden Wortes drch mich in Großbuchstaben)

Holger (@fernsehkritiker) ist das wohl im Gespräche auch durch die Lappen gegangen, sonst hätte er den Gast ja sicher drauf angesprochen, das damit beide Waffenarten gleich tödlich sind.

Space


#66

Ich gehe einfach davon aus, dass er sich an der Stelle schlichtweg versprochen hat :wink:


#67

Und Schlagzeilen sind bekanntlich das einzig Relevante für euch Paranoiker.


#68

Das habe ich weiter oben auch genau so zitiert. Ich habe es mir auch ein paar mal angehört, damit ich mich nicht lächerlich mache, falls falsch verstanden :smiley:


#69

Es gibt keine Notwendigkeit mich in 3. Person Plural anzureden,obwohl mir das ganz gut gefällt :upside_down_face:
Klar ist gerade auf Volksfesten,wie sie gerade beginnen, ist eine erhöhte Kriminalität und sozialer Unfriede eingekehrt,dieses hat schon und wird dazu führen,das diese geschlossen werden,massive Sicherheitsmassnahmen notwendig werden und das “solidarische Volk” dazu übergeht sich zu bewaffnen,wenn nicht einmalmal die Polizei in der Lage ist einen einfachen Abschiebevorgang durchzusetzen,wie heute/gestern in Elwangen passiert,welche Botschaft für die Sicherheit soll das an das deutsche Volk haben?


#70

Und was hat die Polizei dann gemacht? Ist mit mehr Polizisten rein und hat die Sache geklärt. Also gar kein Grund, irgendwie Selbstjustiz notwendig zu erachten.


#71

Ich bin bzgl. der Inszenierung anderer Meinung. Der dunkle Hintergrund lenkt den Fokus auf die beiden Teilnehmer. Die angeschnittene Perspektive in wechselnder Ansicht finde ich perfekt für diesen Dialog.

Ein Format, das größere Verbreitung verdient hätte.

Gruß
Christian


#72

Uff. Springer schreibt, Flüchtlinge hätten die Polizei gewaltsam daran gehindert, eine Abschiebung zu vollziehen. Die TAZ schreibt, es habe keine unmittelbare Gewalt gegeben und die Polizei habe ihren Einsatz beim zweiten Versuch zu Ende gebracht; allerdings ist da nicht von einer Abschiebung die Rede, sondern von eingeleiteten Ermittlungsverfahren.

Die Rechten sagen: Staatsversagen, auf die Barrikaden. Die Linken sagen: Alles okay, keinerlei Probleme. Was beide eint: Sie haben ein Interesse daran, dass es sich jeweils so verhält, wie sie es darstellen.

Ich habe keinen Bock mehr auf Nachrichten. Es wird immer schwieriger, diesem Wust aus irreführenden Schlagzeilen und befangener Berichterstattung noch so etwas wie Tatsachen zu entnehmen.

Also schnuppe, was war. Nachrichten ignorieren. Aber falls die linke oder die rechte Paranoia doch zutreffen und dann irgendwann mal irgendein Rollkommando vor der Tür stehen sollte, wäre eine Schusswaffe schon nicht schlecht. ^^


#73

Ich habe bis zu dieser Sendung noch nie etwas von diesem ominösem Verein gehört. Seitdem ich dieses Interview gesehen habe, wundert mich das auch nicht. Selten so einen haarsträubenden Unfug gehört. Ich bin jedenfalls froh, dass die Gesetze so sind wie sie sind, hätte sonst bestimmt schon längst den einen oder anderen über den Haufen geschossen! :grin:

Kleine Kritik am Rande: Für ein Streitgespräch finde ich das Geduze unangebracht. Ein höfliches “Sie” hätte mehr zur journalistischen Distanz beigetragen.


#74

Halte ich für Quatsch - auch beim Du kann ich die Distanz wahren.


#75

Ich falle echt vom Glauben ab, was für Kommentare ich hier lesen muss. Ist die Idee einer Liberalisierung von Waffengesetzen so verbreitet? Allein wenn der AfD-Halbnazi gern die “rechtschaffenen Bürger” bewaffnen will, damit sie sich gegen die Merkel-Diktatur “verteidigen” oder “ethnische Konflikte” austragen können, ist das doch schon das entscheidende Gegenargument.
Wir reden hier von Waffen, die das Töten einfacher machen, sowohl mental als auch technisch.
Der eifersüchtige Ehemann, der mit Fäusten oder Messer auf den Liebhaber losgeht, kann vielleicht nach einem Ringkampf zur Besinnung gebracht werden. Der eifersüchtige Ehemann mit Schusswaffe drückt einmal ab, und die Tragödie ist angerichtet.
Das Gleiche gilt für Selbstmorde. Sich zu erschießen ist einfach, nach dem Aufschneiden der Pulsadern kann es sich der Betreffende noch anders überlegen und einen Krankenwagen rufen.
Man kann viel darüber diskutieren, ob die Mordraten in den USA deshalb so hoch sind, weil die Asis sich in ihren Vierteln massenweise über den Haufen schießen. Tatsache ist aber auch, dass sie das vor allem deshalb können, weil sie Schusswaffen besitzen und nicht mit Messern aufeinander losgehen müssen. In deutschen Großstädten hätten wir solche Verhältnisse vielleicht auch längst, wäre da nicht die restriktive Waffengesetzgebung. Oder gibt es hierzulande keine Bandenkriminalität?
Wie es sich mit sozialen Brennpunkten in der Schweiz verhält, weiß ich nicht. Da tragen also viele Leute Waffen, aber sie benutzen sie nur für Selbstmorde? Da sollte man sich fragen, wozu die ihre Waffen brauchen und warum wir sie brauchen.

