Folge 329: Wunschfilme September: u.a. Beverly Hills Cop, Emmanuelle, Banana Joe

Pantoffelkino Folge 329. Hier kann darüber diskutiert werden!

Die September-Wunschfilme bieten eine reichlich wilde Mischung. Während mit „Emmanuelle“ eher die erotische Schiene bedient wird, sorgen „Hitler - Aufstieg des Bösen“ und der Independent-Film „Tore tanzt“ eher für harten Tobak. Wie gut, dass mit Eddie Murphy und Bud Spencer zwischendurch ein bisschen humorvolle Abwechslung dazu kommt.

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Eure Besprechung von Emanuelle hat mich dran erinnert, dass ich mal wieder … Draculas Witwe anschauen sollte. Lief vor Ewigkeiten mal im TV, hab keine konkreteren Erinnerungen mehr daran. Nur, dass das Monstermakeup von Sylvia Kristel so krass war, dass ich es erst für einen Scherz hielt, dass das „Emanuelle“ sein sollte. :grin:

Hitler war durchaus persönlich bei der Verhaftung der SA-Führung in Bad Wiessee vor Ort, und nahm in Begleitung Bewaffneter auch persönlich die Verhaftung Röhms in dessen Schlafzimmer vor. Das war schon allein deshalb notwendig, weil nur Hitler die notwendige Stellung innehatte, die SA-Stabswache davon abzuhalten, Widerstand zu leisten. Ohne den „Gott der NS-Bewegung“ hätte die Verhaftung auch leicht scheitern und die SA-Führung von Süddeutschland aus eine deutschlandweite Mobilisierung der SA-Kräfte gegen die NSDAP-Führung orchestrieren können. Der Film beinhaltet aber durchaus einige andere, meist kleinere Fehler. Ich meine mich zu erinnern, dass Hitlers Ankunft in München mit 1914 datiert wird, tatsächlich war er aber schon 1912 dorthin ausgewandert.

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Da seh ich doch viel lieber Bud Spencer tanzen :smiley:

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Habe gerade natürlich die Besprechung von Banana Joe mir zuerst angesehen und bedanke mich für die Grüße :+1: Die deutsche Übersetzung von dem Film ist von Ivar Combrinck meine ich gerade. Ja, er ist sehr albern, aber ich finde ihn gelungener als Eine Faust geht nach Westen oder dem Bomber.

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Ich bin überrascht dass Banana Joe so gut ankam!
Holger und Mario haben ja Recht dass es nicht der beste Bud Spencer Film ist. Es ist auch nicht mein Lieblingsfilm davon. Aber Banana Joe ist meine Lieblingsrolle. Und genau aus den Gründen die Rike genannt hat! Das hätte Wort für Wort in der gleichen Begeisterung von mir sein können :purple_heart:
Eben dieser super liebe und gutmütige Joe der einfach nur die Menschen mit seinen Bananen glücklich machen will. Und so ganz in seiner eigenen Welt lebt bis das Reallife mit Dokumenten, Lizenzen, Behörden und Militär zuschlägt. Und er versteht das alles gar nicht in seinem kleinen Bananenkosmos und kämpft sich halt da durch.
Und die ganzen Sprüche natürlich. Der Film macht echt Spaß. Auch der Schauplatz in Kolumbien ist schön.
Der Song ist einer meiner liebsten von Oliver Onions. Den Ausschnitt kannte ich nicht.
Freut mich echt dass Banana Joe Rike und Lars angefixt hat. Ich schlag hier selten Filme vor aber das macht mich jetzt schon glücklich. Ihr werdet einen riesen Spaß haben mit den vielen anderen Bud Spencer Filmen! :purple_heart:

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Vielen Dank, dass ihr meinen Vorschlag beherzigt habt :heart: :heart:
„Tore tanzt“ habe ich damals zufällig bei der TV-Premiere im ZDF gesehen und war danach dermaßen umgehauen, wie ich es selten bei einem Film erlebt habe, besonders nicht bei einem deutschen.
Es gibt mit der Regisseurin auch ein interessantes, ausführliches Interview, bei dem es in erster Linie zwar um ihren Nachfolgefilm „Pelikanblut“ geht, aber auch ausführlich über „Tore tanzt“ gesprochen wird. Den Namen Katrin Gebbe sollte man sich definitiv merken!

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Bud Spencer ist relativ beliebt bei MG, von daher hätte es mich eher überrascht, wenn der Film schlecht weggekommen wäre :slightly_smiling_face:
In Folge 71 wurde ihm eine ganze Sendung gewidmet, die sehr zu empfehlen ist!

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In der City Cobra mit Stallone ist viel von Slys Vorstellung drin wie der Beverly Hills Cop mit ihm hätte werden sollen.