Soll ich als “rechtschaffener Bürger” mit vorgehaltener Waffe durch die Straßen laufen? Nein? Das wäre nämlich die einzige Methode, mit der mir eine Schusswaffe etwas nützen würde. Sonst könnte mich der Straßenräuber ja zuerst erschießen. Obwohl, wenn er mich aus dem Hinterhalt abknallt, nützt mir die Waffe auch nichts, wenn ich sie vorhalte.
Und dann die “Argumente” von Herrn Huber. Olympische Sportgegenstände waren auch mal Waffen. Was genau sollte mir das sagen?
Auch der Vergleich mit dem Automobilverkehr, den er so oft bemüht hat, ist Blödsinn, schließlich ist das Auto kein Instrument, das gezielt zum Töten entworfen wurde. Unfälle sind kein begangenes Unrecht.
Aber selbst, wenn wir den Vergleich akzeptieren, wäre das für mich eher ein Grund, die Akzeptanz von Automobilverkehr in Frage zu stellen statt die Ablehnung von Waffen. Das nur am Rande.

Es ist etwas völlig anderes, Waffen als Sportgerät zu verwenden. Auch die Jagd ist ein völlig eigenes Thema, über das man lange diskutieren kann, schließlich ist, wie Huber richtig anmerkt, auch der Vegetarier nicht unschuldig, wenn er Gemüse aus Monokulturen isst. Zumal die meisten von uns nicht mal Vegetarier sind.
Das Selbstverteidigungsargument hingegen ist so blödsinnig, dass es mich über alle Maßen überrascht, es hier so kontrovers diskutiert zu sehen.

Das wäre der einzige Fall, bei dem man das tatsächlich diskutieren kann. Wobei die erhöhte Sicherheit durch Waffen auch hier illusorisch sein kann. Ein Einbrecher, der mich nur ausrauben wollte, tötet mich vielleicht eher, wenn ich ihm mit zitternder Hand eine Waffe ins Gesicht halte. Wir dürfen nämlich nicht vergessen: Jene, die im Herzen “rechtschaffene Bürger” sind, haben fast immer eine starke Tötungshemmung, während diese bei Kriminellen oft schwächer ausgeprägt ist.


#76

Dem Forum würde ich dann doch keine allzu Repräsentativität unterstellen :smiley:
Bei dem Querschnitt, nicht zu verwechseln mit der Zielgruppe, der paar Tausend Massengeschmack-Konsumenten ist diese Meinung doch nicht allzu überraschend. Oder?


#77

Waffen sind in Deutschland ja nicht generell Verboten, sondern nur streng reglementiert. Wenn ich ein Vernünftiger Mensch bin und eine Waffe haben will, dann habe ich bereits eine Waffe. Wenn ich ein Vernünftiger Mensch bin und keine Waffe haben will, dann habe ich keine, könnte aber , falls ich sie als nötig erachte, bekommen. Wenn ich kein vernünftiger Mensch bin und eine Waffe haben möchte, dann bekomme ich keine. Und es kann doch wirklich niemand wollen, dass irgendwelche Vollhonks Waffen haben?


#78

Und anschließend ein paar Monate in der Geschlossenen Abteilung verbringen, wo er lernt, wie lebenswert das Leben eigentlich ist, wenn man die richtigen Pillen schluckt. :roll_eyes:

So.

Die Empörung droht zu verrauchen, also sollte man nun dringend gegensteuern, und zwar mit Positionen, die nicht minder kontrovers sind, aber von der AfD scharf abgelehnt werden (man will es dem Wutzuschauer ja nicht zu einfach machen). Wir brauchen demnächst:

  1. jemanden, der die Legalisierung aller Drogen befürwortet.

  2. jemanden, der für das Recht des Menschen auf den eigenen Tod eintritt.

  3. jemanden, der anthropofugal denkt, also meint, die Menschheit solle völlig auf Fortpflanzung verzichten. Ulrich Horstmann bietet sich an. Der ist schon lange nirgends mehr aufgetreten.

Wenn schon, denn schon.


#79

Hm, also wäre ich betroffen, wäre es mir relativ wurscht, ob die Polizei zehn Minuten oder zehn Tage NACH dem Verbrechen kommt, dem ich zum Opfer gefallen bin. Sie verhindert nämlich keine Verbrechen. Sie klärt sie nur manchmal nachträglich auf.


#80

der? :face_vomiting:
“Sie werden aber nur kommen, wenn das Leistungsprinzip hoch gehalten wird und vor allem im Land nicht eine diffuse, sozial alimentierte „Multi-Kulti-Gesellschaft“ in Aussicht gestellt wird.”