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Das hätte ich tatsächlich nicht gedacht, mir kam die Filmszene sehr absurd vor. Aber danke für die Aufklärung, wieder was dazu gelernt.

Dieser Film hielt sich genau an Tatsachen was die Röhm Sache betrifft Adriano Celentano - Röhm Ich stinke nicht! - YouTube

Danke für Eure Besprechung des Films Hitler - Aufstieg des Bösen.

Wie Lars schon richtig festgestellt hat, Hitler ging es in der Festungshaft sehr gut, das war mehr ein goldener Käfig als eine wirkliche Haftstrafe und er wurde ja vorzeitig begnadigt.

Der Film hat aber andererseits tatsächlich viele haarsträubende Fehler, auf die ihr teilweise ja auch eingegangen seid. Dass die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes durch die SPD-Fraktion komplett unterschlagen wurde, war für mich natürlich die größte Frechheit.

Aber auch Hindenburg wurde mir als zu lieb und demokratiefreundlich dargestellt. Er wurde ja fast zu einem Verteidiger der Weimarer Republik stilisiert, dabei war er selbst ja recht autoritär eingestellt. Sein Problem mit Hitler resultierte nicht aus dessen diktatorischem Stil, sondern einzig aus seiner einfachen, proletarischen Herkunft. Hindenburg war sich salopp gesprochen zu fein für Hitler.

Ich stimme Euch zu, dass man einen solchen Film besser hätte umsetzen können, insbesondere hat Lars Recht, die Kindheitsjahre waren viel zu knapp. Wie Ihr schon sagtet, als Unterhaltung OK, man darf den Film nicht als Geschichtsunterricht sehen.

P.S. Ich glaube, Rike hat Recht und man hat den Kosenamen Hitlers von „Alf“ in „Dolf“ geändert, um Assoziationen zur Figur Alf zu vermeiden. Ist die einzige logische Erklärung.

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1000753518 Jack Palance war irgendwann auch nicht mehr besonders wählerisch was Rollen betraf :thinking: :smile:

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Es freut mich, dass 50% der Beteiligten, nämlich Rike und Mario, Emmanuelle zumindest nicht komplett schlecht fanden. Ich mag den Film irgendwie aufgrund seiner unwirklichen Atmosphäre und der französischen Schwermut. Und der pseudophilosophischen Reden, die geschwungen werden. Erotisch ist da aus heutiger Sicht gar nichts mehr. Die berühmte Zigarettenszene hat der Produzent übrigens nachträglich reingeschnitten, was dem Regisseur gar nicht gefiel. Im Director’s Cut ist sie deshalb nicht mehr drin.

Emmanuelle selbst ist natürlich eine total schlecht geschriebene Figur. Sie erzählt zwar etwas von sexueller Freiheit und Emanzipation, bleibt aber weitgehend passiv und lässt sich treiben. Die Prämisse ist mal wieder die bekannte Altherren-Fantasie, in der sich die junge unerfahrene Frau vom älteren lebens- und liebenserfahrenen Mann das Leben und die Liebe erklären lassen muss. Gespielt übrigens von Alain Cuny, ein großer französischer Schauspieler, der in Filmen von Fellini, Marcel Carné und Louis Malle zu sehen war. Am Ende, und es wundert mich, dass ihr das nicht thematisiert habt, übergibt Alain Cuny Emmanuelle an einen Typen als Gewinn bei einem Boxkampf. „Jetzt bin ich eine Frau“, sagt sie.

Ich bin daher auf die anstehende Neuverfilmung mit Léa Seydoux in der Hauptrolle gespannt. Regie führt Audrey Diwan. Das Ganze dürfte deutlich feministischer ausfallen und wird womöglich mit der Romanvorlage noch weniger zu tun haben, als der Film von 1974.

Und weils so schön ist, hier noch mal das Titellied.

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Zu Hitlers Lebensphase als gescheiterter Künstler empfehle ich den Film „Mein Kampf“ mit Tom Schilling und Götz George.

Die Handlung basiert auf einem Theaterstück von George Tabori.

Ich möchte mich hier hochoffischiell bei allen Beteiligten bedanken, dass mich seit Gestern der Banana-Joe-Ohrwurm plagt. Vielen, vielen, vielen Dank auch! :sweat_smile:

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Bud war 1982 mit dem Bomber und eben Banana Joe noch recht erfolgreich, aber die Zeiten von 4 oder 5 Millionen Zuschauer waren vorbei. Noch dazu eine Wiederaufführung eines altes Films haben dann doch langsam zur Übersättigung geführt.

Ich weiss noch, dass ich Anfang der 80er öfter im Kino war. In unserem Dorfkino liefen oft Filme, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatten, nicht das neueste Zeug. War dafür günstig. Da hab ich auch den einen oder anderen Spencer/Hill Film gesehen.

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